SocialMedia addicted: Wie #fashionblogger einem helfen kann, seine berufliche Richtung zu finden

Soziale Medien: der Begriff definiert sich von selbst. Medien sind sozial, sie verbinden Gesellschaften. Und zwar genau die, die im Web 2.0 von Facebook, Twitter, Instagram und weiteren bekannte Seiten tagtäglich in ihren Bann gezogen werden. „Hauptsächlich, um auf dem neuesten Stand zu sein, was das eigene Umfeld betrifft“, so die Devise zu Facebook über den Inhalt, der Social Media ausmacht.

„Der sozialen Medienwelt mitteilen, was angesagt und der aktuelle Trend ist“, so Instagram. Aufgeteilt in alle Richtungen an Eindrücken und Sachverhalten, aktuellen Themen und Trends bietet vor allem die Bilderplattform Instagram für Millionen von Nutzern die Möglichkeit, in eine Welt voller Fotos und Momente einzutauchen, verbreitet durch sogenannte Hashtags.

Das #-Zeichen, das die digitale Welt v.a. im Jahr 2013/14 anführt. Es entwickeln sich öffentliche Trends aus banalen Themen, von allgemein #food bis hin zu #lunch. Posts, die basierend auf diesen Hashtags auf der ganzen Welt geteilt (shared) und verbreitet werden. Auf einmal ist im Web 2.0 am interessantesten, was zu Mittag gegessen wird oder noch vielmehr wie der Kaffee am Nachmittag aussieht. Es entsteht das Bedürfnis, der digitalen Welt an seinem routinierten Alltag via diese Bilder teilhaben zu lassen. Und siehe da, eine Vielzahl an Followern interessiert sich für genau diese Art von Bildern.

Übertrumpft wird dieser Trend dann, wenn zweimal jährlich die weltweiten Modewochen anstehen. Von Paris bis Sidney, von haute couture bis prêt-à-porter. Fashionblogger auf der ganzen Welt berichten von ihrer Teilnahme an den Modeschauen der einzelnen Designer. Unzählige Bilder, Blogposts und Videos von Runway-Shows der ganz Großen. [MBFW]

Eine Sache darf dabei natürlich nicht fehlen, die passenden Hashtags.
Alle Beträge, sei es von professionellen Agenturen oder einfach von Menschen, deren große Leidenschaft die Welt der Mode und Social Media sind, werden mit wenigen Zeichen verlinkt.

#fashionblogger, einer der meist verlinkten Tags (dt. Anhänge, Markierungen) mit Millionen von Ergebnissen. Hat dieser Tag tatsächlich solch eine Bedeutung oder ist es bloß ein weiterer Hype im Internet, der v.a. Mädchen dazu verleitet, noch mehr Zeit hinter dem Smartphone oder Tablet zu verbringen?

Als Mode- und Lifestyle- interessierte, selbst bloggende Userin kann ich dazu nur sagen: Mir hat #fashionblogger sogar dazu verholfen, mich endgültig für meine berufliche Richtung zu entscheiden, folgend meiner Affinität zu Mode und der dauerhaft verbrachten Zeit in den Sozialen Netzwerken.

Mehrmals täglich durchstöbere ich die Seiten von inzwischen namhaften Bloggerinnen, die selbst Soziale Netzwerke verwenden, um ihren Bekanntheitsgrad zu erweitern. Durch regelmäßig veröffentlichte Bilder kann man ihren Arbeitsalltag nach verfolgen und sie selbst machen auf sich aufmerksam. Eines der meiner Meinung nach besten Beispiele sind die Werbung für die Luxussachen.com von Valeria Schneider und ihren Onlineshop oder das erst kürzlich gelaunchte Buch Cologne’s Got Style by Henriette Frädrich und Lena Terlutter. Schon ihren Boutique Belgique – Concept Store und BB Loves in Köln entdeckt? Auch sie nutzt mehrmals täglich die Social Media Kanäle und vermarktet auf diese Weise erfolgreich ihren eigenen Modeladen und inspiriert Modebegeisterte mit ihren unterschiedlichsten Outfits des Tages.

Good Morning #allpastels #today Jacket from #boutiquebelgique

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Gibt man #fashionblogger in der Suche auf Instagram ein, so werden einem 4,450,158 Beiträge [Stand 28.10.2014] vorgeschlagen und unterteilt in weitere Rubriken, wie #fashionblogger_de oder #fashionbloggeritalia mit weiteren 5000 Fotos.
Bilder, die mein Herz höher schlagen lassen und mich über Stunden hinweg inspirieren.

Versunken in die Welt der Modebranche wird man auf die Vielzahl von Fashionbloggern aufmerksam. Jeder teilt seine Trends; es entsteht eine Community aus Profis, aber auch Laien, wie mich, die einfach großes Interesse zeigen und selbst mit der Zeit immer aktiver werden. Man wird auf Firmen, Agenturen, Showrooms aufmerksam, bekommt Einblicke in die Arbeit des Fashion Editors.

Andere arbeiten täglich in genau diesem Themenbereich, während ich einen Großteil meiner Freizeit damit verbringe? Mir wurde bewusst, dass auch ich die Möglichkeit habe, aus meinem Hobby einen Beruf machen zu können. Beginnend bei Stellenausschreibungen für Praktika. Mir fällt auf, dass neben den theoretisch verlangten Pflichten die Anforderungen, wie Affinität zur Mode, regelmäßige Recherche im Modebereich, und vieles mehr, genau meinem Bewerberprofil entspricht und ich professionell weiter Erfahrungen sammeln möchte, mit gutem Ausblick und weiteren Einblicken in die Modebranche.

Do you guys have any suggestions for cozy coffee places in NYC with outstanding wi-fi connexion? 🙌 #kaytureonthego

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Eine persönliche Story, die sich so schnell hoffentlich keinem Ende neigt und mit dem kleinen, aber bedeutsamen Wort #fashionblogger begonnen hat.

Sabrina Kleinhuber
Institut für Kommunikationswissenschaft
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

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