#Foodporn

Die Faszination der Food-Fotografie

Millionen Menschen tuen es täglich und teilen Bilder ihrer Mahlzeiten bei Instagram, Facebook, Twitter oder anderen interaktiven Medien. #Foodporn, Ernährungsporno lautet das einschlägige Hashtag. Es befinden sich vielfältige und verschiedene Bilder unter diesem Hashtag, der wenig mit Pornografie zu tun hat, sondern höchstens auf eine spezielle Art und Weise erotisch wirkt.

Zwei von drei Deutschen haben laut dem Meinungsforschungsinstitut „YouGov“ ihr Essen schon einmal fotografiert, immerhin jeder vierte Essensfotograf veröffentlichte das Bild im Anschluss in sozialen Netzwerken. Manche haben das Posten von Essen sogar zum Kult erhoben und verfallen regelrecht in eine Sucht des Postens von ansehnlichen Mahlzeiten. Unzählige Bilder davon kursieren in den sozialen Netzwerken, der Hashtag #Foodporn liefert sogar mehr als 102 Millionen Bilder auf Instagram. Trendforscher sprechen aktuell von einem neuen Zeitgeistphänomen und einer neuen Form der Individualität.

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Doch was macht dieses Phänomen derzeit zu einem so großen Hype? Hierfür gibt es wohl unzählige Gründe für das Fotografieren des Essens. Etwa, weil man beeindruckende Erlebnisse in außergewöhnlichen Restaurants oder Selbstgekochtes festhalten möchte, die Mahlzeit wie ein Kunstwerk aufgebaut wurde, oder um sich in den Mittelpunkt des sozialen Umfelds stellen zu können und den eigenen Lebensstil mit Food-Porn Bildern darzustellen. Essensbilder sind nämlich ein wunderbares Mittel, um Individualität auszudrücken. Außerdem soll das hübsch dokumentierte Essen uns auch besser schmecken. Das soll eine Studie des „Journal of Consumer Marketings“ ergeben haben. Demnach soll das Essen, das vorher durch die Probanden fotografiert wurde besser geschmeckt haben. Aber auch gesundes Obst schmeckte den Teilnehmern besser, wenn sie erkannten, dass auch gesundes #foodporn-tauglich ist. Laut den Forschern wird durch das Fotografieren der Appetit länger hinausgezögert, sich dadurch länger und bewusster mit seinem Essen beschäftigt, sodass das genießen der Speisen wieder im Vordergrund stehe.

Risiken mit Foodporn

Gesundheitskenner schlagen daher Alarm, denn #Foodporn soll dick machen!
Wissenschaftler der Oxford University erklären im Fachmagazin „Brain and Cognition“, dass die unzähligen Bilder auf den verschiedenen Fotoplattformen auch Risiken mit sich bringen können. Das regelmäßige Betrachten soll laut den Forschern ein erhöhtes Hungergefühl auslösen, dadurch beginnen Betrachter an mehr zu essen und verfallen in Übergewicht. Doch die Forscher betonen ebenfalls auch, dass die schönen Essensbilder sich nicht nur negativ auswirken. Dementsprechend gestaltende Bilder von Obst und Gemüse könnten beispielsweise die Lust auf eine gesunde Ernährung bei Kindern steigern.
Ebenfalls ein Risiko ist die Verletzung des Urheberrechtschutzes, denn es kommt oftmals vor, dass aufwendig gestaltete Speisen Urheberrechtschutz genießen.
Dies würde bedeuten, dass man erst nach Erlaubnis fragen müsste, wenn man die Speise auf sozialen Netzwerken teilen möchte.

https://www.instagram.com/p/BMlqAInBF51/?tagged=foodporn&hl=de

Thorsten Strittmatter / Le Minh Tran
Studiengang BWL-Industrie, IN316
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

Automobile und Internet of Things

Unsere Welt ist und wird immer mehr vernetzt. Maßgeblich daran beteiligt ist das sogenannte „Internet of Things“. Ein Begriff, unter dem sich die meisten unter Ihnen vermutlich nichts vorstellen können. Und doch wird es von allen benutzt – auf die ein oder andere Weise. Es ist also Zeit, sich einmal genauer mit der Materie auseinander zu setzen.

„Als „Internet der Dinge“ („Internet of Things“) wird die Vorstellung von einer Welt bezeichnet, in der alle Gegenstände und Menschen miteinander vernetzt sind“ – so die Landesbeauftragten für Datenschutz Rheinland-Pfalz. Das soll mittels intelligenten Endgeräten erreicht werden. Durch die Kommunikation der einzelnen Geräte untereinander soll sich für unser Leben einen Mehrwert ergeben. Die Kommunikation zwischen Laptop, Kühlschrank, Wasserkocher und all den anderen Gerätschaften kommt aufgrund RFID (= radio-frequency identification) zu Stande und gibt jedem Gerät eine eigene Identität. Für die genauen technischen Grundlagen und Funktionsweisen dürfen wir Sie auf die Infobroschüre des Landesbeauftragten für Datenschutz Rheinland-Pfalz verweisen.

So viel zur Theorie. Doch was haben wir jetzt davon?

Hier ein kurzes Beispielszenario:

„Sie haben morgen früh ein sehr wichtiges Meeting und stellen Ihren Wecker deshalb auf 6.00 Uhr. Am nächsten Morgen klingelt Ihr Wecker. Gleichzeitig, und ohne einen Handgriff Ihrerseits, schaltet sich der Wasserkocher ein, sodass Sie gleich nach dem Aufstehen einen Tee haben. Während Sie Teetrinken, geben Sie in Ihr Tablet Ihre Reiseroute ein, die Sie zum Meeting fahren müssen. Das Tablet berechnet Ihnen nun aufgrund der aktuellen Verkehrslage die perfekte Route und den perfekten Abfahrtszeitpunkt. Selbstverständlich werden alle Routeninformationen direkt an Ihr Auto gesendet. Sobald Sie dann den Autoschlüssel in die Hand nehmen wird sich automatisch das Garagentor öffnen, das Auto fährt automatisch heraus und Sie müssen nur noch einsteigen und losfahren – wobei selbst letzteres müssen Sie nicht einmal machen, da der Autopilot Sie zum Meeting fährt.“

Bereits 1966 sagte der Nachrichtentechniker Karl Steinbuch, dass es in wenigen Jahrzehnten kaum mehr Industrieprodukte geben wird, in welche die Computer nicht hineingewoben sind, etwa so, wie das Nervensystem in die Organismen. Somit sagte er bereits 23 Jahre vor der Erfindung des World Wide Web eine Welt voraus, in der der Computer aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sei. In den 90-er Jahren wurde dann die Idee von dem Informatiker Mark Weise aufgegriffen. Weise berichtet in seinem Aufsatz „The Computer fort he 21st Century“ von Sal, die mit ihren Kindern in einem Smart Home lebt. Von der Programmierung der Kaffeemaschine bis zum Blick in einen „foreview mirror“, der sie über die Verkehrslage auf dem Weg zur Arbeit informiert, beschreibt er wie er sich die Welt der Computer in Mitte des 21. Jahrhunderts vorstellt.

Die Automobilbranche als dominate Kraft

Führend bei dieser „totalen Vernetzung“ ist unter anderem die Automobilbranche. Große Technologie- und Automobilkonzerne investieren Milliarden und machen ihre Modelle somit fit für das Internet der Dinge. Schon seit Jahren können BMW-Fahrer ihr Auto über Smartphone und Smartwatch steuern und den Füllstand von Tank oder Akku überprüfen, Türen ver- und entriegeln oder die Klimatisierung des Innenraums bereits aus der Ferne starten.

Vor einigen Monaten präsentierte BWM den „Mobility Mirror“ und macht das Auto somit zum Mittelpunkt des Smart Homes. Der „Mobility Mirror“ informiert den Anwender nicht nur über seine Termine und Aufgaben, sondern zeigt nebst dem Ladezustand des Elektroautos noch zusätzlich anhand aktueller Verkehrsdaten die richtige Abfahrtzeit an, um pünktlich bei der Arbeit anzukommen. Greift der BMW-Fahrer dann zu seinem Schlüssel, öffnet sich auf seinem Weg zum Auto das Garagentor und das Auto fährt autonom aus der Garage. Was sich hier noch nach reiner Zukunftsmusik anhört ist bereits ein Stück weit Realität, denn eine App für das Informationssystem „BWM ConnectedDrive“ verbindet das Auto bereits schon jetzt mit dem intelligenten Zuhause. So kann der Fahrer unterwegs bspw. kontrollieren, ob er alle Lichter ausgeschaltet hat.

Audi hingegen setzt auf die Zusammenarbeit mit Amazon und DHL. Gemeinsam wird an dem Pilotprojekt gearbeitet, Amazon-Pakete an jedem beliebigen Ort mithilfe seines Autos zu empfangen. Hierfür sendet das Auto seine Standortdaten an den Paketzusteller und ermöglicht es per App den Kofferraum zu öffnen. Volvo arbeitet derzeit an einem ähnlichen System. Weitere Technologieunternehmen wie Telenor Connexion aus Schweden entwickelte mit einem Automobilhersteller eine App, welche das Aufheizen des Fahrzeuges an kühlen Wintertagen ermöglicht. Andere Technologiekonzerne wie Google oder Tesla investieren größtenteils in die Technik des autonomen Fahrens und lassen ihre Autos mit der Verkehrsinfrastruktur kommunizieren. Weil irgendwann kein Fahrer mehr benötigt wird, sollen Personenwagen im Jahre 2030 beispielsweise alleine zum Supermarkt fahren und dort die Lebensmittel abholen, die der Autobesitzer zuvor online bestellt und bezahlt hat.

Blick in die Zukunft

Immer mehr Automobilhersteller arbeiten mit unterschiedlichsten Technologieunternehmen aus verschiedensten Branchen zusammen. Somit öffnet sich durch die Vernetzung unseres Alltages ein gigantisches Geschäftsfeld, dessen Ausmaße kaum zu überblicken sind. Laut dem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PwC soll das Marktpotenzial für vernetzte Mobilität von 30 Milliarden auf 115 Milliarden Euro steigen.


Philipp Lück / Jannik Nies
Studiengang BWL-Industrie, IN316 (1. Semester)
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg


 

Schönheitsideal Instagram

Wie die sozialen Medien unser Schönheitsideal bestimmen
Im Laufe der Geschichte veränderte sich das Schönheitsideal immens.
Vom rundlichen, weiblichen Körper mit starker Vespentaille und völlig ungeschminkt im 16.Jahrhundert bis heute im 21. Jahrhundert zu beinahe magersüchtigen Frauen mit „ThighGap“, buschigen Augenbrauen und vollen Lippen und Männern mit durchtrainierten Waschbrettbäuchen und breitem Kreuz.
Für diese Veränderung sind heutzutage ganz besonders die klassischen und sozialen
Medien verantwortlich. Sie umgeben uns alltäglich – sie sind überall. Ob das Fernsehen, wo wir Sendungen wie Germany´s Next Topmodel sehen, bei der Mädchen mit 1,76 Meter
Körpergröße und nur 52 Kilo als zu „dick“ angesehen werden und deswegen nach Hause
gehen müssen. Oder perfekte Gesichter und Körper in Zeitschriften wie der Vogue, denen
wir nie gleichkommen können, weil sie mit Computerprogrammen hergestellt oder retuschiert wurden. Ein erschreckendes Videobeispiel zur Manipulation durch Photoshop findet ihr hier:

Immer unter dem Motto: wer dünn ist, ist auch schön. Im Umkehrschluss bedeutet das, wer nicht dünn ist, kann auch nicht schön sein.
Oder das Internet, welches wir oft zum sozialisieren oder einfach nur zum „surfen“ benutzen. In den vergangen Jahren eroberte besonders ein Thema die soziale Netzwerke:

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#goodmorning 😋💪

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gesunder Lifestyle durch Sport und gesunde Ernährung. Auf einmal gibt es Salat, Porridge und Quinoa im Überfluss. So wird es zumindest auf Instagram, Twitter, Printerest und co. suggeriert.
Auf Instagram teilen über 500 Millionen Nutzer täglich über 95 Millionen Bilder.
Es werden Fotos gepostet von dem perfekten, gesunden Frühstück und den neusten
Sporterfolgen. Dass dabei mal ein „ungesunder“ Schokoriegel vor der Linse landet, kommt eher selten vor.
All diese Medien beeinflussen und manipulieren uns – ob wir es wollen oder nicht.
User, wie du und ich, vermitteln uns ´Schönheit ist gut, sie steht für machbares Glück´,
jedoch ist diese Schönheit leider nicht echt, sondern nur eine optische Manipulation durch
retuschieren der Wahrheit. Somit wird dem Menschen ein Maßstab vorgesetzt an dem er
sich dann leider misst. Durch diesen Druck verändert sich der positive Gedanke des gesund Lebens zu einer Gefahr. Natürlich ist es jedem selbst überlassen, was man mit dem eigenen Körper anstellt. Aber wenn man einem unrealistischen Schönheitsideal hinterher läuft, wird man nie zufrieden sein. Schnell kann das Streben nach diesem Schönheitsideal außer Kontrolle geraten. Junge Mädchen fangen an zu hungern, bis es zu einer Sucht wird. Jungs fangen an Gewichte zu heben und schaden unbewusst ihrem Wachstum, ihren Knochen und Gelenken. Ein weiteres Problem ist das Mobbing, ganz besonders in den jüngeren, leicht beeinflussbaren Altersgruppen. Des Weiteren werden immer öfter Schönheitsoperationen in Betracht gezogen – alles nur weil man aussehen will, wie die hübschen, schlanken Frauen und durchtrainierten Männer in den Medien.
Doch unter all den Gefahren, die dieser Trend mit sich bringt, gibt es auch hervorstechende, positive Beispiele, wie das kanadische Model Winnie Harlow.

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@marieclaire_la

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Aufgrund der Erkrankung Vitiligo weist ihre Haut am Körper und im Gesicht weiße pigmentfreie Stellen auf, die zu ihrem Markenzeichen wurden. Aufgewachsen ist sie im Ghetto von Toronto, wo sie aufgrund ihrer Erkrankung gehänselt wurde. Dies führte bei ihr bis zu Suizidgedanken. Heute ist sie allerdings ein weltweit bekanntes Model und ein Zeichen für Individualismus und Selbstbewusstsein. Winnie Harlow ist ein Vorbild. Sie steht zu ihren „Makeln“ und beweist, dass jeder auf seine eigene Art schön ist. Wir sollten weniger auf manipulierte Medien hören, unseren Konsum von sozialen Medien in einen gesunden Rahmen einschränken und nicht immer mit dem Strom schwimmen. Wir müssen selbstbewusst unseren eigenen Weg gehen – einfach wir selbst sein. Ähnliche Blogeinträge: Pinterest und Instagram – Die Social Networks für Impressionen

Luisa Wendt/ Yannick Poyda

Studiengang BWL-Industrie, IN 316

Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

 

Manfred Spitzers Thesen zu spitz?

In der heutigen Zeit sind digitale Medien kaum aus unserem Alltag wegzudenken und sorgen durch ihre rasante Entwicklung nicht nur für Jubelschreie, sondern auch für starke Kritik. Zu den bekanntesten Kritikern gehört Manfred Spitzer mit seinem Bestseller „Digitale Demenz“. Seine extremen Ansichten führen zu viel Gesprächsstoff in der Gesellschaft (Talkrunde mit Manfred Spitzer bei Anne Will).

Technologie im Mittelpunkt des Alltags

 Technologien sind bei uns überall zu finden, sei es bei der Entwicklung von erneuerbaren Energien, in der Medizin oder der Globalisierung. Dank der Technologie gibt es Datenbanken mit enorm viel Wissen, das vorher nicht in Verbindung gesetzt wurde.

Daher stellt Medienkompetenz heutzutage eine wichtige Stärke dar. Diese Kompetenz wächst nicht dadurch, dass man der Technologie aus dem Weg geht, wie es Spitzer seinen Lesern rät, sondern indem sich mit ihr auseinandersetzt.

Mehr Medienkompetenzförderung statt Medienabstinenz!

 In seinem Buch blendet Manfred Spitzer neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus und stützt sich mehrfach auf die veralteten Ursache-Wirkungs-Annahmen, obwohl es wissenschaftlich erwiesen ist, dass Reiz – und Informationsverarbeitung ein sehr individueller Prozess ist und daher kaum eine Verallgemeinerung möglich ist. Es ist vielmehr die Frage: was macht der Mensch mit den Medien bzw. Medieninhalten. Des Weiteren sollte berücksichtigt werden, wie die Medien genutzt werden, welche Erfahrungen es gibt, welchen persönlichen und sozialen Zusammenhang die Mediennutzung steht und wie lange sie erfolgt.

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Spitzer’s Schwarz-Weiß Denken

Spitzer sammelte oft Studien die seine extremen Thesen stützen, sowie er häufig Studien verschweigt, die nicht in seine Argumentation passen. Ein Beleg hierfür sind Studien, die Lerneffekte mit dem Computer verzeichnen, wie beispielsweise die IGLU-Studie (2001-2006). Hierbei wurde nachgewiesen, dass Schüler im Jahr 2006 durch Computer zu besseren Lesern wurden. Um seine oft fehlenden Belege wettzumachen, übt er durch seine starke Wortwahl Druck auf die verunsicherten Leser aus. Er fokussiert sich auf die negativen Seiten der Medien und statt seinen Lesern Lösungen aufzuzeigen und ihnen zu helfen, rät er ihnen ganz die Finger davon zu lassen.

Man kann viel darüber diskutieren, aber das Rad lässt sich nicht zurückdrehen – auch wenn Spitzer sich das gerne wünscht!

Medien sind unser Alltag und daher müssen wir lernen, wie wir damit umgehen.

Lesen Sie auch:  # Sind wir Zombies 2.0?

Anna Walter / Annalena Willibald
Studiengang BWL-Industrie, IN 316
Duale Hochschule Baden Württemberg, Campus Ravensburg

Facebook Ads – Verkaufsfördernd?

Wie schafft es Facebook jedem Nutzer die „maßgeschneiderte“ Werbung auf seiner Newsfeed-Seite anzuzeigen? Warum tauchen bei weiblichen Nutzern Werbeanzeigen von Jacken und bei männlichen Nutzern Werbeanzeigen für Sportkleidung auf?

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Die Antwort ist ganz einfach und heißt Facebook Ads. Dadurch wird es den Unternehmen ermöglicht, die Werbung für ihre Produkte zielgruppengerecht im Social Network zu platzieren. Man kann Werbeplätze oder sogar ganze Werbekampagnen buchen. Diese sind jedoch kostenpflichtig, denn Facebook wird durch Werbung und Anzeigen finanziert.

Die Unternehmen können bei der Erstellung der Anzeige selbst definieren, bei welchen Personengruppen ihre Anzeige geschaltet werden soll. Facebook bereitet hierzu alle aktuellen demografischen Daten der User auf. Somit kann durch eine genaue Eingrenzung der Zielgruppen der Streuverlust wesentlich reduziert werden. Eingegrenzt wird zum Beispiel nach Standorte, Alter, Geschlecht, Interessen und Arbeitsstätten. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Unternehmen nach der Eingrenzung ihrer Zielgruppen sofort einen Schätzwert von Facebook erhalten, wie viele Menschen durch diese Werbung erreicht werden.

Eine sogenannte Ad Preview gibt die Reichweite der Werbeanzeige (Audience) und den Preis, den das Unternehmen an Facebook pro Klick auf eine Anzeige zahlen muss, (Suggested Bid) an.

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Auf uns Nutzer als mögliche Konsumenten haben die Werbeanzeigen verschiedene Wirkungen. Auf die meisten wirkt die gezielte Schaltung unbewusst. Es bedarf keiner expliziten und bewussten Verarbeitung, damit unbewusst Effekte entstehen. So kann Produktplatzierung beispielsweise zu einem Ausschluss von konkurrierenden Marken aus dem Consideration Set von Personen führen – vollkommen unterbewusst.

Auf Basis dieser Erkenntnisse erhofft man sich von gezielter Produktplatzierung, dass durch den unterschwelligen Charakter mögliche Abwehrreaktionen umgangen werden können.

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Wie stark Werbung jedoch eine Kaufentscheidung beeinflussen, zeigt die DigitasLBI-Studie von 2015. Hier ist zu erkennen, dass Facebook das führende soziale Netzwerk ist und Männer zu 27% und Frauen zu 33% in einer Kaufentscheidung beeinflusst.

Zusammenfassend ist deutlich zu erkennen, dass Facebook Ads eine für die Unternehmen verkaufsfördernde Wirkung auf uns Nutzer haben und diese Marketingstrategie in Zukunft immer weiter ausgebaut wird.

Quelle: https://www.facebook.com/business/products/ads/

Nicole Stirmlinger / Laura Stocker
Studiengang BWL-Industrie, IN316
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter

Facebook, Twitter und Co. liegen nicht mehr ausschließlich in der privaten Nutzung voll im Trend. Auch immer mehr Unternehmen nutzen Social Media um Werbung für ihre Produkte und ihr Unternehmen zu machen. Aber auch in der Personalabteilung sind soziale Netzwerke zu einem wichtigen Instrument zur Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter geworden, vor allem über sogenannte „Business-Netzwerke“ wie „Xing“ oder „LinkedIn“. Der Trend tendiert zum direkten in Kontakt treten zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern.

Ziele der Unternehmen

Unternehmen möchten über soziale Netzwerke in erster Linie auf zeitsparende, effektive Weise passende Mitarbeiter für offene Stellenangebote finden. Außerdem kann dadurch gleichzeitig der Bekanntheitsgrad gesteigert werden. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen stellt diese Methode eine interessante Strategie dar, um sich als „Arbeitgebermarke“ positionieren zu können.

Vorgehensweise

Zunächst erstellt ein Unternehmen sein eigenes Profil, das so genannte „Employer-Branding-Profil“. Dieses sollte übersichtlich und ansprechend gestaltet werden, um potentielle Mitarbeiter zu überzeugen.

Um langfristig attraktiv im Netz aufzutreten, sollten Unternehmen folgende Tipps beachten:

  • Wer sind wir und was machen wir?

Das Unternehmen sollte kurz vorgestellt werden. Wenige, aber aussagekräftige Zahlen und Fakten können hierbei hilfreich sein.
Damit andere Nutzer und gleichzeitig etwaige neue Mitarbeiter einen Einblick in das Unternehmen erhalten, können der Link zur Unternehmenswebseite, Bilder und Videos eingefügt werden.

  • Warum sind wir „Wunsch-Arbeitgeber“?

Bei der Unternehmenspräsentation sollte besonders ins Auge stechen, was den Arbeitgeber auszeichnet, zum Beispiel eine moderne Ausstattung, flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung etc.

  • Was gibt es neues von uns?

Es ist erforderlich, das Profil auf dem aktuellsten Stand zu halten und die Nutzer ständig über Neuigkeiten über das Unternehmen zu informieren.

  • Was sind Vision, Mission und Strategien unseres Unternehmens?

Viele potentielle Mitarbeiter interessieren sich für Visionen, Missionen und Strategien der Unternehmen und wie sich das auf die Arbeit im Unternehmen auswirkt. Hilfreich kann hierbei sein, eigene Mitarbeiter über ihre Arbeit und Erfahrungen im Unternehmen berichten zu lassen. Dabei ist zu beachten, dass die Berichte authentisch ankommen.

  • Weniger ist mehr!

Es ist besser weniger Profile in sozialen Netzwerken zu haben und die bestehenden stattdessen regelmäßig mit neuen Informationen zu füllen und zu pflegen.
Die Profile auf unterschiedlichen Plattformen sollten aufeinander abgestimmt und einheitlich gestaltet sein.

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Anschließend suchen Mitarbeiter des Personalbereichs auf diesen Plattformen nach geeigneten Kandidaten für offene Stellen. Stattdessen können auch sogenannte „Headhunter“ eingesetzt werden, welche vom Unternehmen dazu beauftragt werden, eine professionelle Suche potentieller Mitarbeiter anhand spezieller Merkmale durchzuführen. Die Suche erfolgt über Stichwörter. Überwiegend werden qualifizierte Arbeitnehmer, die einen ausführlichen Lebenslauf und ein ansprechendes, seriöses Profilbild veröffentlicht haben, bevorzugt kontaktiert. Meistens sind spezielle Fähigkeiten, Fachkenntnisse und die Berufserfahrung auf den ersten Blick ersichtlich.

In einem ersten „Vorabgespräch“ kann herausgefunden werden, ob der Kandidat sich wirklich als geeignet erweist und ob er an einem Jobwechsel interessiert ist.

Chancen und Risiken

… für Unternehmen:

Aus unternehmerischer Sicht hat die Suche von qualifizierten Mitarbeitern über soziale Netzwerke viele Vorteile. Social Media ermöglicht den Firmen eine schnelle Informationsbeschaffung über potentielle Arbeitnehmer sowie die gezielte Suche und Auswahl ihrer Mitarbeiter. Durch Plattformen wie Xing und LinkedIn bietet sich Unternehmen ein großer Pool an potentiellen Bewerbern aus denen sie die für sich geeigneten Mitarbeiter auswählen können.

Auf der anderen Seite sollten sich Firmen dessen bewusst sein, dass die Pflege der Profile in sozialen Netzwerken sehr aufwändig ist und ein überzeugender Social-Media-Auftritt ein einheitliches Konzept erfordert, welches zunächst erarbeitet und dann konsequent umgesetzt werden muss. Dies kann sehr zeit- und kostenaufwändig für Unternehmen sein und eine Abwägung der Kosten und Nutzen ist zu empfehlen.

Bei der Suche nach neuen Mitarbeitern sollten sich Personaler auch die Frage stellen, ob allein das Online-Profil von Arbeitnehmern auf sozialen Netzwerken überzeugend und aussagekräftig genug ist.

Durch neue Bewertungsportale haben Mitarbeiter die Möglichkeit, ihren Arbeitgeber zu „benoten“ und wesentlich direkter als bisher an Informationen zu gelangen. Schlechte Bewertungen von Angestellten können in der Zeit des „War for talents“ gravierende Auswirkungen für Unternehmen haben. Ein weiterer Grund, warum Arbeitgeber sorgfältig auf ihren Social-Media-Auftritt achten sollten.

… und für Arbeitnehmer:

Karrierechancen über soziale Medien bieten vor allem für hoch qualifizierte Arbeitnehmer die Möglichkeit, schnell und einfach einen für sie passenden Arbeitsplatz zu finden. Sind sie bereit, etwas Zeit in die Pflege ihres Online-Profils bei Xing oder ähnlichen Plattformen zu investieren, Erfolge, Erfahrungen und Leistungen offen zu zeigen, ist eine Bewerbung für sie nicht mehr zwingend erforderlich um eine neue Stelle zu finden.

Wenn Arbeitnehmer auf Äußerungen zu Politik, Gesellschaft und Religion verzichten und Tweets, Postings und Facebook-Updates vor Veröffentlichung auf „Öffentlichkeits- und Cheftauglichkeit“ prüfen, steht den Karrierechancen über Social Media nichts mehr im Wege. Plattformen wie Xing ermöglichen es, wertvolle Kontakte für die weitere Karriere zu knüpfen und sich ein Netzwerk aufzubauen.

Als Arbeitnehmer sollte man sich vor dem Einrichten eines Profils überlegen, wie viel man bereit ist von sich Preis zu geben und wie viel Information über den Mitarbeiter Arbeitgeber von einem erwarten.

Wird man von einem Headhunter kontaktiert, sollte man die Seriosität des Headhunters prüfen und in den weiteren „Vorgesprächen“ auf Diskretion achten. Außerdem sollte man diese Gespräche nicht während der Arbeitszeit führen um eventuelle Schwierigkeiten mit dem derzeitigen Arbeitgeber zu vermeiden.

Fazit

Die Methode, potentielle neue Mitarbeiter über soziale Business-Netzwerke zu erreichen, erweist sich auf dem Arbeitsmarkt überwiegend als sehr effektiv. Sowohl für Unternehmen, als auch für Arbeitnehmer bietet diese moderne Bewerbersuche in erster Linie viele Erleichterungen im Hinblick auf den Arbeitsalltag und vorstellbare Karriereaufstiegschancen. Jedoch sollten einige Personalabteilungen noch konkret über die umfassenden Möglichkeiten aufmerksam gemacht werden, denn oftmals sind diese derzeit noch zu wenig bekannt.

Möglicherweise wird dieser Prozess dadurch zunehmend von zahlreichen Unternehmen eingesetzt und er bestätigt sich nach und nach sogar als Hauptpersonalbeschaffungsmaßnahme der Zukunft – zumindest für Führungskräfte?

 

Carina Schöllhorn / Corinna Schönweiler
Studiengang BWL-Industrie, IN 316
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

„One Click – revolution Dash Buttons“

Bis vor 25 Jahren undenkbar, heute ein selbstverständlicher Teil unseres Alltags. Vom Tante-Emma-Laden zum Onlineshop. Circa 45 Millionen Menschen in Deutschland kaufen über das Internet ein. Man spart sich Zeit, lange Wege und das Durchstöbern von Kaufhäusern. Online sucht man nach seinem Wunschartikel und wird nach wenigen Klicks fündig. Man erstellt sich einen Benutzeraccount oder loggt sich ein, wählt eine Zahlungsmethode, bestätigt die Bestellung und in wenigen Tagen erhält man den gewünschten Artikel per Post. Wenn das mal nicht eine Bedrohung für die regionalen Kaufhäuser darstellt?
Doch der Online-Versandhändler Amazon vereinfacht das Ganze nocheinmal. Seit 2016 können , in Deutschland, sogar ihren Wunschartikel mit nur einem Druck erhalten.

Dash Buttons – Revolution des Onlinehandels

Das Prinzip ist einfach: Man wählt das WLAN verbundene Gerät im Onlineshop nach seinem Wunschartikel aus. Zum Beispiel: Persil. Nach nur einem Tag erhält man den Dash Button und bringt ihn an einem Ort seiner Wahl an z.B. der Waschmaschine. Im Anschluss daran koppelt man den Button mit seinem Amzonaccount. Geht das Produkt zu Neige, drückt man den Dash Button und erhält ganz unkompliziert am Folgetag den Artikel. Bestellbestätigung sowie Rechnung werden im Benutzeraccount angezeigt. Weiterführende Informationen sind hier zu finden.

Chancen und Risiken der Dash Buttons

Bestellvorgänge werden optimiert, Verbraucher sparen Zeit und der Alltag wird durch die Dash Buttons einfacher. Geht das Wunschprodukt zu Neige, so drückt man den Dash Button und erhält schon am Folgetag das Produkt. So wird vermieden, dass ein wichtiges Produkt im Haushalt fehlt. Außerdem hat Amazon eine sinnvolle Funktion eingebaut, welche den Missbrauch der Buttons schützt. Kinder drücken den Knopf mehrfach oder Verbraucher klicken versehentlich ein zweites Mal auf den Dash Button? Der intelligente Knopf registriert nur eine Bestellung, erst nach deren Auslieferung ist eine erneute Bestellung möglich.
Wie sieht es mit den Kosten aus? Als Nutzer des Dash Buttons sollte man sich jedoch über die Produktpreise auf dem Portal „Amazon“ informieren, denn der Preis des Produktes wird auf dem Dash Button nicht angezeigt. Überdies erscheint es sinnvoll Rechnungen im Blick zu behalten, denn sonst besteht die Gefahr die Kosten aus dem Auge zu verlieren.
Hinsichtlich des Verbraucherschutzes sind die Dash Buttons kritisch zu sehen. Einerseits fehlt die mangelnde Information über das Produkt und andererseits wird durch das Drücken des Knopfes ein Kaufvertrag geschlossen. In Deutschland sind noch sehr viele Fragen und Regelungen auf rechtlicher Basis zu klären.

Müssten wir eine Kundenrezension abgeben, so würden wir den Dash Button mit 3 von 5 Sternen geben. Das Konzept scheint gut, stellt aber auch eine Bedrohung der regionalen Geschäfte dar, da die Bevölkerung zunehmend bequemer wird. Außerdem ist die Lücke im Bezug auf die Rechtslage noch viel zu groß und zieht möglicherweise unbekannte Gefahren nach sich.
Abschließend lässt sich festhalten, dass die Buttons in der Zukunft eine Perspektive haben.  Möglicherweise lässt sich bald in jedem Haushalt ein Dash Button finden, besonders in der Generation eHomes.
Einen weiteren interessanten Beitrag zu vernetzten Haushalten finden Sie hier:
Home is where your app is – den Haushalt in der Tasche.

Quellen:

Esther Heinz / Arne Leuze
Studiengang BWL-Industrie,
IN 316 Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

Netflix & Co. – Der Niedergang der TV-Industrie?

Streaming wird das herkömmliche Fernsehen auslöschen – so klingt zumindest der Tenor aus Presse- und Expertenkreisen. Doch worin liegt das Geheimnis des Siegeszugs der Streamingplattformen? Was können die TV-Anstalten und Filmstudios unternehmen um nicht wie so viele andere Branchen vor ihnen vom digitalen Wandel überrollt zu werden?

Wie Programmierer Zuschauer binden

Die Vorteile des Streamings, auch „Video on Demand“ genannt, liegen klar auf der Hand. Der größte Pluspunkt des Streamings besteht in der zeitlichen und räumlichen Flexibilität. Frei nach dem Motto: Wann du willst und wo du willst. Außerdem entfallen aufgrund der Abonnementstruktur sämtliche Arten von Werbung. Zu guter Letzt erhält der Nutzer durch eigens entwickelte Algorithmen maßgeschneiderte Vorschläge die auf seinen Vorlieben beruhen und die den Produzenten Vorschläge für neue Inhalte liefern, der Innovationsgeist des Silicon Valley lässt grüßen. Besonders eindrucksvoll schlägt sich dies in der Entwicklung der preisgekrönten Eigenproduktionen nieder. Aus dieser Vorgehensweise entsteht auch die Gefahr, welche Streaming für die konventionellen Filmemacher darstellt.

Vom Kunde zum Konkurrent

Zu Beginn beschränkten sich die heutigen Big-Player auf Servicefunktionen. Sie erwarben Lizenzpakete von den großen Fernseh- und Filmgesellschaften und stellten diese dann ihren Abonnenten zur Verfügung. Durch das rasante Wachstum und das dadurch angehäufte Kapital ergaben sich jedoch schnell weitaus größere Möglichkeiten. Hochrangige Regisseure, Drehbuchautoren und Schauspieler wurden für eine immer weiter steigende Zahl von Serienprojekten verpflichtet. Dies alles geschah ohne eine starke Erhöhung der Abonnementpreise, was in der Konsequenz zu noch höheren Kundenzahlen führte. Mittlerweile sind bereits die ersten Kino-Blockbuster in Eigenregie entstanden (z.B. „Beasts of no Nation“). Der Druck auf die alteingesessenen Produzenten steigt somit weiterhin stark an.

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Das Fernsehen muss sich neu erfinden

Die herkömmlichen TV-Anbieter in Deutschland reagieren darauf vor allem mit der Modernisierung ihrer Mediatheken um für ein Mindestmaß an Flexibilität zu sorgen, sowie auch durch den Erwerb von Exklusivrechten (z.B. Bundesliga), die sich noch nicht im Besitz der Streamingdienste befinden. Besonders der Pay-TV -Anbieter Sky tut sich hier in Deutschland hervor und sicherte sich die Rechte an den Referenzproduktionen des TV-Riesen HBO aus Amerika („Game of Thrones“). Ohne konkurrenzfähige Eigenproduktionen wie beispielsweise „Die Höhle der Löwen“ werden die Sender auf Dauer in Bedrängnis geraten. Einer Umfrage des Onlineportals „AllFlicks“ zu Folge glauben bereits 75,5% der Befragten an eine zeitnahe Wachablösung durch Online-Anbieter.

Das Kino als magischer Ort

Dem Kino hingegen wird eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit attestiert, nur knapp über 24% glauben, dass Netflix, Amazon und Co. das Kino vollständig von der Bildfläche verdrängen werden. Um diese Prognose Realität werden zu lassen gehen die großen Kinobetreiber bereits neue Wege, so wurden bereits erste Kooperationsverträge mit den Konkurrenten geschlossen. Diese besagen, dass ein Film parallel zum Start im Netz auch in ausgewählten Kinos der Vertragspartner anlaufen wird. Davon einmal abgesehen sind die großen Hollywoodstudios momentan mächtig genug um die vereinzelten Angriffe abwehren zu können. Schließlich befinden sich die lukrativsten Rechte noch immer in ihrer Hand. Unserer Meinung nach wird der Großteil der Menschen die „Magie“ des traditionellen Kinobesuchs nicht auf Dauer zugunsten des heimischen Laptops aufgeben.

Schonfrist für Hollywood

Der digitale Wandel trifft auch TV und Kino mit voller Kraft. Durch die revolutionären, leicht zugänglichen Angebote der Streamingriesen geraten die traditionellen Produzenten und Sendeanstalten zunehmend in die Bredouille. Ohne entsprechende Exklusivangebote und qualitativ hochwertige Serien aus eigener Produktion werden es die Fernsehsender in Zukunft schwer haben. Das Kino hingegen kann, sofern sich das Konsumentenverhalten nicht unvorhergesehen ändert, vorerst beruhigt in die Zukunft schauen. Zumindest so lange bis die nächsten bahnbrechenden Ideen den Markt aufmischen.

Florian Dieing, Thomas Graf
Studiengang BWL-Industrie, IN 316
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

 

Quellen:
Wozu braucht man eigentlich noch das Fernsehen?
TV-Sender müssen sich neu erfinden
Die Zeitenwende – wie Netflix Hollywood bedroht

 

Missverständnisse in der digitalen Kommunikation

Mit Hilfe verschiedener Kommunikationsplattformen, wie zum Beispiel WhatsApp oder Facebook, ist es möglich jederzeit Informationen auszutauschen. Doch das Fehlen von verbaler Kommunikation kann oftmals zu erheblichen Missverständnissen führen. Denn wer kennt das nicht? Lediglich das Vergessen eines lachenden Emoji  in einer Nachricht kann bereits zu einem Sturm von Fehldeutungen bei dem Gegenüber führen:

„Och, du hast ja gar keinen Smiley geschickt, bist du böse auf mich?“

Bei der nonverbalen Kommunikation bleiben unglücklicherweise Berührungen, die Körpersprache, Mimik und Gestik sowie der Ausdruck von Gefühlen auf der Strecke. Als Ersatz dienen hierfür verschiedene Emojis. Sie übernehmen einen großen Part und sind mittlerweile aus keiner digitalen Unterhaltung mehr wegzudenken.
Emojis bereichern eine digitale Unterhaltung insofern, dass sie den geschriebenen Text dialogischer wirken lassen. Dabei besteht oftmals das Risiko, dass jeder die bunten Emojis und Zeichenkombinationen etwas anders interpretiert. Noch schnell ein Emoji hinter den Text posten und der Freund weiß genau, wie die virtuelle Nachricht gemeint ist?! Von wegen, denn die Emojis sehen je nach verwendetem Betriebssystem ganz schön unterschiedlich aus, wie dieses Beispiel zeigt:

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Ersichtlich wird hier, dass das Apple Gerät eine positive Nachricht senden wollte, jedoch auf einem HTC Gerät diese Nachricht komplett anders aufgefasst wurde. Grund hierfür ist, dass die grafische Umsetzung der Emoji-Symbole den Smartphone-Herstellern selbst überlassen wird, obwohl die Bezeichnungen und Kurzbeschreibungen der Emojis durch den weltweit gültigen Unicode-Standard geregelt ist.

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Doch nicht nur Emojis führen zu Missverständnissen, auch die Formulierung der Nachricht spielt eine erhebliche Rolle. Geschäftsbriefe beispielsweise sollten stets sachlich und kundenorientiert formuliert sein. Entsprechend sollte der Lesende direkt angesprochen werden. So fühlt er sich direkt als Mittelpunkt der Korrespondenz, was insbesondere von Kunden positiv aufgenommen wird. Gleichzeitig sollte man darauf achten, die Nachrichten nicht zu kurz zu formulieren. Der Gedankengang und die Absicht der Nachricht, sollte für den Leser stets nachvollziehbar und verständlich sein. Auf nicht gewöhnliche und alltägliche Redewendungen sollte weitestgehend verzichtet werden. Diese können beim Gegenüber nämlich auch zu Fehlinterpretationen und für Verwirrung sorgen. Rechtschreibfehler können des Weiteren zu Missverständnissen zwischen Sender und Empfänger führen. Häufig verursacht auch die Autokorrektur missverständliche Nachrichten. Zur Vermeidung hilft es schon, einige Punkte zu beachten:

  • Den geschriebenen Text vor dem Absenden auf jeden Fall nochmals durchlesen. Hierbei ist es völlig egal, ob es sich dabei um einen Brief, eine E-Mail, eine Textnachricht oder eine WhatsApp Mitteilung handelt.
  • Zur digitalen Kommunikation die Sprachaufnahmefunktion nutzen. Dies bietet die Möglichkeit auch unterwegs trotzdem persönlich und schnell kommunizieren zu können. Und man entgeht der Gefahr, den Gesprächspartner mit fehlenden Emojis unnötig zu verwirren.
  • Wenn man eine schlechte Nachricht überbringen oder über ein heikles Thema reden muss, sollte man nicht das geschriebene Wort wählen, sondern das offene Gespräch mit der betreffenden Person suchen.

Die steigende Nutzung der digitalen Kommunikation lässt in der heutigen Gesellschaft kaum mehr freien Raum für „reale“ Unterhaltungen. Immer häufiger sieht man in Cafés, Restaurants und Bushaltestellen Menschen, die vertieft in ihr Smartphone tippen, anstatt sich verbal mit ihrem Gegenüber zu unterhalten. Viele Missverständnisse können vermieden werden, wenn Menschen sich in der reellen Welt begegnen und einmal versuchen nicht 24 Stunden in die virtuelle Welt von Whats App, Facebook und Co abzutauchen.

Tamara Krämer / Luisa Basler
Studiengang BWL-Industrie, IN 316
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

Sterben und erben im Internet

Etwa alle 3 Minuten stirbt ein deutscher Facebook-Nutzer, doch meistens bleibt sein Profil erhalten. Ebenso hat beinahe jeder ein E-Mail Account oder gar mehrere. Zudem gibt es ganze Meere an Blogs und Online Accounts. Nach seinem Tod hinterlässt man Spuren im Netz, doch was tun? Oftmals sind es banale Dinge wie das letzte Mal einkaufen oder auch sehr besondere Momente, die man mit Jemandem geteilt hat, wie die letzte Urlaubsreise, die für jeden sichtbar bleiben. Aber was passiert mit den Hinterlassenschaften im Netz?

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Wer was erbt ist meist in einem Testament geregelt, doch häufig werden Konten bei Sozialen Netzwerken, E-Mail Accounts oder Blogs nicht berücksichtigt. Es gehen weiterhin Nachrichten ein, PayPal oder andere Kreditinstitute verlangen Zahlungen für bestellte Ware, buchen Geld für Online-Verträge oder Abos ab und Ebay Verkäufer warten auf Antworten. Für Erben beginnt deshalb nach dem Tod des Verstorbenen oft die Suche nach Online Konten. Doch Accounts zu löschen oder nur zu bearbeiten ist gar keinen leichte Aufgabe, denn was wenn Passwörter die Zugänge versperren? Das der Zugriff auf Profile und Online-Konten nicht einheitlich geregelt ist erschwert dies noch weiter. Außerdem verlangen viele Webplattformen einen Nachweis z.B. eine Sterbeurkunde, erst dann gewähren sie den Zugriff auf die Daten des Verstorbenen.

Das soziale Netzwerk Facebook fordert z.B. eine Sterbeurkunde oder den Link zu einer digitalen Todesanzeige. Wenn man als Angehöriger, dann soweit ist und über das Profil verfügen kann, hat man nur zwei Optionen löschen des Profils oder in den Gedenkzustand versetzen. Dadurch ist keine Bearbeitung oder Löschung bestimmter Einträge möglich, der einzige Trost ist, dass keine schmerzhaften Erinnerungen mehr an Geburtstage oder Veranstaltungen angezeigt werden. Es gibt aber auch zu Lebzeiten die Möglichkeit einen Nachlasskontakt anzugeben, der dann im Todesfall auf das Profil zugreifen, Beiträge verfassen und Fotos entnehmen kann.
Google bietet einen besonderen Dienst über einen Kontoaktivitätsmanager an. Dabei können Nutzer ihre Zugangsdaten ganz einfach vererben. Der Kontoaktivitätsmanager wird dann aktiviert wenn der User sich über einem bestimmten Zeitraum (wahlweise drei, sechs, neun oder zwölf Monate) nicht mehr beim Online Netzwerk anmeldet. Man kann dann Nachrichten erstellen die Google automatisch nach dem Tod an den Erben verschickt. Wahlweise kann der Profil- Inhaber auch einstellen, dass sein Konto nach angegebener Zeit gelöscht werden soll.
Bei PayPal muss man sich mit dem Kundenservice in Verbindung setzten und mittels einem entsprechendem Nachweis wie Erb-, Totenschein, Ausweis oder Sterbeurkunde einen Anspruch auf das ausstehende Guthaben geltend machen. Bei E-Mail Accounts kommt es auf den Anbieter an. Während bei GMX und Web.de Erbschein und eine Unterschrift reichen, steht man bei Yahoo vor verschlossenen Toren, denn sie gewähren keinen Zugriff auf das Konto. Mehr als es löschen zu lassen ist nicht drin.

Um dieses hin und her mit den Konten und Portalen zu verhindern gibt es hier eine Checkliste, die zu beachten ist:

• Wer soll sich um den Nachlass kümmern?
• Einer vertrauenswürdigen Person die gesamten Zugangsdaten in einem Testament
hinterlassen oder in Form eines Zettels, an einem sicheren Ort deponieren.
• Festhalten was mit den Accounts geschehen soll.

Habt ihr euch schon mal Gedanken über euren digitalen Nachlass gemacht?! In der Kampagne machts-gut werden Nutzer für die frühzeitige Regelung und welche Möglichkeiten es gibt sensibilisiert.

Helena Führle/ Michaela Herz
Studiengang BWL-Industrie
IN316 Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg