Wie Susi berühmt wurde. Oder: Die Bedeutung des Internet-Monitorings

Das ist Susi. Susi hat sich vor drei Jahren ihren großen Traum erfüllt und ein eigenes Schuh-Unternehmen gegründet. Sie ist aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken und hat sich einen großen Namen gemacht. Wie hat Susi das geschafft?

Unbenannt

Internet-Monitoring – Das A und O für jedes Unternehmen

Susi hat im Laufe ihres Erfolgs vieles gelernt. Dass die Meinungsbildung im Internet einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung von Konsumenten hat, war wohl eine der wertvollsten Erfahrungen, die sie gemacht hat. So hat sie sich mit dem Internet-Monitoring (auch bekannt als Online- oder Webmonitoring) beschäftigt. Das ist die Überwachung oder die Verfolgung von Meinungen über Firmen, Organisationen, Produkte und Dienstleistungen im Internet. Der digitale Raum wird hier zielgerichtet beobachtet. Weil das Internet heutzutage nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken ist, ist für jedes Unternehmen wichtig zu wissen, was die Menschen im Internet über ihre Produkte schreiben, was sie erwarten und welche Verbesserungsvorschläge sie vielleicht an sie haben.

Ziele des Online Monitoring

Während Susi mit ihrem Schuh-Unternehmen immer bekannter wurde, hat sie sich im Internet also regelmäßig Meinungen über ihre Produkte durchgelesen. Mit jedem Erfolg kommt natürlich auch Kritik hinzu. Diese hat sie sich zu Herzen genommen und dazu genutzt, unterschiedlichste Zielgruppen anzusprechen und ihre Produkte stets zu verbessern. Denn es scheint offensichtlich, dass sich die öffentlichen Erwartungen an bestimmte Unternehmen mit der Zeit verändern. Durch das Online-Monitoring können diese schließlich entdeckt, analysiert werden und die Firma bekommt so die Chance einen bestimmten Ruf aufzubauen und diesen zu pflegen, indem sie die verschiedenen Erwartungen erfüllen. So wie Susi.

Neben dem Reputationsschutz dient das Internet-Monitoring aber auch anderen Zwecken wie der Marktforschung, der Beobachtung des Wettbewerbs, dem Kundenservice oder dem Kommunikationsmanagement. Es gehört zu den neuen Internetprodukten. Man sucht im Internet, beispielsweise in einem Weblog und man hat das Ziel auf diese Weise Meldungen und Artikel zu bestimmten Marken und Unternehmen zu erhalten.

Methoden des Internet-Monitoring

Susi wollte in dem Dschungel von Meldungen und Informationen nicht untergehen. Deswegen hat sie recherchiert und sich gefragt, mit welchen Mitteln man überhaupt systematisch Einblicke in die dynamischen Öffentlichkeiten bekommt. Sie hat herausgefunden, dass verschiedene Unternehmen und Firmen mehrere Möglichkeiten haben, Internet-Monitoring zu betreiben.

Es gibt vier Arten von Online-Monitoring:

1. Beim manuellen Internet-Monitoring gibt man einzelne Stichwörter in die Suchmaschinen ein. Wer hat heute nicht einen Facebook oder Twitter-Account? Deswegen sollte man hier immer die Augen offen halten und in regelmäßigen Abständen diese Methode anwenden.

2. Das Datenbankbasierte MonitoringEinzelne Datenbanken können als Baustein beim Monitoring und Beobachten sehr wichtig sein. Verzeichnisse wie upcoming.org, in denen zukünftige Events angekündigt werden, sind sinnvoll.

3. Die Nutzung von NachrichtendienstenHier werden tagesaktuelle Quellen durchsucht. Nachteil: Diese Auswahl blendet manche Bereiche des Internets aus. Man muss im Einzelfall hinterfragen, nach welchen Kriterien die Quellen ausgesucht werden und ob diese Auswahl von einem Unternehmen auf das andere übertragen werden kann.

4. Das Automatisierte Internet-Monitoring. Mit bestimmten Tools wird die digitale Überwachung automatisiert. Man kann die Ergebnisse per E-Mail oder RSS erhalten.

Das Social Media Monitoring

Soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook gehören heutzutage schon zu den Neuen Medien. Weblogs haben seitdem an Bedeutung gewonnen. Susi hat sich deswegen entschieden so ein Weblog zu erstellen. Sie hat mit ihren Schuhen ihren eigenen Style-Blog erstellt, um ihre neuen Ideen mit der ganzen Welt zu teilen. lupeDas Social Media Monitoring ist dabei von besonderer Bedeutung. Hier werden Beiträge und Dialoge in Diskussionsforen, Weblogs, Mikro-Blogs und den sozialen Netzwerken systematisch beobachtet und analysiert. Es dient vor allem aber dazu, die eigenen Aktivitäten in den verschiedenen Netzwerken auszuwerten und so genau herauszufinden, was bei der Zielgruppe ankommt und was nicht. Susi hat zum Beispiel in Twitter direkt nach Frauen gesucht, die einen Tweet zum Beispiel zum Thema #SucheSchuhe oder #Schuhekaputt gesendet haben. So hat sie ihnen spezielle Angebote gemacht und sie von ihrer eigenen Schuhkollektion überzeugt. Man kommt mit dem Internet-Monitoring also den Bedürfnissen der Kunden nach und überzeugt sie von den eigenen Leistungen.

Unbenannt

In der Umsetzung des Monitorings empfiehlt es sich, den vormedialen Raum, also die einzelnen Diskussionsforen und die Blogbeiträge automatisiert mit entsprechenden Tools zu überwachen. Entscheidet man sich dazu, die beliebten Suchmaschinen und das manuelle Online-Monitoring zu verwenden, sollte man das in regelmäßigen Abständen machen. Nur so behält man den Überblick über ein bestimmtes Thema in einer breiteren Öffentlichkeit. Jedes Unternehmen und jede Organisation sollte im Einzelfall selbst die geeignete Methode des Online-Monitorings für sich finden, um so durch die digitale Beobachtung den gesamten Ruf des Unternehmens, der Firma oder des Produktes zu verbessern.

Literatur:
Pleil, Thomas (2012): Online-Monitoring: Ziele und Methoden. In: Zerfaß, Ansgar/Pleil, Thomas: Handbuch Online-PR, Konstanz: UVK: 85-97.

Nadia Riaz
Kommunikationswissenschaft
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s