Und wie lautet Ihre Content-Strategie?

Wir schreiben das Jahr 1996. Vier Prozent der Deutschen sind gerade erst online. Ich betrete Neuland und besuche als Student an der Universität Bamberg das Seminar „Online-Publishing“ bei Harald Taglinger. Erst im Januar hat Bill Gates auf der Microsoft-Website einen Beitrag mit dem Titel „Content is King“ veröffentlicht. Er beginnt mit den Sätzen: „Content is where I expect much of the real money will be made on the Internet, just as it was in broadcasting.“

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„Content is King“ ist seitdem ein sehr oft angeführtes Zitat aus den Bereichen Online-Kommunikation, Suchmaschinenmarketing und Content Marketing. Zum einen liegt das am Leseverhalten sowie den hohen Ansprüchen der Nutzer im Internet, zum anderen an der gestiegenen Bedeutung von qualitativ hochwertigen Inhalten für Google.

Der Ausspruch ist also alles andere als neu. Im Gegenteil. Er wurde im Laufe der Jahre sehr stark strapaziert, besonders dort, wo es ’nur‘ um reine Suchmaschinenoptimierung geht. Auf qualitativ hochwertige Inhalte kommt es an, nicht auf Keywords mit ein wenig Text drumherum. Der Erfolg kommt nicht durch das Verstreuen von Schlüsselwörtern. Unternehmens-, Marken- und Produktkommunikation ist getrieben von relevanten, redaktionellen Inhalten. Erfolgreiche Unternehmen nutzen auch nicht nur einen, sondern mehrere Medienkanäle wie Print, Video, Mobile und Online. Die Kommunikationseffekte reichen von der Steigerung des Bekanntheitsgrades über Imagepflege und Kundenbindung bis hin zur Neukundengewinnung und dem Auslösen unmittelbarer Kaufimpulse.

Content is King. It always will be. Doch es ist noch immer einiges an Arbeit zu erledigen: Nach Erkenntnissen des FCP-Barometers des Forum Corporate Publishing verfügen weniger als ein Fünftel der Unternehmen über eine übergreifende Content-Strategie: Lediglich 19 Prozent haben eine klar definierte Strategie. Wichtig werden für Unternehmen auch Dienstleister, die kreative und journalistische Kompetenz und ein tiefes Verständnis für die kommunikative Agenda und die Markenführung von Unternehmen mitbringen. Denn die Zukunft bringt eine weitere ‚Contentisierung’: Nach Ansicht von 64 % der Unternehmen werden auch Medienformate, die normalerweise nicht journalistisch geprägt sind, wie zum Beispiel Newsletter oder Kataloge, künftig vermehrt Geschichten erzählen.

 Thomas Mavridis

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