Netflix & Co. – Der Niedergang der TV-Industrie?

Streaming wird das herkömmliche Fernsehen auslöschen – so klingt zumindest der Tenor aus Presse- und Expertenkreisen. Doch worin liegt das Geheimnis des Siegeszugs der Streamingplattformen? Was können die TV-Anstalten und Filmstudios unternehmen um nicht wie so viele andere Branchen vor ihnen vom digitalen Wandel überrollt zu werden?

Wie Programmierer Zuschauer binden

Die Vorteile des Streamings, auch „Video on Demand“ genannt, liegen klar auf der Hand. Der größte Pluspunkt des Streamings besteht in der zeitlichen und räumlichen Flexibilität. Frei nach dem Motto: Wann du willst und wo du willst. Außerdem entfallen aufgrund der Abonnementstruktur sämtliche Arten von Werbung. Zu guter Letzt erhält der Nutzer durch eigens entwickelte Algorithmen maßgeschneiderte Vorschläge die auf seinen Vorlieben beruhen und die den Produzenten Vorschläge für neue Inhalte liefern, der Innovationsgeist des Silicon Valley lässt grüßen. Besonders eindrucksvoll schlägt sich dies in der Entwicklung der preisgekrönten Eigenproduktionen nieder. Aus dieser Vorgehensweise entsteht auch die Gefahr, welche Streaming für die konventionellen Filmemacher darstellt.

Vom Kunde zum Konkurrent

Zu Beginn beschränkten sich die heutigen Big-Player auf Servicefunktionen. Sie erwarben Lizenzpakete von den großen Fernseh- und Filmgesellschaften und stellten diese dann ihren Abonnenten zur Verfügung. Durch das rasante Wachstum und das dadurch angehäufte Kapital ergaben sich jedoch schnell weitaus größere Möglichkeiten. Hochrangige Regisseure, Drehbuchautoren und Schauspieler wurden für eine immer weiter steigende Zahl von Serienprojekten verpflichtet. Dies alles geschah ohne eine starke Erhöhung der Abonnementpreise, was in der Konsequenz zu noch höheren Kundenzahlen führte. Mittlerweile sind bereits die ersten Kino-Blockbuster in Eigenregie entstanden (z.B. „Beasts of no Nation“). Der Druck auf die alteingesessenen Produzenten steigt somit weiterhin stark an.

netflixoriginalcontent-embed201

Das Fernsehen muss sich neu erfinden

Die herkömmlichen TV-Anbieter in Deutschland reagieren darauf vor allem mit der Modernisierung ihrer Mediatheken um für ein Mindestmaß an Flexibilität zu sorgen, sowie auch durch den Erwerb von Exklusivrechten (z.B. Bundesliga), die sich noch nicht im Besitz der Streamingdienste befinden. Besonders der Pay-TV -Anbieter Sky tut sich hier in Deutschland hervor und sicherte sich die Rechte an den Referenzproduktionen des TV-Riesen HBO aus Amerika („Game of Thrones“). Ohne konkurrenzfähige Eigenproduktionen wie beispielsweise „Die Höhle der Löwen“ werden die Sender auf Dauer in Bedrängnis geraten. Einer Umfrage des Onlineportals „AllFlicks“ zu Folge glauben bereits 75,5% der Befragten an eine zeitnahe Wachablösung durch Online-Anbieter.

Das Kino als magischer Ort

Dem Kino hingegen wird eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit attestiert, nur knapp über 24% glauben, dass Netflix, Amazon und Co. das Kino vollständig von der Bildfläche verdrängen werden. Um diese Prognose Realität werden zu lassen gehen die großen Kinobetreiber bereits neue Wege, so wurden bereits erste Kooperationsverträge mit den Konkurrenten geschlossen. Diese besagen, dass ein Film parallel zum Start im Netz auch in ausgewählten Kinos der Vertragspartner anlaufen wird. Davon einmal abgesehen sind die großen Hollywoodstudios momentan mächtig genug um die vereinzelten Angriffe abwehren zu können. Schließlich befinden sich die lukrativsten Rechte noch immer in ihrer Hand. Unserer Meinung nach wird der Großteil der Menschen die „Magie“ des traditionellen Kinobesuchs nicht auf Dauer zugunsten des heimischen Laptops aufgeben.

Schonfrist für Hollywood

Der digitale Wandel trifft auch TV und Kino mit voller Kraft. Durch die revolutionären, leicht zugänglichen Angebote der Streamingriesen geraten die traditionellen Produzenten und Sendeanstalten zunehmend in die Bredouille. Ohne entsprechende Exklusivangebote und qualitativ hochwertige Serien aus eigener Produktion werden es die Fernsehsender in Zukunft schwer haben. Das Kino hingegen kann, sofern sich das Konsumentenverhalten nicht unvorhergesehen ändert, vorerst beruhigt in die Zukunft schauen. Zumindest so lange bis die nächsten bahnbrechenden Ideen den Markt aufmischen.

Florian Dieing, Thomas Graf
Studiengang BWL-Industrie, IN 316
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

 

Quellen:
Wozu braucht man eigentlich noch das Fernsehen?
TV-Sender müssen sich neu erfinden
Die Zeitenwende – wie Netflix Hollywood bedroht

 

Missverständnisse in der digitalen Kommunikation

Mit Hilfe verschiedener Kommunikationsplattformen, wie zum Beispiel WhatsApp oder Facebook, ist es möglich jederzeit Informationen auszutauschen. Doch das Fehlen von verbaler Kommunikation kann oftmals zu erheblichen Missverständnissen führen. Denn wer kennt das nicht? Lediglich das Vergessen eines lachenden Emoji  in einer Nachricht kann bereits zu einem Sturm von Fehldeutungen bei dem Gegenüber führen:

„Och, du hast ja gar keinen Smiley geschickt, bist du böse auf mich?“

Bei der nonverbalen Kommunikation bleiben unglücklicherweise Berührungen, die Körpersprache, Mimik und Gestik sowie der Ausdruck von Gefühlen auf der Strecke. Als Ersatz dienen hierfür verschiedene Emojis. Sie übernehmen einen großen Part und sind mittlerweile aus keiner digitalen Unterhaltung mehr wegzudenken.
Emojis bereichern eine digitale Unterhaltung insofern, dass sie den geschriebenen Text dialogischer wirken lassen. Dabei besteht oftmals das Risiko, dass jeder die bunten Emojis und Zeichenkombinationen etwas anders interpretiert. Noch schnell ein Emoji hinter den Text posten und der Freund weiß genau, wie die virtuelle Nachricht gemeint ist?! Von wegen, denn die Emojis sehen je nach verwendetem Betriebssystem ganz schön unterschiedlich aus, wie dieses Beispiel zeigt:

unbenannt

Ersichtlich wird hier, dass das Apple Gerät eine positive Nachricht senden wollte, jedoch auf einem HTC Gerät diese Nachricht komplett anders aufgefasst wurde. Grund hierfür ist, dass die grafische Umsetzung der Emoji-Symbole den Smartphone-Herstellern selbst überlassen wird, obwohl die Bezeichnungen und Kurzbeschreibungen der Emojis durch den weltweit gültigen Unicode-Standard geregelt ist.

unbenannt1

Doch nicht nur Emojis führen zu Missverständnissen, auch die Formulierung der Nachricht spielt eine erhebliche Rolle. Geschäftsbriefe beispielsweise sollten stets sachlich und kundenorientiert formuliert sein. Entsprechend sollte der Lesende direkt angesprochen werden. So fühlt er sich direkt als Mittelpunkt der Korrespondenz, was insbesondere von Kunden positiv aufgenommen wird. Gleichzeitig sollte man darauf achten, die Nachrichten nicht zu kurz zu formulieren. Der Gedankengang und die Absicht der Nachricht, sollte für den Leser stets nachvollziehbar und verständlich sein. Auf nicht gewöhnliche und alltägliche Redewendungen sollte weitestgehend verzichtet werden. Diese können beim Gegenüber nämlich auch zu Fehlinterpretationen und für Verwirrung sorgen. Rechtschreibfehler können des Weiteren zu Missverständnissen zwischen Sender und Empfänger führen. Häufig verursacht auch die Autokorrektur missverständliche Nachrichten. Zur Vermeidung hilft es schon, einige Punkte zu beachten:

  • Den geschriebenen Text vor dem Absenden auf jeden Fall nochmals durchlesen. Hierbei ist es völlig egal, ob es sich dabei um einen Brief, eine E-Mail, eine Textnachricht oder eine WhatsApp Mitteilung handelt.
  • Zur digitalen Kommunikation die Sprachaufnahmefunktion nutzen. Dies bietet die Möglichkeit auch unterwegs trotzdem persönlich und schnell kommunizieren zu können. Und man entgeht der Gefahr, den Gesprächspartner mit fehlenden Emojis unnötig zu verwirren.
  • Wenn man eine schlechte Nachricht überbringen oder über ein heikles Thema reden muss, sollte man nicht das geschriebene Wort wählen, sondern das offene Gespräch mit der betreffenden Person suchen.

Die steigende Nutzung der digitalen Kommunikation lässt in der heutigen Gesellschaft kaum mehr freien Raum für „reale“ Unterhaltungen. Immer häufiger sieht man in Cafés, Restaurants und Bushaltestellen Menschen, die vertieft in ihr Smartphone tippen, anstatt sich verbal mit ihrem Gegenüber zu unterhalten. Viele Missverständnisse können vermieden werden, wenn Menschen sich in der reellen Welt begegnen und einmal versuchen nicht 24 Stunden in die virtuelle Welt von Whats App, Facebook und Co abzutauchen.

Tamara Krämer / Luisa Basler
Studiengang BWL-Industrie, IN 316
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

Sterben und erben im Internet

Etwa alle 3 Minuten stirbt ein deutscher Facebook-Nutzer, doch meistens bleibt sein Profil erhalten. Ebenso hat beinahe jeder ein E-Mail Account oder gar mehrere. Zudem gibt es ganze Meere an Blogs und Online Accounts. Nach seinem Tod hinterlässt man Spuren im Netz, doch was tun? Oftmals sind es banale Dinge wie das letzte Mal einkaufen oder auch sehr besondere Momente, die man mit Jemandem geteilt hat, wie die letzte Urlaubsreise, die für jeden sichtbar bleiben. Aber was passiert mit den Hinterlassenschaften im Netz?

grafik-aus-studie-2

Wer was erbt ist meist in einem Testament geregelt, doch häufig werden Konten bei Sozialen Netzwerken, E-Mail Accounts oder Blogs nicht berücksichtigt. Es gehen weiterhin Nachrichten ein, PayPal oder andere Kreditinstitute verlangen Zahlungen für bestellte Ware, buchen Geld für Online-Verträge oder Abos ab und Ebay Verkäufer warten auf Antworten. Für Erben beginnt deshalb nach dem Tod des Verstorbenen oft die Suche nach Online Konten. Doch Accounts zu löschen oder nur zu bearbeiten ist gar keinen leichte Aufgabe, denn was wenn Passwörter die Zugänge versperren? Das der Zugriff auf Profile und Online-Konten nicht einheitlich geregelt ist erschwert dies noch weiter. Außerdem verlangen viele Webplattformen einen Nachweis z.B. eine Sterbeurkunde, erst dann gewähren sie den Zugriff auf die Daten des Verstorbenen.

Das soziale Netzwerk Facebook fordert z.B. eine Sterbeurkunde oder den Link zu einer digitalen Todesanzeige. Wenn man als Angehöriger, dann soweit ist und über das Profil verfügen kann, hat man nur zwei Optionen löschen des Profils oder in den Gedenkzustand versetzen. Dadurch ist keine Bearbeitung oder Löschung bestimmter Einträge möglich, der einzige Trost ist, dass keine schmerzhaften Erinnerungen mehr an Geburtstage oder Veranstaltungen angezeigt werden. Es gibt aber auch zu Lebzeiten die Möglichkeit einen Nachlasskontakt anzugeben, der dann im Todesfall auf das Profil zugreifen, Beiträge verfassen und Fotos entnehmen kann.
Google bietet einen besonderen Dienst über einen Kontoaktivitätsmanager an. Dabei können Nutzer ihre Zugangsdaten ganz einfach vererben. Der Kontoaktivitätsmanager wird dann aktiviert wenn der User sich über einem bestimmten Zeitraum (wahlweise drei, sechs, neun oder zwölf Monate) nicht mehr beim Online Netzwerk anmeldet. Man kann dann Nachrichten erstellen die Google automatisch nach dem Tod an den Erben verschickt. Wahlweise kann der Profil- Inhaber auch einstellen, dass sein Konto nach angegebener Zeit gelöscht werden soll.
Bei PayPal muss man sich mit dem Kundenservice in Verbindung setzten und mittels einem entsprechendem Nachweis wie Erb-, Totenschein, Ausweis oder Sterbeurkunde einen Anspruch auf das ausstehende Guthaben geltend machen. Bei E-Mail Accounts kommt es auf den Anbieter an. Während bei GMX und Web.de Erbschein und eine Unterschrift reichen, steht man bei Yahoo vor verschlossenen Toren, denn sie gewähren keinen Zugriff auf das Konto. Mehr als es löschen zu lassen ist nicht drin.

Um dieses hin und her mit den Konten und Portalen zu verhindern gibt es hier eine Checkliste, die zu beachten ist:

• Wer soll sich um den Nachlass kümmern?
• Einer vertrauenswürdigen Person die gesamten Zugangsdaten in einem Testament
hinterlassen oder in Form eines Zettels, an einem sicheren Ort deponieren.
• Festhalten was mit den Accounts geschehen soll.

Habt ihr euch schon mal Gedanken über euren digitalen Nachlass gemacht?! In der Kampagne machts-gut werden Nutzer für die frühzeitige Regelung und welche Möglichkeiten es gibt sensibilisiert.

Helena Führle/ Michaela Herz
Studiengang BWL-Industrie
IN316 Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

Schlüssel zum Erfolg

„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, sagte einst Carl Josef Neckermann, Begründer des ersten deutschen Versandhandels. Dieses Zitat sollte sich jedes unternehmerische Spektrum, dass auch in der Zukunft erfolgreich sein möchte, täglich vor Augen führen. Neuste Technologien bestimmen den Wandel des Medienzeitalters, und vor allem Social Media Plattformen nehmen einen immer größer werdenden Stellenwert ein – auch für die bereits am Markt herrschenden Unternehmen. Diesen Wandel gilt es zu fokussieren, wenn man im harten Kampf des Wettbewerbs überleben möchte.

Warum spielt Social Media für die Unternehmen eine wichtige Rolle?

Facebook, Twitter, Instagram und Xing sind nur einige wenige von vielen sozialen Netzwerken, die gerade in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken sind. Nicht nur Privatpersonen nutzen diese Tools, auch immer mehr bekannte und erfolgreiche Unternehmen versuchen über diese Plattformen ihre Präsenz und ihr Image zu steigern. Längst verbirgt sich hinter dem Begriffspaar „Social Media“ nicht mehr nur eine Kommunikationsplattform, vielmehr bietet es dem Unternehmen, als Kunden, im World Wide Web ein „Rundum-Sorglos-Paket“.

Was heißt das konkret?

Der Vorteil der weltweiten Vernetzung, dient den Unternehmungen für die Erreichung eines hohen Bekanntheitsgrades, sowie positive Wirkungen bei ihren Zielgruppen, denn die Devise lautet hier: „Sehen und gesehen werden“.

Top aktuelle Profile der Unternehmen im Netz, werden durch Likes und Klicks auf ihren Seiten gepusht und steigern somit die Popularität. Daraus resultiert, dass die Firmen an Bekanntheit nicht zu überbieten sind.

Gerade im harten täglichen Wettbewerb ist ein gut funktionierendes Netzwerk unabdingbar, da heutzutage schnell reagiert werden muss, sobald kleinste Veränder-ungen eintreten. Man kann sich schnell und unkompliziert über neue Angebote informieren und seinem Mitbewerber auf dem Markt so immer einen Schritt voraus sein.

Es gibt keinen maßgeschneiderten Schlüssel zum Erfolg, der auf jedes Unternehmen anwendbar ist. Jeder muss für sich selbst, ob klein oder groß, ein geeignetes Netzwerk schaffen und verwalten, darum braucht jeder seine eigene „Social Media Roadmap“. Sie ist die Basis, die bereits die ersten Früchte trägt und die es zu ernten gilt.

Effizient, flexibel und kostenbewusst können Social Media Tools eingesetzt werden, von denen ein unternehmerischer Betrieb nur profitieren kann – sei es im Recruiting, die schnellere Besetzung von ausgeschriebenen Vakanzen, die Präsentation seines Unternehmens oder der Ideenpool von Marketingstrategien für den Vertrieb, dies sind nur einige wenige Goodies die diese Plattformen bieten können.

Nachhaltigkeit wird GROSS geschrieben, dieses bewusste Handeln ist heutzutage nicht mehr wegzudenken, daher winkt das Medium „Sozial Media“ einem regelrecht zu. Es müssen nicht mehr hundertfache Drucke mit Informationen produziert und an den Empfänger adressiert und versandt werden. Es gibt schnellere, effizientere Lösungen und Wege News in den Umlauf zu bringen, wie z.B. ein Unternehmen möchte eine Bekanntmachung rasant im World Wide Web Publik machen, dann wird es – up to date – getwittert oder gepostet.

Erfolgreich profitierte die Firma Ritter Sport mit Social Media Networking, denn am 02.11.2016 brachten sie in limitierter Auflage die Schokolade „Ritter Sport – Einhorn“ auf den Markt, die binnen kürzester Zeit in den sozialen Netzwerken, wie Facebook, Twitter, Instagram und vielen weiteren Netzwerken rasant ihren Triumph erlangte. Jeder möchte diese „Schoki“ haben, daher hat sich Ritter Sport auch dazu entschieden, diese ab dem 14.11.2016 wieder den Fans, im Webshop, anzubieten.  Die Naschkatzen müssen sich ein wenig gedulden, denn die Lieferzeit beträgt etwa 5-7 Wochen und die Bestellmenge ist auf 11 Tafeln pro Kunde limitiert. Diese Erfolgsstory zeigt, wie schnell etwas publik gemacht werden kann und das der Hype immer noch anhält. Auch Mitbewerber wie Milka, sprangen auf den Zug auf und bieten nun ihre „Zweihorn-Schokolade“ an, diese Strategie ist das beste Marketing die ein Unternehmen nutzen kann.

Fazit: Jede Unternehmung hat es selbst in der Hand und muss für sich selbst entscheiden, ob es den Wandel mitgeht, denn eins ist sicher: Die Zukunft schreibt schwarze Zahlen im Handling mit Social Media.

 

Nathalie Gaceus / Stefanie Koch
Studiengang BWL-Industrie, IN 316
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

Nutzen YouTuber durch Product Placement ihre Fans aus?

Immer stetig steigende Abonnentenzahlen, kreischende Fans und eine eigene Fanartikel-Kollektion. So sieht die Welt von einigen der bekanntesten YouTubern Deutschlands aus. Dagi Bee? Gronkh? Apecrime? Bibisbeautypalace? All diese Namen sagen Ihnen nichts – sollten sie aber. Sie gehören zu den einflussreichsten YouTubern in ganz Deutschland, können mittlerweile nicht mehr auf die Straße gehen ohne erkannt zu werden.
Die Zeiten in denen sich die YouTuber nur aus Spaß vor die Kamera gesetzt haben, sind längst vorbei. Die erfolgreichsten YouTuber Deutschlands zählen inzwischen schon mehrere Millionen Fans, darunter überwiegend Kinder und Jugendliche. So auch der Kanal der 23-jährigen Bianca Heinicke, welche besser unter dem Namen „Bibisbeautypalace“ bekannt ist. Ihr Kanal zählt mittlerweile bereits 3,8 Millionen Abonnenten allein auf YouTube, hinzu kommen nochmals 4,4 Millionen Abonnenten auf Instagram, aber auch auf anderen sozialen Netzwerken, wie Twitter und Facebook sind es bereits beachtliche 1,5 Millionen Follower. Dass dies die ideale Werbeplattform für Produkte vor allem aus der Kosmetikbranche bietet, haben auch schon viele Unternehmen erkannt. Die Unternehmen schicken den YouTubern Produkte zu, diese werden dann auf dem jeweiligen Kanal promotet. Man spricht hierbei von „Productplacement“. Laut der Zeitschrift Bild bekommt die Düsseldorferin Dagi vom Kanal „Dagi Bee“ für eine Produktplatzierung zwischen 30 und 40€ pro 1000 Klicks, nur dafür, dass sie die Produkte für ein paar Sekunden in das Video hält.
Besonders jüngere Zuschauer lassen sich oftmals davon blenden. Die Jugendlichen sehen ihre YouTuber als eine Art Vorbild an, wollen so sein wie sie und kaufen ihnen deshalb die gleichen Produkte nach.
bibi
Der Erfolg und Ruhm ermöglichten der 23-jährigen Bianca Heinicke sogar vor ca. einem Jahr ihre eigene Kosmetikmarke mit dem Namen „Bilou“ auf den Markt zu bringen. Diese besteht derzeit aus den extra cremigen Duschschäumen, wie sie auf der Webseite umworben werden. Die Duschschäume werden mittlerweile in sieben außergewöhnlichen Duftrichtungen wie „Tasty Donut“ und „Vanilla Cake Pop“ unter anderem in dem Drogeriemarkt „dm“ verkauft. Vor etwa einer Woche veröffentlichte Bianca Heinicke auf ihrem YouTube Kanal ein Video, in dem sie elf Minuten ihre neu erschienenen Duschcremes vorstellt. Diese sind in drei Sorten zusammen in einer Geschenkbox erhältlich. Außerdem hat die junge YouTuberin eine neue Duftrichtung für ihre Duschschäume namens Chocolate Cupcake entwickelt.

Auch die bekannte YouTuberin „Dagi Bee“ nützt ihren Bekanntheitsgrad aus, um daraus Profit zu schlagen. Dagi eröffnete noch in diesem Jahr ihren ersten eigenen Onlineshop, dieser unter der Internetadresse „dagi-shop.de“ zu finden ist. Auf diesem vertreibt sie unter anderem eigen designte Kleidung. Von T-Shirts, über Caps, bis hin zum Turnbeutel ist alles dabei. Sogar ein handsigniertes Poster in dem Format DIN A2 kann man hier erwerben.
Dagi Shop.PNG
Doch wie kam es zu diesem Wandel? Waren es früher nicht einst Schauspieler und Sänger, die als Vorbild fungierten? Heutzutage sind die YouTube-Stars schon auf der berühmten Jugendzeitschrift Bravo zu sehen. Wo früher Schauspieler und Sänger das Cover der Jugendzeitschrift „Bravo“ zierten, lächeln uns heute die erfolgreichsten YouTuber Deutschlands entgegen und werden dort über private Themen interviewt, über die man eigentlich eher mit seiner besten Freundin sprechen wurde. Das ist wohl einer der Hauptgründe: Authentizität. Da die meisten Youtuber selbst erst maximal Mitte 20 sind, können sich vor allem die jüngeren Zuschauer mit ihnen identifizieren. Sie reden über ganz normale und meist auch private Dinge, sind antastbar und real.
csm_16_2015_8446c0ea45
Deshalb ist es wohl nicht verwunderlich, dass Jugendliche heutzutage immer mehr Zeit in sozialen Netzwerken verbringen. Das halbe Leben spielt sich mittlerweile im Internet ab, überall wird gepostet, kommentiert und geliket. Das dies oftmals Gefahren birgt ist unabstreitbar. Die jungen Erwachsenen werden von der scheinbar perfekten Welt der YouTuber geblendet. Aufgrund des geringen Altersunterschieds glauben die Jugendlichen häufig was ihnen erzählt wird. Infolgedessen werden sie oftmals zum Kauf von irgendwelchen Produkten verleitet, die einerseits viel zu überteuert sind und andererseits auch häufig überhaupt nicht notwendig sind. Vor allem für die Unternehmen ist Productplacement ein lukratives Geschäft, müssen sie somit nicht mehr die teuren Werbekampagnen im Fernsehen zahlen, die sowieso nur immer einen kleinen Teil der jeweiligen Werbezielgruppe anspricht. Auch den YouTubern ist es nicht zu verübeln, dass sie mit den Firmen zusammenarbeiten. Schließlich verdienen sie somit ihren Lebensunterhalt. Jedoch sollten diese aufpassen, dass sie die Naivität ihrer Fans nicht zu sehr ausnützen und nur für die Produkte werben, von denen sie auch selbst überzeugt sind.
Ähnliche Artikel zum Thema
Chantal Häring / Carina Gnannt
Studiengang BWL-Industrie, IN 316
Duale Hochschule Baden Württemberg, Campus Ravensburg

Bewerber-Screening in Social Media

„Hobbys: Matratzensport“ – Mit dieser öffentlichen Angabe auf seinem Facebook Profil hat sich ein Bewerber seine potenzielle Ausbildungsstelle verspielt – und er bleibt kein Einzelfall. Laut einer bundesweiten CareerBuilder Studie mit Befragung von über 400 Arbeitgebern im Jahr 2015 überprüfen bereits 56 % der Arbeitgeber Ihre Bewerber auf sozialen Netzwerken und weitere 9% haben es zukünftig vor.

bewerberauswahl

Auffällig bei der Studie ist, dass meist die als eher weniger professionell bekannten Netzwerke zur Überprüfung des Kandidaten genutzt werden. Und das aus gutem Grund – auf beruflichen Plattformen wie Xing oder etwa LinkedIn werden mit Sicherheit keine peinlichen Bilder der letzten durchfeierten Partynacht gepostet, deshalb setzen Personaler verstärkt auf Social Media Websites wie Facebook, um ihre Bewerber auch von einer möglichen anderen Seite kennenzulernen.

Die Dislikes der Arbeitgeber

Oftmals können sich Bewerber durch Ihren Internetauftritt positiv hervorheben. 33 Prozent der Arbeitgeber gaben an, dass sie durch die im Netz gefundenen Inhalte zur Einstellung des überprüften Bewerbers motiviert wurden. Dazu führten vor allem Faktoren wie Kreativität, eine sichtbar gute Kommunikationsfähigkeit oder allgemein ein positiv vermitteltes Gesamtbild, welches zum Unternehmen passend erschien.
In vielen Fällen kann der eigene Internetauftritt aber auch zum Verhängnis werden. Von den Unternehmen, welche die Online Profile Ihrer potenziellen Kandidaten aufgerufen hatten, wurden ganze 32 % derartig von den dort aufgefundenen Inhalten abgeschreckt, dass es zu keiner Einstellung kam.

ausschlusskriterien

Weitere 25 % mussten sich nach der Überprüfung der Online Präsenz der Bewerber ihre Entscheidung einer möglichen Einstellung nochmals gründlich überdenken.

Welche Daten dürfen Personaler erheben?

In Zeiten von Datenschutzdiskussionen in einer transparenten Onlinewelt frägt sich uns natürlich, ob und in welchem Maße es Unternehmen überhaupt zusteht, Bewerberscreening in Verbindung mit der Erhebung von Daten durchzuführen. Zur Hilfe kommt uns hier der im Bundesdatenschutzgesetz (BSDG) niedergeschriebene § 32 Absatz 6 – Datenerhebung vor Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses:

(6) Beschäftigtendaten sind unmittelbar bei dem Beschäftigten zu erheben. Wenn der Arbeitgeber den Beschäftigten vor der Erhebung hierauf hingewiesen hat, darf der Arbeitgeber allgemein zugängliche Daten ohne Mitwirkung des Beschäftigten erheben, es sei denn, dass das schutzwürdige Interesse des Beschäftigten an dem Ausschluss der Erhebung das berechtigte Interesse des Arbeitgebers überwiegt. Bei Daten aus sozialen Netzwerken, die der elektronischen Kommunikation dienen, überwiegt das schutzwürdige Interesse des Beschäftigten; dies gilt nicht für soziale Netzwerke, die zur Darstellung der beruflichen Qualifikation ihrer Mitglieder bestimmt sind. Mit Einwilligung des Beschäftigten darf der Arbeitgeber auch bei sonstigen Dritten personenbezogene Daten des Beschäftigten erheben; dem Beschäftigten ist auf Verlangen über den Inhalt der erhobenen Daten Auskunft zu erteilen. Die Absätze 1 bis 5 sowie § 32a bleiben unberührt.

Laut diesem Paragraph dürfen personenbezogene Daten also nur direkt beim Bewerber selbst erhoben werden. Der an einem Bewerber interessierte Arbeitgeber dürfte also keinen Google-Check durchführen. In Bezug auf Social Media Netzwerke überwiegt das „schutzwürdige Interesse“ des Bewerbers. Der Arbeitgeber dürfte also selbst öffentlich zugängliche Inhalte, wie z.B. auf Facebook Profilen mit geringen bis kaum vorhandenen Privatsphäreneinschränkungen nicht nutzen. Eine Ausnahme hierfür liefert uns der Passus „ […] dies gilt nicht für soziale Netzwerke, die zur Darstellung der beruflichen Qualifikation ihrer Mitglieder bestimmt sind. […]“. Demnach sind berufliche Netzwerke wie Xing und LinkedIn von der allgemeinen Regelung auszunehmen, hier wiederum dürfte ein Arbeitgeber Daten erheben.

Woher sollen wir aber nun erfahren, wie viele potenzielle Arbeitgeber sich bereits auf unseren Social Media Profilen herumgetrieben haben? Der oben ausgeführte, theoretische Ansatz ist in der Praxis nur sehr schwer nachweisbar – oder wissen Sie etwa, wer sich heute schon alles Ihr Facebook Profil angesehen hat? Wohl kaum. Auch wird kaum ein Personaler Ihnen eine Absage mit Begründung Ihres unpassenden Internetauftritts zukommen lassen, so würden diese sich nur selbst ins eigene Fleisch schneiden und angreifbar machen. Grundsätzlich gilt hier also immer: Wo kein Kläger, da kein Richter!

Umso wichtiger wird es daher vor allem während einer aktiven Bewerbungsphase zumindest die öffentlich zugänglichen Social Media Profile arbeitgeberfreundlich zu gestalten.

Das 1×1 der seriösen Internetidentität 

Um Ihnen den Tritt in die Bewerberfalle zu ersparen, haben wir im Folgenden eine Checkliste für Sie zusammengestellt, um im Falle eines Falles einen guten Eindruck bei Ihrem potenziellen Arbeitgeber zu hinterlassen.

1. Googeln Sie sich selbst! 

Um zunächst einmal herauszufinden, was unter Ihrem Namen im Netz kursiert, ist es immer ratsam, die gängigen Suchmaschinen danach zu durchsuchen. Setzen Sie sich in die Lage eines Personaler und prüfen Sie, welche Infos und auch Bilder man ohne jegliche Probleme über Sie finden kann – verlieren Sie hierüber nie die Kontrolle, denn das Internet vergisst nichts!

2. Privatsphäre-Einstellungen

Grundsätzlich ist es ratsam, Ihr Profil durch Nutzung der individuellen Privatsphäre-Einstellungen nur für einen von Ihnen gewählten Personenkreis zugänglich zu machen. Überprüfen Sie also die Einstellungen all Ihrer Accounts – Privatsphäre-Einstellungen sind im ständigen Wandel und können immer weiter präzisiert werden. Nutzen Sie diese Gelegenheit.

3. Seriöse Erscheinung

Vor allem bei öffentlich zugänglichen Profilen sollten Sie auf ein neutrales bis seriöses Profilbild achten. Ein absolutes No-Go sind unangemessene Schnappschüsse, Partybilder in Verbindung mit Alkohol, Bilder mit nur leichter Bekleidung oder Fotos auf denen Sie übertrieben posieren. Überprüfen Sie nach diesen Kriterien auch Markierungen, bzw. Bilder, die Dritte von Ihnen hochgeladen haben und lassen Sie diese bei Bedarf entfernen.

4. Lassen Sie das Netz für Sie sprechen 

Nutzen Sie Ihre öffentlich zugänglichen Profile als PR. Weisen Sie auf besondere Mitgliedschaften oder Engagements im sozialen Bereich hin, machen Sie von Ihren Kommunikationsmöglichkeiten brauch – allerdings sollten Sie es vermeiden, sehr persönliche Ansichten mit dem Netz zu teilen, über Ihren ehemaligen oder noch aktuellen Arbeitgeber herzuziehen oder gar Intoleranz zu Tage zu bringen. So machen Sie sich nur angreifbar. Achten Sie auch darauf, dass Sie keine Widersprüche zu Ihren Bewerbungsunterlagen aufzeigen.

Zusammenfassend lässt sich raten: Machen Sie sich die Transparenz der Social Media zu Nutze oder schützen Sie sich vor den Blicken falscher Adressaten. Überlegen Sie sich lieber zweimal, was Sie ins Netz stellen. Es könnte Ihnen im Hinblick auf laufende Bewerbungsverfahren zum Verhängnis werden.

Ramona Gletter / Robin Biedenkapp
Studiengang BWL-Industrie IN 316
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

 

Freizeitmanager Instagram

Desayunar para sobrevivir 😍 #healthyfood #breakfast #mmm #training #energy #grlpwr #nobreakfastnolife

A post shared by Girl Power (@girlpowerindumentaria) on

07:30 Uhr, ein schrecklicher grauer Morgen an der Bushaltestelle. Der Bus selbst? Noch lange nicht in Sicht! Der perfekte Zeitpunkt also, um kurz in die kunterbunte und schillernde Welt der Sozialen Netzwerke einzutauchen. Ein kurzer Klick auf den Instagram-Button und schon steht der Erkundungstour durch das Leben anderer nichts mehr im Wege. Ganz oben der neuste Post eines Fitnessmodels, ein leckeres Müsli mit Früchten (natürlich Low-Carb), daneben der frisch gepresste Orangensaft. Das wäre jetzt natürlich eindeutig die bessere Alternative, statt in der Kälte frierend auf den Bus zu warten! Direkt darunter das Bild der Freundin meines Nachbarn, die ihre letzte Shoppingtour durch München mit ihren 5.456 Followern teilt. Mir fallen ihre Schuhe auf, die mir eigentlich auch ganz gut gefallen. Als nächstes meine alte Kindergartenfreundin, schon wieder auf einem Road Trip durch die USA… Mit jedem Bild, das ich mir anschaue, wird meine Laune noch etwas schlechter und ich frage mich, ob mein Leben wirklich so viel langweiliger ist, als das der Menschen, die ich jeden Tag auf Instagram verfolgen kann. Mein Profil ist alles andere als auf dem neuesten Stand, meine letzte Reise liegt ein Jahr zurück. Ich bin viel zu faul, meinen Chai-Latte von Starbucks zu präsentieren und besonders sportbegeistert bin ich auch nicht. Trotzdem merke ich, wie in mir der Neid aufsteigt, die Wut auf mich selbst, nicht auch so diszipliniert und abenteuerlustig zu sein.

Doch woher kommt dieser Trend? Instagram wurde im Oktober 2010 eingeführt und ist natürlich nicht die erste Anwendung, die uns das Teilen von Fotos und Momenten im Internet ermöglicht. Instagram ist jedoch durch die Filterfunktion und durch die Möglichkeit, Geschichten zu erstellen, im Gegensatz zu Facebook direkt auf Fotos ausgerichtet. Das scheint bei den Nutzern sehr gut anzukommen. Die Anwendung wurde von Jahr zu Jahr erfolgreicher und 2012 schließlich für 1 Milliarde Dollar von Facebook gekauft. Momentan hat Instagram über 400 Millionen aktive Nutzer.

Täglich werden auf der Plattform ca. 80 Millionen Bilder hochgeladen, auf denen wir beim Sport, auf Reisen, mit frisch lackierten Fingernägeln oder bei einem gemütlichen Tag im Bett mit MacBook auf dem Schoß zu sehen sind. Immer wieder dieselben Inhalte, die schon zur Norm geworden sind. Einige Blogger haben es sogar geschafft, mit diesem #lifestyle Geld zu verdienen, indem sie ihr Profil aktiv als Werbeplattform nutzen.

Diese Mode-, Food-, und Beautyblogger setzen die Standards, die wir versuchen zu imitieren. Sich selbst in möglichst gutem Licht darzustellen, das ist einer der Gründe hinter jedem Post. Nicht mehr wir entscheiden, ob ein Moment gelungen ist, sondern die Anzahl der Likes unter unserem Bild. Wir wählen unsere Freizeitaktivitäten danach aus, ob später daraus ein gutes Foto entstehen könnte und nicht, weil wir etwas für uns selbst tun. So wird Instagram zu unserem persönlichen Freizeitmanager. „Wir lernen, dass ein Post aus dem Museum weniger für Furore sorgt als einer von der Kartbahn. Anstatt also zu leben, macht man sich Gedanken darüber, was man berichten kann – diese Gefallsucht kann zur Falle werden“, sagt die Diplom-Psychologin Heike Kaiser-Kehl. Besonders Menschen mit geringerem Selbstwertgefühl könnten dadurch unter psychischen Stress und Druck geraten, täglich etwas besonders aufregendes aus ihrem Leben zu posten.

Natürlich wurde im oberen Abschnitt ein Extremfall skizziert, der sicherlich nicht auf jeden zutrifft. Für manche können die sozialen Netzwerke sogar als Ansporn wirken, etwas aus ihrem Leben zu machen und zu versuchen, zu werden, wie sie sein wollen. So hat zum Beispiel Instagram schon einigen Übergewichtigen beim Abnehmen geholfen. Indem sie ihre Erfolge mit anderen geteilt und dadurch Anerkennung geerntet haben, wurden sie ständig motiviert, noch weiter zu machen.

Lassen wir uns also nicht den Tag verderben, auch wenn uns unser Leben morgens um 07:30 Uhr an der Bushaltestelle noch so trostlos erscheint. Vielmehr sollte der „Freizeitmanager Instagram“ uns motivieren, etwas daran zu ändern.

Jeanette Matheis / Lorina Stotz
Studiengang BWL-Industrie,
IN316 Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg