Werbung – Fluch oder Segen?

Mit dieser Frage beschäftigt sich fast jeder, der auf Youtube Videos veröffentlicht oder welche anschaut. Denn wer kennt das nicht? Ob im öffentlichen Fernsehen oder im Internet – Werbeunterbrechungen sind oft einfach nur nervig. Aber nicht nur das: Die Freude sich ein 15 – minütiges Video seines Lieblingsyoutubers anzugucken vergeht schnell, wenn man die insgesamt 6 gelben Striche im Video sieht, die Werbeunterbrechungen ankündigen. Neben bezahlten Werbeanzeigen wurde zudem in den letzten Jahren immer öfter das sogenannte Product Placement zu einem umstrittenen Thema. Aber was bedeutet Product Placement überhaupt? Youtuber werden von unterschiedlichen Firmen dafür bezahlt, dessen Produkte zu präsentieren und dafür zu werben. Denn so funktioniert gute Werbung für die Firmen. Dennoch beschwerten sich die Zuschauer im letzten Jahr zunehmend über diese Form von Werbung und dessen rasante Zunahme. Schnell wird man als Youtuber als „Geldgeil“ bezeichnet, wenn man sich auf solche Kooperationen einlässt.

Trotz allem sind diese Werbekooperationen und besonders die Werbeanzeigen ein wichtiger Bestandteil des Online – Portals. Werbekunden haben die Möglichkeit ihre Botschaften publik zu machen und durch kleine Clips für sich zu werben. Daraufhin entscheiden die Youtuber wie viele Werbeanzeigen sie in ihr Video schalten. Welche Werbung am Ende eingeblendet wird ist allerdings zufällig. Und genau das wurde bald zu einem großen Problem. Doch Youtube reagierte darauf und veröffentlichte in seinem Blog die Entscheidung darüber, dass Werbung erst ab einer Zuschauerzahl von 10.000 eingespielt werden darf. Um in den Videos die Werbung einblenden zu können, müssen sie zudem den AdSense – Programmrichtlinien entsprechen. Doch trotz all der Richtlinien und Regeln stößt die Änderung immer mehr auf Protest.

Denn stell dir mal vor: Du schaust dir online Videos über politische oder geschichtliche Ereignisse an und nach 4 Minuten kommt die erste Werbeunterbrechung: Eine Anzeige für Babywindeln, mit lachenden Kindern und ihren Eltern. Unpassender geht es doch nicht oder? Darüber und über die allgemeine Regelung von Werbeanzeigen auf Youtube wird oft und gerne diskutiert, geschimpft und gesprochen, aber was trotz allem im Hintergrund steht ist die Tatsache, dass es ein Geben und Nehmen zwischen des Online – Portals und der Werbekunden ist. Und genau diese Zweckgemeinschaft ist ein wichtiger Bestandteil des digitalen Netzwerkes. Also auch wenn wir viel lieber meckern und uns beschweren: Werbung ist wichtig und sollte akzeptiert werden. Und wenn wir mal ehrlich sind, hält uns die Werbeunterbrechung auch nicht davon ab auf Youtube Katzenvideos anzugucken oder?

 

Jana Wosnitza

Kommunikationswissenschaft, Otto – Friedrich – Universität Bamberg

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