Don’t feed the trolls

Das Social Web bietet immer mehr Menschen Zugang zu Informationen, Austausch und Teilhabe. Doch dieser Austausch wird von einem Phänomen gestört. Einem Störenfried, der im Web Troll genannt wird.

Was macht einen Social Web Teilnehmer zu einem Troll?

Trolls suchen den Konflikt und stören Diskussionen. Sie „ernähren“ sich von Aufmerksamkeit und versuchen diese mit allen Mitteln zu erzeugen. Er geht teilweise sogar so weit, dass manche Trolls einen Fake Account anlegen. Diese Fake Account, genannt Sock Puppets, dienen um sich selber zu antworten um so künstlich Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Die feinen Unterschiede wo trolling beginnt und wo es aufhört bleiben natürlich jedem Betrachter frei überlassen. Abhängig von Toleranz persönlicher Einstellung und Humor gibt es sogar gute Trolls. Diese Trolls sind am voranbringen der Community interessiert und fallen durch permanentes Aufzeigen bestimmter Missstände auf.

Wo sich aber alle einig sein dürften ist, dass es einen zum Troll macht, wenn man das konstruktive Vorankommen einer Diskussion hindern. Diese dekonstruktiven Trolls, ihre Unterschiede und den Umgang werde ich im Folgenden erläutern.

Welche Unterschiede gibt es?

„angry“ Troll

Der „angry“ Troll hegt einen unfassbaren Groll gegen alles und jeden, dies bringt er zu jeder möglichen Situation zum Ausdruck. Er beschimpft, nörgelt und streitet sich zu jeden Sachverhalt.

„screamer“ Troll

Eng verwandt mit dem „angry“ Troll ist der „screamer“ Troll. Es ist nicht nur sauer. Er will dich anschreien bis dir die digitalen Trommelfelle platzen. Dieser Troll schreibt teilweise oder am besten alles in Großbuchstaben, was im Netz als schreien oder rufen gilt.

„superman“ Troll

Diese Art von Troll findet sich nicht genug beachtet und missgönnt anderen Aufmerksamkeit.

Da er, laut eigener Aussage, dass was andere tun bereits vor langer Zeit gemacht hat und dies natürlich viel besser. Denn er war schon vorher cool und egal was du versuchst, du wirst niemals so cool sein wie dieser „superman“ Troll. Typische Aussagen sind: „Ich habe schon Pokémon gespielt als es nur 150 gab“…

„spoiler“ Troll

Eine besonders gemeine Art des trolling ist spoilern. Der Troll verrät im social web, das besonders lang ersehnte Ende Serie und welcher Charakter im Buches oder Film stirb.

Der „grammar“ Nazi

Dann gibt es den „grammar nazi“, der einen zu jeder Zeit korrigiert und den User auf seine sprachlichen Defizite oder sein kommunikatives Unvermögen hinweisen.

Wie geht man mit einem Troll um?

Ist ein Troll erst mal erkannt, ist es wichtig strategisch zu reagieren, nicht nur als normaler User, sondern auch als Admin oder Unternehmen.

Dabei stehen einem mehrere Varianten zur Verfügung: Zurück trollen, abstrafen durch Schweigen, („Do not feed the Troll“), fachlich kompetent entgegentreten oder mit Humor überspielen?

Wichtig ist sich erst einmal zu fragen wie sehr einen die Kritik stört. Will man wirklich auf einen Troll der sich hinter der Internet Anonymität verbirgt eingehen? Vielleicht gab es bereits 10 positive Postings zu einem Tweet und man verwendet die Aufmerksamkeit auf einen einzigen negativen. Generell ist Kritik oder Kritikfähigkeit niemals schlecht, besonders wenn man etwas positives daraus ziehen kann.

Hier ein Beispiel wie ich auf den bekannten @Der_Oberlehrer, reagiert habe.

Beim Troll sollte man am besten gelassen bleiben und sich nicht aus dem Konzept bringen lassen.

Bei all zu provokanten, verletzenden oder gar rassistischen Äußerung ist es wichtig entschlossen und eventuell als Gruppe auftreten. Der einfachste Weg ist die Funktion: „Als Spam makieren“, die andere User darauf hinweist, dass es sich hier nicht mehr um Spaß handelt. Maßnahmen wären ein Ausschluss aus dem Forum für eine gewisse Zeit oder permanent. Mobbing, Shitstorms und Flaming sind nicht zu unterschätzen.

Abschließend kann man festhalten, Trolls die sich ignorieren lassen sollte man getrost nach dem Motto: „Do not feed the trolls“, einfach verhungern lassen

.Trolls

Maximilian Lägers

Advertisements

Ein Gedanke zu “Don’t feed the trolls

  1. Pingback: Bleibt höflich, bleibt zurückhaltend! | #mediawandel

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s