Piepshow auf Twitter

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Sie räkeln sich am warmen Strand und auf weißen, unbefleckten Bettlaken. Der süße Schweiß rinnt an ihren wohlgeformten, gebräunten Körpern herunter und sie werfen neckisch-verführerische  Blicke über ihre nackten Schultern.  Nein, das ist nicht der Anfang eines Altweiber-Schnulzen-Schmuddel-Heftchens. Wir befinden uns in der harten Realität der Social Media Trends. Wer denkt, so etwas gehört hinter verschlossene Türen, der hat weit gefehlt. Die „private“ Nacktheit findet auf der ganz großen Bühne namens World-Wide-Web statt. Denn Sex kommt nicht nur in den Schlafzimmern der Nationen gut an, sondern auch im Wohnzimmer der Welt.

Sex sells! Diese These ist nicht die Neuste, aber scheint immer noch in der heutigen Zeit bestehen zu können.  Man findet die Anwendung oft in der Werbebranche, in der Klatschpresse, auf nicht jugendfreien Seiten im Internet und auf sämtlichen Plattformen des Social Media Bereichs. Die einen finden es anstößig, andere erfreuen sich an den Anblicken, die ihnen in aller Anonymität das Internet bietet. Wie man es aber auch dreht und wendet, würzt man Internetcontent mit etwas Sex, muss man nicht lange auf Aufmerksamkeit warten. Hat man erst die nötige Aufmerksamkeit, klingelt bald darauf auch die Kasse.

Auch immer mehr Stars haben diese Quelle der Beachtung für sich gefunden. Vor allem Heidi Klum und Rihanna sind nicht schüchtern. Rihanna wurde erst kürzlich von einem Onlinenewsportal zu  „Dem (fast) nacktesten Promi im Netzgekürt. Fast täglich füttert sie ihre Follower mit pikanten Fotos. Der Sommer Trend des Jahres: „Huhu, ich bin im Urlaub und mir ist (ich bin) tooootal heiß“. Ein Hang zur Selbstdarstellung oder ein provokativer Schrei nach Aufmerksamkeit? Die Öffentlichkeit interessiert das recht wenig, denn ihr Motto ist „Je knapper das Höschen, desto besser“. Liebe Paparazzis, passt lieber auf, denn die Handykameras der Stars schießen selbst ein paar scharfe Fotos.

Bild3 Quelle: Instagram

Erstaunlich ist, dass vor allem die amerikanischen Stars und Sternchen besonders freizügig im Web sind. Prüdes Amerika? Wohl eher nicht. In keinem anderen Land der Welt funktioniert das Prinzip „sex sells“ so gut wie in den USA. Die USA ist quasi die Brutstätte der Verkaufsstrategie und ebenfalls das zu Hause der Zeitschrift Play Boy und Sex-Ikonen wie Pamela Anderson, Marylin Monroe und Co. Jedoch reizt der ein oder andere auch mal die Toleranzgrenze der Amerikaner aus und muss dann mit Zensur rechnen.

Bei dem Thema „sex sells“ muss man allerdings Vorsicht walten lassen. Der „gute Geschmack“ sollte immer gewahrt sein. Das gilt für die Werbebranche wie auch für alle Promisternchen unter dem sonnigen Urlaubshimmel. Denn wer sich selbst oder Produkte billig darstellt, darf nicht denken er hätte noch einen hohen Marktwert in den seriösen Ligen. Nach wie vor gilt: Sexy Würze ist erlaubt um ein bisschen Pepp ins Image zu bekommen, aber zu viel des Guten hinterlässt auf Dauer nur einen bitteren Nachgeschmack.

Anna-Lena Mlynar, Kommunikationswissenschaft Otto-Friedrich Universität Bamberg

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Ein Gedanke zu “Piepshow auf Twitter

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