Augen und Ohren zu: Was passieren kann, wenn wir das Netz ignorieren

Die globalisierten Absatzmärkte und der immer schwieriger werdende Kampf um die Gunst des Kunden durch zunehmenden Konkurrenzdruck hat eine Verschiebung der Machtbalance vom Produzenten zum Konsumenten hervorgerufen. Das Internet bildet dabei eine wichtige Austauschbrücke für Kommunikation und Information. Das Netz ist mittlerweile essentiell für den Erfolg eines jeden Unternehmens. Eine sture Ignoranz des Netzes wirkt sich für Unternehmen langfristig durch Kundenverluste und Gewinneinbrüche aus.

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Der Wettbewerb um den Kunden wird zunehmend individueller und anspruchsvoller Die schlichte Anzeige in der Zeitung oder die Werbung im Fernsehen wird langfristig nicht mehr den Erfolg haben, um den Kampf gegen Mitbewerber zu gewinnen, denn auch die Konkurrenz schläft nicht.

Aktive Einbindung des Kunden in die Marketingstrategie sind das neue A und O

Ein Ansatz dabei ist der offene Dialog mit den potentiellen Konsumenten. Dabei dient dieser Dialog nicht grundsätzlich nur zur Vermarktung des Produkts, sondern hat auch eine Art Kontrollfunktion für das Unternehmen, denn das Internet ist voller Rezensionen, welche die Schwachstellen eines Produktes aufzeigen können. Die Kontrollfunktion ist nicht nur für die Unternehmen interessant, sondern auch für Kunden. Bei der Kaufentscheidung gewinnen Product-Reviews und Peer-Recommendation stark an Bedeutung. Der Konsument hat die Möglichkeit, vorab durch zahlreiche Rezensionen abwägen zu können, ob das Produkt für ihn relevant ist. Diese Vorgehensweise ist in den letzten Jahren immer populärer geworden und stetig angestiegen. Mittlerweile bedient sich nahezu jeder zweite Kunde diesen Mitteln.

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Viele schlechte Bewertungen auf diversen Plattformen oder gar „Shitstorms“ können langfristig die Akzeptanz des Produktes schwächen oder im schlimmsten Fall gar zerstören. Als Unternehmen gilt es die Entwicklungen des Internets genau zu beobachten und im geeigneten Moment Gegenmaßnamen einzuleiten. Wichtig dabei, ist zu beachten, dass Facebook, Twitter und co. längst nicht mehr die strategisch besten Quellen sind, um mit dem Kunden zu agieren, denn für viele Nutzer dieser sozialen Netzwerke steht vorrangig der soziale Austausch mit Freunden und nicht die Interaktion mit Marken und Produkten. Dagegen haben Blogs und Nischen-Communities einen viel effizienteren Nutzen für die Unternehmen, da hier primär das Produkt und/oder das zu diskutierende Thema im Vordergrund steht. Die daraus gewonnenen Informationen gilt es gezielt auszuwerten und dabei aktiv in der Diskussion mitzuwirken. Das versteht man unter „Conversational Marketing“.

Literatur: Social Business. Von Communities und Collaboration. Hg. v. Annabelle Atchison, Thomas Mickeleit und Carsten Rossi. Frankfurter Allgemeine Buch 2014.

Simon Hafenmayr / Janic Märte
Studiengang IN 314, 1. Semester
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

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