The Hashtag Sensation

Hashtags sind im Grunde Wörter mit einer Raute (#) davor.

Man findet sie in so gut wie allen sozialen Netzwerken, diese Wörter, die meist schon blau leuchten oder fett herausragen, und anregen, darauf zu klicken. Angefangen hat der Trend auf Twitter.

Ein ordnungsliebender Mensch wollte eigentlich nur Emails, Dateien, Bilder, und eben auch seine Tweets kategorisieren und erfand ganz unabsichtlich den Hashtag. Twitter griff das Konzept nach einiger Zeit auf und machte tatsächliche Links aus den Wörtern mit der Raute. Man konnte auf das Wort klicken, und fand sich wieder auf einer Seite mit allen Tweets, die dasselbe Wort enthalten.

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Beispiel: Hashtag #mediawandel.

„Hash“(engl.) steht für das Doppel-/Rautezeichen, „Tag“(engl.) für Markierung.
Durch das Verwenden von Hashtags kann man auf seine Posts aufmerksam machen, seine Zugehörigkeit oder Meinung äußern, oder einfach nur Ordnung schaffen. Nach Hashtags suchen kann jeder: so ist man nicht mehr unbedingt auf bestehende Kontakte oder Abonnements angewiesen, sondern kann Nutzern aufgrund ihrer Verlinkungen folgen oder mit ihnen in Kontakt treten. Unternehmen nutzen den Hashtag vor allem für besondere Aktionen und „erfinden“ Schlagwörter, die dann im Web 2.0 für Aufmerksamkeit sorgen. Coca Cola hatte 2013 die Idee, die Etiketten ihrer Flaschen mit Namen zu personalisieren. In Deutschland steht auf der Flasche „Trink‘ ne Cola mit…“(…deinem Schatz), in den englischsprachigen Ländern der Spruch „Share a Coke with…“ (…Emily). Auf Twitter verbreitete Coca-Cola den Hashtag #ShareACoke.

Google+, Instagram, Pinterest, und mittlerweile auch Facebook verwenden Hashtags auf dieselbe Art und Weise wie Twitter. Die sozialen Plattformen werden dabei allerdings nicht miteinander verlinkt, sondern nur die Hashtags innerhalb der Seite. Es lässt sich aus jedem einzelnen oder einer Aneinanderreihung von Wörtern ein Tag kreieren – einzige Vorraussetzung ist: keine Leerzeichen dazwischen. So startete Jimmy Fallon in seiner Comedy „Late Night“ Show eine wöchentliche Kurzeinlage von Hashtags zu einem Thema, das er vorher getweeted hat und zu dem dann jeder Twitternutzer mit dem entsprechenden Hashtag tweeten kann. Die besten/lustigsten Posts liest er dann innerhalb von ca. 3 Minuten den Zuschauern vor.


Late Night with Jimmy Fallon #latenighthashtags #howigotdumped

Es gibt allerdings – wie bei fast allem im Leben – auch zu viel des Guten vom Hashtag. Nicht wirklich sinnvoll ist es, #jedes #Wort #einzeln #zu #verlinken. Wenn man dann auf den einzelnen Tag klickt, verliert dieser seinen Sinn, da es ja darum ging, #jedesWorteinzelnzuverlinken.

Franziska Kluepfel
Kommunikationswissenschaft, Otto-Friedrich Universität Bamberg

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