Wer nicht gefunden wird, existiert nicht

Etwas drastisch, aber voller Wahrheit bringt die alte SEO-Weisheit auf den Punkt, was es bedeutet, wenn man heutzutage nicht im Internet zu finden ist. Vor 20 Jahren fragten sich noch sehr viele Firmen, ob sie wirklich eine Internetseite brauchen. Heute ist das eine Selbstverständlichkeit. Doch welchen Nutzen hat eine Website heute, wenn sie nur schlecht gefunden wird? An diesem Punkt setzt die Suchmaschinenoptimierung an.

Suchmaschinenoptimierung (englisch: Search Engine Optimization – SEO) umfasst alle Maßnahmen, die dazu beitragen, dass Webseiten in den Suchergebnisseiten von Suchmaschinen wie z.B. Google möglichst weit oben erscheinen und dadurch öfters besucht werden. Doch warum ist das so wichtig?

Der Erfolg einer Website hängt von der Sichtbarkeit und der Platzierung auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen ab, denn auf Platz 1 der Online-Anwendungen steht mit 83 % das Benutzen von Suchmaschinen. Die am meisten verwendete Suchmaschine ist Google. Sie wird in etwa 90 % aller Suchanfragen genutzt. Es wird nicht nach Adresszeilen oder Sätzen „gegoogelt“, sondern nach Schlagwörtern und Begriffen. Die Zahlen von SEO-Gold 2013 zeigen, dass die Position 1 in den Suchergebnissen eine Klickrate von 36,4 % hat. Position 2 von 12,5 % und Position 3 nur noch von 9,5 %. Deshalb ist die Suchmaschinenoptimierung eine der wichtigsten Aufgabe der Online-Kommunikation. Doch wie geht man dabei vor?

Eins steht fest: Suchmaschinenoptimierung ist keinesfalls einfach. Denn die beliebteste Suchmaschine – Google – plaudert nicht gerne über die Auswahlkriterien für die Top-Ergebnisse. Dennoch findet man im Internet und in der Literatur etwa 200 Kriterien. Doch keiner weiß, welchen Kriterien Google welche Relevanz beimisst. Irgendwie muss das Thema trotzdem angegangen werden. Dabei lässt sich die Suchmaschinenoptimierung in zwei Felder unterteilen, die On-Page- und die Off-Page-Optimierung.

On-Page-Optimierung
Unter On-Page-Optimierung fallen alle Maßnahmen, die direkt auf der Website beeinflusst und optimiert werden können. Die Optimierungsmethoden befassen sich mit dem Inhalt, der Struktur und technischen Faktoren. Die Seiteninhalte sollten qualitativ, einzigartig und themenrelevant sein. Unter den Punkt Struktur fallen Formatierungen, Überschriften etc. Auf der technischen Seite sollte der Quellcode optimiert werden. Darunter fällt die Verwendung von suchmaschinenfreundlichen und validen Markup, die Optimierung einzelner Meta-Elemente, der alt-Attributen (Inhalt eines Bildes in Textform) und die Seitentitel. Üblicherweise wird eine Seite für ein bis drei Suchwörter optimiert. Oft wird auch eine umfangreiche Seite in mehrere Einzelseiten aufgeteilt, um diese für verschiedene Suchbegriffe zu optimieren.
Ein konkretes Beispiel ist die Darstellung des Suchtreffers in den Ergebnisseiten.
Hier ein Beispiel mit einer guten Präsentation des Suchtreffers:

Bild Suchtreffer                                                                                  1. Title-Tag, 2. URL, 3. Description-Tag

Off-Page-Optimierung
Unter Off-Page-Optimierung fallen alle Maßnahmen, die außerhalb der Website optimiert werden. Darunter fällt z.B. die Verlinkung der Website. Diese Maßnahme hat das Ziel, dass möglichst viele und hochwertige Backlinks – Links von Dritten – auf die eigene Website verweisen. Solche Links sind als Empfehlungen anzusehen. Je höher die Popularität des Links umso besser das Ranking in den Suchergebnissen. Ein gutes Listing und eine gute Sichtbarkeit in Suchmaschinen werden auch stark von der Quantität und Qualität der eingehenden Links auf eine Website beeinflusst.
Außerdem gibt es die Möglichkeit sich in Verzeichnissen wie Google Places bzw. Google+ Local eintragen zu lassen. Des Weiteren sollten Informationen über das Unternehmen in relevanten Online-Branchenbüchern aktuell und richtig gehalten werden.

Hier nochmals eine Übersicht mit den Maßnahmen der On- und Off-Page-Optimierung:

seo-offpage-onpage

Im Normalfall erfolgt bei der Suchmaschinenoptimierung einer Website immer zuerst die On-Page-Optimierung und danach die Off-Page-Optimierung.

Suchmaschinenoptimierung braucht zwar Zeit, Wissen, Erfahrung und finanzielle Ressourcen, doch wenn dies vorhanden ist, kann das Ranking in den Suchergebnissen der Suchmaschinen verbessert werden und somit auch die Online-Kommunikation.

Literatur: Online-Kommunikation im Social Web. Mythen, Theorien und Praxisbeispiele. Hg. v. Sabine Kirchhoff. Verlag Barbara Budrich UTB 2014.

Catharina Westermayer / Katja Werkmann
Studiengang BWL-Industrie, IN 315
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

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