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IKEA, der schwedische Möbelgigant überzeugt Millionen von Menschen durch seine alltagsnahen und preiswerten Produkte, was sich auch in seiner Medienpräsenz widerspiegelt.

Bereits 1945, zwei Jahre nach der Gründung von IKEA durch den jungen Ingvar Kamprad, nutzt die Möbelfirma Medien in Form von Kleinanzeigen in örtlichen Zeitungen. Es entsteht ein Versandhandel, der anfangs noch per Milchwagen seine Produkte ausliefert. Dem Jungunternehmer ist schnell bewusst, dass durch die Nutzung von Medien mehr Menschen erreicht werden können, was schon bald großen Erfolg bringt. Sechs Jahre später erscheint der erste Katalog, der es ermöglicht, den Menschen zu Hause eine größere Auswahl an Produkten anzubieten und den Kaufanreiz zu stärken. 1958 gibt es erstmalig die Möglichkeit die Möbel vor dem Kauf anzufassen und mit eigenen Augen zu betrachten, im ersten IKEA Einrichtungshaus. Das Geschäft weitet sich auf mehrere Länder aus.

Ab 1997 rückt das Internet mehr und mehr in den Vordergrund, wodurch eine Homepage mit aktuellen Angeboten, den Standorten der Einrichtungshäuser und Servicedienstleistungen entsteht. Bereits drei Jahre später ist es möglich online auf der Homepage einzukaufen. IKEA ist jetzt für alle und überall bequem erreichbar.

Auch mit den lustigen und lebensnahen Werbespots bleibt IKEA seinem Geschäftsmodell treu. Diese werden sowohl im Fernsehen als auch auf vielen Internetseiten präsentiert.

Um sich dem Wandel der Zeit und auch dem Wandel in der Medienwelt anzupassen entwickelt IKEA zusätzlich zu ihrem Katalog eine App, mit der der gesamte Katalog immer und überall dabei sein kann. Zusätzlich bietet die App verschiedene Möglichkeiten im Bereich der augmented reality.

Die eigene Wohnung lässt sich hier virtuell mit verschiedenen Möbelstücken und Accessoires einrichten und im 3D- Format betrachten. Dazu gibt es verschiedene Videos, in denen die Herkunft und Produktion der Möbel zu sehen ist. Außerdem werden virtuelle Räume angeboten, die in 3D  betreten und erkundet werden können. In dieser Branche ist die App bislang einzigartig. Durch solche technische Neuerungen kann die Aufmerksamkeit vieler Kunden auf sich gezogen werden. Die Entscheidung über den Kauf von Möbeln fällt mit Hilfe der App leichter, da die Möbel in den eigenen vier Wänden betrachtet werden können.


Allerdings wird bei der Nutzung der App immer noch der Katalog in Papierform benötigt. Des Weiteren hat die Scanfunktion noch Verbesserungspotential. Nachholbedarf besteht bei IKEA in der Kommunikation, da ich während meiner Recherche leider keine Rückmeldungen oder nur Autoresponder bekam.

Patricia Braun

Studiengang: BWL-Industrie, 3. Semester, Duale Hochschule Baden – Württemberg, Campus Ravensburg

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