Social Business – Vision & Realität 2020

So wie Telegraphie und Telefonie die Arbeitswelt im 19. Jahrhundert drastisch veränderten, so stellt Social Business nun im 21. Jahrhundert den entscheidenden Fortschritt dar. Heute ist Social Business eine Chance für Unternehmen die Zusammenarbeit mit ihren Kunden offener und effizienter zu gestalten. Obwohl es heute noch viele kritische Einstellungen gegenüber diesem Thema gibt, wird dies in wenigen Jahren etwas ganz Alltägliches sein.

Fraglich ist wohl, ob es Firmen, wie Facebook oder Twitter, noch gibt, oder ob neue soziale Netzwerke in Zukunft ihren Platz einnehmen werden, um Social Business weiterzuführen. Wichtig ist, dass Social Business im Jahr 2020 ein nachhaltiger Bestandteil unserer Gesellschaft sein wird und sich nicht nur als ein vorübergehender Trend entpuppt.

Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg, denn wie alle neuen Technologien stößt auch Social Business erst einmal auf Widerstand und muss sich bewähren. Häufigste Kritikpunkte sind moralische Grundsätze, wie zum Beispiel das Fehlen von Privatsphäre. Außerdem werden die getrennten Bereiche von Privats- und Arbeitsleben infrage gestellt. Doch auch schon während der Industrialisierung wurden diese beiden Bereiche näher zusammengeführt, indem die Wohnungen der Arbeiter nahe dem Arbeitsplatz erbaut wurden. Social Business geht hier also nur einen Schritt weiter.

Damit dieser Fortschritt in den Unternehmen erfolgreich gelebt werden kann, müssen Werte klar definiert werden. Zum einen gehört dazu, dass die einzelnen Arbeiter Freiräume haben, die Arbeit transparent organisiert ist und dadurch allgemeines Vertrauen auf allen Ebenen der Unternehmung geschaffen wird. Ziel ist es Social Business auf diese Werte auszurichten. Zum anderen fordert Social Business die Wertschätzung der Leistung der Arbeiter, was ihre eigene Bestätigung und Vergewisserung fördert. Durch das dadurch gewonnene Selbstvertrauen ergeben sich Chancen für das Unternehmen dessen Arbeitswelt offener und flexibler zu gestalten. Im Jahr 2020 wird die Fähigkeit im Team zu arbeiten eine überlebenswichtige Rolle spielen, denn rivalisierendes Durchsetzungsvermögen wird nicht mehr funktionieren.

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In Zukunft werden die Potentiale der sozialen Netzwerke im Unternehmen genauso genutzt wie sie heute schon im Alltag gebraucht werden. Doch welches Ziel verfolgen Unternehmen mit dem verstärkten Einbeziehen dieser neuen Technologie? Zentrales Argument hierfür ist die verbesserte Kommunikation, da diese um vielfaches vereinfacht wird und spontaner sowie unkomplizierter gestaltet werden kann. Dadurch wird die Kollaboration der Mitarbeiter untereinander verstärkt. Dies bringt viele Vorteile für die Unternehmen, aber auch neue Anforderungen an die Mitarbeiter mit sich. Gegliedert werden diese in drei Bereiche:

1) Informationsmanagement: Die Informationen müssen für alle Mitarbeiter frei zugänglich sein, um Wissen teilen zu können. Hierbei kann Cloud Computing von großer Hilfe sein.

2) Identitätsmanagement: Die Mitarbeiter müssen lernen sich selbst Profile zu erstellen, ihre Kompetenzen zu präsentieren und sich so selbst aufzuwerten.

3) Beziehungsmanagement: Es hilft dabei Kontakte schneller finden zu können, gesuchte Personen schneller ansprechen bzw. anschreiben zu können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Social Business die Arbeitswelt nachhaltig verändern wird, wobei Flexibilität, Freiheit und Transparenz im Mittelpunkt stehen werden, damit das Unternehmen weiterhin wettbewerbsfähig bleibt. Doch als disruptive Entwicklung wirkt sich Social Business auch zerstörerisch auf das alte Wertesystem und die vorhandenen Rahmenbedingungen der Gegenwart aus. Darum ist es umso wichtiger, dass Gesetze angepasst werden, um sowohl neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen, als auch das Wohl des Einzelnen zu sichern. Es darf nicht zur Entfremdung unserer Gesellschaft und Wertegemeinschaft kommen. Nur so können wir die Vorteile des Social Business nutzen und die sonst überwiegende Zahl der Verlierer verhindern.

Literatur: Social Business. Von Communities und Collaboration. Hg. v. Annabelle Atchison, Thomas Mickeleit und Carsten Rossi. Frankfurter Allgemeine Buch 2014.

Theresa Buck / Christina Mackenberg
Studiengang BWL-Industrie, IN 314
Duale Hochschule Baden Württemberg, Campus Ravensburg

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