Mediennutzung von Jugendlichen heutzutage

Mediengeneration
Medien sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Vor allem für Jugendliche spielen sie verstärkt eine große Rolle, allem voran das Internet. Mittlerweile befindet sich in 77 Prozent aller Haushalte in der BRD ein Computer (ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation, Stand: 2010). Laut der Interone TV-Studie von 2012 besitzen schon 83 Prozent der befragten Haushalte einen Laptop. Tendenz steigend.
Bei einer so hohen Anzahl an Geräten, ist es wenig verwunderlich, dass heute verstärkt der Begriff „Mediengeneration“  für Jugendliche zwischen 14 bis 19 Jahren hergenommen wird. Aber genauso wie das Internet ein Medium ist, ist auch die Zeitung ein (Print-)Medium, das es schon lange vor Computergeneration gab. Damals wurden die Jugendlichen aber nicht unter dem Namen „Mediengeneration“ vereinigt. Eine mögliche Erklärung könnten einerseits Unterschiede in den Funktionen der verschiedenen Medien für verschiedene Generationen liefern, zum anderen aber auch die veränderte Nutzungsdauer und Verbreitung neuer Medien bieten.

Ergebnisse der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation von 2010
Aus ihr geht hervor, dass, entgegen der Erwartung, die Nutzungsdauer des Fernsehens, wenn auch nur geringfügig, zurückgeht. Dasselbe ist beim Radio zu beobachten. Und auch die Reichweite von Tageszeitungen ist weiterhin am Sinken. Paradoxerweise ist aber die Mediennutzung im Allgemeinen gestiegen. Das liegt weitgehend an einem Medium, dass andere tagesaktuelle Medien in sich vereint: das Internet.
Reichweite der Medien

Die Internetnutzung ist seit 1997 stark angestiegen, nicht zuletzt wegen der weiten Verbreitung. Mittlerweile ist ein Wert von 100 % der 14 bis 19-Jährigen erreicht, die das Internet zumindest gelegentlich nutzen.
Hier hat sich innerhalb von 10 Jahren die Nutzungsdauer mehr als vervierfacht, wohingegen bei Fernsehen, Hörfunk und Tageszeitungen eine rückläufige Entwicklung zu beobachten ist.
Das Internet ist ein „all-in-one“-Medium, das es der breiten Masse ermöglicht zu kommunizieren Informationen abzurufen, Unterhaltungsangebote wahrzunehmen oder Onlinegames zu spielen.
Doch gerade aufgrund dieser großen Angebotsvielfalt ergeben sich neue Trends, wie den der Parallelnutzung, auch genannt „Social TV“ oder „Multi-Screening“. Dies wird vor allem bei allgemein hohem Medienkonsum betrieben.

Der Wandel im Nutzungsverhalten wird kurz und einfach erklärt in diesem Video:


Allgemein kann man zu Studien sagen, dass sie teilweise schwer oder gar nicht mit einander vergleichbar sind und je nach Panel auch gegensätzliche Ergebnisse liefern können.
Dennoch ist ein Wandel festzustellen, und zwar in der Nutzung selbst und auch der Dauer und Art der Nutzung. Das Internet als Universalmedium stößt neue Trends an, sodass es eine ständige Weiterentwicklung gibt. Seien wir gespannt, was noch kommt!

Anita Richtmann

Kommunikationswissenschaft, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

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