Vine – das neue Youtube?

„Das Internet ist für uns alle Neuland“; diesem Zitat von Angela Merkel musste ich unglücklicherweise nur wenige Tage später zustimmen. Es war der Tag, an dem ich mich in das unbekannte Land der zwitschernden Vögel begab – TWITTER.

Anfang des Jahres wurde die neueste Video-Spielerei für den App Store freigegeben. Mit Vine lassen sich sechs Sekunden Clips samt Ton aufnehmen, die anschließend in einer Endlosschleife laufen. Doch kann man auf diese Weise wirklich mehr vermitteln als durch ein Foto? Zunächst skeptisch beäugt, entschloss ich mich, mich mit dieser Anwendung näher auseinanderzusetzen.

Die Vine-App ist kostenlos und von Beginn an sehr verständlich aufgebaut, ohne viele Extras gelangt man über den Kamera-Button direkt zur Aufnahme seines Clips. Sobald der Finger das Display berührt, wird gefilmt; lässt man los, pausiert die Aufnahme und man kann sein gewähltes Motiv wechseln. Das Ganze funktioniert so lange, bis der grüne Balken oben voll ist und die maximale Zeit von sechs Sekunden erreicht wurde. Um sein Werk mit der Community zu teilen, muss der Beitrag nur noch direkt auf Vine oder zusätzlich bei Twitter veröffentlicht werden.
Bereits bei der ersten Probeaufnahme wird durch die leichte Bedienung der App die Lust geweckt, sich kreativ auszutoben. Inzwischen gibt es zahlreiche Twitter-Accounts, die sich mit originellen Vines beschäftigen. Mit deren Hilfe kann man sich zu neuen Ideen inspirieren lassen, und entdeckt, was innerhalb von sechs Sekunden möglich ist.

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Seit der Einführung ist Vine auf dem besten Weg, sich als Standarddienst für Kurzvideos zu etablieren. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass immer mehr Journalisten und Firmen darauf aufmerksam werden und sich der Vorteile von Vine bedienen. Vorreiter in Deutschland ist vor allem das ZDF und die Berliner Morgenpost, die bereits beide in ihren Twitter Accounts mit Vine arbeiten. Durch minimalen Aufwand für die Reporter lassen sich mit Hilfe der Mini-Clips tolle Stimmungen einfangen, die sie direkt mit Ihren Followern teilen können. Die Bindung zwischen Journalisten und Ihren Lesern wird durch das gemeinsame Teilhaben eines außergewöhnlichen Ereignisses gestärkt. Für Unternehmen und auch die PR gewinnt der Dienst von Vine ebenfalls immer mehr an Bedeutung. Firmen haben erkannt, welche Bindung man durch die Unterstützung der Clips zu seinen Kunden aufbauen kann und veröffentlichen die ersten Produktvorstellungen via Vine auf Twitter.

Durch den Konkurrenzkampf der zwei größten Social Networks werden die zwei Video Dienste Instagram und Vine immer häufiger direkt miteinander verglichen. Im Enddefekt muss aber jeder für sich selbst entscheiden, welchen Dienst er bevorzugt. Ich persönlich habe während meiner Recherchearbeit für diesen Blogeintrag großen Gefallen an dem unkomplizierten Dienst von Vine gefunden.

„ A moment in somebody else’s life, six seconds in another place, another time, as another person“.

Cindy Liebelt

Kommunikationswissenschaft, Uni Bamberg

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