Social Media für den Mittelstand: Angekommen oder nicht?

Der Einsatz von Social Media in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) bietet sehr großes Potenzial. Er ist zugleich aber auch eine große Herausforderung.

Die große und ungeklärte Frage ist, ob Social Media schon im Mittelstand angekommen ist oder nicht. Aktuelle Studien streiten sich darüber. Fest steht: So etwas wie interne Mitarbeiter-Blogs oder Online-Communities gibt es bis jetzt noch in den wenigstens KMUs. Aktuell wird Social Media am meisten bei den Themen Werbung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Die anderen Bereiche liegen noch weit zurück.

Große Herausforderungen für die eher kleineren Unternehmen sind vor allem die rechtliche Unsicherheit und der personelle sowie finanzielle Aufwand. Beim Arbeiten mit Social Media hat nicht nur das Management, sondern meistens auch die Mitarbeiter Angst vor der neuen Verantwortung und dem möglichen Kontrollverlust. Sie wissen nicht genau, was sie sagen dürfen und was nicht. Außerdem besteht oft die Ungewissheit, ob die Verhaltensregeln im Netz bei der privaten und beruflichen Nutzung gleich sind.

Trotzdem können durch den Einsatz von Social Media viele Geschäftsziele gut unterstützt werden, wie z.B. die Verbesserung der Kundenbeziehungen, die Erschließung neuer Kundensegmente oder die Steigerung der Produktivität in der internen Zusammenarbeit. Auch und gerade das Thema Fachkräftesicherung kann mit Social Media angegangen werden. Abhängig von den Unternehmenszielen und der Zielgruppe, sollte man sich für bestimme Plattformen entscheiden.

Social Media ist nicht nur Facebook, wie viele denken, es gibt noch viele andere Plattformen, die Unternehmen nutzen können wie z.B. XING. Doch, wie gesagt: es kommt hier immer auf die Geschäftsziele an. Sucht man z.B. nach qualifiziertem Personal, bietet sich am besten XING oder auch Twitter an. Will man aber die Bekanntheit seines Produktes steigern, sind Blogs am besten geeignet. Social Media kann somit eine kostengünstige Möglichkeit zur Eigenpositionierung sein

Eine erste Übersicht über die verschiedenen Social Media Plattformen gibt die untenstehende Tabelle. Sie zeigt außerdem, welche Netzwerke für welche Bereiche im Unternehmen am besten geeignet sind, bewertet nach dem Schulnotensystem:

Um Social Media zu betreiben zu können, braucht man viele Ressourcen. Hierbei geht es nicht nur um Arbeitszeit, sondern auch um bestimmte Qualifikationen. Man sollte zu Beginn einer Strategieentwicklung eine Bestandsaufnahmen von den vorhandenen Ressourcen im eigenen Unternehmen machen. Oft gibt es in einem Unternehmen Personen, die privat aktiv twittern, bloggen oder in Facebook, XING oder LinkedIn aktiv sind.

Man sollte die aktiven Personen identifizieren, die die Betreuung von Social Media unterstützen und ihre Erfahrungen einbringen. Man kann die verschiedenen Aufgaben bei der Einführung und dem Arbeiten mit Social Media je nach Interesse und Qualifikation der Mitarbeiter aufteilen. In der nachstehenden Grafik sieht man, dass es auch einige Social Media gibt, die nicht viel Aufwand sind. Trotzdem gibt es auch welche, die viel Zeit und Aufwand mit sich bringen:

Als allererstes sollte man sich qualifiziert beraten lassen, Accounts einrichten und gründlich zuhören, um ein Gefühl für die Plattformen zu bekommen.

Literatur: Social Business. Von Communities und Collaboration. Hg. v. Annabelle Atchison, Thomas Mickeleit und Carsten Rossi. Frankfurter Allgemeine Buch 2014.

Linda Selg / Selina Roth
Studiengang BWL-Industrie 314,
1. Semester, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

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