Daimler-Blog: Ein authentischer Blick hinter die Werkstore

Woran denken Sie, wenn der Name Daimler fällt? Genau… an Mercedes-Benz. Dass der 275.000 Mitarbeiter Zählende Konzern 15 Marken unter sich vereint und wie diese letztendlich auch noch heißen, wissen die wenigsten. Einblicke in den Konzern gibt das Daimler-Blog. Wer bloggt – über welche Themen gebloggt wird und wie es funktioniert, erfahrt man hier!

16. Oktober 2007: das erste Unternehmensblog eines DAX-30-Konzerns geht online – das Daimler-Blog. Ziel dabei ist die Größe und Vielfalt des Unternehmens darzustellen. Realisiert wird dies durch persönliche Beiträge, die von Mitarbeitern des Konzerns am besten „Frei wie ihnen die Schnauze gewachsen ist“ verfasst werden. Das Daimler-Blog wendet sich grundsätzlich an alle Stakeholder – vom Bewerber über den Kunden bis hin zum Anwohner. Natürlich auch an die Daimler-Mitarbeiter, die je nach Beitrag zwischen 25 und 50 Prozent der Leserschaft ausmachen. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass Mitarbeiter zu den loyalsten Kunden der Daimler Produkte gehören und ein Großteil der Mitarbeiter Daimler-Aktien besitzt.

Seit dem Start des Blogs haben nun mehr als 500 Autoren Beiträge verfasst.
20 Prozent der Daimler-Mitarbeiter kommen mit einem selbst ausgewähltem Thema oder sogar gleich einem fertigem Text auf das Blog-Team zu.
Die anderen 80 Prozent der Blogger werden vom Blog-Redakteur „gesucht“. Dies geschieht über alle Hierarchieebenen hinweg. Bei der Suche wird darauf geachtet, welcher Mitarbeiter ein bestimmtes Thema am authentischsten darstellen kann. Zusätzlich werden auch Gastautoren, wie beispielsweise der ADAC oder Greenpeace eingeladen.
Die Themen, sicherlich auch ein Alleinstellungsmerkmal des Blogs, sind breit gefächert. Sie gehen von der Gründung eines schwul-lesbischen Mitarbeiternetzwerkes bis hin zu aktuellen Themen, wie „Agumented Realitiy“. Mit „Agumented Reality“ wird die reale Umgebung mit zusätzlichen Informationen aus dem Internet erweitert.

agumented reality

Das Daimler-Blog gewährleistet eine schnelle Zurechtfindung mit seinem übersichtlichen Layout. Durch Videos und Bilder wird der Leser zudem emotional vielfältiger und stärker angesprochen. Automatische Informationen über neue Beiträge im Blog per RSS sind möglich oder auch die Funktion Bookmarken sowie teilen steht den Lesern zu Verfügung.

layout

Auf Kritik wird im Daimler-Blog ganz einfach reagiert – alles was nicht gegen die aufgeführten Kommentarrichtlinien verstößt, bleibt stehen und „Trolle“ werden ignoriert.

Uwe Knaus, der verantwortlich dafür ist, wo Blog draufsteht auch Blog drin ist, misst nicht nur an der Zahl der monatlichen Visits den Erfolg des Blogs. Aussagekräftiger sind hier die Verweildauer, die bereits durchschnittlich acht Minuten beträgt, die Kommentarfrequenz, die durchschnittlich bei 11 Kommentaren pro Beitrag liegt und die Zahl 40 000, die die maximale Unique Visitors darstellt.

Natürlich geht das Daimler-Blog stark in Richtung Employer-Branding, aber das Hauptaugenmerkmal mehr Transparenz in den Konzern zu bringen, wird auf jeden Fall durch die persönlichen Beiträge der Mitarbeiter, die wohl gemerkt neben der Arbeitszeit bloggen, erreicht. So fällt dem ein oder anderen nicht nur die Marke Mercedes-Benz zu Daimler ein, sondern auch Namen wie Setra oder Smart. Zur Organisation 2.0 gehört meiner Meinung nach Mut, den Daimler auch in zahlreichen anderen Social Media Plattformen beweist.

Melanie Jäger
Studiengang Industrie, 3. Semester, Duale Hochschule Baden Württemberg, Campus Ravensburg

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Ein Gedanke zu “Daimler-Blog: Ein authentischer Blick hinter die Werkstore

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