Soziale Medien: Mitten drin statt nur dabei

Shitstorm um Fußballstar Mario Balotelli: als der italienische Nationalstürmer vom FC Liverpool am Montag ein scheinbar lustiges Bild auf Instagram postete, hat er sicherlich nicht damit gerechnet, dass mehrere Tage lang ein ganzer Shitstorm toben würde. Das Bild, welches Balotelli nach der Kritik sofort löschte, zeigte die Nintendo-Figur Super Mario, über dem Folgendes zu lesen war:

„Sei kein Rassist. Sei wie Mario, er ist ein italienischer Klempner, erschaffen von Japanern, er spricht englisch und sieht aus wie ein Mexikaner.“ Was den negativen Hype auslöste war der letzte Satz: „Er springt wie ein Schwarzer und greift sich Münzen wie ein Jude.“

Auch wenn der Profifußballer sich sogar mehrmals öffentlich entschuldigt hat, droht ihm diese judenfeindliche und rassistische Aussage viel Ärger einzubringen: Er soll für mehrere Spiele gesperrt werden.

Was sagt das allgemein über die sozialen Netzwerke aus?

Anhand dieses Beispiels und vieler weiteren zeigt sich, welche Macht und welcher Druck mittlerweile durch soziale Netzwerke ausgeübt wird.

Du bist einer der fast 81 Millionen Menschen in Deutschland. Sicherlich hast Du Facebook. Oder einen Twitter-Account. Instagram? Allein 21 Millionen sind wie Du vielleicht auch Mr. Zuckerberg zum Opfer gefallen. Und auch die Zahl der Twitterer steigt. Das Internet wäre nichts ohne Dich. Du bist nicht du, wenn du kein Internet hast. Du bist das Internet. Die sozialen Netzwerke machen mittlerweile dabei fast das ganze Internet aus. Dass ein einziger, harmlos gemeinter Post ausreicht, um einen Shitstorm wie bei Mario Balotelli auszulösen, ist nicht der einzige Nachteil an den Neuen Medien.

Facebook und Twitter – Vor- und Nachteile

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Facebook

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Jeder hat Facebook. Diese Aussage mag zwar nicht in jedem Fall stimmen, aber trifft meistens doch zu. Dadurch, dass eben fast jeder einen Account bei Mr. Zuckerberg hat, erleichtert es dir wirklich, den Kontakt zu allen Menschen zu behalten, mit denen du in Kontakt bleiben möchtest. Du bist mit der ganzen Welt vernetzt. Es ist dir überlassen, was und wie viel du von dir preisgibst. Auch für Unternehmen ist Facebook sinnvoll. Sie können eine Facebook-Seite von ihrer Firma erstellen und erreichen so mehr Menschen. Werbeanzeigen sind inzwischen fest mit eingebunden.

auf-facebook-mogen--daumen-nach-unten-symbol-umriss_318-37193Facebook sammelt deine Daten. Und speichert sie für immer. Auch über die Suchmaschine Google sind diese dann leicht zu finden. Der Datenschutz ist also ein großer Nachteil von diesem beliebten Netzwerk. Die Privatsphäre-Einstellungen können deine Informationen weitgehend sichern, doch ändert Facebook diese Funktionen auch so oft, dass man schnell den Überblick darüber verlieren kann. Facebook gibt euren (zukünftigen) Arbeitgebern die Möglichkeit, euch „auszuspionieren“. Hat man seine Daten auf „öffentlich“, ist man für diese praktisch ein offenes Buch und du gibst vielleicht etwas preis, was du eigentlich nicht offenbaren wolltest.

Twitter
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Kurz und knackig. In 140 Zeichen müssen Nutzer von Twitter ihre Message auf den Punkt bringen. Twitter ist schnell und Twitter ist immer aktuell – also eine gute, sofortige Nachrichtenquelle, bei der du immer auf den neuesten Stand bist. Mit den beliebten Hashtags kannst du in der Suchfunktion genau das ausfindig machen, was dich interessiert. Außerdem hast du mit Twitter die Möglichkeit, auf einfachem Weg große Stars und Sternchen hautnah mitzuerleben. Denn diese betreuen ihren Twitter-Account meistens selbst, was man bei ihren jeweiligen Facebook-Accounts nicht unbedingt sagen kann.
auf-facebook-mogen--daumen-nach-unten-symbol-umriss_318-37193Vielleicht ZU kurz und ZU knackig. Weil Twitter eben die Möglichkeit bietet, mit den 140 Zeichen schnell und einfach Tweets in die Welt zu senden, kann es zu einer unüberschaubaren Masse an Informationen kommen. Man muss sich durch den Dschungel an Nachrichten schlagen, um die für sich wichtigen und interessanten Informationen zu bekommen. Und manchmal reichen vielleicht 140 Zeichen nicht aus, um das zu sagen, was einem auf dem Herzen liegt.

Fazit

Die Sozialen Netzwerke haben einen wichtigen Bestandteil in deinem Leben. Du bist vielleicht nicht du, wenn du kein Internet hast. Du musst für dich selbst entscheiden, welches Netzwerk am besten für dein eigenes Online-Ich geeignet ist. Jedes Soziale Netzwerk hat seine eigenen Vor- und Nachteile, die man kennen sollte, wenn man sich entscheidet einen öffentlichen Account anzulegen.

Nadia Riaz
Kommunikationswissenschaft
Otto-Friedrich-Universität Bamberg


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