Eine Woche Twitter

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Während Otto Normalverbraucher sich zum neuen Jahr vornimmt, nicht mehr soviel Zeit auf sozialen Netzwerken zu verbringen um diese stattdessen lieber den Freunden offline zu widmen, nahm sich Schauspielerin Megan Fox, der normalerweise viel an ihrer Privatsphäre liegt, vor im neuen Jahr aktiver auf sozialen Netzwerken zu sein – zu einem „social networking butterfly“ zu werden.

Nachdem sich ein paar Pseudo-Journalisten den Scherz erlaubten und Gerüchte über einen tödlichen Autounfall Megans verbreiteten, machten diese irreführenden Neuigkeiten unter dem Hashtag #RIPMeganFox bald auch auf Twitter die Runde. Ob sich Megan anmeldete um schließlich genau jenen Gerüchten entgegen zu wirken oder um ihre Online-Aktivitäten auszuweiten ist unklar. Jedenfalls meldete sie sich nur kurze Zeit nachdem diese Falschmeldungen weltweit die Runde machten, zu Wort: “Ich bin unglaublich spät dabei, aber nun ich bin hier. Also was jetzt?

Noch in derselben Nacht informiert sie auch auf ihrer Facebook Fanseite über ihren neuen Account, der zunächst unter dem Namen @MeganFox516 läuft bis sie am nächsten Tag Zugriff auf den Namen @MeganFox bekommt und ihr Konto verifiziert werden kann. Prompt reagieren sowohl auf Facebook als auch auf Twitter die Fans mit Begeisterung. Auf Twitter sammeln sich die Follower und Kommentare. Während die meisten ihr nahelegen ihnen zu folgen, werden ansonsten nur wenige konstruktive Vorschläge abgegeben, wie: „Don´t drunk tweet!“ oder „Share your thoughts!“.

Was nun folgt sind dreizehn Tweets, in denen sie ihren neuen Film promotet, die L.A. Lakers anfeuert, ihre Star Wars Memorabilien zur Schau stellt, ein nostalgisches Familienfoto hochlädt und die Begrüßung eines Lakers Spieler bei Twitter retweetet. Die Resonanz ist stets hoch, aber die Reaktionen der Fans sind meist reine Liebesbekentnisse und Aufforderungen ihnen doch jeweils zu folgen. So vergehen fünf Tage, in denen sie über 250.000 Follower ansammelt und sich auf Twitter ausprobiert. Am neunten Januar schließlich verabschiedet sie sich mit einem letzten Tweet:

megan+fox

Während manche Menschen gerade die Kürze der Beiträge, die Direktheit und Geschwindigkeit Twitters schätzen, ist der Sinn und Zweck des Mikroblogging für die 26-Jährige rätselhaft. Ihre Anhänger flehen sie an, auf Twitter zu bleiben und versuchen sie dazu anzuregen, ihre Gedanken zu teilen und mit den Fans zu interagieren. Doch die Entscheidung ist getroffen. Das Profil ist zwar noch abrufbar, aber nicht mehr in Betrieb. Über Facebook liefert sie am folgenden Tag nochmal ein Statement zu ihrer Abmeldung:

Some of you may, or may not have noticed by now that my Twitter account has been shut down…
I thought that 2013 might be the year that I finally blossomed into a social networking butterfly… but as it turns out I still hate it.
Love you guys but I will just never be that girl. Facebook is as much as I can handle.
#I’m Sorry

Während sich immer mehr Prominente via Twitter in Szene setzen um die Fangemeinde zu pflegen, hat die Schauspielerin sich nur einen Kurzbesuch auf Twitter erlaubt. Social Media ist wohl nicht jedermanns Sache.

Lisa Katharina Kopp

Kommunikationswissenschaft Uni Bamberg

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Ein Gedanke zu “Eine Woche Twitter

  1. Pingback: Facebook oder Twitter? | #mediawandel

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