YouTube als Recruitinginstrument

„Broadcast Yourself“ – mit diesem Slogan wirbt YouTube für seine Plattform. Das ist nicht die Aufforderung, einen Brotkasten herzustellen, sondern bedeutet soviel wie „Bringe dich selbst groß raus“. Auch für Unternehmen wird das Videoportal immer wichtiger, gerade wenn es darum geht, qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Mit YouTube haben Unternehmen die Chance, auch für die junge Generation attraktiv zu sein. Mit Hilfe von Recruiting-Videos können Unternehmen die dringend gesuchten Fachkräfte erreichen und diese anhand überzeugender Bilder und Statements zu einer Bewerbung bewegen.

Allerdings müssen die Unternehmen einiges beachten, damit ihr Video nicht zum absoluten Flop wird. In der folgenden Grafik zeige ich, wie in etwa ein erfolgreiches Video entstehen kann.

Youtube-video

 

Recruiting mit YouTube – Chancen und Risiken

Wie bereits erwähnt, bringen die Recruiting-Videos sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Anhand dieses erfolgreichen Videos können die Chancen für die Unternehmen aufgezeigt werden.

 

Mit diesem Video sollen vor allem Unternehmertalente angesprochen werden, die ihr Talent, Kreativität und Know-how in die Axel Springer AG einbringen. Das Video ist viral höchst erfolgreich und überzeugt die Zuschauer mit Witz. Das Unternehmen kann so ein innovatives Image pflegen, da solche Videos vor allem bei der jüngeren Zielgruppe ankommen, die sich für spannende und innovative Inhalte interessieren. Empfehlen die Zuschauer das Video an Freunde weiter, wird die Reichweite extrem gesteigert.

Unabhängig von diesem Video hat ein Unternehmen mit der Aktivität auf YouTube die Möglichkeit, schnell auf Kritik zu reagieren. Mit einem Video kann relativ schnell ein Statement abgegeben werden.

Sind die Videos aber nicht gut durchdacht, können sie für Unternehmen eher zum Problem werden. Das Video von Edeka zum Beispiel wird von den Zuschauern eher belächelt als ernst genommen.

 

Die Auzubildenden rappen über ihre Ausbildung bei Edeka. Für ein Einzelhandelsunternehmen ist dieser Sprachstil nicht passend, daher wirkt das auf Zuschauer mehr abschreckend als dass sie sich dort bewerben möchten. Das Unternehmen verliert seine Glaubwürdigkeit und wirkt nicht authentisch.

Abgesehen von diesem Beispiel treten noch weitere Risiken bzw. Nachteile für ein Unternehmen auf. Das Anzeigen von Fremdwerbung im eigenen Video, beispielsweise durch einen direkten Wettbewerber stellt ein Risiko dar. Der Zuschauer kann so direkt auf die Website vom Wettbewerber weitergeleitet werden. Durch die starke Nutzung des Videoportals kommt es außerdem zu Unterbrechungen beim Abruf des laufenden Videos. Diese werden dann meist von den Nutzern abgebrochen.

In Zukunft werden Unternehmen auf eine Aktivität bei YouTube immer weniger verzichten können. Gerade Videos machen die Firmen erlebbar. Sie geben ihnen die Möglichkeit, ihre Stärken authentisch zu präsentieren. Betrachtet man abschließend die Chancen und Risiken, wird deutlich, dass Recruiting-Videos eine Chance für Unternehmen sind, aber der Erfolg nicht garantiert werden kann. Denn selbst eine hohe Zahl an Aufrufe bedeutet nicht zwingend einen Erfolg hinsichtlich der Mitarbeitergewinnung. Wird ein Spot beispielsweise in erster Linie nur als Unterhaltung konsumiert und nicht als ein Aufruf zur Bewerbung wahrgenommen, ist das Ziel schon verfehlt.

Carina Boy

Studiengang Industrie, 3. Semester, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

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