ePaper – Zeitung der Zukunft?

ePaper  – Zeitung der Zukunft?

Im Zeitalter von Social Media, Smartphones, Tablet-PC´s und vielem mehr verlieren handfeste Dinge, wie beispielsweise die Zeitung immer mehr an Relevanz. Doch warum ist das so?

Die Notwendigkeit sich zu verändern, zeigt sich einerseits an den Meinungen der Leser im Video aber auch anhand des Rückgangs der Zeitungsauflagen. Die deutschen Zeitungsverlage müssen sich an diese Entwicklung anpassen, um Leser zu gewinnen aber auch um sie zu halten. In einem mehrstündigen Gespräch verdeutlichte mir Dieter Müller, Anzeigenleiter der „SÜDWEST PRESSE“, warum ePaper immer stärker an Bedeutung gewinnt und wie man hierdurch sein Repertoire vergrößern und neue Kunden gewinnen kann.

Doch was ist ePaper überhaupt?  Das ePaper stellt hierbei ein Format dar, in dem viele Verlage Zeitschriften und Zeitungen digital anbieten. Mit dem gleichen Layout wie die gedruckte Version ist es nun möglich die Ausgabe am Computer, auf dem Tablet oder auf einem Smartphone mit iOS oder Android zu lesen und zu speichern.

Viele Zeitungen versuchen hierbei den Sprung in die digitale Welt und hoffen auf reges Interesse, so auch die „SÜDWEST PRESSE“. Diese bietet zum üblichen Zeitungsabo auch die Version des ePapers an. Hierbei stellt der Verlag in Kombination mit einem Zeitungsabo ein iPad oder ein Samsung Galaxy Tab zur Verfügung, die für wenig Geld zu erwerben sind. Gut zu erkennen das hier geschickt gewählte Marketingkonzept, um die eigene Zeitung zu vermarkten.

Anteil der Leser von Online-Zeitungen

Anteil der Leser von Online-Zeitungen

Betrachtet man nun die Entwicklung des Internets in Deutschland, was auch durch den Beitrag „Mediennutzung von Jugendlichen heutzutage“ deutlich wird, lässt sich schnell erkennen, warum es für Zeitung wichtig ist auch online deutlich präsenter zu werden. Laut statistischem Bundesamt sind rund 77 % der deutschen Bundesbürger regelmäßig online. Interessant auch eine Statistik der Bitkom, auf der zu erkennen ist, dass der Anteil an Lesern von Online-Zeitungen weiter steigt und in Deutschland bei ca. 65 % liegt.

Statista Zeitungssterben

Statista Zeitungssterben

Dagegen geht die Entwicklung der gedruckten Zeitung leicht zurück, wie die Grafik von Statista aufzeigt. Vor allem interessant im Zeitalter der digitalen Endgeräte, das Nutzen von kompakt  zusammengefassten News für unterwegs. Nennenswerte Blätter wie das Handelsblatt, die Süddeutsche Zeitung aber auch Zeitschriften, wie im Blogbeitrag 11 Freunde dargestellt, bieten dies bereits in Form von einer App an. Ich denke, dass genau hier junge Leute stark Interesse finden, denn genau diese passen nicht in das typische Cliche des morgendlichen Zeitungslesers, der sich wirklich Zeit dafür nimmt die Zeitung durchzublättern. Das Problem hierbei ist, dass die Verlage ihre Inhalte kostenlos zu Verfügungen stellen, womit sich kein Geld verdienen lässt. Diese monetäre Frage muss zunächst geklärt werden, um erfolgreich am Markt teilnehmen zu können. Dies erklärt auch Wolfgang Poppen, Geschäftsführer der Badischen Zeitung in Freiburg, in einem Interview mit W&V Online : „Es kann einfach nicht sein, dass guter Journalismus auf ewig kostenlos ist“.

Meinem Erachten nach wird der Trend in Richtung ePaper allein aus demografischen Gründen zunehmen. Trotzdem muss auch gesagt werden, dass die gedruckte Zeitung in naher Zukunft nicht völlig an Wert verlieren wird. Stets bedacht werden sollte aber, dass der Trend in Richtung mobile Endgeräte geht und auch die Digitalisierung immer weiter voran getrieben wird. Genau deshalb müssen die Verlage stets Schritt mit der Entwicklung und dem technologischen Fortschritt halten, um weiter erfolgreich am Markt zu bleiben. Es gilt sich stets den Erfordernissen des Marktes anzupassen, um monetäre Einbuße zu vermeiden. Wer nicht Schritt hält gefährdet die eigene Existenz. Meiner Meinung nach steuern wir nicht auf das Ende der Gutenberg-Ära zu aber fest steht für mich auch, dass sich die Anzahl der Verlage in Deutschland deutlich reduzieren wird.

Julian Kattner

Studiengang: BWL-Industrie, 3.Semester; Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

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