Social Media Relations im B2B-Bereich: Die Schuler AG

Die Bedeutung des Internets als Kommunikationskanal wächst und wächst. Die Internetnutzung in Deutschland nimmt zu, so nutzten laut einer Statistik des Statistischen Bundesamt 77 % der deutschen Bevölkerung (> 10 J.) im ersten Quartal 2012 das Internet. Im Jahr 2004 lag der Anteil noch bei 58 %.

Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter sind heutzutage aus der privaten Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Bedingt durch das Zeitalter Web 2.0 erleben auch Unternehmen eine zunehmende Veränderung ihrer Unternehmenskommunikation.

Laut einer Studie der Fachgruppe Social Media im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BDVW) e.V. setzen rund 85 % der deutschen Unternehmen auf Social Media.

Business-to-Customers Unternehmen (B2C-Bereich) setzen soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und XING mittlerweile ganz selbstverständlich ein. Viele B2B Unternehmen stehen im Gegensatz zu den B2C Unternehmen am Anfang ihres Social Media Auftritts und müssen das hierzu benötigte Know-how erst noch erlangen. Denn viele stellen sich immer noch die Frage, ob sich diese Kanäle für das Erreichen der Kommunikationsziele eignen.

Social Media bei Schuler

Die Schuler AG, Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik mit Sitz in Göppingen, hat am 1. Oktober 2012 ihr Engagement im Bereich Social Media (Facebook, Twitter, YouTube, Xing, LinkedIn) begonnen. Zurzeit befindet sich die Schuler AG noch in der Startphase ihres Social Media Einsatzes.

Zuerst einmal wurde ein Media-Präsenzcheck durchgeführt: Wer sind die Empfänger der Botschaften im Social Web? Welche Kommunikationsziele sollen erreicht werden und wie misst man deren Erfolg? Mit welchen Botschaften/Inhalten will Schuler die Zielgruppen ansprechen? Welche Instrumente sollen eingesetzt werden?

 

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„Social Media ist bei der Schuler AG ein Kommunikationsinstrument. Das Themenspektrum ist sehr bunt. Schuler möchte explizit keine „harten“ News wie Pressemitteilungen über die Social Media Kanäle verbreiten. Die Beiträge sollen menschlich gehalten werden, man möchte hiermit die Mitarbeiter und die allgemeine Öffentlichkeit ansprechen, außerdem dient es als Recruting-Instrument.“ (Telefongespräch mit Simon Scherrenbacher, Unternehmenskommunikation, Schuler AG).

 

 

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Facebook-Auftritt der Schuler-Gruppe

 

 

Chancen und Risiken

Social Media bietet Unternehmen wie Schuler Chancen in vielen Bereichen. Mitarbeiter und die allgemeine Öffentlichkeit zu informieren sowie Recruting-Maßnahmen sind das primäre Ziel der Schuler AG. Durch die Anwesenheit in allen wichtigen sozialen Netzwerken wird das Unternehmen in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen, es wird transparenter.

Es wird dem Mitarbeiter und der allgemeinen Öffentlichkeit ermöglicht Fragen zu stellen, die entweder durch andere User oder durch das Unternehmen selbst auf schnellstem Wege beantwortet werden können. Risiko generell: Die Risiken eines Social Media Einsatzes dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Durch die rasante Verbreitung im Web können unangenehme Nachrichten – auch falsche – ans Licht kommen und das Image schädigen. Fakt ist aber, dass Diskussionen im Web so oder so stattfinden. Eine eigene Plattform dafür zu schaffen, bietet den Unternehmen die Möglichkeit, schnell und professionell darauf zu reagieren. Risiko bei der Umsetzung: Unzufriedenheit kann auf Mangel an Feedback zurückgeführt werden, wenn man sich nicht um die Kommunikation mit den Usern kümmert. Der schnelle Prozess des Internets fordert einen hohen Aufwand und Pflege der einzelnen Kanäle, Plattformen und Foren.

Abschließend kann man sagen, dass Social Media für Schuler stetig an Bedeutung gewinnt und einen vielversprechenden Weg darstellt mit Stakeholdern wie (zukünftigen) Mitarbeitern und der Fachöffentlichkeit zu kommunizieren. Es bleibt aber immer eine Ergänzung und wird – zumindest Stand heute – keine klassischen Kommunikations- und Marketinginstrumente (PR, Multimedia, Print, Webseite, Messen & Events etc.) ersetzen.

 

Katharina Rädler

Studiengang Industrie, 3. Semester, Duale Hochschule Baden Württemberg, Campus Ravensburg

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