Dem Ärger Luft machen – kinderleicht mit Social Media

Möchte man seinem Ärger Luft machen, so kriegen dies meist nicht die betreffenden Personen oder Organisationen mit, sondern eher das eigene private Umfeld. Erreichen kann man so jedoch kaum etwas.

Doch durch die Nutzung von Social Media Kanälen haben es viele Leute geschafft, weltweite Aufmerksamkeit über ihren Unmut zu erlangen. Plötzlich teilen viele Menschen auf der ganzen Welt die eigene Meinung und lösen im Netz einen sogenannten Shitstorm aus. Selber hätten diese unter Umständen gar nichts unternommen, nun bestätigen sie die Postings durch Kommentare mit Zustimmung oder eigener Erfahrung und verbreiten die Beiträge weiter, bis es riesige Ausmaße annimmt.

Der „Schuldige“ kommt so meist gar nicht drum herum, öffentlich Stellungnahme zu beziehen, um größere Image-Schäden zu vermeiden und die Situation zu entschärfen.

Ein besonders bekanntes Beispiel hierfür ist Dave Carroll. Bei einem Flug mit United Airlines, erlebte der Musiker, wie seine wertvolle Gitarre bei der Verladung durch die Mitarbeiter stark beschädigt wurde, da sie diese durch die Luft warfen.

Nach einem Jahr voller erfolglosen Versuchen, Schadensersatz zu erlangen, entschied er sich, seine Erfahrung in einem Song niederzuschreiben. Als er diesen in einem Video auf Youtube online stellte, wurde es über Nacht zum Hit und erlangte eine riesige Anzahl an Aufrufen. Inzwischen hat das Video mehr als 14 Millionen Klicks.

Bald darauf wurden sogar mehrere Fernsehsender darauf aufmerksam, interviewten den Geschädigten und Augenzeugen und berichteten wiederholt von den Ereignissen. Kurze Zeit später verfolgte die halbe Welt diesen Fall und reagierte über Social Media Channel darauf.

Um ihren Ruf nicht weiter zu gefährden, reagierte United Airlines mit Reumütigkeit. Sie versicherten Carroll, dass sie sein Video für interne Schulungen verwenden würden, um weitere solcher Vorfälle zu vermeiden und die Unternehmenskultur zu verbessern. Außerdem entschädigten sie ihn.

Ein Ziel, dass er ohne die Aufmerksamkeit anderer über Social Media nicht erreicht hätte.

Das Video von Dave gibt es hier zu sehen:

 

 

Aber nicht nur bekannte Unternehmen wie die United Airlines oder auch die Deutsche Bahn, sondern auch Privatpersonen mussten bereits Shitstorms über sich ergehen lassen. Jeden kann es treffen.

 

Nadine Geiger und Svenja Dorn

Studiengang: BWL-Industrie, 2 Semester, Duale Hochschule Baden – Württemberg, Campus Ravensburg

 

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