Das andere Ich

Social media takes work. Gaining followers, crafting interesting prompts, keeping up with the latest networks — it all requires a certain skill. But do you put the same amount of effort into being social in real life“?

Das Internet verändert uns grundlegend. Tausende Freunde auf Facebook, ständig ein Auge auf Twitter & Co., Like-Button hier, Dislike-Knopf dort, nur noch schnell die Welt retten und 148 Mails checken.

Laut Professor Mr. Weigend: „Die Selbstdarstellung im Netz hat einen Grund: Aufmerksamkeit von anderen Menschen zu bekommen.“ Dieser Verdacht wäre jedoch auch digital Außenstehenden gekommen. Doch wie läuft’s nun wirklich – im der Ära der Selbstdarstellung hinter dem Vorhang der Wirklichkeit – im Social Web?

„Das Grab ist ein gar feiner und privater Ort. Doch niemand, so dächt ich, umarmt sich dort“: So hat im 17. Jahrhundert der britische Lyriker Andrew Marvell gereimt. Heute ist zu sagen: Einzig und allein das Grab ist offensichtlich noch ein privater Ort. Fast überall sonst, wo Menschen über das direkte Wort hinaus miteinander kommunizieren, hinterlassen sie Spuren. Sie zeichnen und verfeinern Profile. Sie schaffen übers Internet ein Bild von sich.

Erwin Goffmann hat sich mit der These auseinander gesetzt: „Wir alle spielen Theater“. Diese Aussage ist wohl auch in Bezug auf das Social Web nicht von der Hand zu weisen. Machen wir uns gegenseitig im Netz nur was vor oder/oder schlüpfen wir in eine Rolle, um einen passender Charakter zu spielen. Brauchen wir Inszenierung, um bei Anderen akzeptiert zu werden – oder leben wir im World Wide Web – im Social Web ein völlig anderes Leben?

24,99 Millionen Menschen in Deutschland waren im April 2013 im sozialen Netzwerk Facebook – Platz vier in Europa hinter der Türkei, hinter Großbritannien und Frankreich.
Übers Smartphone zeichnen wir unsere private Landkarte: Wann wir uns wohin bewegen, wie lange wir ruhen. Da jeder zweite Handy-Besitzer als letzte Handlung des Tages sein Telefon ausschaltet und nach dem Aufwachen als Erstes wieder anmeldet, verrät er auch, ob und wie lange er geschlafen hat. Dass jeder Fünfte nach dem Sex sofort nach dem Handy greift, lässt noch viel intimere Einblicke zu. Doch was für ein Leben führen wir hinter dieser Kulisse des Social Web’s? Leben wir, wie Goffmann behauptet, auf 2 Bühnen. Eine Vorder- und eine Hinterbühne? Es ist naheliegend, dass wir auf der Hinterbühne unseren wahren Charakter verleben können, da es nur wenige mitbekommen. Auf der Vorderbühne hingegen, dort schlüpfen wir in eine Rolle, die uns zum gläsernen Menschen macht.

Laut einer Aussage des US-Professors und Internet-Pionier Jeff Jarvis: „Ich bin überzeugt davon, dass der Austausch von Informationen viele Vorteile bringt. Es ist meine persönliche Entscheidung, wem ich diese Informationen auch zugänglich mache, welchen Menschen, welchen Firmen. Das Teilen von Informationen ist ein sehr sozialer und großzügiger Akt.“
Diese Aussage ist sehr fraglich zu betrachten. Der unglaubliche Boom der Social Networks in den letzten Jahren bringt auch sehr viele negative Facetten mit sich. Man kann nicht mehr selbst entscheiden, was von einem veröffentlich wird und was nicht. Das Social Web macht mich regelrecht transparent.
Social Web und Social Media kann regelrecht als ein „digitales Schattenreich“ bezeichnet werden.

Kommunikationswissenschaft, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Advertisements

Mediennutzung von Jugendlichen heutzutage

Mediengeneration
Medien sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Vor allem für Jugendliche spielen sie verstärkt eine große Rolle, allem voran das Internet. Mittlerweile befindet sich in 77 Prozent aller Haushalte in der BRD ein Computer (ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation, Stand: 2010). Laut der Interone TV-Studie von 2012 besitzen schon 83 Prozent der befragten Haushalte einen Laptop. Tendenz steigend.
Bei einer so hohen Anzahl an Geräten, ist es wenig verwunderlich, dass heute verstärkt der Begriff „Mediengeneration“  für Jugendliche zwischen 14 bis 19 Jahren hergenommen wird. Aber genauso wie das Internet ein Medium ist, ist auch die Zeitung ein (Print-)Medium, das es schon lange vor Computergeneration gab. Damals wurden die Jugendlichen aber nicht unter dem Namen „Mediengeneration“ vereinigt. Eine mögliche Erklärung könnten einerseits Unterschiede in den Funktionen der verschiedenen Medien für verschiedene Generationen liefern, zum anderen aber auch die veränderte Nutzungsdauer und Verbreitung neuer Medien bieten.

Ergebnisse der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation von 2010
Aus ihr geht hervor, dass, entgegen der Erwartung, die Nutzungsdauer des Fernsehens, wenn auch nur geringfügig, zurückgeht. Dasselbe ist beim Radio zu beobachten. Und auch die Reichweite von Tageszeitungen ist weiterhin am Sinken. Paradoxerweise ist aber die Mediennutzung im Allgemeinen gestiegen. Das liegt weitgehend an einem Medium, dass andere tagesaktuelle Medien in sich vereint: das Internet.
Reichweite der Medien

Die Internetnutzung ist seit 1997 stark angestiegen, nicht zuletzt wegen der weiten Verbreitung. Mittlerweile ist ein Wert von 100 % der 14 bis 19-Jährigen erreicht, die das Internet zumindest gelegentlich nutzen.
Hier hat sich innerhalb von 10 Jahren die Nutzungsdauer mehr als vervierfacht, wohingegen bei Fernsehen, Hörfunk und Tageszeitungen eine rückläufige Entwicklung zu beobachten ist.
Das Internet ist ein „all-in-one“-Medium, das es der breiten Masse ermöglicht zu kommunizieren Informationen abzurufen, Unterhaltungsangebote wahrzunehmen oder Onlinegames zu spielen.
Doch gerade aufgrund dieser großen Angebotsvielfalt ergeben sich neue Trends, wie den der Parallelnutzung, auch genannt „Social TV“ oder „Multi-Screening“. Dies wird vor allem bei allgemein hohem Medienkonsum betrieben.

Der Wandel im Nutzungsverhalten wird kurz und einfach erklärt in diesem Video:


Allgemein kann man zu Studien sagen, dass sie teilweise schwer oder gar nicht mit einander vergleichbar sind und je nach Panel auch gegensätzliche Ergebnisse liefern können.
Dennoch ist ein Wandel festzustellen, und zwar in der Nutzung selbst und auch der Dauer und Art der Nutzung. Das Internet als Universalmedium stößt neue Trends an, sodass es eine ständige Weiterentwicklung gibt. Seien wir gespannt, was noch kommt!

Anita Richtmann

Kommunikationswissenschaft, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Healthy Lifestyle im Web

Der Fitnessmarkt boomt und das nicht nur in den Sportstudios. Auf Twitter, Facebook, Instagram, Youtube und Co. veröffentlichen Fitnesssportler und Ratgeber Posts rund um den populären Sport.

Es entstehen immer mehr Fitnessseiten und Fanseiten von Fitnesssportlern in sozialen Netzwerken, die sich mit den verschiedensten Themen auseinandersetzen. Zu den Themen gehören neben richtiger Ernährung und Fitnessmotivationen natürlich auch Trainingspläne und neue Trainingsmethoden. Einige Seiten konzentrieren sich nur auf einen Schwerpunkt, wie z.B. die Ernährung, andere hingegen könnte man als Allrounder bezeichnen, die sich mit beinah allen Aspekten befassen.

Durch die große Reichweite, die das Social-Web ermöglicht, ist die Verknüpfung des Sports mit der digitalen Community besonders bei Fitnesssportlern beliebt. Es gibt ihnen die Möglichkeit außerhalb des Fitnessstudios anderen Fitnessbegeisterten Tipps zu geben und die eigene Popularität zu steigern.

Beispiel Marc Fitt:

Bei Marc Fitt handelt es sich um einen 22 Jährigen Kanadier, der sich sehr Aktiv im Social-Web für den Fitnesssport einsetzt. Er ist als Personal Trainer und Fitnessmodel tätig und publiziert über ein breites Spektrum an Onlinemedien. Er verfügt über eine  eigene Facebook Fanpage, ein Instagram-Profil, einen Twitteraccount, Tumblraccount, Youtube Channel und die eigene Homepage. Durch seinen Auftritt in den verschiedensten sozialen Netzwerken verfügt er bereits weltweit über eine beachtliche Fanbase.

Marc_Fitt_Instagram

Die Homepage gibt den Nutzern die Möglichkeit einen individuellen Trainings- und Ernährungsplan zu bestellen, der auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt ist. Einen weiteren Teil der Homepage macht der integrierte Blog aus, der von Marc Fitt mit Informationen und Tipps rund ums Training versorgt wird. Außerdem verfügt die Homepage über einen Store in dem man Supplements, Fitnesskleidung und Fanartikel erwerben kann.

Bildschirmfoto 2013-08-09 um 00.31.07

Durch den Youtube Channel kann man sich verschiedene Motivationsvideos oder Trainingstipps anschauen und so vielleicht auch zu neuen Übungen kommen, die man selber in seinen Trainingsplan einbaut. Hinzu kommt, dass die Videos die ausschlaggebende Motivation geben  können, wenn man sich mal nicht richtig überwinden kann ins Studio zu gehen.

Auch die Facebook Fanpage und das Instagram-Profil lassen sich besonders gut als Motivationshilfe nutzen, da die Bilder oft mit Motivationstexten versehen werden. Außerdem kann man so jederzeit an neue Informationen gelangen, wenn man unterwegs ist.

Bildschirmfoto 2013-08-09 um 00.59.54

Björn Detto

Kommunikationswissenschaft, Universität Bamberg

Überraschend aber verdient!

Welchen deutschen VIP würde man, gemessen nach den Followern bei Twitter, auf dem zweiten Platz vermuten? Schauspieler wie Till Schweiger oder Matthias Schweighöfer, Moderatoren wie Oliver Pocher oder Dieter Bohlen, Musiker wie Nena oder Xavier Naidoo oder Sportler wie Phillip Lahm oder Mario Götze? Hinter dem Spitzenreiter Mesut Özil mit 2,68 Mio. Followern und Heidi Klum mit 1,72 Mio. Followern findet sich überraschend der DJ, Musikproduzent und Hörfunkmoderator Paul van Dyk mit 1 Mio. Followern.
BQXhpbSCIAARWUo.jpg_large
Wie kommt es zu dieser Platzierung?
Paul van Dyk hat im Vergleich zu anderen deutschen Promis eine relativ geringe Basis der medialen Öffentlichkeit in Rundfunk, Hörfunk und der Presse. Er gehört jedoch zu den erfolgreichsten DJs der elektronischen Tanzmusik und legt international in den besten Clubs und auf den angesagtesten Festivals auf. Allein im August ist van Dyk in den USA, in Großbritannien, in Spanien und auf Malta unterwegs, sodass er Deutschlands zweitgrößtes Luftmeilenkonto der Lufthansa besitzt.
Der in Eisenhüttenstadt alias Matthias Paul geborene Musiker erlangte den internationalen Durchbruch 1998 mit der Single „For an Angel“ und wurde u.a. 2006 bei den London Music Awards mit dem „Best International DJ Award“ und vom britischen DJ Magazine als weltbester Produzent ausgezeichnet.
In seinem Twitter-Account ist van Dyk sehr aktiv. Er kommt durchschnittlich auf vier Posts pro Tag und informiert seine Follower hauptsächlich über Neuerscheinungen seiner Tracks und Tourdates. Zudem hält er den Kontakt und die Bindung zu seinen Fans mit Hilfe von Chats auf Twitter oder Facebook aufrecht und stellt regelmäßig Fragen an seine Follower, wie „Hello Twitterworld 🙂 How´s everbody?“ oder „What for dinner?“, die sie zur Interaktion anregen. Ein weiterer kluger Schachzug bildet seine mehrsprachige Kommunikation. Hauptsächlich twittert Paul van Dyk auf Englisch. Passend zu seinen Auftritten in den verschiedenen Ländern kommuniziert er zudem in der jeweiligen Landessprache. Eine sehr gute Strategie, die Paul van Dyk, nicht nur bei seinen Fans, als sehr sympatisch erscheinen lässt.

Bildschirmfoto 2013-08-07 um 22.19.43

Inwieweit er persönlich an seine Follower twittert, lässt sich nicht sicher sagen. Man kann es aber durch seinen persönlichen Stil vermuten. Das dieser seine zahlreichen Twitter-Fans so erfolgreich erreicht, liegt sicher nicht zuletzt an der Unterstützung einer Berliner Agentur, die insbesondere auf aktivierende Kommunikation setzt: „Spots, Tweets, Blogs und Print: aktivierende Kommunikation macht in der Masse der Werbung den Unterschied. Durch individuelle Einbindung der Menschen in Kampagnen hebt sie eine Botschaft aus der Menge heraus.“ (Gregor C. Blach, Geschäftsführer „we do“).

So oder so, Paul van Dyk verfolgt eine Strategie, die ihn zum Platzhirschen unter den deutschen Musikern bei Twitter macht. Ein sehr gutes Beispiel intelligenter Kommunikation im Zeitalter des Web 2.0!

Heike Masarczyk,

Kommunikationswissenschaft, Universität Bamberg

Die Bundesliga: Im Netz weit abgeschlagen

Noch vier Mal schlafen, dann ist es wieder soweit: Am Freitag, dem 9. August, startet die deutsche Fußball-Bundesliga mit dem Klassiker Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach in die neue Saison. Bei diesem wie auch bei den anderen 16 Heimspielen des Rekordmeisters aus München steht schon lange fest, dass die Allianz Arena mit 71.000 Zuschauern ausverkauft sein wird. In der vergangenen Saison lockte die Liga im Schnitt 41.372 Fans in die Spielstätten der 18 Vereine – ein Wert, von dem andere Topligen wie die italienische Serie A oder Spaniens La Liga nur träumen können. Doch in einer anderen Statistik hat Deutschland noch deutlichen Nachholbedarf: In der Facebook-Follower-Liste des europäischen Fußballs liegt sie hinter Spielklassen mit deutlich geringerer Attraktivität wie die türkische SüperLiga – auch in der Twitter-Einzelbetrachtung schneidet Deutschlands Elite-Liga nicht gut ab!
So kam die Bundesliga mit ihren 18 Teams nach Ablauf der vergangenen Saison zum Monatsbeginn Juni gerade einmal auf 12.244.828 Follower und belegte damit Rang 5 im europäischen Ranking – eine enttäuschende Platzierung. Vor allem die beiden Social-Media-Spitzenreiter aus England und Spanien lagen nach Saisonende mit 85.779.636 bzw. 82.004.521 Gefällt-Mir in einer ganz anderen Dimension und scheinen nahezu uneinholbar. Selbst die Serie A (25.137.637) und die SüperLig (20.412.007) platzierten sich noch deutlich vor den Teams der Bundesrepublik.

Fans  von Rekordmeister Bayern München. Quelle: Werner100359

Fans von Rekordmeister Bayern München. Quelle: wikimedia commons. Autor: Werner100359

Immerhin: Dank des Einzugs von Bayern München und Borussia Dortmund ins Finale der Champions League macht in der Steigerungsrate der Bundesliga keiner etwas vor. Während des kompletten Monats Mai, als aufgrund des deutschen Endspiels die Bundesliga medial europaweit eine hohe Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde, konnten die Vereine der Bundesliga ihre Follower-Zahl um 8,52 Prozent steigern! Ein sehr positiver Wert gegenüber beispielsweise La Liga (1,19 Prozent) oder die SüperLig (0,76 Prozent).
Das einzige Erfreuliche aus deutscher Social-Media-Sicht: Bereits auf Platz 8 stand mit der 2. Bundesliga (1.216.533) die zweithöchste deutsche Spielklasse, die wiederrum andere erste Ligen hinter sich ließ, wie zum Beispiel die Eredivise aus den Niederlanden (1.171.738) auf Platz zehn oder die russische Premier League (1.167.469) auf dem elften Rang. Selbst Deutschlands dritte (!) Liga fand sich mit 268.630 immer noch auf 23. Stelle in dem Ranking noch vor der höchsten Spielklasse Tschechiens.
Auch in der Einzelwertung schneiden die deutschen Top-Teams nicht wirklich besser ab. Champions-League-Sieger Bayern München kam nach Saisonende bei Twitter auf 398.525 Follower und belegte als beliebtester deutscher Verein nur einen 17. Platz. Borussia Dortmund kam mit 357.969 Follower auf Rang 19. Alle anderen deutschen Teams schafften es nicht einmal unter die Top 30 in Europas Twitter-Charts.
Woran könnte dies aber liegen? An sportlicher Erfolgslosigkeit sicherlich kaum. Immerhin stand Bayern München in den letzten vier Jahren drei Mal im Finale der Champions League. Schaut man sich die Anzahl der Tweets an, die der eine oder andere Verein, der sich vor den deutschen Teams platziert hat, fällt aber schnell ein erheblicher Unterschied auf. Manchester City (Platz 9) twitterte bereits über 35.000 Tweets an seine Fans, Galatasaray Istanbul (Platz 3) kam auf auf über 25.000 Tweets. Der FC Bayern (unter 7.000) und Borussia Dortmund (unter 8.000) kamen nicht ansatzweise an diese Werte heran.

Florian Greß

Kommunikationswissenschaft, Uni Bamberg

Twitter Break-Ups

Einige Stars hatten lange, manche auch nicht ganz so lange Spaß und Freude an Twitter.

Es wurden viele Bilder und Statements gepostet, die Fans durften einen kleinen Einblick ins Privatleben ihrer Idole erhaschen… aber die Plattform ist auch nicht für jedermann.

I’m Sorry I Don’t Have Time For You Right Now – Jessica Simpson
Jessica Simpson war kurz vor und ein paar Tage nach der Geburt ihres zweiten Kindes mit Eric Johnson, dem kleinen Ace Knute, verstummt. Am 12. Juli gab sie aber ein kleines Lebenszeichen von sich – sie hat die Platform wohl doch nicht verlassen, hat nur ein paar mehr Windeln zu wickeln als sonst.
Zu ihrer Nicht-Präsenz sagte sie nichts. Nächstes Mal sollte sie vielleicht eine kurze Pressemitteilung aussenden, in der sie sich ein paar Wochen von ihrer Twitter-Präsenz entschuldigt, bevor überall Panik ausbricht. (Quelle: LooMee TV)

It’s Not Me, It’s You! – Jennifer Love Hewitt

Hewitt hat bei ihrer letzten Botschaft an ihre Follower am 3. Juli 2013 maßlos die 140 Zeichen-Grenze überschritten:

„Unfortunately with all the negativity people choose to send on twitter as well as threats to there own well being. I’m sad to say twitter is…“ „…No longer for me. I have enjoyed all the kindness and love that came my way, as well as support. But this break is needed.“ „…Life should be filled with positivity and holding each other up, not making threats and sending bad vibes. To those of you who made it a joy…“

Der Ghost Whisperer-Star verabschiedet und bedankt sich bei den Fans auf Twitter für deren Unterstützung und Liebe. Aber sie bedauert ihnen mitteilen zu müssen, dass sie erst einmal eine Pause von der Negativität und den Drohungen, die über Twitter verbreitet werden, braucht. Das Ende ihres „Gezwitschere“ war unerwartet; ein paar Tage vor ihrem Abschied wünschte sie ihren Followern noch einen schönen Sonntag. Vielleicht will sie sich jetzt einfach auf ihre bald wachsende Familie konzentrieren, ein paar Bücher über die Schwangerschaft lesen, und wenn das Kind von ihr und Brian Hallisay dann da ist, meldet sie sich mit einem Babybild zurück!

That’s It – It’s Over. (or not) – Alec Baldwin
Alec Baldwin hat einen ganz anderen Bezug zu Twitter. Simpson war kurz abwesend, Hewitt braucht eine Pause, doch Baldwin hatte allen Grund, seine Beziehung zu Twitter komplett zu beenden. Im Juni 2013 schloss der Schauspieler seinen Twitter-Account, um zu verdeutlichen, wie unwichtig ihm die Platform ist. Ein Journalist hatte behauptet, Baldwins Frau Hilaria Thomas hätte während der Beerdigung von James Gandolfini getweetet.
In einem Vanity Fair-Interview gab er folgendes Statement zur Frage, ob er seinen Twitter-Account jemals wiedereröffnen würde:
„Nein, niemals. Ich war auf der Beerdigung von Jimmy Gandolfini und dort stellte ich fest, Jimmy Gandolfini hatte kein Twitter. Er war so eine geliebte Person, er würde bewundert für seine Schauspiel-Künste, und ihm war Social Media vollkommen egal.“
(Original: Never. No. I went to Jimmy Gandolfini’s funeral, and when I was there I realized Jimmy Gandolfini didn’t have Twitter. Jimmy Gandolfini was so beloved as a person, and he was so admired as an actor, and he didn’t give a fuck about social media.)

Nachdem der Reporter von MailOnline George Stark den Vorwurf gegen Baldwins Frau veröffentlichte, tweetete Baldwin selbst: „Someone wrote that my wife was tweeting at a funeral. Hey. That’s not true. But I’m gonna tweet at your funeral … My wife and I attend a funeral to pay our respects to an old friend, and some toxic Brit writes this fucking trash … I’m gonna find you, George Stark, you toxic little queen, and I’m gonna fuck…you…up.“
Für diesen Tweet wurde er später als homophob bezeichnet, wofür er sich daraufhin entschuldigte; er habe kein Problem mit jeglicher sexueller Orientierung. (Quelle: The Guardian)
Am 14. Juli 2013 tweetet er (obwohl er ja an sich Twitter bereits den Rücken zugekehrt hatte): „Florida is a parallel universe. A fucked up one.“
Und als ob es keiner gelesen hätte, war der Tweet zwei Minuten später schon wieder verschwunden. Es gab natürlich einige Kandidaten, die zu dieser Zeit grade aktiv waren und seinen Account abonnieren – diese retweeteten den Post für die Ewigkeit. (Zumindest solange Twitter nicht aufgekauft, und dann eingestampft wird.)
Baldwin regte er sich auf über den Freispruch von George Zimmermann, der sich vor dem Gericht von Florida wegen Todschlag verantworten musste. (Quelle: Gala)
Hiermit verabschiedete er sich bisher wieder von Twitter. Vielleicht schaut er ja mal wieder vorbei, und sagt hallo.

Franziska Kluepfel Kommunikationswissenschaft, Otto-Friedrich Universität Bamberg