Sonne, Strand und Social Web

Wer kennt das nicht, dieses Bedürfnis nach Urlaub, Abenteuer und das Entdecken neuer Länder. Da ist der Gang ins Reisebüro um die Traumreise zu buchen nicht fern. Reisekataloge wälzen und auf der Suche nach dem besten Angebot erfolgreich sein. Doch das Blatt hat sich gewendet: rund 80% aller Reisenden nutzen für Informationen über ihre Reise nicht mehr den klassischen Reiseführer in Print Form, sondern das Internet, das Social-Web.

Social Media wird ganz groß geschrieben. Nutzer werden vom passiven Konsumenten touristischer Botschaften zu aktiven Gestaltern touristischer Kommunikation und zum entscheidenden Faktor effizienter Kommunikation von Marken-Botschaften. Der Pfad, der durchs Internet führt wird immer komplexer. Es ist nicht mehr entscheidend, um welchen Anbieter es sich bei der Website handelt, sondern Inhalte anderer User, ob Freunde was dazu gesagt oder „gelikt“ haben. Durch die Nutzung von Social Media bestimmen jedoch zunehmend die Kunden das Image eines Unternehmens, die klassische Marktmacht der Anbieter schwindet.

Bewertungen, Kommentare und Feedbacks in Social Media-Plattformen werden somit zunehmend erfolgskennzeichnend für touristische Unternehmen. Jedoch bietet die umfangreiche und direkte Kommunikation in den sozialen Netzwerken dem Tourismus auch die Chance, marktrelevante Trends frühzeitig zu erkennen und umzusetzen. Man spricht regelrecht von einer Destinations Management Organisation im Netz. Die Tourismusbranche setzt gezielt Instrumente ein, um die potentielle Nachfrage zu steigern, das Online-Ziel ist somit meist die angebotsseitige Darstellung der Destination im Web. Rund die Hälfte der User von Reise-Websites nutzt Social Media Instrumente.

Spitzenreiter unter den Social Medias ist unumstritten Facebook. Jedoch ist die Konkurrenz nicht fern: Google+. Anhand einer Umfrage durch TripAdvisor’s „TripBarometer“ bei der fast 40% der 15.000 befragten Reisenden weltweit ihre letzte Reise bei Google+ recherchiert haben, werden die Karten neu gemischt.

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Quelle: emarketer

Es gilt also eine Vielzahl von Möglichkeiten zu identifizieren und „ins Netz zu bringen“. Innovationen auf der technischen Seite, jedoch viel wichtiger soziale Innovationen in der Medienkultur der Kunden auf der anderen Seite.

Die Unternehmensstruktur verschiedenster Tourismus Anbieter muss sich den „Social Media Prozessen“ stets anpassen.

Anne Mahncke
Kommunikationswissenschaft, Otto-Friedrich Universität Bamberg

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