Privatsphäre im „Neuland“

Social Media oder keine Social Media das ist hier die Frage. Mittlerweile sind Facebook, Twitter und Co. gar nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Anders gesagt sind sie die Must-Haves des 21. Jahrhunderts. Doch immer öfter kommt die Frage auf, wie sicher man eigentlich im Internet unterwegs ist und wie viel Privatsphäre einem wirklich garantiert wird.
Kann man überhaupt noch differenzieren, was privat ist und auch so bleiben sollte und was nicht? Sind wir mittlerweile alle schon sotransparent geworden?

Die Stars und Personen des öffentlichen Lebens twittern ganz fleißig über ihren Tagesablauf, über ihre Emotionen und posten private Fotos. Manche nennen es Selbstvermarktung. Sie nennen es Nähe zu ihren Fans, aber tun sie sich selbst damit einen Gefallen? Das ist der Punkt, an dem die Meinungen auseinandergehen. Natürlich finden es die Fans sehr spannend zu sehen, wo ihr Star gerade zu Mittag ist oder was sie sich wieder neues zum Anziehen gekauft hat.

Doch sie bieten aber gleichzeitig eine massive Angriffsfläche, denn jeder kann auf gut deutsch „seinen Senf dazu geben“. Im schlimmsten Falle kann dies zu den berühmten Shitstorms führen.

Trotz allem versucht man dies durch das Aufstellen verschiedener Regeln(z.B. Twitter) zu verhindern, doch Regeln sind bekanntlich dafür da um gebrochen zu werden.

Ein anderer Aspekt ist die eigene Privatsphäre im Internet. Auf dem ersten Blick sehen die Daten die man ins Netz stellt gesichert aus. Aber man lässt es oft außer Betracht, dass die Datenschutzgesetzte die das Internet betreffen nicht vollständig ausgearbeitet sind und es immer wieder zu Lücken kommt die einen angreifbar machen. Was auch der eigentliche Sinn hinter Bundeskanzlerin Merkels Aussage: „Das Internet ist für uns alle Neuland“ zu sein scheint.

Ein Beispiel auf Facebook wäre, man postet ein Bild und denkt automatisch es können nur die eigenen Freunde sehen, doch ein falscher oder vergessener Klick und das war’s mit der    Privatsphäre. Die Unsicherheit im Netz ist wohl auch der Tatsache zu verdanken, dass auch Daten die man löscht und denkt sie endgültig vernichtet zu haben, nicht wirklich aus der Welt sind.

Vorsicht ist also geboten, nicht alles ist so, wie es einem auf den ersten Blick scheint. Man sollte generell darauf achten, wirklich private Sachen nicht in Social Media Plattformen zu teilen oder nur wenn man mit den Konsequenzen leben kann.

Emine Deveci
Kommunikationswissenschaft Otto-Friedrich Universität Bamberg

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