Do it yourself – Dein Traumauto

In den letzten Jahren hatte auch die Automobilbranche durch die Finanzkrise mit starken Einbußen zu kämpfen.

Deshalb mussten sich auch die deutschen Hersteller neue Ideen einfallen lassen, wie sie ihre Stellung auf dem globalen Markt gegen günstigere Konkurrenten halten können.

Um den Nerv der Zeit zu treffen, mussten die Automobilanbieter auch im Internet präsenter werden. Dazu wurde ein Automobilkonfigurator entwickelt.

Hier können Kunden bequem von zu Hause aus ihr Wunschauto zusammenstellen. Von der Motorleistung über Lederausstattung bis hin zu Farbe oder Türenanzahl kann jedes Modell individuell gestaltet werden. Diese Möglichkeit bieten inzwischen auch alle deutschen Automobilhersteller an.

Ein Beispiel hierfür ist Mercedes Benz, die ihren Konfigurator in einem Video auf YouTube vorstellen:

Aber wie nützlich ist so ein Konfigurator wirklich? Wir haben den Test mit Volkswagen gemacht:

Wie es sich für Mädchen in unserem Alter gehört, haben wir uns für ein Golf Cabriolet entschieden 😉

Wir haben den Konfigurator auf Darstellung, Auswahlmöglichkeiten, Handhabung und Preis getestet.

Das Auto wird aus verschiedenen Perspektiven dargestellt. So gewinnt man einen Überblick über Außen- und Innenausstattung. Der Konfigurator ist in vier Rubriken eingeteilt. Zuerst wählt man die gewünschte Motorleistung aus. Danach wird Farbe und Innenausstattung abgefragt und Sonderausstattungen ausgewählt. Allerdings ist eine Vorschau der momentanen Zusammensetzung des Autos erst in der letzten Rubrik, der Übersicht, möglich. Wenn das ausgewählte Design nicht gefällt, muss wieder von vorn begonnen werden. Auch preistechnisch verliert man leicht den Überblick. Zwar werden bei allen Auswahlmöglichkeiten der zusätzliche Preis angezeigt, aber der Gesamtpreis ist erst am Ende sichtbar. Auch sind nicht alle Auswahlkriterien kombinierbar, was allerdings sofort gemeldet wird.

Auf dem Bild seht Ihr unser selbstkreiertes“Wunschauto“.

Unbenannt

Unser Fazit:

Im Vergleich zum herkömmlichen Berater beim Autohändler ist diese Methode unserer Meinung nach eher nur für einen Grobüberblick nützlich. Viele Auswahlmöglichkeiten in den verschiedenen Rubriken setzen technisches Fachwissen voraus und waren somit für uns eher unverständlich. Dies könnte durch eine persönliche Beratung umgangen werden. Auch waren wir eher skeptisch, was den Endpreis betraf. Ein Standard Golf Cabriolet kostet ca. 24.000 Euro. Für unser selbstkreiertes Auto hätten wir über 5000 Euro mehr bezahlen müssen. Ob dieser Aufpreis gerechtfertigt gewesen wäre, in Bezug auf unsere Ansprüche, ist unklar geblieben.

Alles in Allem ist der Trend „Konfigurator“ in anderen Bereichen (z. B. Möbel, Schuhe,…) unserer Meinung nach sinnvoller einsetzbar. Da ein Auto eine größere Anschaffung und somit eine große finanzielle Investition darstellt, spielen Service und Beratung eine größere Rolle. Deshalb würden wir auch kein Auto über das Internet bestellen.

Elena Holz / Melanie Rogg

Studiengang Industrie, 2. Semester, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

 

 

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