Von Freund zu Feind – der neue Instagram Algorithmus

Wir beschäftigen uns hier auf dieser Website in diesem Semester vor allem mit den Schattenseiten des Social Web. Und haben uns mit Cookies, #metoo, Trollen und Realfakes beschäftigt. Doch auch Instagram spielte in unseren Diskussionen immer eine entscheidende Rolle, da wir selbst fast alle User dieser Plattform waren. Doch was ist, wenn man nicht nur normaler User einer Plattform ist und diese zum Spaß nutzt, sondern sein Geld im Social Web verdient? Welche Schattenseiten kann es geben, wenn soziale Plattformen Neuerungen herausbringen, die die Reichweite einschränken. Sind neue Entwicklungen wirklich immer für alle gut?

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Für viele ist Instagram nicht mehr nur Spaß und Zeitvertreib, sondern auch Job und Business. Allein bezogen auf Interaktionen und Aufrufe mit Stories, ist Instagram die klare Nummer eins für Unternehmen und Influencer. Wenn man sich nur auf seine Interaktionen konzentriert und die Entwicklung seit Juni 2016 verfolgt, konnten viele Accounts auf Instagram einen Rückgang bei den Interaktionen feststellen. Dies liegt vor allem an der größten Änderung, die Instagram damals vorgenommen hat. Ein neuer Algorithmus. Aber was ist der neue Algorithmus überhaupt?

Fotos wurden dem Nutzer nicht mehr chronologisch im Feed angezeigt, sondern wurden nach Wichtigkeit sortiert. Die Wichtigkeit setzt sich hierbei vor allem aus „Engagement“, also Interaktion zusammen. Wenn ein Nutzer von einem Account viele Bilder liked, kommentiert und vielleicht sogar private Nachrichten schreibt, wird diesem Account eine höhere Wichtigkeit zugeordnet, als Accounts bei denen das nicht der Fall ist. Das heißt: die Beiträge des Accounts bei dem viel Interaktion des Nutzers vorhanden ist, werden immer oben im Feed angezeigt oder auf der Explore Seite, auf dem Nutzer, die dem Account noch nicht folgen, diesen entdecken und im Idealfall auch folgen können. Das bedeutet gleichzeitig auch, dass dieser Account automatisch mehr Reichweite generieren konnte. Und gerade für Accounts, die mit ihren Fotos Geld auf Instagram verdienen möchten, ist die Reichweite das A und O. Doch bevor das Thema der Reichweite vertieft wird, sollte man sich erstmal fragen, warum Instagram überhaupt den Algorithmus eingeführt hat?

Das basiert auf einem grundlegenden Problem, das Instagram mit steigender Nutzeranzahl bekommen hat. Weltweit hat Instagram momentan über 800 Millionen Nutzer, die natürlich alle fleißig Beiträge posten. Das führte zu einer sehr sehr hohen Beitragsfrequenz die es irgendwie zu verarbeiten galt, da es unmöglich ist, so viele Beiträge auf der Startseite eines Nutzer anzuzeigen. Circa 70% der Beiträge wurden auf der Startseite somit gar nicht mehr wahrgenommen. Nun hatte Instagram zwei Möglichkeiten zu handeln. Entweder den Nutzer in der Beitragsfrequenz limitieren, also dass man nicht mehr einfach so drauf los posten kann, sondern es ein Limit gibt, oder eben die Sortierung der Beiträge verändern. Von chronologisch zu relevant zu sortieren sollte das Nutzererlebnis besser machen. Für den Nutzer ist diese Änderung tatsächlich auch von Vorteil, da nun die beliebten (und auch oft großen) Accounts immer oben angezeigt werden und man nichts mehr verpasst. Doch was ist mit Accounts, die eine geringe Reichweite haben? Wie können die kleinen Fische im „Haifischbecken“ Instagram Beachtung finden?  

Vorerst ist wichtig zu wissen, dass jeder Beitrag eines Accounts nur 10% der Follower auch tatsächlich angezeigt wird. Doch diese 10% sind extrem wichtig, da sie darüber entscheiden wie der Beitrag eingeschätzt wird und welche Reichweite er womöglich generieren kann. Es geht also primär nicht um eine große Followeranzahl, sondern um Engagement, also Interaktion. Finden die 10% der Follower, denen der Beitrag angezeigt wird, diesen so interessant, dass sie liken, kommentieren, teilen und Nachrichten schreiben, generiert der Beitrag eine hohe Reichweite und der Instagram Algorithmus stuft den Beitrag auch als wichtig ein. Es steht und fällt also alles mit den Followern eines Accounts. Deswegen ist es von Vorteil, wenn unter den Followern wenige Ghost Accounts, oder Bots sind, die gar nicht von einem echten Nutzer erstellt worden sind, da diese dem Account auf keinen Fall viel Aufmerksamkeit schenken werden. Um für einen Nutzer möglichst interessant zu wirken gibt es verschiedene Techniken. Zum Beispiel sogenannte Engagement Posts, die den Nutzer dazu anregen sollen in den Kommentaren etwas zu dem Beitrag zu schreiben, jemanden zu verlinken oder irgendeine andere Aktion auszuführen. Auch das aktive nutzen der Instagram Features, wie zum Beispiel Hashtags, Verlinkungen, Gifs und Emojis helfen um bei Instagram als aktiver und relevanter Nutzer eingeschätzt zu werden.

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Doch hilft das alles wirklich?

Leider gehen die Meinungen über den neuen Instagram Algorithmus sehr weit auseinander. Viele Influencer bemerken trotz hoher Eigeninitiative einen Rücklauf der Followerzahlen. Für den normalen Nutzer ist das vielleicht ein bisschen schade, wenn ein paar Follower weniger angezeigt werden, doch gerade für Influencer und Blogger kann eine schwindende Followerzahl auch ein schwindendes Business bedeuten. Insbesondere seit Anfang 2018 scheint der Algorithmus aber Probleme zu bekommen. Immer öfter tauchen bei Nutzern oben im Feed Beiträge auf, die schon mehrere Tage alt sind und auf die unter Umständen schon interagiert worden ist. Neue Posts der Lieblingsaccounts erscheinen hingegen erst Tage später – und sind dann nicht mehr aktuell. Es gibt zwar die Möglichkeit für einzelne Accounts, von denen der Nutzer keinen Beitrag verpassen will, eine Benachrichtigung einzuschalten, aber in Zeiten in denen einen das Smartphone ohnehin schon vom Alltag abhält, ist es unwahrscheinlich, dass das wirklich jeder Nutzer für jeden seiner Lieblingsaccounts macht.

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Unter dem Hashtag #Blank formierte sich nun eine Protestbewegung um der Enttäuschung um die zurückgehende Reichweite Ausdruck zu verleihen. Instagram Nutzer teilen unter dem Bild folgenden Text und wenden sich damit direkt an die Plattform:

Liebes Instagram, wir müssen reden 💬 Um es ganz direkt zu sagen, dein neuer Algorithmus nervt! Wir als Content Ersteller sind frustriert, um es mal sachte auszudrücken. Wir stecken jeden Tag so viel Arbeit, Liebe und Zeit in unsere Accounts, um diese Plattform mit Leben zu erfüllen. Aber mit dem neuen Algorithmus, werden wir stumm gemacht. Wir werden in eine Position gezwungen, in der wir uns fragen müssen, ist es das wirklich noch wert zu bleiben? Wieso sollten wir weiter Content für eine Plattform erstellen, die es uns immer schwieriger und schwieriger macht? Was du vergisst, liebes Instagram, ist dass du von Menschen lebst, die hier ihre Arbeit teilen. Ohne uns, wäre hier alles nur leer.

Die Instagrammer sind bereit sich abzuwenden und eine neue Plattform zu suchen. Da  Sie nicht wollen, dass der Algorithmus die stundenlange Arbeit und Pflege des eigenen Accounts weiterhin egalisiert. Dass der Protest erfolgreich sein wird und Instagram zur chronologischen Reihung der Beiträge zurückkehrt, war von Anfang an extrem unwahrscheinlich. Schließlich beklagen sich Nutzer schon viel länger und intensiver über die Entwicklungen beim Mutterkonzern Facebook und auch dort ändert sich nichts. Obwohl die Erfolgschancen sehr gering waren, erzeugte die Aktion trotzdem eine gewisse Signalwirkung. Wenn Instagram weiterhin aktive Nutzer haben möchte, müssen die Macher aufpassen, dass aus Instagram nicht ein zweites Facebook wird. Es bleibt also weiterhin spannend, wie sich die Plattform und auch seine Nutzer weiterentwickelt.

Von: Mona Bolkart, Studentin der Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

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Social Media Trends 2015 – Ein Jahr voller Herausforderungen

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Wir haben viel erlebt. Das vergangene Jahr war eine Lawine der Social Media Veränderungen. Ellen Degeneres legte Twitter mit einem Selfie lahm, das Hashtag wird quasi zum Symbol der Jugendkultur, Handyfotos sind jetzt quadratisch und die sozialen Netzwerke schaffen immer neue Berufssparten, vom Social Media Marketer bis zum Community Manager. Doch wie soll die Reise weitergehen? Wohin führt uns die Entwicklung der sozialen Medien? Welche Herausforderungen erwarten uns 2015?

Content, Content, Content…

2014 hat uns mit all seinen Kanälen vor allem eines gemacht: Hunger. Wir sind auf den Geschmack gekommen und wurden alle zu gierigen Verzehrern verschiedensten Contents. Ob wir die News unserer Vorbilder auf Facebook lesen, Instagram-Aufnahmen unserer favorisierten Markenprodukte ein Herz stiften oder sogar als Konzern unsere B2B Beziehungen über soziale Medien zu erweitern wünschen. Wir alle wollen Content!

Trotz unserer Gier nach Neuigkeiten ist unser Hunger 2015 nicht einfach mehr nur mit Fast Food zu befriedigen. Schnelle Postings mit geringer Individualität sättigen uns nicht mehr so wie früher. Nach einem ganzen Jahr haben wir uns zu medialen Gourmets entwickelt.

Genau dieser Umstand soll vermutlich einer der größten Trends für Marketer weltweit werden. Content-Strategien müssen weiter verfeinert werden. Die einfache Infografik spricht nicht länger die immer stärker informierten Communities an und so gewinnt der Dialog zwischen Unternehmen und Fangemeinde an immenser Bedeutung. Es wird Marken dazu bringen nicht mehr nur die breite, große Masse zu sehen, sondern stärker auf die individuellen Bedürfnisse von kleineren Community-Untergruppen einzugehen. Kurzum 2015 führt uns weg vom Sammeln der Fans wie Briefmarken, hin zur aktiven Community die aktiv die Entwicklung von Unternehmen und Content mitbestimmt.

Weg von Facebook? Weg von Twitter? Wir wollen mehr Freiheit für Unternehmen!

Es ist davon auszugehen, dass wir 2015 auch Zeugen der Emanzipation von Unternehmen sein werden. Facebook lässt immer wieder die Muskeln spielen, ändert seine AGB, schlägt Microsoft und Apple ein Schnippchen und kauft sich seine Medienlandschaft zusammen. Das hat schon 2014 für erste Aufschreie gesorgt, die allerdings noch zu leise waren. Geht man aber davon aus, dass Facebook aufgrund seiner geradezu bedrohlichen Größe neue mediengewandte Generationen abschreckt und immer mehr der alten Hasen sich abmelden, müssen Unternehmen und Marken reagieren. Dazu kommt, dass jedes soziale Medium seine eigenen Regeln macht und damit spürbar die Freiheit von Marketingstrategien einzelner Unternehmen beschneidet. Wer werben will, muss auch immer mehr zahlen, so lautet die Devise. Zwar ist die Mehrheit an Unternehmen 2015 bereit ihre Budgets für Online-Marketing aufzustocken, allerdings kommen damit auch ganz neue Strategien infrage. Das installieren eigener Content-Plattformen zum Beispiel.

Es ist also davon auszugehen, dass Unternehmen 2015 sich neue, stärker selbstbestimmte Wege suchen werden, ihren Content an die Rezipienten zu bringen.

„Brands will rebel against social algorithms continuing to push branded content from organic to paid, and instead, build off-platform content experiences and owned channels to grow their audience on their own terms.“  Shafqat Islam / Mashable

Die Unvorhersehbaren, sie kommen bestimmt!

Jedes Jahr werden wir Zeugen eines Internetphänomens, eines neuen Trends und gerade in Zeiten in denen Startups aus dem Boden schießen wie giftige Pilze, ist damit auch jede gut gewartete Kristallkugel überfordert. Ihre Vorhersage ist schlicht und ergreifend nicht möglich. Was allerdings möglich ist, ist das eingrenzen von Themengebieten.

Wir erlebten 2014 eine Blüte der Foto-Communities. Der Einfluss von Instagram war so groß, dass er auch für Portale wie Pinterest oder den guten alten Tumbler einen Anstieg an Nutzern brachte. Plötzlich teilte jeder Bilder und begann sich mit diesen aktiv zu identifizieren und darzustellen.

Gleichzeitig musste es aus unseren Lautsprechern schallen. Musikplattformen wie Spotify werden immer massiver genutzt und führen sogar dazu, dass sich einige Künstler auf die gute alte CD bei der Veröffentlichung ihrer Alben beschränken z.B. unser Social Media Profi Taylor Swift. Andere wiederum setzen auf Itunes und schmuggeln ihre neuen Songs kostenlos auf neue Apple-Endgeräte. Dass das für U2 in einem Fiasko endete, sei erstmal ausgeblendet.

Der springende Punkt ist, dass wir davon ausgehen können, dass uns Fotografie und Musik weiter stark in den sozialen Medien begleiten werden, ihr Entwicklungspotential allerdings recht begrenzt scheint. Wir haben inzwischen schon einiges gesehen!

Was fehlt also noch? Richtig, das Video! Zugegeben, richtig neu ist das Video für alte Youtube Hasen nicht, aber seine Nutzbarkeit im Marketing war immer wieder umstritten. Wir können inzwischen allerdings einen interessanten Trend verfolgen. Immer mehr Unternehmen greifen Youtube an, das mit seinen AGBs manchmal doch äußerst mühsam wirkt. Wir konsumieren immer mehr auf Vimeo und wer hätte es gedacht, auch die Videos auf Instagram und Facebook nehmen gewaltig zu. Das führt zum einen dazu, dass Plattformen wie Youtube in Zugzwang geraten sich weiterzuentwickeln und neue innovative Konzepte vorzustellen. Auf der anderen Seite öffnet dies sämtlichen Community-Konzepten die sich auf Videos fokussieren Tür und Tor.. Zu diesen neuen sozialen Communities zählen Video-On-Demand-Plattformen genauso wie Werbe- oder Trailerportale. Ein wachsendes und interessante Konzept für einen neuen Community-Ansatz bietet das Unternehmen flimmer.de aus Berlin. Bereits 2012 als Idee aus der Taufe gehoben, bietet die Seite ein Konzept, dass 2015 richtig abheben könnte. Das Portal bezahlt seine User für das Konsumieren von Trailern, bietet einen Video-On-Demand-Dienst, sowie einen eigenen Shop der den fleißigen Trailer-Konsumenten mit Prämien belohnt. Dazu sind die filmischen Größen Roland Emmerich und Marco Kreuzpaintner die Väter der Idee.

Es gilt also 2015 vor allem die Augen nach revolutionären Ideen mit bisher wenig genutzten Medienformaten zu beobachten

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Das beste kommt zum Schluss!

Neben neuen Herausforderungen beim Erstellen von Content, unvorhersehbaren Entwicklungen im Social Media Sektor und stärkerer Interaktion zwischen Rezipient und Kommunikator wird 2015 vermutlich vor allem ein Jahr der technischen Innovation. Wir suchen stetig nach neuen Herausforderungen und Strategien, um mittels Marketing alles aus unserer sozialen Medien herauszupressen. Mit der Entwicklung von immer stärker ausgereiften technischen Kommunikationsmitteln, verlieren wir aber auch zusehends den Vorsprung vorm Rezipienten. Unsere Fans rücken in ihrer technischen Ausstattung sowie dem eigenen Know-How immer mehr an uns vermeintliche Meinungsmacher heran. Das bedeutet folglich, dass wir 2015 als den Beginn einer neuen Sorgfalt sehen müssen. Es reicht nicht länger den Praktikanten Twitter überwachen zu lassen oder die Sekretärin jeden Tag eine Stunde vor Facebook zu setzen. Wir müssen beginnen, uns an Profis zu wenden. Journalisten und Redakteure müssen in die Pflicht genommen werden, ansprechende Beiträge zu generieren, deren Mehrwert über die bloße Werbung oder Imagepflege hinaus geht.

Der Weg, der 2015 vor uns liegt ist definitiv nicht gepflastert mit einer Fülle an neuen Portalen, allerdings gilt es jetzt zu lernen, wie wir das bereits bekannte endlich miteinander vernetzen, um eine höchstmögliche Qualität zu erzeugen und uns nach der einzig wichtigen Größe in Social Media zu orientieren:

Dem Like, Follower und Nutzer; alles in Allem der Community. 

Sören März
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Kommunikationswissenschaft / Kunstgeschichte

SocialMedia addicted: Wie #fashionblogger einem helfen kann, seine berufliche Richtung zu finden

Soziale Medien: der Begriff definiert sich von selbst. Medien sind sozial, sie verbinden Gesellschaften. Und zwar genau die, die im Web 2.0 von Facebook, Twitter, Instagram und weiteren bekannte Seiten tagtäglich in ihren Bann gezogen werden. „Hauptsächlich, um auf dem neuesten Stand zu sein, was das eigene Umfeld betrifft“, so die Devise zu Facebook über den Inhalt, der Social Media ausmacht.

„Der sozialen Medienwelt mitteilen, was angesagt und der aktuelle Trend ist“, so Instagram. Aufgeteilt in alle Richtungen an Eindrücken und Sachverhalten, aktuellen Themen und Trends bietet vor allem die Bilderplattform Instagram für Millionen von Nutzern die Möglichkeit, in eine Welt voller Fotos und Momente einzutauchen, verbreitet durch sogenannte Hashtags.

Das #-Zeichen, das die digitale Welt v.a. im Jahr 2013/14 anführt. Es entwickeln sich öffentliche Trends aus banalen Themen, von allgemein #food bis hin zu #lunch. Posts, die basierend auf diesen Hashtags auf der ganzen Welt geteilt (shared) und verbreitet werden. Auf einmal ist im Web 2.0 am interessantesten, was zu Mittag gegessen wird oder noch vielmehr wie der Kaffee am Nachmittag aussieht. Es entsteht das Bedürfnis, der digitalen Welt an seinem routinierten Alltag via diese Bilder teilhaben zu lassen. Und siehe da, eine Vielzahl an Followern interessiert sich für genau diese Art von Bildern.

Übertrumpft wird dieser Trend dann, wenn zweimal jährlich die weltweiten Modewochen anstehen. Von Paris bis Sidney, von haute couture bis prêt-à-porter. Fashionblogger auf der ganzen Welt berichten von ihrer Teilnahme an den Modeschauen der einzelnen Designer. Unzählige Bilder, Blogposts und Videos von Runway-Shows der ganz Großen. [MBFW]

Eine Sache darf dabei natürlich nicht fehlen, die passenden Hashtags.
Alle Beträge, sei es von professionellen Agenturen oder einfach von Menschen, deren große Leidenschaft die Welt der Mode und Social Media sind, werden mit wenigen Zeichen verlinkt.

#fashionblogger, einer der meist verlinkten Tags (dt. Anhänge, Markierungen) mit Millionen von Ergebnissen. Hat dieser Tag tatsächlich solch eine Bedeutung oder ist es bloß ein weiterer Hype im Internet, der v.a. Mädchen dazu verleitet, noch mehr Zeit hinter dem Smartphone oder Tablet zu verbringen?

Als Mode- und Lifestyle- interessierte, selbst bloggende Userin kann ich dazu nur sagen: Mir hat #fashionblogger sogar dazu verholfen, mich endgültig für meine berufliche Richtung zu entscheiden, folgend meiner Affinität zu Mode und der dauerhaft verbrachten Zeit in den Sozialen Netzwerken.

Mehrmals täglich durchstöbere ich die Seiten von inzwischen namhaften Bloggerinnen, die selbst Soziale Netzwerke verwenden, um ihren Bekanntheitsgrad zu erweitern. Durch regelmäßig veröffentlichte Bilder kann man ihren Arbeitsalltag nach verfolgen und sie selbst machen auf sich aufmerksam. Eines der meiner Meinung nach besten Beispiele sind die Werbung für die Luxussachen.com von Valeria Schneider und ihren Onlineshop oder das erst kürzlich gelaunchte Buch Cologne’s Got Style by Henriette Frädrich und Lena Terlutter. Schon ihren Boutique Belgique – Concept Store und BB Loves in Köln entdeckt? Auch sie nutzt mehrmals täglich die Social Media Kanäle und vermarktet auf diese Weise erfolgreich ihren eigenen Modeladen und inspiriert Modebegeisterte mit ihren unterschiedlichsten Outfits des Tages.

Gibt man #fashionblogger in der Suche auf Instagram ein, so werden einem 4,450,158 Beiträge [Stand 28.10.2014] vorgeschlagen und unterteilt in weitere Rubriken, wie #fashionblogger_de oder #fashionbloggeritalia mit weiteren 5000 Fotos.
Bilder, die mein Herz höher schlagen lassen und mich über Stunden hinweg inspirieren.

Versunken in die Welt der Modebranche wird man auf die Vielzahl von Fashionbloggern aufmerksam. Jeder teilt seine Trends; es entsteht eine Community aus Profis, aber auch Laien, wie mich, die einfach großes Interesse zeigen und selbst mit der Zeit immer aktiver werden. Man wird auf Firmen, Agenturen, Showrooms aufmerksam, bekommt Einblicke in die Arbeit des Fashion Editors.

Andere arbeiten täglich in genau diesem Themenbereich, während ich einen Großteil meiner Freizeit damit verbringe? Mir wurde bewusst, dass auch ich die Möglichkeit habe, aus meinem Hobby einen Beruf machen zu können. Beginnend bei Stellenausschreibungen für Praktika. Mir fällt auf, dass neben den theoretisch verlangten Pflichten die Anforderungen, wie Affinität zur Mode, regelmäßige Recherche im Modebereich, und vieles mehr, genau meinem Bewerberprofil entspricht und ich professionell weiter Erfahrungen sammeln möchte, mit gutem Ausblick und weiteren Einblicken in die Modebranche.

Eine persönliche Story, die sich so schnell hoffentlich keinem Ende neigt und mit dem kleinen, aber bedeutsamen Wort #fashionblogger begonnen hat.

Sabrina Kleinhuber
Institut für Kommunikationswissenschaft
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Pinterest und Instagram – Die Social Networks für Impressionen

Discover ideas for all your projects and interests, hand-picked by people like you (Pinterest 2010).

Pinterest – Eines der Start-Ups in Sachen Social Media, das sich vor allem an jüngere Zielgruppen richtet, mit einem prozentualen Augenmerk von 50% auf weiblichen Nutzern.

Doch was ist Pinterest eigentlich? Beschreiben lässt es sich als US-dominiertes Social Network, besser bekannt als rote Fotowand. Aktive Nutzer sind zugleich auch Nutzer der Großen Namen, da man sich leicht über den eigenen Facebook Account anmelden kann.

Das Pinteresse geht vor allem von Nutzen aus, die ihre Fotos und Videos in Collagen präsentieren wollen und erstellen somit ihre eigene online Pinnwand. Das Unternehmen datiert trotz Startschwierigkeiten auf der anderen Seite des Atlantiks rund 10.4 Millionen registrierte Nutzer.

#interior – Vitra Stühle als der große Trend im Umlauf aller Social Networks. Fotos von living rooms, homes, oder auf gut deutsch einfach nur Innendesign mit skandinavischem Touch, der in keinem modernen Haushalt dekorativ fehlen darf. (mehr #Vitra und Impressionen auf Pinterest)

Doch wie kommt der Trend zu Stande? Über Bilder auf Pinterest. Nutzer verbringen von 20-80min mindestens täglich auf Pinterest. Doch hat Pinterest tatsächlich den Sprung vom Start-Up aufwärts in eines der großen Networks geschafft? Mit 5,779 Tweets und 1,97 Mio. Followern (Stand Twitter 25.20.2014) definitiv, wäre da nicht Instagam.

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| home | #open #livingroom #kitchen

A post shared by Aline (@______aline) on

 3, 584, 627 Beiträge: Active Users still counting oder doch vorhanden?

We’re excited to announce that the Instagram community has grown to over 80 million registered users who have shared nearly 4 billion photos! Since we launched Instagram in October 2010, we’ve expanded from one platform to two, bringing Instagram to Android users as well as iOS users. As the community has grown, we’ve seen people sharing photos from all around the world, from South Korea to Bolivia, and even underwater!

We’re humbled by the amazing photos from people’s lives we see every day on Instagram, and thank you for being part of this growing community.

The Instagram Team

Die Zahlen von Instagram sprechen für sich. Bis 2014 hat Instagram mit 5, 533 Tweets aber einer Zahl von satten 35,7 Mio. Followern (Stand Twitter 25.10.2014) den Vorreiter Pinterest überholt. Gekauft von Facebook boomt das Foto-Netzwerk, dessen Nutzung binnen eines Jahres um ein Drittel anstieg. Von Privatpersonen jeden Alters bis hin zu Business und professionellem Blogging ist alles mit Leidenschaft und Professionalität vertreten. Erreicht werden aktive und passive Nutzer gleichermaßen während sie durch die schier unendliche Folge an Bildern scrollen und dabei ihren Wünschen nachhängen oder diese durch die von Bildern gegebenen Impressionen erweitern.

Doch welche Platform ist nun die richtige? Will man ein Bild nur veröffentlichen? Fotografische Impressionen teilen? Das entspricht vollkommen der Welt von Pinterest! Doch wie sieht es für Privatpersonen oder gar Unternehmen aus?

Social Networks macht genau diese Art der Online-Kommunikation aus, die sich vor allem durch die Entwicklung von Hashtags noch weiter gesteigert hat. Für mich persönlich ist Instagram das Ideal! Ein Vorreiter, der im Bereich der Bilderwelt auf dem Vormarsch ist; wenn nicht sogar seinen hohen Rang schon eingenommen hat. Jeder hat die Möglichkeit seine Bilder zu teilen. Wer die Welt erreichen will, schaltet um auf ein öffentliches Profil und kann der User-Gemeinde neben den Fotos selbst via Text und insbesondere Hashtags alle News mitteilen. Oder die Inspirationen allein beim Durchforsten auf der Couch auf sich selbst einwirken lassen.

Sabrina Kleinhuber
Institut für Kommunikationswissenschaft
Otto-Friedrich Universität Bamberg