VEVO – die Revolution des Musikvideos

Youtube war gestern, Vevo ist heute. Seit dem 1. Oktober bietet der US-Dienst VEVO Musikliebhabern wieder die Möglichkeit, sich die Musikvideos der aktuellsten und erfolgreichsten Künstler online anzusehen. Keine lästigen „Dieses Video ist in ihrem Land nicht verfügbar“-Banner mehr, sondern einwandfreie Videos in gestochen scharfer HD-Auflösung.

Gema, Youtube und Vevo

Das neue Videoportal hat es geschafft, in Deutschland eine Einigung mit der Gema zu erzielen. Der Manager Nic Jones, zuständig für das internationale Geschäft, berichtet: „Die Gespräche begannen zwar mit Forderungen, bei denen kein nachhaltiges Geschäft für uns möglich war, aber wir haben schließlich eine annehmbare Lösung gefunden.“

Der Anbieter startete in Deutschland im Alleingang – ohne den großen Partnerkonzern Youtube. Der Dienst ist ebenfalls in den USA, Australien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Irland, Italien, Neuseeland, Spanien und Großbritannien verfügbar. 

Jedoch greifen beispielsweise in den USA mehr als 60% der User auf Vevo über Youtube zu. Das bedeutet, dass die Werbeeinnahmen, die erwirtschaftet werden, entsprechende geteilt werden müssen. In Deutschland ist dies aufgrund der umständlichen Verhandlungen zwischen Youtube und der Verwertungsgesellschaft Gema weder nötig noch möglich.

Ob Youtube bald überflüssig ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Auf jeden Fall heizt der Start von Vevo die Diskussionen um die Gema und visuelle sowie akustische Inhalte auf Youtube neu an. Seit diesem Monat findet Musikgeschichte nicht mehr unter Ausschluss der deutschen Öffentlichkeit statt.

Kostenloser Dienst

Vevo ist für die Nutzer kostenlos und finanziert sich über Werbung. Nach drei Videos wird deshalb ein Werbeclip eingespielt. Die Nutzer können in Deutschland über die Website, Apps, die Settop-Box Apple TV sowie die Xbox auf das Vevo-Angebot zugreifen. 

Mehr als 75.000 Musikvideos

Auf der Startseite wirbt Vevo mit brandneuen Clips. Insgesamt umfasst der Katalog derzeit ca. 75.000 Musikvideos, 1.000 eigenen Produktionen, sowie Original-Musikserien, Backstage-Material, Live-Performances und Interviews mit Künstlern. Und alle sind in Deutschland verfügbar.

Betrieben wird der Dienst von Sony, Universal Music und der Abu Dhabi Media Company, auch der Megakonzern Google ist beteiligt. Videos gibt es natürlich nicht nur von den Mutterfirmen sondern auch eine Menge Independent-Labels sollen eingebunden werden. Ein Minuspunkt der Seite ist, dass viele Musiker des Plattenmultis Warner fehlen.

Vevo2

Erfrischendes Design

Besonders ins Auge sticht auch das Webdesign von Vevo. Auf einem großflächigen Slider wird für Videos von aktuellen Künstlern geworben. Die weiteren Videos werden in ordentlich sortierten Bildern präsentiert. Sowohl Farben als auch Formen erscheinen stimmig und modern.

Vevo

Ann-Cathrin Harth
Kommunikationswissenschaft, Universität Bamberg

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