Quo Vadis Internet?

Erst Arpanet, jetzt Internet. Erst Emails, jetzt Tweets. Der rasante Aufstieg des Internets und die schnelle Welt der Tweets.

Heute ist fast jeder im Internet. Sei es auf sozialen Netzwerken, in Newsrooms, auf Opensource-Plattformen oder einfach nur, um Emails zu senden und zu empfangen. Es ist aus unserem Leben in dieser digitalen Gesellschaft nicht mehr weg zu denken. Doch das war nicht immer so. Erst in den letzten 20 Jahren begann der Aufstieg der digitalen Welt. Vor ca. 45 Jahren startete der Vorgänger des Internets – das Arpanet. Seit dem hat sich viel getan, wir sind ständig vernetzt. Mit mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets können wir jederzeit und überall online sein und an der digitalen Welt teilhaben, unsere Interessen oder Aktivitäten mit anderen Menschen teilen und am an den Veröffentlichungen anderer teilhaben und diese bewerten.

Was kommt nach dem Internet, dem Web 2.0? Wie sieht das Web 3.0 aus? Zukunftsscenarios gibt es schon:

Airchat from #lulzlabs on Vimeo.

Airchat ist eine auf Radiowellen basierte Form der Kommunikation, die mit dem Laptop ohne jegliche Internetverbindung funktioniert: „So far we have played interactive chess games with people at 180 miles away. we have shared pictures and established encrypted low bandwidth digital voice chats. We have 3D printed over distances of 80 miles and transmitted medical orders at distances of over 100 miles. All without phones or internet access…“

Die Frage ist, ob und inwieweit sich neuartige Formen der Kommunikation und Vernetzung entwickeln oder gar durchsetzen werden? Fakt ist, dass das Internet bereits eine so hohe Dichte an Teilnehmern hat, dass es für uns normal geworden ist, online zu sein.

Der nie abreißende, scheinbar ewige Datenstrom des Internets, die immer weiter steigende Masse an Tweets, Posts, Videos, Bildern etc. ist unüberschaubar geworden. Die nachfolgende Grafik zeigt die enorme Geschwindigkeit des Internets und des wachsenden Datenvolumens. Das alles passiert im Internet innerhalb von 60 Sekunden:

Der gute alte Brief oder die Postkarte haben sind für uns heute schon antik. Die Email löste mit Beginn der zunehmenden Vernetzung über das Internet den manuellen Schriftverkehr ab. Viel schneller können jetzt Nachrichten versendet und beantwortet werden, mehrere Empfänger können eine Nachricht mit einem Mausklick erhalten. Die nächste Stufe dieser Evolution ist der Tweet, der seit der Gründung von Twitter immer mehr Nutzer begeistert. Mit 140 Zeichen kann der Nutzer eine Nachricht an alle senden, die Abonnenten sind – und die es interessiert. Mit dem SMS-Charakter ist eine schnelle und kurze Nachricht möglich. Kurz muss sie auch sein, längere Nachrichten gehen in der digitalen Welt unter oder werden nicht von allen gelesen. Zu schnell ist der Newsstream, in dem immer neue Nachrichten dazukommen.

Wird es bald zu viel?

Umso kürzer die Nachricht, desto prägnanter muss der Text sein, der geschrieben wird. Mit wenig Worten viel sagen ist die neue Kunst der Tweets – und den digital natives wird dieser Stil schon in die Kinderwiege gelegt.

Schnelle, kurze Tweets, mit großer Reichweite, in Echtzeit. Geht da noch mehr? Videobotschaften mit maximal 6 Sekunden Länge, wie es auf dem Portal Vine üblich ist sind schon ein Schritt weiter. Löst die Videobotschaft irgendwann komplett den Text ab? Möglich ist alles…

Felix Braune, Kommunikationswissenschaft, Uni Bamberg

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