Schönheitsideal Instagram

Wie die sozialen Medien unser Schönheitsideal bestimmen
Im Laufe der Geschichte veränderte sich das Schönheitsideal immens.
Vom rundlichen, weiblichen Körper mit starker Vespentaille und völlig ungeschminkt im 16.Jahrhundert bis heute im 21. Jahrhundert zu beinahe magersüchtigen Frauen mit „ThighGap“, buschigen Augenbrauen und vollen Lippen und Männern mit durchtrainierten Waschbrettbäuchen und breitem Kreuz.
Für diese Veränderung sind heutzutage ganz besonders die klassischen und sozialen
Medien verantwortlich. Sie umgeben uns alltäglich – sie sind überall. Ob das Fernsehen, wo wir Sendungen wie Germany´s Next Topmodel sehen, bei der Mädchen mit 1,76 Meter
Körpergröße und nur 52 Kilo als zu „dick“ angesehen werden und deswegen nach Hause
gehen müssen. Oder perfekte Gesichter und Körper in Zeitschriften wie der Vogue, denen
wir nie gleichkommen können, weil sie mit Computerprogrammen hergestellt oder retuschiert wurden. Ein erschreckendes Videobeispiel zur Manipulation durch Photoshop findet ihr hier:

Immer unter dem Motto: wer dünn ist, ist auch schön. Im Umkehrschluss bedeutet das, wer nicht dünn ist, kann auch nicht schön sein.
Oder das Internet, welches wir oft zum sozialisieren oder einfach nur zum „surfen“ benutzen. In den vergangen Jahren eroberte besonders ein Thema die soziale Netzwerke:

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#goodmorning 😋💪

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gesunder Lifestyle durch Sport und gesunde Ernährung. Auf einmal gibt es Salat, Porridge und Quinoa im Überfluss. So wird es zumindest auf Instagram, Twitter, Printerest und co. suggeriert.
Auf Instagram teilen über 500 Millionen Nutzer täglich über 95 Millionen Bilder.
Es werden Fotos gepostet von dem perfekten, gesunden Frühstück und den neusten
Sporterfolgen. Dass dabei mal ein „ungesunder“ Schokoriegel vor der Linse landet, kommt eher selten vor.
All diese Medien beeinflussen und manipulieren uns – ob wir es wollen oder nicht.
User, wie du und ich, vermitteln uns ´Schönheit ist gut, sie steht für machbares Glück´,
jedoch ist diese Schönheit leider nicht echt, sondern nur eine optische Manipulation durch
retuschieren der Wahrheit. Somit wird dem Menschen ein Maßstab vorgesetzt an dem er
sich dann leider misst. Durch diesen Druck verändert sich der positive Gedanke des gesund Lebens zu einer Gefahr. Natürlich ist es jedem selbst überlassen, was man mit dem eigenen Körper anstellt. Aber wenn man einem unrealistischen Schönheitsideal hinterher läuft, wird man nie zufrieden sein. Schnell kann das Streben nach diesem Schönheitsideal außer Kontrolle geraten. Junge Mädchen fangen an zu hungern, bis es zu einer Sucht wird. Jungs fangen an Gewichte zu heben und schaden unbewusst ihrem Wachstum, ihren Knochen und Gelenken. Ein weiteres Problem ist das Mobbing, ganz besonders in den jüngeren, leicht beeinflussbaren Altersgruppen. Des Weiteren werden immer öfter Schönheitsoperationen in Betracht gezogen – alles nur weil man aussehen will, wie die hübschen, schlanken Frauen und durchtrainierten Männer in den Medien.
Doch unter all den Gefahren, die dieser Trend mit sich bringt, gibt es auch hervorstechende, positive Beispiele, wie das kanadische Model Winnie Harlow.

@marieclaire_la

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Aufgrund der Erkrankung Vitiligo weist ihre Haut am Körper und im Gesicht weiße pigmentfreie Stellen auf, die zu ihrem Markenzeichen wurden. Aufgewachsen ist sie im Ghetto von Toronto, wo sie aufgrund ihrer Erkrankung gehänselt wurde. Dies führte bei ihr bis zu Suizidgedanken. Heute ist sie allerdings ein weltweit bekanntes Model und ein Zeichen für Individualismus und Selbstbewusstsein. Winnie Harlow ist ein Vorbild. Sie steht zu ihren „Makeln“ und beweist, dass jeder auf seine eigene Art schön ist. Wir sollten weniger auf manipulierte Medien hören, unseren Konsum von sozialen Medien in einen gesunden Rahmen einschränken und nicht immer mit dem Strom schwimmen. Wir müssen selbstbewusst unseren eigenen Weg gehen – einfach wir selbst sein. Ähnliche Blogeinträge: Pinterest und Instagram – Die Social Networks für Impressionen

Luisa Wendt/ Yannick Poyda

Studiengang BWL-Industrie, IN 316

Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

 

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