Facebook oder Twitter? Welcher Dienst ist besser geeignet?

Ist man nicht angemeldet, gilt man heute schon fast als Außenseiter. Über Facebook ist heute nahezu jeder erreichbar und mit seinen Freunden, Kollegen und Bekannten verknüpft. Man lädt sich gegenseitig zu Veranstaltungen ein, wird an die Geburtstage der Mitmenschen erinnert und kann mit einem Klick Videos, Fotos oder Posts mit seinen „Online-Freunden“ teilen. Die geteilten Inhalte können von der Community kommentiert oder mit „gefällt mir“ markiert werden. Auch die digitale Kommunikation untereinander ist via Facebook so einfach wie nie. Durch den Chat ist es möglich, kostenlos Nachrichten an Gruppen oder einzelne Personen zu schicken und so mit Menschen, die man persönlich kaum zu sehen bekommt, in Kontakt zu bleiben. Facebook wird vom Unternehmen „Facebook Inc.“, das Mark Zuckerberg vor 10 Jahren gegründet hat, betrieben und ist seit 2012 auch an der Börse vertreten. Der englische Name „Facebook“ bedeutet ins Deutsche übersetzt übrigens soviel, wie Jahrbuch.

Doch auch der Konkurrent Twitter, der 2006, also zwei Jahre später als Facebook online ging, ist auf dem Vormarsch und verzeichnet immer mehr User. Auch auf Twitter kann man an andere User Privatnachrichten senden – diese sind allerdings, genau so wie die sogenannten Tweets auf 140 Zeichen beschränkt. Auf Twitter ist es normal, zusätzlich zu den Personen, die man aus dem echten Leben persönlich kennt (wobei von diesen lange nicht so viele Twitter, wie Facebook besitzen), Prominenten, Politikern, Unternehmen oder auch Nachrichtenagenturen zu folgen. In Deutsch würde Twitter „Gezwitscher“ heißen. Das Unternehmen „Twitter Inc.“ hat seinen Sitz in San Francisco, Kalifornien und wurde 2006 gegründet. Die Leitung teilen sich Jack Dorsey und Dick Costolo.

Zweifellos sind die beiden Sozialen Netzwerke mit 1,23 Milliarden (Facebook) und 271 Millionen Nutzern (Twitter) die beliebtesten weltweit. Obwohl Facebook von Datenschützern stark kritisiert wird, zählt es weltweit zu den Top fünf der meistbesuchten Websites und landet deutschlandweit hinter Google auf Platz zwei. Die Nutzerzahlen bei Twitter steigen in letzer Zeit ständig, wohingegen Facebook sich, was die Neuanmeldungen betrifft nur noch im Mittelfeld befindet. Deutlich voraus ist Twitter seinem Konkurrenten Facebook aber, was die Verwendung von Hashtags betrifft. Twitter führte bereits 2009 (Konkurrent Facebook erst 2013) die Möglichkeit ein, einfache Schlagwörter mit einem Hashtag zu verlinken. User haben so die Option, schnell nach Beiträgen zu einem bestimmten Thema innerhalb des Netzwerks zu suchen. Auf Facebook hält sich auch heute die Verwendung von Hashtags noch in Grenzen. Offensichtlich haben also beide Netzwerke ihre Vor- und Nachteile und es lässt sich nicht beurteilen ob eines der beiden wirklich besser oder schlechter ist. Ich persönlich nutze die Communities abhängig davon, ob ich in der Stimmung bin, Posts und Fotos von ehemaligen Schulfreunden oder Bekannten zu betrachten, oder aber von Nachrichtenagenturen über die weltweiten Geschehnisse informiert werden möchte und den neusten Klatsch der Promis erfahren will. Erschreckend finde ich bei beiden, dass man sehr schnell den Überblick darüber verlieren kann, was für eine Reichweite die eigenen Posts oder Tweets haben.

Cindy Dötschel

Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Kommunikationswissenschaft

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