Smartwatch – neue Technologie für’s Handgelenk?

„Wie viel Uhr ist es?“ – Bei dieser Frage schauen die meisten heutzutage nicht mehr auf ihre Uhr sondern auf ihr Smartphone. Die Uhr wurde zum größten Teil von den Smartphones  ersetzt. Aufgrund dieser Tatsache war es fast schon abzusehen, dass es bald eine neue Generation von Uhren geben wird – die Smartwatch. Der technisch korrekte Terminus lautet Wearable Technologies, Technologien und Sensoriken, die am Körper, in Körpernähe oder im Körper selbst getragen werden.

Smartwatch

Eine Welt ohne Smartphones – unvorstellbar

Smartphones haben weltweit ihren Weg in beinahe jede Hosentasche oder Handtasche gefunden und werden – dort immer griffbereit – auch vermehrt genutzt. Dementsprechend wurde nun auch schon ein neues Wort nach dem kontinuierlichen auf das Smartphone schauen und benutzten benannt – Phubbing. Hierbei wird deutlich, dass die Menschen immer weniger interpersonell und persönlich kommunizieren, sondern dies in zunehmenden Maßen über das Smartphone tun. Der Mensch von heute will immer up-to-date und erreichbar sein. Doch in bestimmten Situationen ist ein Smartphone einfach unpraktisch, hinderlich oder zu groß. Viele Menschen fühlen sich unwohl dabei in der Arbeit, bei einem Strandbesuch, beim Joggen, aber auch beim Weggehen ständig ihr Handy bei sich tragen zu müssen, um eben die allgemein gewünschte und geforderte permanente Erreichbarkeit aufrecht erhalten zu können.

Omate Truesmart – die Kombination von Handy und Armbanduhr

Um die Erreichbarkeit auch ohne ständiges Mitragens eines Smartphones aufrecht erhalten zu können, wurde nun die Smartwatch 2.0 bzw. das Smartwatch-Handy von Omate, die Omate TrueSmart, auf den Markt gebracht.  Aber was genau kann die Smartwatch 2.0 von Omate? Kann sie das Smartphone teilweise oder sogar ganz ersetzen?

Smartwatch Truesmart

Die Omate TrueSmart ist eine 1,54 Zoll (240 x 240 Pixel) digitale Uhr, die sowohl eigenständig als auch über Bluetooth verbunden mit einem Smartphone verwendet werden kann. In erster Linie wird die aktuelle Uhrzeit angezeigt. Jedoch kann zusätzlich mit Hilfe eines Touchscreens die Uhr wie ein normales Smartphone bedient werden. Darüber hinaus bietet die Smartwatch Möglichkeiten wie Nachrichten – mit Hilfe einer kleinen Tastatur in der Uhr – zu schreiben, Telefonate über ein eingebautes Mikrofon zu tätigen oder einfach im Internet zu surfen.  Weitere Eigenschaften der Omate TrueSmart sind ein wasserfestes Gehäuse, Platz für eine SIM-Karte,  512 MB Arbeitsspeicher und  4 GB interner Speicherplatz. WLAN, Bluetooth 4.0 und GPS ergänzen die Smartwatch zu einem Komplettpaket der mobilen Erreichbarkeit für 249 Dollar.

Des Weiteren bietet das Gehäuse sogar eine 5 Megapixel Kamera im Gehäuse der Uhr sowie Lautsprecher und Mikrofon für die Sprach- und Bewegungsgestenerkennung. Zusätzlich soll ein 600 mAh starker Akku  für 100 Stunden Laufzeit sorgen. Das Highlight ist allerdings, dass die Smartwatch Zugriff auf Google Play somit auf alle auf dem Markt erhältlichen Android-kompatiblen Apps hat, was das Entertainmentfähigkeit der Uhr abrundet.

Die Omate Smartwatch gehört zu einem Kickstarter Projekt und wurde durch Crowdfunding finanziert. Jedoch wurde anstatt der nur benötigten 100 000 Dollar, 1 Millionen Dollar von den 4 378 Unterstützer der Smartwatch gespendet. Nun stellt sich die Frage was mit den restlichen 900 000 angestellt wird, was bisher noch unbekannt ist.

Die Chancen für die Etablierung der neuen Smartwatches schaut in den nächsten Jahren positiv aus. IMS Research prognostiziert, dass 2014 weltweit 2,6 Millionen Smartwatches verkauft werden könnten – mit steigenden Verkaufszahlen in der Zukunft.

IMS Resarch Zukunfsprognose für Smartwatches

Neue Markterweiterung für Sony, Samsung und Apple

Allerdings bleibt zu bezweifeln, dass die Smartwatch das etablierte Smartphone jemals ersetzen wird, da man Smartphones wie IPhone oder diverse Samsung-Produkte mit ausgereiften Computertechnologien vergleichen kann. Allerdings wird die Differenzierung und Optimierung der Smartphones immer schwieriger, wofür das Einführen und Etablieren der Smartwatches eine willkommene Zusatzfunktion darstellt. Um mit den neuen Technologien mithalten zu können, haben deswegen auch schon Sony für 174 Euro und Samsung für 295 Euro Smartwatches hergestellt. Die Smartwatches derzeit ermöglichen es Nachrichten, Emails, Facebook, Twitter, Notizen, Wettervorhersagen und Musik abzurufen. Des Weiteren wurde auch eine Telefonie-Funktion eingerichtet, allerdings funktionieren diese Smartwatches nur in Verbindung mit einem Smartphone. Diese Art der Smartwatches bietet für alle Handy-Hersteller den Vorteil, dass es dabei nicht um Substitutionsgüter sondern um ein weiteres Add-on handelt, wofür zusätzliche Einnahmen verbucht werden können.

Samsung vs. Sony Smartwatch

Auch Apple plant für 2014 das Release einer iWatch, die auch eigenständig ohne iPhone verwendet werden soll. Deren Hauptaufgabe soll jedoch nicht im Telefonieren oder Nachrichten sein, sondern denkbar wäre eine Fernbedienung für das komplette Zuhause um etwa die Kontrolle der Heizung, Alarmanlage, Beleuchtung und ähnliche Dinge bedienen zu können.

Die Smartwatch wird definitiv Teil der neuen Generation von Technik sein, es bleibt aber abzuwarten, inwiefern sich die Smartwatch etablieren kann bzw. sogar Smartphones in gewissen Bereichen ablösen kann. Im Moment kann davon ausgegangen werden, dass die Smartwatch hauptsächlich als weitere Sonderfunktion eines Smartphones betrachtet werden kann, um den Kunden- und Benutzerkomfort weiter zu erhöhen. Allerdings können in diesem Anfangsstadium der Entwicklung noch keine endgültigen Prognosen gestellt werden. Es bleibt abzuwarten, in welche Richtung sich die Technik der Smartwatches entwickeln wird.

Sandrina Sohler

Studiengang Industrie, 3. Semester, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

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