Digital Detox – Weniger Smartphone, mehr Leben

Wir können es einfach nicht lassen. Das Ding brummt und wir springen. Egal wo, egal wann. Besprechung mit dem Chef? Ach, unter dem Tisch sieht er das eh nicht. Am Steuer? Oh, eine neue Nachricht von … RUMMS. Schade, die Laterne hat das Navi gar nicht angesagt.

Immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit in sozialen Netzwerken. Im Bus, in der Vorlesung, auf der Arbeit – das Smartphone ist überall dabei. Die Handhabung erfolgt bereits wie automatisiert.

Grafik Stunden
Quelle: Eigene Darstellung

Kritische Stimmen werfen die Frage auf, was das ständige Online-Sein mit uns macht. Eine Studie von Microsoft sorgte im Jahr 2015 für einiges an Furore. Laut der Forscher ist die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen von 12 auf 8 Sekunden gesunken. Damit liegen wir hinter dem Goldfisch (!) mit immerhin 9 Sekunden. Die gute Nachricht: Da wir uns täglich durch eine Flut an Informationen wühlen, können wir relevante Inhalte schneller erkennen.

Droht uns der digitale Burnout?

Ulrike Stöckle, Digital Detox Expertin, sieht die Entwicklung kritisch. Aus ihrer Sicht können ständige Erreichbarkeit und Ablenkung zu einer psychischen Belastung werden. Ein sogenannter „digitaler Burnout“ kann die Folge sein. „Wenn ich permanent gestört werde, komme ich gar nicht mehr dazu, konzentriert zu arbeiten“, erklärt sie und fügt hinzu: „Das Schlimme daran ist, wenn man mal nicht gestört wird, dann stört man sich selbst indem man das Handy rausholt.“ Ein Teufelskreis entsteht.

Warum müssen wir IMMER online sein?

Gewohnheit ist nur einer der Gründe für den häufigen Griff zum Smartphone. Wir haben aber auch Angst, etwas zu verpassen. „Der Mensch ist neugierig“, erklärt Stöckle. Hinzu kommt der Wunsch nach Bestätigung. Bleiben Nachrichten oder Likes aus, fragen wir uns: Was ist da los? Soziale Netzwerke spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle, meint Stöckle. Den besonderen Anreiz sieht sie in der Gemeinschaft, der Bestätigung und der Möglichkeit, eine andere Identität anzunehmen. Likes auf Instagram oder Facebook lösen ähnliche Glücksgefühle aus wie die Befriedigung stofflicher Süchte.

Tipps für konzentriertes Arbeiten

Um der Onlinesucht zu entkommen setzt die Digital Detox Expertin auf sogenannte Tracking Apps, die das Nutzungsverhalten dokumentieren. Diese zeigen auf einen Blick die tägliche Online-Zeit und wie oft das Gerät entsperrt wurde. Wem das nicht genügt, der kann sich Regeln einstellen. Dadurch könne sich jeder einzelne sein Verhalten bewusstmachen, erklärt Stöckle. Zusätzlich empfiehlt sie, ab und zu komplett offline zu gehen. Solche Phasen werden als „Digital Detox” bezeichnet.

In ihrer Agentur setzt sie dieses Konzept bereits um. „Wir haben beispielsweise stille Zeiten“, erklärt die Inhaberin. „Die Kunden wissen, dass ich dann nicht erreichbar bin. Die Kommunikation ist wichtig, wenn solche Maßnahmen gelingen sollen.“ Bei den Kunden stößt das Modell auf Akzeptanz. „Es ist einfach nur eine Frage der Disziplin und der Regelaufstellung“, sagt Stöckle.

Challenge accepted!

Sich selbst den kontrollierten Umgang mit dem Smartphone beibringen und es auch einmal ganz ausschalten? Geht das so einfach? Motiviert durch meine Recherchen und die Tipps der Expertin wage ich den Selbsttest. Zuerst lade ich mir die Tracking App „Quality Time“ herunter. Ich bin skeptisch: Eine App, die mir helfen soll weniger Zeit mit Apps zu verbringen?

 

Quelle:  Screenshots

Die Anwendung zeigt mir, wie oft ich mein Gerät entsperre, wie lange ich täglich/wöchentlich aktiv bin und wo. Schon nach dem ersten Tag bin ich geschockt von dem Ergebnis. Ich habe insgesamt ca. 1,5 Stunden am Smartphone verbracht. Schwarz auf weiß zu sehen, wie viel Zeit ich im Netz verschwende, hinterlässt Eindruck. In den Tagen darauf, lasse ich mein Smartphone öfter bewusst in der Tasche. Schon an der Bushaltestelle juckt es mich in den Fingern. Die zwei Minuten Wartezeit kommen mir endlos lange vor. Nach einer Weile legt sich dieses Gefühl glücklicherweise. Ich stelle fest, dass ich mich besser auf das Geschehen um mich herum konzentrieren kann.

Ich bin dann mal offline

Angespornt von der positiven Erfahrung, will ich noch einen Schritt weitergehen. Ein ganzer Tag offline. Klingt erst einmal relativ simpel. Als ich überlege, wann ich meinen Detox Day einlegen könnte, wird es aber schon schwieriger. Schließlich entscheide ich mich für einen Sonntag. Etwas wehmütig lege ich mein Smartphone am Vorabend in eine Schublade. Am nächsten Morgen starte ich entspannt in den Tag und widme mich den Aktivitäten, die ich mir vorgenommen habe. Mit Erstaunen stelle ich fest, dass ich tatsächlich produktiver bin. Außerdem spart es Zeit, nicht erst Facebook, Twitter & Co. zu checken. Am Wochenende ist so ein Offline-Tag durchaus machbar. Im Alltag stelle ich mir das schwieriger vor. Freizeitplanung, Gruppenarbeiten, Dozenten E-Mails – es wird erwartet, dass ich erreichbar bin.

Wer ein ultimatives Offline-Erlebnis sucht, der kann an einem sogenannten Digital Detox Camp teilnehmen. Ein sehr … interessantes Bespiel aus den USA gibt es hier zu sehen:

Was erst einmal wie ein großer Kindergeburtstag aussieht, hat einen wahren Kern. Menschen, die sonst zehn Stunden täglich am Bildschirm sitzen, genießen die Natur und die gemeinsame Erfahrung. Auch in Deutschland werden bereits solche digitalen Auszeiten angeboten.

Fazit

Abschließend kann ich sagen, dass ich meinen Digital Detox Day sehr genossen habe. Im Alltag möchte ich mein Smartphone und soziale Medien aber nicht missen. Wie ich im Interview mit der Expertin gelernt habe, muss ich auch nicht komplett darauf verzichten. Entscheidend ist – wie bei so vielen Dingen im Leben – das richtige Maß.

von: Katharina Steinhäuser
Kommunikationswissenschaft, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

 

Advertorial – Werbung im Konflikt mit der Authentizität

In vielen Mode- und Beautyzeitschriften sowie auf zahlreichen Blogs sind Advertorials kaum mehr wegzudenken. Advertorials – ein Begriff der sich aus den Worten Advertisement und Editorial zusammensetzt. Advertorials sollen den Anschein machen, redaktionell erarbeitete Inhalte zu sein obwohl sie in Wahrheit Werbung darstellen.

Die Absicht hinter dem Einsatz von Advertorials ist es, dass der Leser beim flüchtigen Lesen die Werbeanzeige nicht als Werbung enttarnen kann, sondern ihr die Glaubwürdigkeit eines richtigen redaktionellen Beitrags beimisst. Darüber hinaus werden die Werbeflächen für Advertorials zumeist im Umfeld bestimmter Themenblöcke angeboten. Dadurch kann der Werbende einen Werbeplatz kaufen, welcher thematisch zu seinem Produkt passt und so noch besser seine Zielgruppe erreichen. Diese getarnten Werbeanzeigen gibt es wie schon anfangs gesagt, sowohl im Print-, als auch im Online-Bereich.

bwt-advertorials

Als Rahmenbedingungen für Advertorials gilt laut deutschem Presserecht momentan Folgendes:

Es muss eine klare Trennung von redaktionellem Inhalt und Werbung zu erkennen sein. Das bedeutet für die Werbetreibenden, dass das Advertorial trotz der stilistischen Anpassung in Form und Text als Werbung gekennzeichnet werden muss. Diese Kennzeichnung kann beispielsweise im Printbereich durch die Ergänzung „Anzeige“ oder „Werbung“ passieren. Bei Online-Angeboten werden Advertorials oft durch den Zusatz „Sponsored Link“, „Anzeige“ oder „Werbung“ als nicht-redaktionelle Beiträge gekennzeichnet. Bei dem Beispielbild oben ist die Kennzeichnung mehr oder weniger klar und deutlich erkennbar.

 

Bei Advertorials wird also gezielt darauf angelegt, den Leser in dem was er liest zu täuschen und unterbewusst zu beeinflussen. Obwohl das deutsche Presserecht klare Anweisungen zur Kennzeichnung von Werbung gibt, werden diese gerade auf Blogs, YouTube und sozialen Medien wie Instagram, oder Snapchat häufig missachtet. Dort wird die Werbung häufig wie der wertvolle Rat einer guten Freundin verpackt und nur sehr sehr klein markiert.

Gerade Influencer verstecken die zarten Hinweise auf die kommerzielle Natur ihres Social-Media-Treibens gerne in Hashtag-Wolken – wenn überhaupt. So geschehen bei einem Werbedeal mit Coral Waschmittel. Die meisten Influencer, die für diesen Post Geld verdient haben, kennzeichneten den Post nur mit einem Hashtag oder sogar gar nicht.

influenza-d925aeb83d97a0c9

Seit Juni 2017 hat zumindest Instagram jetzt ein neues Feature eingeführt, dass es Influencern leichter machen soll Werbung zu kennzeichnen. Man kann nun sehen, wenn der Influencer bei einem Post eine bezahlte Partnerschaft eingegangen ist und somit auch genau überlegen ob es nun wirklich der gut gemeinte Rat der Instagram Freundin ist, oder schlichtweg Marketing.

Bildschirmfoto 2018-01-19 um 15.49.03Bildschirmfoto 2018-01-19 um 15.48.19

Es bleibt spannend zu sehen, wohin sich Advertorials und social Media Marketing entwickeln und wie Lange die Grenzen zwischen Werbung und Realität noch zu erkennen sind…

Von: Mona Bolkart, Studentin der Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Pepe, der Frosch – Aufstieg und Fall eines Comicfroschs

Pepe als Teil des „Boy´s Club“

Als Matt Furie 2005 seine Comicbuchreihe „Boy´s Club“ auf den Markt brachte konnte er nicht damit rechnen, was für (zweifelhafte) Berühmtheit eine seiner Figuren erreichen würde. Die Serie gewährte kurze Einblicke in das Zusammenleben von Pepe, Brett, Andy und Landwolf. Die jugendlichen, faulen und kindischen Monster sollten mit ihrem albernen Humor vor allem Studenten und Mittzwanziger ansprechen, die sich mit deren Lebensstil identifizieren konnten.

a24ZKYO_700b

Der Aufstieg Pepes in den Meme-Olymp

Anfangs noch mit wenig Aufmerksamkeit bedacht, startete das Comic-Quartett 2006 seinen Siegeszug. Über die Seite 4chan, ein Imageboard, auf welchem verschiedenste Bilder geteilt und diskutiert werden, trat Pepe, der Frosch das erste Mal groß in Erscheinung. Allen voran der „Feels Good, Man“-, der „Feels Bad, Man“- und der „Suspicious Looking“- Pepe wurden zu den am meisten gefeierten Versionen des Comic-Amphibs. Seine Einfachheit und die damit verbundene Wandlungsfähigkeit bot den Nutzern des Internets alle Möglichkeiten ihre Kreativität auszuleben – der Remix-Kultur des Internets war keine Grenze gesetzt. Pepe wurde zu Held und Antiheld zugleich. Er drückte Wohlsein und Unwohlsein aus, war verwirrt oder auf Drogen. Kurzum: mit Pepe dem Frosch konnten Menschen unterschiedlichste Sachverhalte leicht verständlich und humorvoll kommentieren. Selbst Prominente, wie beispielsweise Nicki Minaj oder Katy Perry, sprangen schnell mit auf den Hype-Train, der sich rund um Pepe gebildet hatte, auf.

 

Pepe im US-Wahlkampf

Wie einflussreich Matt Furies Zeichentrick Frosch mittlerweile geworden war, zeigte sich auch während US-Wahlkampfs. Während Donald Trump und sein Sohn, Donald Jr., ihn für ihre Zwecke nutzten, wies Hillary Clinton darauf hin, dass Pepe mehr und mehr zu einem Symbol amerikanischer Konservativer und deren Ansichten wurde. Die „Alt-Right“-Bewegung, deren Mitglieder quasi als Internetarmee der amerikanischen Republikaner gesehen werden können, fingen nämlich im Vorfeld des Wahlkampfs damit an, den eigentlich harmlosen Frosch und dessen Berühmtheit für sich zu nutzen. Sie versahen ihn mit Hitlerbart, SS-Uniform oder Ku-Klux-Klan-Kluft, ließen ihn mit Kippa und Schläfenlocken zufrieden grinsend auf das brennende World Trade Center blicken und machten ihn so mehr und mehr zu einem Zeichen für Fremdenhass und braunes Gedankengut.

Pepe als Nazi? – Eben nicht „nur eine Phase“

Auch wenn Furie zu Beginn noch davon ausging, dass dies nur eine Phase sei, welche sich von selbst legen würde, musste er bald einsehen, dass dem nicht so war. Im Gegenteil. Aufgrund der Verwendung Pepes für die Verbreitung rassistischer Denkweisen nahm die Anti-Defamation League, kurz ADL, dazu den Comic-Frosch gar in ihre Database auf, wo er nun neben doppelter Sig-Rune oder Hakenkreuz als nationalsozialistisches Hassymbol geführt wird. 2016 startete Furie in Zusammenarbeit mit der ADL die #SavePepe-Kampagne, mit dem Ziel, das Internet mit positiven Pepe-Memes zu fluten und so wieder die freundliche Seite des Amphibs zu zeigen. Jedoch erfolglos. Denn das grüne Zeichentrick-Monster blieb in rechter Hand. Es wurden immer weiter hetzende Pepe-Darstellungen verbreitet und Anhänger der Alt-Right-Bewegung fingen an auf sozialen Netzwerken selbst als Pepe zu posieren um auf diese Weise ihre Solidarität zu bekunden.

6-2---Pepe-feat

Kein Ausweg für Pepe?

Seitdem veröffentlichte Furie und Fantagraphics, der Verlag, in dem Pepe als Teil des „Boy´s Club“ erschien, ein Statement, indem sie diese Verwendung Pepes kritisieren und sich davon distanzieren. Darüber hinaus lies Furie Pepe den Comic-Tod sterben – vielleicht um zu zeigen, dass sein Pepe, der dümmliche, faule und vor allem friedvolle Frosch, für ihn schon lange tot ist, vielleicht aber auch in der Hoffnung, dass er ihn so vor dem Missbrauch schützen könne.

Image-15-600x785

Doch, weil zum einen vermutlich kaum jemand den Tod Pepes mitbekam, vor allem aber, da sich seine Darstellung schon längst verselbstständigt hat lebt er noch weiter – als Zeichen für Zorn und Feindseligkeit.

 

Georg Höfer

Student der Kommunikationswissenschaft, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Wer schön sein will, muss fit sein

Mit durchtrainiertem Körper, sympathischen Grinsen auf den Lippen und wehenden Haaren stehen sie im Bikini am Strand oder im Wasser – eine ganz spontane Momentaufnahme. Gestellt? Auf keinen Fall.
Wie Sand am Meer gibt es sie mittlerweile: die Fitnessblogger. Sie dokumentieren täglich ihren #healthylifestyle auf ihrem Blog und zusätzlich auf sämtlichen Social Media Plattformen, die das Internet so hergibt. Instagram ist hier das Paradebeispiel für die Zur-Schau-Stellung der Influencer. Influencer sind Menschen, die sich in den sozialen Medien präsentieren und sich durch platzierte Werbung finanzieren. Seien es Bilder von gesunden Avocadosalaten, Aufnahmen aus dem Fitnessstudio, schön drapierten Müsli-Bowls oder wie die schon erwähnten zufälligen Momentaufnahmen an traumhaften Orten. Alles wird gepostet, auch gerne mehrmals täglich. Die Perfektion scheint gegeben. Toller Körper, umwerfendes Aussehen und zusätzlich auch noch gesund.

Screenshot (2)

Viele der Fitness-Blogger wollen mit ihren Bildern eine große Masse an Frauen erreichen, die durch ihre Posts motiviert werden sollen, ebenfalls einen neuen, gesunden und natürlich fitten Lebensweg zu wählen. Sie werden neidisch gemacht. Neidisch auf einen makellosen Körper, auf ein scheinbar perfektes Leben, das sie niemals haben werden.  Doch wie viel Wahrheit steckt überhaupt hinter den Bildern und dem Leben der „Instagram-Sternchen“? Ist ihr Körper tatsächlich Sinnbild der Perfektion?
Fehlanzeige! Photoshop und das Wissen über vorteilhafte Posen und Lichtverhältnisse sind die besten Freunde der Fitness-Models. Auch der Körper der Influencer ist weder makellos, noch perfekt. Auch sie haben Cellulite, ab und zu mal unreine Haut und auch nicht auf jedem Bild eine vorteilhafte Figur. Doch das geben die wenigsten zu und genau das ist das Problem.
Zwar tragen Sport und ausgewogene und gesunde Ernährung zu einer guten Figur bei, doch trotzdem entsteht dadurch kein Körper ohne Ecken und Kanten. Genau dieses Märchen wird jedoch von den Bloggern vermittelt, woraufhin sich tausende Frauen ins Fitnessstudio stürzen und auf Teufel komm raus die 1500 Kalorien-Marke am Tag nicht überschreiten. Doch nicht jeder Körper ist gleich und das macht den Fitness-Hype so gefährlich. So schuften sich manche halb zu Tode, wofür andere wiederum kaum Aufwand betreiben müssen. Sie alle gehen dem Drang nach, ihren Körper unter Kontrolle zu bringen.
„Strong & Beautiful“ ist der Titel von Pamela Reifs erstem Buch. Sie ist gerade mal 21 Jahre alt, hat seit ein paar Jahren ihr 1,0 Abitur in der Tasche und ist inzwischen die Personifikation des neuen Schönheitsideals, das sich in den letzten Jahren so schnell in unserer Gesellschaft etabliert hat. Strong and beautiful – stark und schön. Das eine geht wohl ohne das andere nicht mehr. Durchtrainiert zu sein ist das neue dünn-sein. Das amerikanische Gegenstück zu Pamela Reif ist Kayla Isines, die schon vor Jahren durch ihren Bikini Body Guide weltbekannt wurde.
Screenshot (3) (1) Screenshot (4)

Die Selfie-Pose im Spiegel ist schon längst perfektioniert. Muskeln anspannen und happy wirken. Kayla ist in ihren jungen Zwanzigern mit ihrem Fitness-Konzept bereits Multimillionärin. Millionen die sie, genau wie Pamela Reif, durch Muskeln, Rezept-Tipps und Fotos verdient hat.
Einen frischen Wind bringt Imre Çeçen in den sich gleichenden Fitness-Blogger-Haufen. Im Gegensatz zu ihren Mitstreiterinnen steht sie dazu, dass ein Bild auf Instagram nicht das wirklich Leben wiederspiegelt, sondern dass das meiste eben tatsächlich nur Fake und Show ist. Sie zeigt, auf was Fitness-Models, eingeschlossen sich selbst, bei den Posen für Bilder achten und lüftet dabei so manches Geheimnis hinter einem perfekt in Szene gesetzten Foto.
Screenshot (5)

Screenshot (6)

So leicht geht es. Beim Anblick dieser Bilder kommt man sich dann auf einmal wieder ganz menschlich vor. Was unsere Gesellschaft also braucht? Weniger zierliche durchtrainierte Influencer, deren Handwerk es ist, anderen ein schlechtes Gefühl zu geben, stattdessen mehr Selbstvertrauen in sich und seinen eigenen Körper. Denn wer schön sein will, muss nicht unbedingt fit sein. Muss nicht fünf Tage die Woche trainieren. Muss keinen Avocadosalat mögen. Wer schön sein will muss sich selbst akzeptieren und lieben lernen, auch mit Cellulite und kleinen Speck-Röllchen am Bauch. Denn das ist menschlich.

Leona Bürzle

Kommunikationswissenschaft und Germanistik, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Privacy is Theft!

Stellen Sie sich vor es gäbe keine Anonymität mehr im Internet, keine Trolls, keine Hate-Kommentare. Dafür kann aber jeder sehen was Sie tun, immer, zu jeder Zeit, im „real life“. Stellen Sie sich vor eben genau diese Anonymität und Privatsphäre, die Ihnen genommen wird, sorgt dafür, dass es keine Entführungen von Kindern mehr gibt, keine Polizeigewalt, keine Kriminalität. Dafür kann jeder ihr Leben aus jedem Winkel, zu jeder Zeit, online verfolgen. Stellen Sie sich vor wir alle wären allwissend.
Das ist das Ziel von The Circle der imaginären Tech-Firma in Dave Eggers gleichnamigen Buch. Jeder soll Zugriff auf jegliche Information haben. Sei es was Politiker hinter verschlossenen Türen treiben oder was Ihre Eltern hinter verschlossener Tür treiben, und mal ganz ehrlich, das möchte niemand wissen! Jeder hat das Recht alles zu wissen, denn Privacy is Theft (dt.= Privatsphäre ist Diebstahl). In dem wir Dinge für uns behalten, stehlen wir Anderen das Recht auf Information, auf jegliche Information. Deswegen erfand The Circle das Programm SeeChange, winzige Kameras, die für das menschliche Auge nicht zu erkennen sind, die von Ottonormalbürgern in jedem Winkel der Welt versteckt werden um Informationen zu teilen, Kriminalität zu stoppen oder einfach mal den Ex-Partner zu stalken. Und wem das nicht schon genug ist, der kann sich eine Kette mit integrierter Kamera holen, die 24/7 – mit einigen wenigen Ausnahmen wie Toilettengänge, Schlaf, etc. –  alles aufnimmt, was man selbst erlebt. Klingt verrückt, aber die Menschen in Eggers Buch fahren total darauf ab. Sie können nämlich nicht nur sehen was die Person tut, sie können auch jegliche Vitalzeichen der Person nachvollziehen. Privatsphäre ist somit gleich null, aber Privatsphäre ist ja sowieso Diebstahl.
Wenn man sich Eggers Buch nun mal genau durchliest ist es ein dystopischer Roman aus Anreihungen schrecklicher, übertriebener Schattenseiten des Internets und Social Media, die unser Leben irgendwann übernehmen werden. Gepaart mit einer überaus naiven, rückradlosen Protagonistin – welche einem den Spaß am Lesen öfter mal erschwert – entstand so das 1984 unserer Generation. Um nun aber an all diese schrecklichen Dinge, die Facebook, Google und Co. mit uns betreiben werden, zu glauben, braucht man schon ein entschwindend niedriges Vertrauen in die Menschheit. Doch trotz der teilweise überzogenen Schattenseiten des Internets, gibt es natürlich durchaus parallelen zu unserem Leben jetzt. Wer sich ein bisschen mit der Materie YouTube auseinandersetzt, weiß, sehr weit entfernt von der Idee hinter SeeChange sind viele  YouTuber vielleicht nicht mehr. Es wird alles dokumentiert. Die Geburt des Kindes, die Krebsdiagnose und deren Heilung, und natürlich das Frühstücksbrot am Morgen. Zu sagen, Menschen, die aus freiem Willen entschieden haben ihr Leben in Stücken (!) mit der Welt zu teilen, würden der SeeChange-Idee ähneln ist vielleicht übertrieben. Jedoch kann man im Verhalten der Protagonistin Mae Holland durchaus Parallelen zu Vlogs einiger YouTuber finden.

  1. Verhaltensänderungen

YouTuber sind mehr oder weniger von ihren Zuschauern abhängig und versuchen deshalb natürlich das zu bieten, das am meisten Zuspruch bekommt und am wenigsten polarisiert. So schneiden die Vlogger TheDailyWolfs aus ihrem Vlog, der am Tag der Bundestagswahl gefilmt wurde, einen negativen Kommentar über die afd aus ihrem Video, da die Zuschauer damit nicht übereinstimmten.

DailyWolfs
Die Pionier-Vlogger, die mormonische Familie Butler (auch Shaytards genannt) aus Idaho, haben das Internet nach acht Jahren vloggen erstmal für fast ein Jahr verlassen, nachdem anzügliche Private Tweets zwischen dem Vater und einem Webcamgirl publik wurden. Und das obwohl das Motto der Familie ist „If life’s worth living, it’s worth recording“ (zu deutsch: wenn es sich zu leben lohnt, lohnt es sich auch dieses aufzunehmen).

Ein verändertes Verhalten kann auch bei der Protagonistin Mae in The Circle festgestellt werden. Diese isst weniger ungesundes, treibt mehr Sport und versucht ohnehin einfach ihren Zuschauern zu gefallen.

  1. Nichts bleibt privat!

Im Buch entscheidet sich Mae alles zu teilen, jedes Geheimnis, jede Peinlichkeit. Denn, Privacy is theft! Auch im wahren Leben, haben sich bereits viele dazu entschieden ihr Leben bis ins kleinste Detail mit der Welt zu teilen.


Wie bereits oben erwähnt, gehört die „Shaytards“-Familie zu den Pionieren in Sachen vloggen. Da darf natürlich nichts ungezeigt bleiben. Auch nicht die Geburt des vierten Kindes, welches der Vater stolz als den echten Truman vorstellt. Ein Mensch, dessen Leben von Sekunde eins an dauerhaft gefilmt wurde.


Doch bei der Geburt endet es nicht. Der amerikanische YouTuber Charles Trippy, war wohl einer der ersten Vlogger der auf der Plattform seinen Kampf gegen den Krebs dokumentierte. Von der Diagnose bis hin zur Gehirn-OP, die Zuschauer können ihm auf jedem seiner Schritte begleiten!

Doch ist das nun schlecht? Ist es nicht irgendwie normal die Geburt seines Kindes, in welchem Rahmen auch immer, mit Menschen teilen zu wollen? Und ist es nicht schön, dass ein Krebspatient Halt bei seinen Zuschauern findet und Menschen mit ähnlichem Schicksal ein wenig die Angst nimmt? Natürlich fragt man sich „wo endet das Ganze?“. Irgendwo. Irgendwo hat alles seine Grenzen.

Solange wir selbst bestimmen können wieviel wir online teilen wollen, sollten wir keine Angst vor einem realen SeeChange haben. Denn warum Menschen vloggen und allgemein so fasziniert von Social Media sind, ist nicht unbedingt auf den Wunsch nach weniger Privatsphäre zu begründen. In seinem Buch bringt es Dave Eggers auf den Punkt:

Die meisten Leute würden alles, das sie kennen, jeden, den sie kennen, dafür tauschen, nur für die Gewissheit, dass sie gesehen werden, anerkannt werden, dass vielleicht sogar an sie erinnert wird. Wir alle wissen, dass die Welt zu groß ist, als dass wir bedeutsam wären. Also haben wir nur die Hoffnung gesehen oder  gehört zu werden, wenn auch nur für einen Moment.“ (The Circle, Übersetzung: K.H.)

Karin Hornung – Kommunikationswissenschaft & Anglistik, Otto-Friedrich Universität Bamberg

Was interessiert mich eure Realität? – Eskapismus als politisches Problem

Eskapismus – Das ist das, wovor uns unsere Eltern jahrelang beschützt haben, indem sie uns sagten, wir sollten doch lieber mal die Nachrichten schauen, statt uns dieser virtuellen, nicht realen Welt im Smartphone hinzugeben. Beziehungsweise das, wovor unsere Eltern von ihren Eltern beschützt wurden, indem man ihnen riet, ein Buch zu lesen, statt immer nur fernzusehen. Oder eben das, wovor deren Eltern beschützt wurden, indem man sie zum Spielen rausschickte, weil man verhindern wollte, dass sie mithilfe von Romanen der wirklichen Welt entfliehen.

Der Eskapismus, die Flucht vor der Realität mithilfe der Medien, wurde also schon immer gefürchtet. Belächelt aber auch. Denn natürlich gibt es Menschen, die sich völlig in der Kunst, der Computerspielsucht oder den sozialen Netzwerken verlieren. In Maßen ist die Befriedigung solch affektiver Bedürfnisse aber kein Problem, muss sogar sein, um sozial erzeugte Spannungen abzubauen, Abwechslung zum Alltag zu finden oder sich einfach unterhalten zu lassen. Schlimm wird es erst, wenn der Medienkonsum auf ein Level ansteigt, das zu Kontakt- und Kontrollverlust, Prokrastination oder mangelndem Urteilsvermögen führt. Aber selbst der Dichtkunst wurde bereits vorgeworfen, dahingehend ein Risiko darzustellen. Eine kollektive Flucht vor der Wirklichkeit hat es bisher nicht gegeben. Warum sollte das bei den sozialen Medien anders sein?

 

 

Die scheinbar unendliche Masse an Informationen, die darauf warten, kurz über den Bildschirm gescrollt zu werden, hat möglicherweise ein höheres Ablenkungspotenzial als ein Buch oder das lineare Fernsehen. Wer einmal angefangen hat, sich von einem YouTube-Video über die Vorschläge zum nächsten zu klicken, kann damit theoretisch unbegrenzt fortfahren, ohne von „der Realität“ unterbrochen zu werden. Binge-Watching ist – wenn nicht gar zur Tugend – zumindest zum unbedenklichen Hobby geworden.

 

 

Aber das ist nicht der Punkt. Neben der Masse gibt es einen weiteren Aspekt, den die sozialen Netzwerke alleine besitzen: Die Möglichkeit, die Scheinrealität, in die man sich flüchtet, mitzugestalten. Während man sich in Romanen und Serien nur mit dem Helden identifizieren oder Unzulänglichkeiten auf „die Bösen“ projizieren kann, erschafft man in sozialen Netzwerken eine eigene Realität.

Während Binge-Watching zwar bedenklich, die Verwendung von Synonymen juristisch schwierig oder Tweets von angeblichen Müttern über angebliche Aktionen ihrer Kinder (die ausnahmslos K1, K2 und K3 heißen) unter Umständen nervig sind, kann der Eskapismus auch wesentlich bedenklichere Formen annehmen. Der Netflix-Süchtige schadet in erster Linie sich selbst. Er entflieht dem Alltag, den grauenvollen Nachrichten oder seinen persönlichen Problemen. Das ist nicht harmlos, für ihn selbst sogar schädlich, für die Gesellschaft ist er aber im schlimmsten Falle nutzlos.

Flieht man allerdings nicht vor der Nachrichten-, sondern vor der politischen Realität und endet die Flucht nicht bei Netflix, sondern bei gab.ai oder anderen Netzwerken auf denen Propaganda und Agitation betrieben werden, ist das für die Allgemeinheit durchaus von Belang. Die alternativen Fakten in der Filterblase werden zur alternativen Realität. Die neuen Medien bergen diesbezüglich ein riesiges Potenzial: Verschwörungstheoretiker, politische oder religiöse Extremisten bestätigen sich gegenseitig in ihren Weltsichten, organisieren sich und können in kürzester Zeit ihre Fake News verbreiten.

 

 

Das Löschen von Posts, Tweets etc. ist entweder nicht erlaubt oder bestärkt genannte Personen nur in ihren Ansichten. Das einzige, was helfen könnte, die Entwicklung einer virtuellen Parallelgesellschaft zu verhindern, ist wohl oder übel die Gegenrede. Es gilt zu zeigen, dass die Realität nicht beliebig gestaltet werden kann, dass Fake News eben solche sind und ihre Verbreiter Unrecht haben und nicht die einzigen mit einer Meinung sind. Zumindest auf Netzwerken, die sich nicht nur an bestimmte Minderheiten richten…

 

 

…ist es möglich, einen Beitrag gegen den politisch gefährlichen Eskapismus zu leisten. Auch wenn es definitiv legitim und notwendig ist, der Realität gelegentlich zu entfliehen, ist es wohl hilfreich, immer wieder zurückzukehren und sich nicht, wie in der Vergangenheit einige Politiker, rauszuhalten oder gar in gleicher Manier wie die „Realitätsverweigerer“ abzuschotten.

 

 

Bastian Rosenzweig
Kommunikationswissenschaft, Soziologie, Philosophie
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Früher Science Fiction, heute Realität – Tipps zum Umgang mit Social Bots

In Sozialen Netzwerken sind so manche dubiosen Gestalten unterwegs. Das wurde mir erst vor kurzem wieder bewusst, als ich einen mysteriösen neuen Follower auf meinem Twitter Account entdeckte. Ich betrachtete mir das Profil der (angeblich) jungen Dame genauer: Englischer Name, verschwommenes Foto, keinerlei Informationen zur Person.

Bis zu 15 % der Twitteraccounts sind Social Bots

Ich recherchierte und stieß auf diese spannende Studie: US-Forscher fanden heraus, dass zwischen neun und 15 Prozent der Twitter User Bots sind. Gut möglich also, dass mir so ein Exemplar untergekommen ist. Meistens sind Fake Accounts jedoch nicht so leicht zu enttarnen. Moderne Social Bots imitieren menschliches Verhalten. Sie täuschen z. B. einen Schlafrhythmus vor oder führen Unterhaltungen mit echten Menschen.

Social Bots – Eine Gefahr für die Demokratie?

Bots stehen im Verdacht, bei Großereignissen das Meinungsbild zu verzerren. Oft machen die künstlichen Accounts Stimmung zu politischen Themen oder verbreiten Fake News.  Durch ihre Aktivität in Diskussionen kann ein falscher Eindruck der Mehrheitsmeinung entstehen. Dabei besteht die Gefahr, dass sich andere Nutzer beeinflussen lassen.

So erkennen Sie Meinungsroboter

Vor allem für Laien ist es nicht immer einfach, Social Bots von realen Personen zu unterscheiden. Mit diesen acht Tipps gelingt es Ihnen trotzdem, den automatischen Accounts auf die Schliche zu kommen:

  1. Betrachten Sie das Profilbild des verdächtigen Accounts genauer. Ist eine (reale) Person zu erkennen?
  2. Überprüfen Sie die Hintergrundinformationen auf dem Profil. Finden sich Angaben zur Person, wie z. B. Arbeitgeber oder Hobbies?
  3. Oftmals geben die Follower eines Accounts Auskunft über dessen Echtheit. Folgen dem Account nur Bots oder gibt es auch authentische Fans?
  4. Die Postings liefern wichtige Hinweise. Werden nur Beiträge zu einem bestimmten Thema gesendet? Ähneln sich die Beiträge?
  5. Extrem kurze Reaktionszeiten sind ein Indiz für Automatisierung. Vor allem wenn mehrere Aktivitäten gleichzeitig stattfinden.
  6. Sie können einen Social Bot auch entlarven indem Sie ihn etwas außerhalb des Kontexts fragen. Stellen Sie dem Account eine tiefgründige Frage, die nicht mit bisherigen Themen zusammenhängt. Die Antwort kann Aufschluss geben, ob es sich um einen echten Menschen handelt.
  7. Obwohl die Bots immer besser werden, gibt es einige Kandidaten mit Grammatikschwäche. Schlechtes Sprachgefühl alleine ist zwar kein Beweis, kann aber einen Verdacht bestärken.
  8. Noch immer unsicher, ob Sie es mit einem Bot zu tun haben? Auf Plattformen wie TwitterAudit oder Botometer können Accounts auf Ihre Echtheit geprüft werden.


Transparenz und Sensibilisierung

Inzwischen gibt es verschiedene Initiativen, die sich mit den Aktivitäten von Social Bots beschäftigen. Die Organisation botswatch.de analysiert beispielsweise Bot-Aktivitäten zu Großereignissen, wie der Bundestagswahl. Damit trägt sie zu einem der wichtigsten Aspekte im Umgang mit Social Bots bei: Transparenz schaffen.

Bot index BTW
Quelle: http://botswatch.de/projects/socialbotanalyse-bundestagswahl-2017/

Der von botswatch entwickelte „Botindex“ beschreibt den Anteil an Social Bots in Diskussionen auf Social Media Plattformen (zu einem bestimmten Thema, z. B. Bundestagswahl). Neben der Analyse von Bot-Aktivitäten ist Aufklärung nötig. Die Menschen müssen dafür sensibilisiert werden, verdächtige Accounts zu hinterfragen. Eine Strategie, die sich meist bewährt: Nicht alles glauben, was im Netz steht. Außerdem ist es grundsätzlich ratsam, sich immer aus mehreren Quellen zu informieren.

Sind Social Bots böse?

Abschließend lässt sich sagen, dass Social Bots nicht von Haus aus „böse“ sind. Sie können auch sinnvoll genutzt werden, wie zum Beispiel für automatische Erdbebenwarnungen auf Twitter. Wie bei jedem neuen Phänomen müssen wir erst lernen, damit umzugehen.

 

Kasten Social Bots

von: Katharina Steinhäuser

Kommunikationswissenschaft, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Verschwörungstheorien – das unlösbare Problem mit alternativen Fakten

Der wöchentliche Großeinkauf ist fast geschafft, was jetzt noch im Einkaufswagen fehlt, sind Eier. Sie stehen nun also vor dem Regal, wägen die aus Bodenhaltung gegen die aus Freilandhaltung ab – doch in die Kaufentscheidung fliesen seit vergangenem Sommer noch andere Bedenken mit ein: Da war doch dieser Fipronil-Skandal? Ist der schon ausgestanden? Kann man wieder bedenkenlos Eier in Discountern und Supermärkten kaufen? Komisch war der Vorfall ja schon, verweigerten doch sowohl Deutschland als auch die Niederlande zuletzt die Herausgabe der Zahlen über die mit Fipronil belasteten Eier. Steckt da vielleicht mehr dahinter? Was, wenn wir absichtlich vergiftet werden sollten, um eine Überbevölkerung zu verhindern? Das glauben Sie nicht? Es könnte aber doch wahr sein … wenn Sie an Verschwörungstheorien glauben wollen. 

Die Medien widmen diesem Thema seit einiger Zeit immer mehr Aufmerksamkeit. Spätestens mit der Diskussion um die Reichsbürger erfuhren viele Verschwörungstheorien neuen Aufschwung. Sucht man im Internet nach den gängigsten, stößt man auf eine Menge alternativer Fakten und Theorien, wie beispielsweise die Vergiftung durch Chemtrails, bei der behauptet wird, dass die weißen Kondensstreifen hinter Flugzeugen nichts anderes sind als Gift, mit dem die Bevölkerung dezimiert werden soll. Aber auch Strichcodes sollen schädliche Einflüsse auf uns Menschen haben und müssen somit direkt nach dem Einkauf entwertet werden. Und wenn wir schon dabei sind: Ist die Erde wirklich rund, oder nun doch nur eine Scheibe? Waren die Amerikaner tatsächlich auf dem Mond oder nur in einem Filmstudio in Los Angeles? Und wer steckt denn nun eigentlich tatsächlich hinter den Attentaten auf John F. Kennedy und das World-Trade-Center?

Grundlage für solche Theorien ist das Misstrauen einer gesellschaftlichen Gruppe gegen eine andere Gruppe und die Unterstellung, dass die eine Gruppe der anderen schaden möchte. Dämonisiert werden wohl am häufigsten die Wissenschaft und die Regierung. Mit der Verbreitung der Neuen Medien erleben Verschwörungstheorien zudem wieder Aufschwung, kann doch auf Internetseiten oder über soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter alles mögliche behauptet und verbreitet werden. Letztendlich finden sich so immer Mitstreiter, die sich dem Thema annehmen, es erweitern, teilen und somit immer bekannter machen. Zudem ist es gar nicht so schwer, selbst Verschwörungen in die Welt zu setzen oder an solche zu glauben.

Ein Thema, an dem man die Wirkung von Verschwörungstheorien gut erklären kann und das vor allem jetzt, in der Jahreszeit der Erkältungen und Grippewellen wieder aktueller wird, ist das der Impfgegner. So formiert sich seit einigen Jahren eine immer größer werdende Gruppe besorgter Eltern, die Impfungen mehr als eine Bedrohung als einen Schutz vor Krankheiten sieht und ihre Kinder nicht mehr gegen Krankheiten, wie beispielsweise Masern, impfen lässt. Häufig hört man dann Argumente wie „Durch eine Erkrankung wird man doch eher abgehärtet“ oder „Die meisten Krankheiten sind doch schon ausgerottet, mein Kind wurde noch nie krank“.

Allgemein lassen sich bei der Diskussion zwei Gruppen unterscheiden, die Impfskeptiker und die Impfgegner.

Die Gruppe der Impfskeptiker will sich häufig erstmal informieren, ist verunsichert von den Informationen aus diversen Internet-Foren oder den Gesprächen mit anderen Eltern im Kindergarten oder auf dem Spielplatz. Und sind wir mal ehrlich, als Mutter oder Vater macht sich bestimmt jeder Gedanken über die Impfung des eigenen Kindes, haben viele doch noch ihre eigenen Erinnerungen an die fiesen Nadeln und geschwollenen Einstichstellen.  Dazu kommt, dass sich natürlich auch unser Fokus etwas verschiebt, wenn wir häufiger mit den Gefahren von Impfschäden als mit den Gefahren und der Präsenz von Krankheiten wie Masern oder Hepatitis konfrontiert werden. Der Filterblase sei Dank. Aber auch, wenn immer ein Restrisiko bleibt, das übrigens auch bei Medikamenten oder Operationen besteht, ist es dennoch wichtig, seine Kinder und damit auch sein Umfeld vor gefährlichen Krankheiten zu schützen.

Die Gruppe der Impfgegner ist da schon etwas radikaler. Kampagnen wie „Impfen? Nein, danke!“ rufen zu Demonstrationen gegen das Impfen auf und verbreiten im Internet ihre Seite der „Wahrheit“. Wie die meisten Verschwörungstheoretiker sind sie mit rationalen Argumenten, Studien oder der Darstellung der Gefahren der Krankheiten kaum zu überzeugen. Dass ungeimpfte Kinder oder Erwachsene vielleicht nur aufgrund des Gemeinschaftsschutzes nicht krank werden, da ihr Umfeld durch die Impfung gegen die Viren immun ist und diese deshalb nicht weitergeben kann, lassen sie unter den Tisch fallen. Stattdessen werden abstruse Theorien aufgestellt, die sogar noch dann weiter bestehen, wenn sie schon längst widerlegt wurden. Die wohl hartnäckigste Behauptung stammt von Andrew Wakefield, der seine Zulassung als Arzt mittlerweile verloren hat. Er stellte einen vermeintlichen Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung (Masern, Mumps und Röteln) und Autismus her. Obwohl diese Behauptung schon kurz darauf empirisch widerlegt werden konnte, hält sie sich bis heute, denn vielleicht sollte das wirkliche Ergebnis ja nur vertuscht werden? Andere Impfgegner unterstellen der Pharmaindustrie eine Verschwörung, um an möglichst viel Geld zu kommen, wieder andere vermuten eine Vergiftung der Bevölkerung, hinter der vermutlich der Staat stehen soll.

Zieht man diesen Faden weiter, stößt man irgendwann auf die Theorie der Lügenpresse, die durch Donald Trump und hierzulande der AFD und PEGIDA erst richtig Aufschwung erhalten hat. Der 45. Präsident der USA ist bekanntermaßen wohl einer der berühmtesten Verschwörungstheoretiker und, Überraschung, natürlich auch Impfgegner.

Dabei ist er zudem wohl auch das perfekte Beispiel, wie man soziale Medien wie Twitter und Co. zur schnellen und effektiven Verbreitung von Misstrauen und alternativen Fakten und zur Manipulation und Irreführung verwenden kann.

Abschließend lässt sich sagen, dass hinter Verschwörungstheorien häufig nicht viel Wahrheit steckt, diese aber durchaus zu wachsender Verunsicherung führen können. Während Theorien wie die Vergiftung durch Chemtrails oder die Verstrahlung durch Strichcodes allerdings kaum Auswirkung auf die Masse der Bevölkerung haben, sieht das beim Thema Impfen leider ganz anders aus. Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob man sein Kind oder sich selbst impft oder nicht. Eine Impfpflicht, wie manche Politiker sie fordern, ist zudem wahrscheinlich nicht der sinnvollste Weg, Impfskeptiker von der Wichtigkeit der Immunisierung zu überzeugen und ein mulmiges, ungutes Bauchgefühl vor Impfungen ist sicher auch nichts unnormales. Aber blickt man nur mal 80 Jahre zurück, muss doch jeder zugeben, dass wir Menschen heute eine wesentlich höhere Lebenserwartung haben, unter anderem deshalb, da wir den Gefahren von Kinderlähmung, Diphtherie oder Masern nicht mehr unmittelbar ausgesetzt sind – der Wissenschaft sei Dank!

Magdalena Herden

Studentin der Kommunikationswissenschaft – Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Schattenseiten des Social Web

Diddlblätter. Mandalas. Süßigkeiten. Tamagotchi. Das war der Inhalt der Schultüte der 90er-Kids. Heutzutage steckt in den Tüten ein Handy, ein Tablet oder sogar ein kleiner Laptop. Das erlebt Lisa Beßenreither als Grundschullehrerin einer Bayreuther Grundschule immer häufiger. In einem Gespräch mit mir erzählt sie, ein Schüler habe ihr einmal gesagt, er hätte kein „richtiges“ Handy. Auf die Frage, was denn kein „richtiges“ Handy sei, meinte er: „Ja das hat noch Tasten!“. Während es vor 10 Jahren noch normal war, in der 5. Klasse Mamas Nokia-Handy ausnahmsweise mit in die Schule zu nehmen, falls sich der Bus verspätet, ist man heute in der 1. Klasse schon uncool, wenn man ein Handy mit Tasten hat.
Lisa Beßenreither erzählt, dass regelmäßig Handys im Unterricht läuten, weil die Kinder noch nicht richtig damit klarkommen. Allerdings muss den Kindern nicht mehr erklärt werden, wie das Internet verwendet wird, weil sie das alles von Zuhause kennen. Wissenschaftler Manfred Spitzer sieht das kritisch. Er zählt mit seinem Beststeller „Digitale Demenz“ zu den bekanntesten Kritikern. In einem Interview erläutert er sein Buch. Mit seinem strikten Schwarz-Weiß-Denken rät er Eltern, Kindern den Umgang mit Medien zu untersagen. Ein anderer Blogpost behandelt kritisch Manfred Spitzers Thesen. Andere Kritiker halten es zwar für richtig, dass exzessiver, einseitiger, isolierter Medienkonsum Gefahren in sich birgt, halten aber Spitzers Aussagen für übertrieben. Das KJM (Kommission für Jugendmedienschutz) als oberste Aufsicht für Rundfunk und Telemedien geht „bei problematischen Medieninhalten grundsätzlich von einem Wirkungsrisiko für Heranwachsende“ aus. Aber warum sehen viele so ein Risiko bei Kindern und Jugendlichen? Die Frage ist leicht zu beantworten, sagt Nicole Misch in einem Interview mit mir, eine Gymnasiallehrerin eines Erlanger Gymnasiums. Kinder und Jugendliche sind in ihrer Entwicklung zu einer gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit noch nicht abgeschlossen, erzählt sie weiter. Persönlichkeitsentwicklung kann durch die Nutzung bestimmter Medieninhalte beeinträchtigt oder schwer gefährdet werden. Verschiedene Bereiche können betroffen sein. Die Identitätsbildung kann durch Stars, Medienhelden, Verhaltensweisen und repräsentierte Stereotypen beeinträchtigt werden. Auch die sexuelle Entwicklung ist betroffen – von der Musik mit sexualisierten Songtexten über deren freizügigen Videoclips. Aber auch freizügige Selbstdarstellung z.B. auf der Plattform Instagram. Einfache, aber auch harte Pornografie und Sexclips. Es gibt nichts, was man im Web nicht finden würde. Darstellung von Gewalt beeinträchtigt die moralische Entwicklung von Kindern. Extremismus, Propaganda und Hetze gegen das System die politische Sozialisation. Besonders betroffen ist auch die physiologische Entwicklung. Es gibt unzählige Foren und Blogs zu Themen wie Suizid und Selbstverletzung. Magersüchtige, die sich gegenseitig pushen. Cannabis-Portale. All das findet man innerhalb von wenigen Minuten im Netz. Auch Kinder. Oft haben Kinder auch einfach noch nicht die Fähigkeit zu verstehen, dass sich hinter einem süßen Profil vielleicht ein nicht so süßer, älterer Pädophiler versteckt. Kinder und Jugendliche sind durch ihre Unerfahrenheit in der Mediennutzung viel zu leicht zu beeinflussen. Oftmals können Eltern ihre Kinder auch nicht schützen. Deshalb sind viele davon überzeugt, dass Jugendschutzverstöße aufgespürt und härter bestraft werden sollten. Besonders sollte man darauf achten, dass die Heranwachsenden nicht ungewollt mit problematischen Inhalten in Kontakt kommen. Zu guter Letzt sollten die Eltern anfangs doch ein Auge auf das Social Web ihres Kindes haben. Doch alle technischen Hilfsmittel, Verbote und Beschränkungen haben auch ihre Grenzen. Und auch Eltern sollten möglichst nicht ständig ihre Kinder kontrollieren. Man begleitet Kinder ja auch nur die ersten Schultage mit in die Schule und läuft nicht jeden Tag aus Angst mit. So sollte der Umgang mit dem Social Web und Kindern auch aussehen. Den Kindern alles zeigen, erklären und warnen, aber dann Vertrauen in sie setzen, anstatt sie hinter ihrem Rücken zu überprüfen.

 

Stefanie Fickert

Otto-Friedrich Universität Bamberg

Kommunikationswissenschaften

Internet ohne Anonymität?

5 Gründe für anonyme Risikovoranfragen

Die Anonymität im Internet ist immer wieder ein heiß diskutiertes Thema im Internet. Klarnamen werden von Websites immer häufiger gefordert und empören dadurch ihre Nutzer. Begründet wird das mit einer besseren Möglichkeit sich mit Freunden und Bekannten auszutauschen, sie leichter in Netzwerken wie Facebook zu finden oder sich leichter beruflich zu vernetzen. Zudem soll es dem Staat helfen Verbrechen auf zuklären, indem Personen im Netz leichter zu identifizieren sind, wenn sie dort denselben Namen tragen wie auf ihrem Ausweis.

Die Aufhebung der Anonymität hört sich demnach nach einer guten Idee an, weshalb lehnen also so viele Internetnutzer diese ab?

Häufig ist Anonymität der Grund warum Leute überhaupt ins Internet gehen. Sie ermöglich einem Dinge zu kaufen, zu fragen oder zu äußern für die man in seinem alltäglichen Umfeld komisch angeschaut werden könnte. Viele Menschen sind im Internet mutiger und fühlen sich freier, weshalb es ihnen leichter fällt ihre ehrliche Meinung zu sagen, ohne in Gefahr zulaufen von der Gesellschaft verstoßen oder persönlich angegriffen zu werden. Sie schützt also Menschen mit Minderheitsmeinungen und ungewöhlichen Interessen vor Bloßstellung, aber auch vor rechtliche Konsequenzen. Personen in autoritären Regimen nutzen beispielsweise den Schutz des Internets für ihre ungestrafte Meinungsäußerung, oder auch die Organisation von Protesten und Putschen. Die Funktion der Anonymität ist also in erster Linie Schutz. Schutz der Privatsphäre, Schutz der Person hinter einem falschen Namen.

Natürlich darf hier nicht vergessen werden, dass kriminelle Vereinigungen ebenfalls vom Schutz dieser Eigenschaft des World-Wide-Web profitieren. Schließlich sind kriminelle Aktivitäten der Grund warum die Forderungen nach der Auflösung der Anonymität immer lauter werden. Es ist jedoch schwierig von allen Verbrechern eine Offenlegung ihrer Identität im Internet zufordern, da sie diese in der Regel nicht preisgeben möchten. Damit dieses Prinzip funktioniert müsste man das von allen Teilnehmern des Internets verlangen. Unter dem Aspekt der Kriminalität dürfte das für uns Normalbürger ja kein Problem sein, wir haben doch nichts zu verstecken und sollte nicht sowieso jeder zu seiner Meinung stehen ?

Die Theorie der Schweigespirale bietet hier eine Begründung: Sie besagt, dass Menschen dazu neigen ihre Meinung für sich zu behalten, wenn sie davon ausgehen, dass die Mehrheit gegenteiliger Meinung ist. Jeder Mensch hat Angst vor Isolation und Ausgrenzung und möchte demnach dazu gehören. Mit Hilfe des Internets ist es möglich seine Meinung zu äußern ohne zu befürchten als Außenseiter dazustehen, denn wer nicht weiß wer ich bin, kann mich nicht ausschließen.

Anonymität ist also die Basis für Meinungsfreiheit, beinhaltet aber auch die Möglichkeit Interessen voneinander zu trennen. Homosexualität ist ein sehr beliebtes beispiel, da es leider immer noch Menschen gibt, die mit dieser Form der Liebe nicht umgehen können. Dennoch sollten homosexuelle Menschen die Möglichkeit haben zu solchen Themen zu recherchieren und sich in entsprechenden Foren auszutauschen, auch wenn sie noch nicht bereit sind das mit ihrem Umfeld zu teilen. Eine Forderung nach Klarnamen in solchen Online-Foren würde ihre Nutzer maßgeblich einschränken, da es nun Hemmungen zu überwinden gilt, die in einer anonymen Atmosphäre nicht da wären.

Wir wollen also einerseits Verbrecher identifizieren, uns aber andererseits nicht  vor dem Internet entblößen.

Die Lösung: Pseudonyme

Zunächst sollte man die Begriffe Anonymität und Pseudonyme differenzieren: Anonymität beschreibt eine totale Verfremdung gegenüber dem Netzbetreiber und deren Nutzern. Bei einem Pseudonym handelt es sich lediglich um einen sogenannten „Nickname“, der anderen Nutzern angezeigt wird. Dem Betreiber der Seite ist es allerdings möglich die Identität der Nutzer anhand den verlangten Anmeldeinformationen aufzudecken. Ein Pseudonym ist also nicht gleich anonym! Es werden also Nicknames gebildet, die unsere Identität vor Freunden und Bekannten verschlüsselt, aber im Fall eines Verbrechens der Polizei offenbart werden kann. Soweit so gut, jedoch darf man nicht vergessen, dass Seiten wie Facebook und Google unsere Identität, die ihnen ja bekannt ist, nutzen um auf uns zugeschnittene Werbeanzeigen zu erzeugen und dafür unsere Daten an Dritte weitergeben.

Ich glaube, dass Anonymität im Netz zwar eine schöne Idee ist, aber immer mehr ein Ding der Unmöglichkeit sein wird. Man kann kaum an Social Media teilhaben ohne etwas von sich preis zugeben und der technische Fortschritt geht immer weiter, sodass es schwierig wird sich auf die Anonymität zu verlassen. Wenn Organisationen wie die NSA Informationen über einen wollen, werden sie die auch bekommen. Da hilft nur sich entweder ganz aus dem Internet raus zuhalten (was zunehmend schwerer werden wird), oder die persönlichen Angaben auf ein Minimum zu reduzieren.

__________________________________________________

Linda Watzl

Kommunikationswissenschaft

Otto-Friedrich-Universität