Virale Videos und Fotos im Social Web

Spätestens seit dem Hype um das „social beer game“ kennt sie jeder; virale Videos und Fototrends. Es beginnt immer gleich; eine Person stellt ein Video ins Netz, auf dem er etwas total außergewöhnliches oder verrücktes macht, teilt es und nominiert oder verlinkt weitere Personen. Die verlinkten Personen müssen dann das selbe wie der Verlinkende machen, auf einem Video festhalten, ebenfalls hochladen und weitere Freunde verlinken, ansonsten gibt es eine Konsequenz; beim „social beer game“ muss der Verlinkte seinem Nominierer einen Kasten Bier spendieren.
Diese Videos finden sehr schnell Nachahmer und verbreiten sich wie ein Lauffeuer. Beispiele hierfür sind das oben genannte „social beer game“, hierbei geht es darum, möglichst schnell ein Bier zu trinken und drei weitere Freunde dadurch zum trinken zu animieren. Außerdem gibt es den Trend des „milking“ (England), bei dem man sich öffentlich ohne jede Vorwarnung einen Kanister Milch über den Kopf schüttet. Ebenfalls gab es 2014 das Phänomen des „twerking“ – impliziert durch Miley Cyrus – eine Art des Tanzens, bei dem es vor allem darauf ankommt, kreisende und ruckartige Hüftbewegungen zu machen. Ein nun schon wieder etwas älterer Internethype ist das „flashmobbing“, bei dem sich viele Personen scheinbar spontan an einem Ort treffen und die gleiche Choreographie zu einem bestimmten Song tanzen, in einem Fastfoodrestaurant alle das gleiche bestellen (München 2008), plötzlich erstarren (New York 2008) oder eine spontane Kissenschlacht (Köln 2009) veranstalten.

milking in Newcastle:

Flashmob „frozen“ Grand Central Station, New York

Auch in der Welt der Fototrends gibt es immer wieder neue Entwicklungen, wie zum Beispiel das sogenannte „planking“ (vom Wort „Planke“) auf dem man sich möglichst ausgestreckt und gerade auf die unterschiedlichsten Untergründe und Gegenstände legt:

planking

 

Ein weiterer Trend ist ganz klar das „photobombing“, sinngemäß übersetzt „in ein Foto reinplatzen“ und bedeutet, dass eine unbekannte oder unerwünschte Person kurz vor dem abdrücken  in die Bildszene hineinspringt und das Foto durch seine Abbildung „zerstört“.

Auch Regional gibt es aktuell die „cold water challenge“. Über Facebook wird eine Feuerwehrguppe nominiert, die ein Video in dem sich die Truppe dann in dem kalten Wasser abkühlt, innerhalb von 24h hochladen muss, ansonsten müssten sie für die Feuerwehrgruppe, die sie nominiert hat, ein Grillfest organisieren.

Die Trends werden allerdings zum Teil auch kritisch angesehen, da auch schon lebensgefährliche Unfälle passierten als die Nachahmer übers Ziel hinaus schossen. Oft artet es aus, da die Nominierten sich immer noch verrücktere Dinge überlegen um nicht in der Masse unterzugehen, bei dem „social beer game“ ist ein Junge ums Leben gekommen, da er sich beim Biertrinken gefilmt hatte, während er an einem Helikopter hing.

Trend-Prognosen für das Jahr 2014 sind das „clocking“, indem man still an irgendeinem Ort steht und seine Arme als Zeiger einer Uhr einsetzt oder das „baby shaming“, wobei man seinem Baby einen Zettel mit seiner Verfehlung auf die Brust klebt ( „I don’t sleep at night“, „i can’t read“ etc.).

 

Lisa Keller / Johannes Geyer

Studiengang BWL-Industrie WIN3 2013 DHBW-Ravensburg

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