Eine Bühne ohne Schauspieler?

„ Deutsche Journalisten sind Twitter- Muffel“

Diesen Satz findet man inzwischen in zahlreichen Meldungen wieder. Gestützt wird diese Aussage von der „Oriella Digital Journalismus Studie“, in der jährlich untersucht wird, wie Journalisten weltweit Social Media nutzen.

In Deutschland hat jeder dritte Journalist einen eigenen Twitter- Account. Wer jetzt denkt, dass dieses Ergebnis gar nicht so schlecht ist, den wird die folgende Information vom Gegenteil überzeugen. China ist das einzige Land, welches im Ranking hinter Deutschland liegt. Das Traurige daran ist nur, dass Twitter eben da verboten ist.

oriella

Doch warum scheuen sich deutsche Journalisten vor Twitter und Co.?  

Gerade für Redakteure sind die sozialen Medien eine wichtige Arbeitshilfe, um neue Themen aufzuspüren, ihre eigenen Texte zu vermarkten oder auch eine engere Leserbindung aufzubauen. Die Ideen, die man sich auf dieser Plattform direkt von seinem Zielpublikum holen kann, sind vielfältig. Verlage stehen ihren Mitarbeiten größtenteils auch nicht im Weg, wenn diese sich entschließen, einen Twitter-Account zu erstellen. Die meisten haben bislang zwar noch keinen „Verhaltenskodex“ für den Umgang mit dieser Plattform erstellt. Die Präsenz der Journalisten wird aber immer mehr zu einer Art Aushängeschild für den jeweiligen Titel.

Ein Beispiel sollte sich die deutsche Medienlandschaft an der Axel Springer AG nehmen, allen voran an Bild-Chefredakteur Kai Diekmann. Seit seiner langen Reise ins Silicon Valley hat er großen Gefallen an Twitter gefunden und ist mittlerweile der inoffizielle Chef unter den „zwitschernden Blattmachern“. Auch ich bin inzwischen eine Followerin von Kai Diekmann und finde seine Tweets sehr interessant und originell. Wir dürfen gespannt sein, welche Innovationen er sonst noch aufgeschnappt hat, um die Medienlandschaft zu modernisieren.

Kai Diekmann

Es bleibt nur zu hoffen, dass sich mehr Journalisten dem Beispiel von Diekmann anschließen und einen sinnvollen Weg finden, Social Media in ihren Beruf hilfreich zu integrieren.

“ Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“

Cindy Liebelt

Kommunikationswissenschaft, Uni Bamberg

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