Google plant die Zukunft

Chrome auf dem PC, Android in der Hosentasche und Google als Startseite. Unser heutiges digitales Leben ist ohne Google schlicht nicht mehr vorstellbar. Und in Zukunft wird sich das wohl auch nicht so schnell ändern.

Chrome ist mittlerweile nach dem Internet Explorer der meistgenutzte Browser, Android besitzt 85 % Marktanteile im Smartphone-Segment und die Websuche Google gilt sowieso seit jeher als Synonym für Suchmaschine. Doch was für ein Internetgigant das Mountain Viewer Unternehmen ist, zeigt sich, wenn man sich die Zahlen aus der Infografik von Buddy Loans vor Augen führt:

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Rund 4.500 Suchanfragen verarbeitet Google pro Sekunde! In dieser einen Sekunde generiert Google rund 1.750 US-Dollar mit Werbung, die zu einem großen Teil über die Suchergebnisse ausgeliefert wird. Insgesamt verursachen alle Google Dienste einen Traffic von sage und schreibe 22.074 GB (!) pro Sekunde.

Doch selbst diese Datenmenge wird wohl in naher Zukunft noch einer erheblichen Steigerung zu teil, zumindest wenn man einen Blick auf die aktuellen Projekte des US-Konzerns wirft. Zahlreiche Akquisitionen im Jahr 2014 geben Ausschluss darüber, wie sich Google das Internet in der Zukunft vorstellt. Beispielsweiße befindet sich unter den bis über 30 übernommenen Startups Smart Home, welches mit 3,2 Milliarden US-Dollar die zweitteuerste Übernahme für den US-Konzern war, ein Spezialist für die Vernetzung des eigenen Heims. Ziel ist es, die Verflechtung des Internets der Dinge voranzutreiben. Fernseher, Heizung, Kühlschrank, Fensterrollos und natürlich Auto und Handy. Alles soll eine IP-Adresse bekommen, alles mit dem Netz verbunden werden.

Da aber immer noch circa zwei Drittel der Welt nicht über einen schnellen Internetanschluss verfügen und so für Google werbetechnisch nicht erschlossen werden können, plant auch hier der US-Konzern die Breitbandabdeckung voran zu treiben. Das sogenannte Project Loon soll mittels gasgefüllter Ballons samt Solarpanelle auch in abgelegenen Gebieten schnelles Internet verfügbar machen. Und dies schon ab nächstes Jahr.


Doch woher rühren eigentlich diese ehrgeizigen Pläne aus dem Hause Google? Durch den Siegeszug von Facebook galt Marc Zuckerberg als derjenige, der Google das Feld um Daten und Informationen streitig machen konnte, war Facebook doch in der Lage ihren Partner deutlich personenbezogenere Werbung bieten. Google, hatte sich auf die Werbung auf Youtube und ihrer Suchmaschine versteift und hatte den Trend eines freundeskreisbasierten Social Networks schlicht verschlafen. Obwohl das eigene Netzwerk Google+ mehr als drei Jahre nach seinem Start über 350 Millionen aktive Nutzer verfügt und drei von vier international agierende Unternehmen eine eigene Seite haben, – Zahlen, von denen andere Netzwerke in so kurzer Zeit träumen würden bzw. Facebook und Co. Geträumt hätten – gilt es trotzdem als finanzieller Flop. Zu hohe Kosten für zu wenig Nutzen.

Deshalb versucht Google in den aufstrebenden Märkten wie Smart Home und künstlicher Intelligenz entscheidend mitzugestalten und zu prägen. Dadurch könnte es noch detailliertere Informationen über seine Nutzer in Erfahrung bringen und gezielter Werbung schalten. In Folge dessen werden ganz neue und spannende Möglichkeiten im Marketingbereich eröffnet. So plant beispielsweiße das US-Werbeunternehmen Kiip Belohnungen im Straßenverkehr: Bei einem zu frühzeitigen Erscheinen zu einem Meeting soll man ein Angebot für einen Kaffee beim Bäcker um die Ecke angeboten bekommen oder orts- und personenbezogene Coupons bekommen können.

Selbstverständlich hat sich Google auch schon in diesem Marktsegment positioniert. Jedem sind sicherlich noch die Tests des selbstfahrenden Google-Wagen in Erinnerung. Dies zeigt: Mit Google ist in der Zukunft mehr als denn je zu rechnen.

Christian Grosch
Kommunikationswissenschaft
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

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