Audio, Radio und Musik bei Onlinern

Musik ist ein Gut, das uns alltäglich begleitet, und das schon seit vielen Jahren. Nur die Wege, wie wir Musik konsumieren, haben sich, vor allem in den letzten Jahren, stark geändert. Der Musikkonsum hat sich stark in das Internet verlagert. Vor allem mit diesem Thema hat sich die Online-Studie 2015 von ARD/ZDF beschäftigt. Dazu bedient man sich dem Audio-Nettowert als Kennzahl. Hierbei wird eine Person, die über verschiedene Quellen online Musik konsumiert, nur einmal als Online-Konsument berücksichtigt. Insgesamt ist zu sehen, dass die Nutzung von Audio im Internet stetig zunimmt und mit 60% im Jahre 2015 den höchsten aufgezeichneten Wert seit Erhebung aufweist. Als Nutzungsfrequenz wurde „zumindest selten genutzt“ verwendet.

Genauer verteilen sich die 60 Prozent auf

    • Musikdateien aus dem Internet mit                        31%
    • Radioprogramme live im Internet mit                   28%
    • Musik-Streamingdienste mit                                    15%
    • Audios von Radiosendungen zeitversetzt mit      15%
    • Audio-Podcasts aus dem Internet mit                    13%
    • Musikportale mit                                                        10%
    • Andere Audiodateien mit                                         15%

Doch wie lässt sich diese Entwicklung erklären? Ausschlaggebend dafür sind vor allem neuartige Konsumformen von Audiodateien im Internet wie zum Beispiel Musik-Streaming à la Spotify & Co. Lag hier die Nutzung 2014 noch bei 7 Prozent, hat sie sich im Jahre 2015 mit 15 Prozent fast verdoppelt.

Besonders interessant ist ein Vergleich der Nutzung aller Onliner mit den 14- bis 29-Jährigen Nutzern (den Digital Natives), vor allem, weil gerade diese Generation mit dem Konsumgut Internet aufgewachsen ist. Bei dieser Auswertung veränderte man die Nutzungsfrequenz auf „mindestens einmal die Woche genutzt“. Dabei ist zu erkennen, dass gerade für junge Konsumenten die Nutzung von Audios aus dem Internet einen hohen Stellenwert besitzt.59 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzen die verschiedenen Audio-Anwendungen mindestens einmal pro Woche, wohingegen nur 33 Prozent aller Onliner diese Anwendungen mindestens einmal pro Woche nutzen.

Es gibt vor allem im Bereich des Musikstreamings eine Vielzahl junger Hörer. Wurde dieser Bereich in der Umfrage im Jahr 2012 noch nicht berücksichtigt, so benutzen heute 29 Prozent der 14- bis 29-Jährigen Streamingdienste mindestens einmal pro Woche. Dahingegen nutzen nur 11 Prozent aller Onliner diese Dienste in der gleichen Nutzungsfrequenz. Dies hängt damit zusammen, dass die jüngere Generation mit dieser neuen Art des Musikkonsums aufgewachsen ist und sich schneller dafür begeistert, wohingegen gerade die älteren Semester lieber auf altbewährte Medien wie CDs oder Radio zurückgreifen.

Aus dieser Zahl lässt sich auch schließen, dass gerade die jungen Hörer selbst bestimmen wollen, mit welcher Musik sie ihre Ohren beschallen.

Des Weiteren geht die Onlinestudie auch auf die tägliche Nutzung von Audios im Internet ein. Einige Ergebnisse davon können in der folgenden Tabelle begutachtet werden. Täglich nutzen rund drei Millionen Menschen in Deutschland Radio-Livestreams, Musikdateien aus dem Internet oder Streamingdienste.

Unbenannt

Insgesamt lässt sich sagen, dass vor allem der einfache und vielseitige Zugang zum Internet ein Grund für die starke Nutzung von Audios darstellt. Durch verschiedene Apps können Musiktitel identifiziert werden, bei WhatsApp kann man Sprachnachrichten verschicken und bei Google ist es möglich, per Sprachbefehl eine Suche zu starten. Doch auch die günstigen Konditionen beim Musik-Streaming locken viele Nutzer. Trotz all dieser Dinge verliert das Radio aber nicht an Bedeutung, sondern wird weiterhin sehr geschätzt und verwendet.

Quelle: Audio, Musik und Radio bei Onlinern im Aufwind. Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2015

Florian Hoffmann / Michael Rehaber
Studiengang BWL-Industrie, IN 315
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

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