Missverständnisse in der digitalen Kommunikation

Mit Hilfe verschiedener Kommunikationsplattformen, wie zum Beispiel WhatsApp oder Facebook, ist es möglich jederzeit Informationen auszutauschen. Doch das Fehlen von verbaler Kommunikation kann oftmals zu erheblichen Missverständnissen führen. Denn wer kennt das nicht? Lediglich das Vergessen eines lachenden Emoji  in einer Nachricht kann bereits zu einem Sturm von Fehldeutungen bei dem Gegenüber führen:

„Och, du hast ja gar keinen Smiley geschickt, bist du böse auf mich?“

Bei der nonverbalen Kommunikation bleiben unglücklicherweise Berührungen, die Körpersprache, Mimik und Gestik sowie der Ausdruck von Gefühlen auf der Strecke. Als Ersatz dienen hierfür verschiedene Emojis. Sie übernehmen einen großen Part und sind mittlerweile aus keiner digitalen Unterhaltung mehr wegzudenken.
Emojis bereichern eine digitale Unterhaltung insofern, dass sie den geschriebenen Text dialogischer wirken lassen. Dabei besteht oftmals das Risiko, dass jeder die bunten Emojis und Zeichenkombinationen etwas anders interpretiert. Noch schnell ein Emoji hinter den Text posten und der Freund weiß genau, wie die virtuelle Nachricht gemeint ist?! Von wegen, denn die Emojis sehen je nach verwendetem Betriebssystem ganz schön unterschiedlich aus, wie dieses Beispiel zeigt:

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Ersichtlich wird hier, dass das Apple Gerät eine positive Nachricht senden wollte, jedoch auf einem HTC Gerät diese Nachricht komplett anders aufgefasst wurde. Grund hierfür ist, dass die grafische Umsetzung der Emoji-Symbole den Smartphone-Herstellern selbst überlassen wird, obwohl die Bezeichnungen und Kurzbeschreibungen der Emojis durch den weltweit gültigen Unicode-Standard geregelt ist.

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Doch nicht nur Emojis führen zu Missverständnissen, auch die Formulierung der Nachricht spielt eine erhebliche Rolle. Geschäftsbriefe beispielsweise sollten stets sachlich und kundenorientiert formuliert sein. Entsprechend sollte der Lesende direkt angesprochen werden. So fühlt er sich direkt als Mittelpunkt der Korrespondenz, was insbesondere von Kunden positiv aufgenommen wird. Gleichzeitig sollte man darauf achten, die Nachrichten nicht zu kurz zu formulieren. Der Gedankengang und die Absicht der Nachricht, sollte für den Leser stets nachvollziehbar und verständlich sein. Auf nicht gewöhnliche und alltägliche Redewendungen sollte weitestgehend verzichtet werden. Diese können beim Gegenüber nämlich auch zu Fehlinterpretationen und für Verwirrung sorgen. Rechtschreibfehler können des Weiteren zu Missverständnissen zwischen Sender und Empfänger führen. Häufig verursacht auch die Autokorrektur missverständliche Nachrichten. Zur Vermeidung hilft es schon, einige Punkte zu beachten:

  • Den geschriebenen Text vor dem Absenden auf jeden Fall nochmals durchlesen. Hierbei ist es völlig egal, ob es sich dabei um einen Brief, eine E-Mail, eine Textnachricht oder eine WhatsApp Mitteilung handelt.
  • Zur digitalen Kommunikation die Sprachaufnahmefunktion nutzen. Dies bietet die Möglichkeit auch unterwegs trotzdem persönlich und schnell kommunizieren zu können. Und man entgeht der Gefahr, den Gesprächspartner mit fehlenden Emojis unnötig zu verwirren.
  • Wenn man eine schlechte Nachricht überbringen oder über ein heikles Thema reden muss, sollte man nicht das geschriebene Wort wählen, sondern das offene Gespräch mit der betreffenden Person suchen.

Die steigende Nutzung der digitalen Kommunikation lässt in der heutigen Gesellschaft kaum mehr freien Raum für „reale“ Unterhaltungen. Immer häufiger sieht man in Cafés, Restaurants und Bushaltestellen Menschen, die vertieft in ihr Smartphone tippen, anstatt sich verbal mit ihrem Gegenüber zu unterhalten. Viele Missverständnisse können vermieden werden, wenn Menschen sich in der reellen Welt begegnen und einmal versuchen nicht 24 Stunden in die virtuelle Welt von Whats App, Facebook und Co abzutauchen.

Tamara Krämer / Luisa Basler
Studiengang BWL-Industrie, IN 316
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

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