How to marketing – Coca-Cola zeigt’s

Und schon wieder landet die Happiness-Factory Coca-Cola einen Riesenerfolg. Die simple und doch so geniale Idee „Trink ’ne Coke mit…“ bringt dem Milliardenunternehmen erneut einen enorm hohen Gewinn ins Haus.

1886, als der Drogist John Pemberton das Sodamixgetränk als Mittel gegen Müdigkeit und Kopfschmerzen für nur 5 Cent das Glas auf den Markt brachte, hätte er sich nie träumen lassen, dass dies der Beginn der wertvollsten Marke der Welt ist. Heute, 127 Jahre später, werden täglich mehr als 1,7 Mrd. Getränke in über 200 Länder weltweit verkauft. Doch was macht Coca-Cola so erfolgreich und vor allem: wie macht Coca-Cola das?

Jeder Mensch, egal aus welchem Winkel der Erde er kommt, hat Wünsche. Die wohl wichtigsten sind Gesundheit, Liebe, Glück und Frieden. Dies vor allem in einer Welt, in der Gewalt, Hass und Krieg regieren. Mit diesem Gedanken trifft Coca-Cola einen wunden Punkt in der Gesellschaft. Sieht man die Werbungen von der Happiness Factory, geht einem das Herz auf. Die Marke, die mittlerweile sogar zum Lifestyle geworden ist, steht für Lebensfreude, Optimismus und Frieden. Die Werbespots bringen die Menschen zum Schmunzeln und die Welt aus einem anderen Blickwinkel wahrzunehmen. Dies gelang dem Unternehmen unter anderem 2011 zu seinem 125-jährigen Geburtstag  mit seinem Jubiläums-Werbespot, indem gezeigt wurde, dass auf jeden produzierten Panzer 131.000 Kuscheltiere gefertigt werden oder dass „Liebe“ mehr Treffer als „Hass“ erzielt.

Ein weiteres Erfolgsgeheimnis ist, dass Coca-Cola immer und überall präsent ist und sich an sozialen Projekten engagiert. So ist Cola-Cola unter anderem Gründer der Paralypics, sponsert Sportvereine oder bietet Public Viewing an.

How to marketing – digital

Doch in einem digitalen Zeitalter muss das Unternehmen natürlich auch in der digitalen Welt vertreten sein. So hat der Hersteller für Erfrischungsgetränke allein auf Facebook 73 Millionen Fans.

Die Kampagne „Trink ’ne Coke mit…“ ist eine sehr simple Marketingidee. Dabei werden die herkömmlichen Flaschen und Dosen „nur“ mit Namen versehen. So kann sich beispielsweise Lena eine Flasche mit „Trink ’ne Coke mit Lena“ kaufen und ihrem Freund Alex gleich eine Dose mit „Schatz“, „Held“ oder „Alex“ mitbringen.

Das System dahinter heißt Guerilla-Marketing. Unter Guerilla-Marketing versteht man eine andere, kreativere Werbeform als die herkömmliche. Hierbei wird der Kunde aktiv Bestandteil des Werbe- bzw. Marketingerlebnisses. Da wir den ganzen Tag mit Werbung bombardiert werden, sind wir inzwischen schon immun gegen diese. Man nimmt sie gar nicht mehr richtig wahr. Beim Guerilla-Marketing geht es darum, die Werbung so kreativ wie möglich zu verpacken, um so die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen. Wir emotionalisieren uns mit der Werbung, weil sie uns zum Lachen und Nachdenken bringt und uns kurzzeitig aus unserem Alltagstrott reißt.

Und die Idee funktioniert. Mittlerweile lassen sich die Flaschen auch online auf www.meinecoke.de mit dem gewünschten Namen einfach und bequem nach Hause liefern. In einer Datenbank stellt Coca-Cola 30.000 der häufigsten Namen zur Verfügung, aus denen man seinen oder den seiner Freunde auswählen kann.

Der Preis:

1,99 € Flasche (200ml) + 0,15 € Pfand + 2,95 € Versand = 5,09 € pro Flasche.

Obwohl der Preis relativ hoch ist, verzeichnet Coca-Cola allein im Online-Vertrieb Umsätze im fünfstelligen Bereich. Auch wurde die Internetseite seit Anfang der Kampagne über einer Millionen Mal besucht.

Unbenannt

Ebenso kann man sich einen Videoclip individualisieren lassen. In dem Clip mit der Musik von Laserkraft 3D sind Cola-Flaschen mit den wählbaren Namen in einem Kühlschrank. Die Kumpel-Flaschen ziehen los und verbringen den Tag zusammen, weil sie etwas erleben wollen. Sie tanzen, fahren Skateboard und gehen am Abend wieder zurück in den Kühlschrank. Dieses Video kann man sich selbst erstellen lassen und anschließend auf Facebook mit seinen Freunden teilen.

Hier spielen Elemente das virale Marketing mit hinein. Dies ist eine Marketingform, die soziale Netzwerke nutzt, um auf sich aufmerksam zu machen.

Indem die Freunde solch einen Clip teilen und so sichtbar für alle Freunde auf Facebook machen, macht Coca-Cola indirekt Werbung. Die Konsumenten werben also selbst für das Unternehmen. Aug diese Weise schafft es Coca-Cola zum einen Kosten zu sparen und zum anderen viele Menschen auf sich aufmerksam zu machen ohne dabei zu nerven.

How to marketing – content

Ein weiteres Beispiel hierzu ist die Coca-Cola-Journey. Seit Kurzem startet auch Coca-Cola seine Reise in Deutschland und boomt. „Journey“ ist ein online Magazin mit den Rubriken Unternehmen, Marken, Gesellschaft, Entertainment, Happiness und Mythos. Mit der „Journey“ gelingt es Coca-Cola auf sich aufmerksam zu machen und Kunden zu gewinnen bzw. zu halten. Auf der Internetseite werden die unterschiedlichsten Themen bereitgestellt. Sinn ist es, die Kunden zu informieren, zu unterhalten und zum Diskutieren anzuregen. Das Unternehmen bietet Inhalte an, die möglichst viele Nutzer teilen und mit der Marke in Berührung bringen. Ein sehr gutes Beispiel ist ein Rezept für den Fanta-Kuchen.

Auf diese Weise bindet Coca-Cola seine Kunden, natürlich kann man die Inhalte wieder sofort auf Facebook teilen. Die Idee dahinter ist logisch: „Immer wenn ein User im Social-Web in Kontakt mit Coca-Cola kommt, soll der die Möglichkeit haben, tiefer in die Geschichte der Marke einzutauchen und die Inhalte am besten gleich teilen“. Durch das Internet hat das Unternehmen zusätzlich noch einen Vorteil: es wird eine enorme Masse an Menschen erreicht, die Reichweite ist riesig, die Geschwindigkeit rasant.

In der „Journey“ werden verschiedene Fotos hochgeladen, die Menschen zeigen, die anderen eine Freude bereiten, es werden Beiträge von Usern auf der ganzen Welt gezeigt, Daten und Fakten rund um die Firma vorgestellt und vieles mehr.

journey

Auch hinter dieser Idee steckt wieder eine Marketing-Strategie: das Content-Marketing: mit informierenden und unterhaltenden Inhalten soll die Zielgruppe angesprochen werden, um sie vom Unternehmen zu überzeugen bzw. sie dazu bringen sich für das Unternehmen zu interessieren und so Kunden zu gewinnen.

Egal ob Guerilla-Marketing, virales Marketing oder Content-Marketing – Coca-Cola kennt sie alle und weiß ihre Strategien gekonnt einzusetzen. Mit ihrem Konzept – auf die Grundbedürfnisse und Wünsche der Menschen einzugehen – trifft Coca-Cola mitten ins Schwarze. Der „Glauben an eine bessere Welt“ oder „die Welt mit anderen Augen betrachten“ entwickelt Sympathie bei den Menschen und verbreitet eine positive Stimmung.

Ich bin überzeugt davon, dass Coca-Cola auch weiterhin so erfolgreich sein wird. Das größte Erfolgsgeheimnis des Riesenkonzerns liegt für mich in der ständigen Präsenz. Coca-Cola veranstaltet jährlich um die 150 Events und lockt dabei tausende von Kunden an.
Ich bin auch deshalb ein Fan von Coca-Cola, weil die Happiness-Factory sich ihren Erfolg mit harter Arbeit verdient. Das Unternehmen bleibt immer am Ball und das Wichtigste: es gewinnt Kunden mit Ehrlichkeit und Sympathie und nicht mit Betrug.
Die vorgestellte Kampagne „Trink ’ne Coke mit…“ startete im Juni 2013 und endete mit dem Coke Festival of Happiness am 3. Oktober 2013 in Berlin.
Wir können gespannt sein, was sich Coca-Cola in Zukunft noch so alles einfallen lässt. Aber eins ist sicher: es wird genial.

Also: mach dir Freude auf!

Kathrin Stuis

Studiengang: BWL-Industrie, 3. Semester, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

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4 Gedanken zu “How to marketing – Coca-Cola zeigt’s

  1. Danke für den schönen Artikel Kathrin. Ich schreibe im Moment eine Seminararbeit über die erfolgreiche Vermarktung von Coca Cola, da lässt sich dieser Artikel hervorragend eingliedern lassen.

  2. Pingback: Musik aus der Hall of Fame | Thomas Mavridis

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