Leben retten per Smartphone

Keiner möchte gern als erster an einen Unfallort kommen oder überhaupt eine Notfallsituation miterleben. Allerdings ist jeder dazu verpflichtet Erste Hilfe zu leisten. Durch sie kann Leben gerettet werden. Doch meist liegt ein Erste Hilfe Kurs schon längere Zeit zurück und viele sind sich unsicher, wie sie sich in einer Notsituation richtig verhalten sollen oder haben Angst etwas falsch zu machen. Um besser für Notfälle vorbereitet zu sein, wurden Erste Hilfe Apps entwickelt. Drei  Applikationen wurden getestet und das Ergebnis im WDR ausgestrahlt. Anbieter sind Hilfsorganisationen wie Das Deutsche Rote Kreuz und die Malteser, deren App hier beschrieben wird. Startseite

Der Nutzer kann durch vielfältige Funktionen sein vorhandenes Wissen auffrischen oder neue Informationen gewinnen. Die Notfallkette ist bei Unfällen sehr hilfreich. Sie ist entsprechend der Stresssituation stark visuell veranschaulicht und unterstützend mit nur wenigen Worten beschrieben. HerdruckmassageDie Erste Hilfe-Tipps sind hingegen ausführlicher beschrieben.  Über die App kann auch ein Notruf abgesetzt werden, dafür sind zur Erinnerung die 5 W´s angegeben.  Falls die Informationen nicht ausreichen sollten kann man sich an einem Kurs in seiner Nähe anmelden. Dafür wird man mit der Internetseite der Malteser verbunden. Auch das Fundraising wurde nicht vergessen: Eine Spende-Funktion wurde eingerichtet mit der unkompliziert Geld überwiesen werden kann.  Wenn man sich in einigen Punkten noch unsicher fühlt und die selbstständige Nachbereitung der Erste Hilfe Themen nicht ausreichend ist, kann man sich per Smartphone an einem Kurs anmelden.

Generell verleiht die App dem Verein ein jüngeres Auftreten und trägt zu einem modernen Image bei. Es können zudem mehr Leute erreicht werden als durch die Vergabe von Broschüren. So kann somit eine größere Masse auf die Wichtigkeit der Erst Hilfe aufmerksam gemacht werden.

Die App steht kostenlos sowohl für i-Phones als auch für Android Handys zur Verfügung.

Positiv sind die gute Strukturierung der App und die Veranschaulichung durch zahlreiche Bilder. Zu kritisieren ist allerdings, dass sich die Schaltflächen beim Auswählen ab und an überlagern und so kurzzeitig mehrere Themen farblich hinterlegt werden.

Im Allgemeinen kann die App, besonders für die Nachbereitung von Gelerntem oder zur Wissensauffrischung, sehr hilfreich sein. Betont werden muss allerdings, dass sie keinesfalls ein Ersatz für einen Erste Hilfe Kurs ist, denn praktisch lernt man immer noch am Besten. Man sollte sich auch vorab mit den Funktionen vertraut machen um sich dann im Notfall zu Recht zu finden und schnellstmöglich helfen zu können.

Bei den Maltesern versucht man also mit dem Trend zu gehen. Nach einem Blog, einer facebook Seite und einem Twitter Account will man jetzt auch die Smartphone-Nutzer für sich gewinnen. Dafür wurde eine weitere App gesondert für den Notruf entwickelt. Hier erkennt man gut den Wandel der Kommunikationswege. Die Notrufsäulen werden von Mobiltelefonen abgelöst und die heutigen Smartphones haben spezielle Apps die zur Lebensrettung beitragen.

Jacqueline Utke

Studiengang BWL-Industrie, 3.Semester, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

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