Was interessiert mich eure Realität? – Eskapismus als politisches Problem

Eskapismus – Das ist das, wovor uns unsere Eltern jahrelang beschützt haben, indem sie uns sagten, wir sollten doch lieber mal die Nachrichten schauen, statt uns dieser virtuellen, nicht realen Welt im Smartphone hinzugeben. Beziehungsweise das, wovor unsere Eltern von ihren Eltern beschützt wurden, indem man ihnen riet, ein Buch zu lesen, statt immer nur fernzusehen. Oder eben das, wovor deren Eltern beschützt wurden, indem man sie zum Spielen rausschickte, weil man verhindern wollte, dass sie mithilfe von Romanen der wirklichen Welt entfliehen.

Der Eskapismus, die Flucht vor der Realität mithilfe der Medien, wurde also schon immer gefürchtet. Belächelt aber auch. Denn natürlich gibt es Menschen, die sich völlig in der Kunst, der Computerspielsucht oder den sozialen Netzwerken verlieren. In Maßen ist die Befriedigung solch affektiver Bedürfnisse aber kein Problem, muss sogar sein, um sozial erzeugte Spannungen abzubauen, Abwechslung zum Alltag zu finden oder sich einfach unterhalten zu lassen. Schlimm wird es erst, wenn der Medienkonsum auf ein Level ansteigt, das zu Kontakt- und Kontrollverlust, Prokrastination oder mangelndem Urteilsvermögen führt. Aber selbst der Dichtkunst wurde bereits vorgeworfen, dahingehend ein Risiko darzustellen. Eine kollektive Flucht vor der Wirklichkeit hat es bisher nicht gegeben. Warum sollte das bei den sozialen Medien anders sein?

 

 

Die scheinbar unendliche Masse an Informationen, die darauf warten, kurz über den Bildschirm gescrollt zu werden, hat möglicherweise ein höheres Ablenkungspotenzial als ein Buch oder das lineare Fernsehen. Wer einmal angefangen hat, sich von einem YouTube-Video über die Vorschläge zum nächsten zu klicken, kann damit theoretisch unbegrenzt fortfahren, ohne von „der Realität“ unterbrochen zu werden. Binge-Watching ist – wenn nicht gar zur Tugend – zumindest zum unbedenklichen Hobby geworden.

 

 

Aber das ist nicht der Punkt. Neben der Masse gibt es einen weiteren Aspekt, den die sozialen Netzwerke alleine besitzen: Die Möglichkeit, die Scheinrealität, in die man sich flüchtet, mitzugestalten. Während man sich in Romanen und Serien nur mit dem Helden identifizieren oder Unzulänglichkeiten auf „die Bösen“ projizieren kann, erschafft man in sozialen Netzwerken eine eigene Realität.

Während Binge-Watching zwar bedenklich, die Verwendung von Synonymen juristisch schwierig oder Tweets von angeblichen Müttern über angebliche Aktionen ihrer Kinder (die ausnahmslos K1, K2 und K3 heißen) unter Umständen nervig sind, kann der Eskapismus auch wesentlich bedenklichere Formen annehmen. Der Netflix-Süchtige schadet in erster Linie sich selbst. Er entflieht dem Alltag, den grauenvollen Nachrichten oder seinen persönlichen Problemen. Das ist nicht harmlos, für ihn selbst sogar schädlich, für die Gesellschaft ist er aber im schlimmsten Falle nutzlos.

Flieht man allerdings nicht vor der Nachrichten-, sondern vor der politischen Realität und endet die Flucht nicht bei Netflix, sondern bei gab.ai oder anderen Netzwerken auf denen Propaganda und Agitation betrieben werden, ist das für die Allgemeinheit durchaus von Belang. Die alternativen Fakten in der Filterblase werden zur alternativen Realität. Die neuen Medien bergen diesbezüglich ein riesiges Potenzial: Verschwörungstheoretiker, politische oder religiöse Extremisten bestätigen sich gegenseitig in ihren Weltsichten, organisieren sich und können in kürzester Zeit ihre Fake News verbreiten.

 

 

Das Löschen von Posts, Tweets etc. ist entweder nicht erlaubt oder bestärkt genannte Personen nur in ihren Ansichten. Das einzige, was helfen könnte, die Entwicklung einer virtuellen Parallelgesellschaft zu verhindern, ist wohl oder übel die Gegenrede. Es gilt zu zeigen, dass die Realität nicht beliebig gestaltet werden kann, dass Fake News eben solche sind und ihre Verbreiter Unrecht haben und nicht die einzigen mit einer Meinung sind. Zumindest auf Netzwerken, die sich nicht nur an bestimmte Minderheiten richten…

 

 

…ist es möglich, einen Beitrag gegen den politisch gefährlichen Eskapismus zu leisten. Auch wenn es definitiv legitim und notwendig ist, der Realität gelegentlich zu entfliehen, ist es wohl hilfreich, immer wieder zurückzukehren und sich nicht, wie in der Vergangenheit einige Politiker, rauszuhalten oder gar in gleicher Manier wie die „Realitätsverweigerer“ abzuschotten.

 

 

Bastian Rosenzweig
Kommunikationswissenschaft, Soziologie, Philosophie
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

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Social Media Trends 2015 – Ein Jahr voller Herausforderungen

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Wir haben viel erlebt. Das vergangene Jahr war eine Lawine der Social Media Veränderungen. Ellen Degeneres legte Twitter mit einem Selfie lahm, das Hashtag wird quasi zum Symbol der Jugendkultur, Handyfotos sind jetzt quadratisch und die sozialen Netzwerke schaffen immer neue Berufssparten, vom Social Media Marketer bis zum Community Manager. Doch wie soll die Reise weitergehen? Wohin führt uns die Entwicklung der sozialen Medien? Welche Herausforderungen erwarten uns 2015?

Content, Content, Content…

2014 hat uns mit all seinen Kanälen vor allem eines gemacht: Hunger. Wir sind auf den Geschmack gekommen und wurden alle zu gierigen Verzehrern verschiedensten Contents. Ob wir die News unserer Vorbilder auf Facebook lesen, Instagram-Aufnahmen unserer favorisierten Markenprodukte ein Herz stiften oder sogar als Konzern unsere B2B Beziehungen über soziale Medien zu erweitern wünschen. Wir alle wollen Content!

Trotz unserer Gier nach Neuigkeiten ist unser Hunger 2015 nicht einfach mehr nur mit Fast Food zu befriedigen. Schnelle Postings mit geringer Individualität sättigen uns nicht mehr so wie früher. Nach einem ganzen Jahr haben wir uns zu medialen Gourmets entwickelt.

Genau dieser Umstand soll vermutlich einer der größten Trends für Marketer weltweit werden. Content-Strategien müssen weiter verfeinert werden. Die einfache Infografik spricht nicht länger die immer stärker informierten Communities an und so gewinnt der Dialog zwischen Unternehmen und Fangemeinde an immenser Bedeutung. Es wird Marken dazu bringen nicht mehr nur die breite, große Masse zu sehen, sondern stärker auf die individuellen Bedürfnisse von kleineren Community-Untergruppen einzugehen. Kurzum 2015 führt uns weg vom Sammeln der Fans wie Briefmarken, hin zur aktiven Community die aktiv die Entwicklung von Unternehmen und Content mitbestimmt.

Weg von Facebook? Weg von Twitter? Wir wollen mehr Freiheit für Unternehmen!

Es ist davon auszugehen, dass wir 2015 auch Zeugen der Emanzipation von Unternehmen sein werden. Facebook lässt immer wieder die Muskeln spielen, ändert seine AGB, schlägt Microsoft und Apple ein Schnippchen und kauft sich seine Medienlandschaft zusammen. Das hat schon 2014 für erste Aufschreie gesorgt, die allerdings noch zu leise waren. Geht man aber davon aus, dass Facebook aufgrund seiner geradezu bedrohlichen Größe neue mediengewandte Generationen abschreckt und immer mehr der alten Hasen sich abmelden, müssen Unternehmen und Marken reagieren. Dazu kommt, dass jedes soziale Medium seine eigenen Regeln macht und damit spürbar die Freiheit von Marketingstrategien einzelner Unternehmen beschneidet. Wer werben will, muss auch immer mehr zahlen, so lautet die Devise. Zwar ist die Mehrheit an Unternehmen 2015 bereit ihre Budgets für Online-Marketing aufzustocken, allerdings kommen damit auch ganz neue Strategien infrage. Das installieren eigener Content-Plattformen zum Beispiel.

Es ist also davon auszugehen, dass Unternehmen 2015 sich neue, stärker selbstbestimmte Wege suchen werden, ihren Content an die Rezipienten zu bringen.

„Brands will rebel against social algorithms continuing to push branded content from organic to paid, and instead, build off-platform content experiences and owned channels to grow their audience on their own terms.“  Shafqat Islam / Mashable

Die Unvorhersehbaren, sie kommen bestimmt!

Jedes Jahr werden wir Zeugen eines Internetphänomens, eines neuen Trends und gerade in Zeiten in denen Startups aus dem Boden schießen wie giftige Pilze, ist damit auch jede gut gewartete Kristallkugel überfordert. Ihre Vorhersage ist schlicht und ergreifend nicht möglich. Was allerdings möglich ist, ist das eingrenzen von Themengebieten.

Wir erlebten 2014 eine Blüte der Foto-Communities. Der Einfluss von Instagram war so groß, dass er auch für Portale wie Pinterest oder den guten alten Tumbler einen Anstieg an Nutzern brachte. Plötzlich teilte jeder Bilder und begann sich mit diesen aktiv zu identifizieren und darzustellen.

Gleichzeitig musste es aus unseren Lautsprechern schallen. Musikplattformen wie Spotify werden immer massiver genutzt und führen sogar dazu, dass sich einige Künstler auf die gute alte CD bei der Veröffentlichung ihrer Alben beschränken z.B. unser Social Media Profi Taylor Swift. Andere wiederum setzen auf Itunes und schmuggeln ihre neuen Songs kostenlos auf neue Apple-Endgeräte. Dass das für U2 in einem Fiasko endete, sei erstmal ausgeblendet.

Der springende Punkt ist, dass wir davon ausgehen können, dass uns Fotografie und Musik weiter stark in den sozialen Medien begleiten werden, ihr Entwicklungspotential allerdings recht begrenzt scheint. Wir haben inzwischen schon einiges gesehen!

Was fehlt also noch? Richtig, das Video! Zugegeben, richtig neu ist das Video für alte Youtube Hasen nicht, aber seine Nutzbarkeit im Marketing war immer wieder umstritten. Wir können inzwischen allerdings einen interessanten Trend verfolgen. Immer mehr Unternehmen greifen Youtube an, das mit seinen AGBs manchmal doch äußerst mühsam wirkt. Wir konsumieren immer mehr auf Vimeo und wer hätte es gedacht, auch die Videos auf Instagram und Facebook nehmen gewaltig zu. Das führt zum einen dazu, dass Plattformen wie Youtube in Zugzwang geraten sich weiterzuentwickeln und neue innovative Konzepte vorzustellen. Auf der anderen Seite öffnet dies sämtlichen Community-Konzepten die sich auf Videos fokussieren Tür und Tor.. Zu diesen neuen sozialen Communities zählen Video-On-Demand-Plattformen genauso wie Werbe- oder Trailerportale. Ein wachsendes und interessante Konzept für einen neuen Community-Ansatz bietet das Unternehmen flimmer.de aus Berlin. Bereits 2012 als Idee aus der Taufe gehoben, bietet die Seite ein Konzept, dass 2015 richtig abheben könnte. Das Portal bezahlt seine User für das Konsumieren von Trailern, bietet einen Video-On-Demand-Dienst, sowie einen eigenen Shop der den fleißigen Trailer-Konsumenten mit Prämien belohnt. Dazu sind die filmischen Größen Roland Emmerich und Marco Kreuzpaintner die Väter der Idee.

Es gilt also 2015 vor allem die Augen nach revolutionären Ideen mit bisher wenig genutzten Medienformaten zu beobachten

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Das beste kommt zum Schluss!

Neben neuen Herausforderungen beim Erstellen von Content, unvorhersehbaren Entwicklungen im Social Media Sektor und stärkerer Interaktion zwischen Rezipient und Kommunikator wird 2015 vermutlich vor allem ein Jahr der technischen Innovation. Wir suchen stetig nach neuen Herausforderungen und Strategien, um mittels Marketing alles aus unserer sozialen Medien herauszupressen. Mit der Entwicklung von immer stärker ausgereiften technischen Kommunikationsmitteln, verlieren wir aber auch zusehends den Vorsprung vorm Rezipienten. Unsere Fans rücken in ihrer technischen Ausstattung sowie dem eigenen Know-How immer mehr an uns vermeintliche Meinungsmacher heran. Das bedeutet folglich, dass wir 2015 als den Beginn einer neuen Sorgfalt sehen müssen. Es reicht nicht länger den Praktikanten Twitter überwachen zu lassen oder die Sekretärin jeden Tag eine Stunde vor Facebook zu setzen. Wir müssen beginnen, uns an Profis zu wenden. Journalisten und Redakteure müssen in die Pflicht genommen werden, ansprechende Beiträge zu generieren, deren Mehrwert über die bloße Werbung oder Imagepflege hinaus geht.

Der Weg, der 2015 vor uns liegt ist definitiv nicht gepflastert mit einer Fülle an neuen Portalen, allerdings gilt es jetzt zu lernen, wie wir das bereits bekannte endlich miteinander vernetzen, um eine höchstmögliche Qualität zu erzeugen und uns nach der einzig wichtigen Größe in Social Media zu orientieren:

Dem Like, Follower und Nutzer; alles in Allem der Community. 

Sören März
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Kommunikationswissenschaft / Kunstgeschichte

So twittern deutsche Fußballstars

Die internationale Titeljagd geht weiter. Doch geht es ausnahmsweise nicht um den Sieg der Champions League oder darum, sich Deutscher Meister nennen zu dürfen. Diesmal konkurrieren die deutschen Fußballstars um Follower in den Sozialen Netzwerken, vor allem auf Twitter.

Nicht mehr nur im Fußball, sondern auch Stars im Web. Tagtäglich posten die Sportler über ihr Leben neben Spieltagen und zwischen zahlreichen Trainingseinheiten und halten so ihre Fans auf dem Laufenden.

Am beliebtesten ist dabei die Seite von Twitter.

Twitter ist die wichtigste Plattform für Spieler und Clubs, wenn es darum geht, mit Fans zu interagieren. Und das in Echtzeit! Der Fakt, dass alle Clubs der 1. Und 2. Fußball-Bundesliga Twitter konstant nutzen, spricht für sich. (Paul Keuter, Head of Sports, Twitter Deutschland)

Über ihre Reichweite im Web können alle Spieler selbst bestimmen. Besonders aktiv sind vor allem die jungen Spieler und Nachwuchstalente, doch auch die der Deutschen Fußball Nationalmannschaft. Mario Götze, Marco Reus, Mats Hummels, Manuel Neuer. Alles große Namen – inzwischen auch, was die Arbeit im Web 2.0 betrifft. Vor allem der Spruch des Nationaltorhüters des Coca Cola-Werbespots macht derzeit die Runde, der mindestens genauso bekannt geworden ist, wie Neuer selbst.

Doch wie nutzen eigentlich die deutschen Fußballstars die Plattform Twitter? Viel können sie dabei gar nicht falsch machen, da Twitter zahlreiche Möglichkeiten bietet. Doch eines müssen sie beachten: Die Posts müssen authentisch wirken. Der Kommunikationskanal lebt von seinen Inhalten. Je mehr Bilder, desto mehr Gefallen. Am besten kommen Selfies direkt aus der Kabine an, sei es auch mal mit der Bundeskanzlerin, Frau Angela Merkel. Eine besondere Ehre, die vor allem durch die Impressionen der WM 2014 in Erinnerung bleibt. (Hier von Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung, gepostet)

Doch wie schaut es wirklich mit der Authentizität der Nationalspieler aus? Wer twittert selbst? Gibt es PR-Manager, die die Spieler unterstützen?
Der Großteil der Fußballspieler postet auf seinem Account selbst. Ein gutes Beispiel ist André Schürrle, namhafter Stürmer der Deutschen Fußball Nationalmannschaft und des englischen Premier Ligisten Chelsea FC.

Andrés Twitter-Account wird vordergründig nicht als Werbefläche verwendet und auch nicht vermarktet. Er hält das Soziale Netzwerk sehr persönlich und direkt, nutzt die Plattform als Möglichkeit, mit Fans und Freunden zu kommunizieren und gibt diesen die Möglichkeit auch neben dem Fußballplatz Eindrücke von seinem Leben zu bekommen.

Insbesondere Posts aus dem Privatleben der Profis sind es, die die Follower interessiert, denn so können Nutzer und Fans eine persönliche Verbindung zu ihrem Idol aufbauen, während sie immer auf dem Laufenden gehalten werden.

Über diese Nachricht des Borussen Marco Reus haben sich die BVB-Fans ganz besonders gefreut. Auch, weil diese von Woodyinho persönlich kam.

Der Kontakt zu den Fans gehört inzwischen zum Beruf eines Fußballers. Auch Mats Hummels beantwortet Fragen seiner Fans ganz persönlich auf seinem Twitter Kanal.

Sehr häufig sieht man die Fußballstars im deutschen Fernsehen. Es folgen zahlreiche Werbeaufträge, die weiter auch im Netz verbreitet werden. Aufrufe, die beispielsweise über Sponsoren gesteuert werden. Doch die Spieler, wie auch André Schürrle, sind hierbei frei in der Aussage und Ausgestaltung ihrer Posts. Wenn nicht, dann gibt‘s zumindest private Vorschläge. Macht sie doch sympathisch, unsere Jungs.

Doch nicht nur internationale Turniere sind Anlass, sich mit den Fans in Verbindung zu setzen.

Schon schön, wenn am Wochenende wieder die #Bundesliga läuft… (Manuel Neuer via Twitter, 23.08.2014)

Am Freitag startete der 15. Spieltag der 1. Fußball Bundesliga mit dem Duell zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und Eintracht Frankfurt. Der FC Bayern München trifft auf den FC Augsburg, Borussia Dortmund ist zu Besuch bei Hertha BSC Berlin.

Mit großer Spannung wird nicht nur den Partien entgegengefiebert, auch die Welt der Sozialen Medien und die gesamte Fußballgemeinde freut auf Posts und Kommentare der deutschen Profis. Wer veröffentlicht Eindrücke aus dem Flugzeug oder dem Mannschaftsbus? Wer zwitschert zuerst aus der Kabine? Wir sind gespannt!

Sabrina Kleinhuber
Institut für Kommunikationswissenschaft
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Nachtrag

Doch einen Spieler darf man nicht vergessen! Ganz groß im Rennen ist der Stürmer der Deutschen Fußball Nationalmannschaft, unser Lukas Podolski, der sich auch gerne mal mit jeweiligen Ländersprachen beschäftigt, wenn ein Auswärtsspiel stattfindet.

Mehr aus Poldis Leben könnt Ihr hier entdecken und seinem Alltag zwischen Tweets, Retweets, Stiftungen, aber vor allem auch persönlicher Unterhaltung folgen. Mein #FollowThursday geht an den Kölner-Jung‘.

SocialMedia addicted: Wie #fashionblogger einem helfen kann, seine berufliche Richtung zu finden

Soziale Medien: der Begriff definiert sich von selbst. Medien sind sozial, sie verbinden Gesellschaften. Und zwar genau die, die im Web 2.0 von Facebook, Twitter, Instagram und weiteren bekannte Seiten tagtäglich in ihren Bann gezogen werden. „Hauptsächlich, um auf dem neuesten Stand zu sein, was das eigene Umfeld betrifft“, so die Devise zu Facebook über den Inhalt, der Social Media ausmacht.

„Der sozialen Medienwelt mitteilen, was angesagt und der aktuelle Trend ist“, so Instagram. Aufgeteilt in alle Richtungen an Eindrücken und Sachverhalten, aktuellen Themen und Trends bietet vor allem die Bilderplattform Instagram für Millionen von Nutzern die Möglichkeit, in eine Welt voller Fotos und Momente einzutauchen, verbreitet durch sogenannte Hashtags.

Das #-Zeichen, das die digitale Welt v.a. im Jahr 2013/14 anführt. Es entwickeln sich öffentliche Trends aus banalen Themen, von allgemein #food bis hin zu #lunch. Posts, die basierend auf diesen Hashtags auf der ganzen Welt geteilt (shared) und verbreitet werden. Auf einmal ist im Web 2.0 am interessantesten, was zu Mittag gegessen wird oder noch vielmehr wie der Kaffee am Nachmittag aussieht. Es entsteht das Bedürfnis, der digitalen Welt an seinem routinierten Alltag via diese Bilder teilhaben zu lassen. Und siehe da, eine Vielzahl an Followern interessiert sich für genau diese Art von Bildern.

Übertrumpft wird dieser Trend dann, wenn zweimal jährlich die weltweiten Modewochen anstehen. Von Paris bis Sidney, von haute couture bis prêt-à-porter. Fashionblogger auf der ganzen Welt berichten von ihrer Teilnahme an den Modeschauen der einzelnen Designer. Unzählige Bilder, Blogposts und Videos von Runway-Shows der ganz Großen. [MBFW]

Eine Sache darf dabei natürlich nicht fehlen, die passenden Hashtags.
Alle Beträge, sei es von professionellen Agenturen oder einfach von Menschen, deren große Leidenschaft die Welt der Mode und Social Media sind, werden mit wenigen Zeichen verlinkt.

#fashionblogger, einer der meist verlinkten Tags (dt. Anhänge, Markierungen) mit Millionen von Ergebnissen. Hat dieser Tag tatsächlich solch eine Bedeutung oder ist es bloß ein weiterer Hype im Internet, der v.a. Mädchen dazu verleitet, noch mehr Zeit hinter dem Smartphone oder Tablet zu verbringen?

Als Mode- und Lifestyle- interessierte, selbst bloggende Userin kann ich dazu nur sagen: Mir hat #fashionblogger sogar dazu verholfen, mich endgültig für meine berufliche Richtung zu entscheiden, folgend meiner Affinität zu Mode und der dauerhaft verbrachten Zeit in den Sozialen Netzwerken.

Mehrmals täglich durchstöbere ich die Seiten von inzwischen namhaften Bloggerinnen, die selbst Soziale Netzwerke verwenden, um ihren Bekanntheitsgrad zu erweitern. Durch regelmäßig veröffentlichte Bilder kann man ihren Arbeitsalltag nach verfolgen und sie selbst machen auf sich aufmerksam. Eines der meiner Meinung nach besten Beispiele sind die Werbung für die Luxussachen.com von Valeria Schneider und ihren Onlineshop oder das erst kürzlich gelaunchte Buch Cologne’s Got Style by Henriette Frädrich und Lena Terlutter. Schon ihren Boutique Belgique – Concept Store und BB Loves in Köln entdeckt? Auch sie nutzt mehrmals täglich die Social Media Kanäle und vermarktet auf diese Weise erfolgreich ihren eigenen Modeladen und inspiriert Modebegeisterte mit ihren unterschiedlichsten Outfits des Tages.

Good Morning #allpastels #today Jacket from #boutiquebelgique

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Gibt man #fashionblogger in der Suche auf Instagram ein, so werden einem 4,450,158 Beiträge [Stand 28.10.2014] vorgeschlagen und unterteilt in weitere Rubriken, wie #fashionblogger_de oder #fashionbloggeritalia mit weiteren 5000 Fotos.
Bilder, die mein Herz höher schlagen lassen und mich über Stunden hinweg inspirieren.

Versunken in die Welt der Modebranche wird man auf die Vielzahl von Fashionbloggern aufmerksam. Jeder teilt seine Trends; es entsteht eine Community aus Profis, aber auch Laien, wie mich, die einfach großes Interesse zeigen und selbst mit der Zeit immer aktiver werden. Man wird auf Firmen, Agenturen, Showrooms aufmerksam, bekommt Einblicke in die Arbeit des Fashion Editors.

Andere arbeiten täglich in genau diesem Themenbereich, während ich einen Großteil meiner Freizeit damit verbringe? Mir wurde bewusst, dass auch ich die Möglichkeit habe, aus meinem Hobby einen Beruf machen zu können. Beginnend bei Stellenausschreibungen für Praktika. Mir fällt auf, dass neben den theoretisch verlangten Pflichten die Anforderungen, wie Affinität zur Mode, regelmäßige Recherche im Modebereich, und vieles mehr, genau meinem Bewerberprofil entspricht und ich professionell weiter Erfahrungen sammeln möchte, mit gutem Ausblick und weiteren Einblicken in die Modebranche.

Eine persönliche Story, die sich so schnell hoffentlich keinem Ende neigt und mit dem kleinen, aber bedeutsamen Wort #fashionblogger begonnen hat.

Sabrina Kleinhuber
Institut für Kommunikationswissenschaft
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Pinterest und Instagram – Die Social Networks für Impressionen

Discover ideas for all your projects and interests, hand-picked by people like you (Pinterest 2010).

Pinterest – Eines der Start-Ups in Sachen Social Media, das sich vor allem an jüngere Zielgruppen richtet, mit einem prozentualen Augenmerk von 50% auf weiblichen Nutzern.

Doch was ist Pinterest eigentlich? Beschreiben lässt es sich als US-dominiertes Social Network, besser bekannt als rote Fotowand. Aktive Nutzer sind zugleich auch Nutzer der Großen Namen, da man sich leicht über den eigenen Facebook Account anmelden kann.

Das Pinteresse geht vor allem von Nutzen aus, die ihre Fotos und Videos in Collagen präsentieren wollen und erstellen somit ihre eigene online Pinnwand. Das Unternehmen datiert trotz Startschwierigkeiten auf der anderen Seite des Atlantiks rund 10.4 Millionen registrierte Nutzer.

#interior – Vitra Stühle als der große Trend im Umlauf aller Social Networks. Fotos von living rooms, homes, oder auf gut deutsch einfach nur Innendesign mit skandinavischem Touch, der in keinem modernen Haushalt dekorativ fehlen darf. (mehr #Vitra und Impressionen auf Pinterest)

Doch wie kommt der Trend zu Stande? Über Bilder auf Pinterest. Nutzer verbringen von 20-80min mindestens täglich auf Pinterest. Doch hat Pinterest tatsächlich den Sprung vom Start-Up aufwärts in eines der großen Networks geschafft? Mit 5,779 Tweets und 1,97 Mio. Followern (Stand Twitter 25.20.2014) definitiv, wäre da nicht Instagam.

| home | #open #livingroom #kitchen

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 3, 584, 627 Beiträge: Active Users still counting oder doch vorhanden?

We’re excited to announce that the Instagram community has grown to over 80 million registered users who have shared nearly 4 billion photos! Since we launched Instagram in October 2010, we’ve expanded from one platform to two, bringing Instagram to Android users as well as iOS users. As the community has grown, we’ve seen people sharing photos from all around the world, from South Korea to Bolivia, and even underwater!

We’re humbled by the amazing photos from people’s lives we see every day on Instagram, and thank you for being part of this growing community.

The Instagram Team

Die Zahlen von Instagram sprechen für sich. Bis 2014 hat Instagram mit 5, 533 Tweets aber einer Zahl von satten 35,7 Mio. Followern (Stand Twitter 25.10.2014) den Vorreiter Pinterest überholt. Gekauft von Facebook boomt das Foto-Netzwerk, dessen Nutzung binnen eines Jahres um ein Drittel anstieg. Von Privatpersonen jeden Alters bis hin zu Business und professionellem Blogging ist alles mit Leidenschaft und Professionalität vertreten. Erreicht werden aktive und passive Nutzer gleichermaßen während sie durch die schier unendliche Folge an Bildern scrollen und dabei ihren Wünschen nachhängen oder diese durch die von Bildern gegebenen Impressionen erweitern.

Doch welche Platform ist nun die richtige? Will man ein Bild nur veröffentlichen? Fotografische Impressionen teilen? Das entspricht vollkommen der Welt von Pinterest! Doch wie sieht es für Privatpersonen oder gar Unternehmen aus?

Social Networks macht genau diese Art der Online-Kommunikation aus, die sich vor allem durch die Entwicklung von Hashtags noch weiter gesteigert hat. Für mich persönlich ist Instagram das Ideal! Ein Vorreiter, der im Bereich der Bilderwelt auf dem Vormarsch ist; wenn nicht sogar seinen hohen Rang schon eingenommen hat. Jeder hat die Möglichkeit seine Bilder zu teilen. Wer die Welt erreichen will, schaltet um auf ein öffentliches Profil und kann der User-Gemeinde neben den Fotos selbst via Text und insbesondere Hashtags alle News mitteilen. Oder die Inspirationen allein beim Durchforsten auf der Couch auf sich selbst einwirken lassen.

Sabrina Kleinhuber
Institut für Kommunikationswissenschaft
Otto-Friedrich Universität Bamberg