Coming soon..!

Advertisements

Webinare – Schulungen im Online-Seminarraum

Stell dir vor, es findet eine Schulung statt und keiner geht hin – aber alle sind da.

Unmöglich? Nein. Das Zauberwort heißt Webinar. Diesen Zauber hat sich die KaVo Dental GmbH aus Biberach/Riss zu Nutze gemacht.

Webinare – Was ist das und was kann das?

Webinare sind Seminare, die im Internet abgehalten werden. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern Web von Wold Wide Web und Seminar zusammen. Webinare bieten eine Vielzahl an technischen Möglichkeiten. Sie eignen sich bestens um Vorträge zu halten, auch wenn sich Zuschauer und Referent nicht an einem Ort befinden. Das ist eine kleine Revolution im Arbeitsalltag. Früher war es undenkbar, am Arbeitsplatz eine Schulung mit mehreren Personen durchzuführen ohne dabei die Kollegen zu stören.

Voraussetzung für die Teilnahme an einem Webinar* ist ein Computer oder Tablet PC mit Internetanschluss. Für den Moderator empfiehlt es sich ein Mikrofon zu benutzen um eine bestmögliche Sprachqualität zu erzielen. Außerdem sollte er den WebEx Client herunterzuladen. Das erleichtert die Bedienung. Zudem gibt es die Möglichkeit eine Präsentation zu präsentieren. Diese wird über die Webex Cloud an die Teilnehmer gestreamt. Wer seinem Gegenüber lieber digital in die Augen schauen möchte, benötigt dafür eine Webcam. Auch diese Funktion wird unterstützt. Der Teilnehmer loggt sich kurz vor Beginn des Webinars ein und kann dann über seinen PC der Präsentation des Referenten folgen.

Der Moderator (der gleichzeitig auch Admin ist) muss die Sitzung eröffnen und wahlweise mit einem Passwort versehen. So wird sichergestellt, dass kein unerwünschter Zuschauer störet. Der Moderator erhält nach der Eröffnung der Sitzung einen Einladungslink. Diesen muss er an die Teilnehmer weiterleiten, die dadurch beitreten können.

Der Vorteil von Webinaren liegt also auf der Hand: Bis zu 3.000 Personen können an einem Meeting teilnehmen, egal wo auf der Welt sie sich befinden. Ein Experte kann viele andere ortsungebunden zu Experten machen. Dafür mussten sich die Menschen früher an einem Ort versammeln. Das kostet Zeit, Energie und belastet die Umwelt.

Projekt_marketing

Ablauf eines Webinars bei der KaVo Dental GmbH

Wie lässt sich das erfolgreich umsetzen?

Diesen Vorteil hat auch die KaVo Dental GmbH erkannt. Unter der Dachkampagne „Von Zahnarzt zu Zahnarzt“ bietet sie seit nunmehr einem Jahr Webinare für die Endkunden an. Als Hersteller zahnmedizinischer Produkte im B2B Bereich hat KaVo bisher hauptsächlich den Fachhandel, Servicetechniker und KaVo-Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen geschult. Darunter fallen Produktneuheiten, Produktdetails, Nutzenargumenten, Bedienung und Installations- und Funktionsabläufe. Der Fachhandel wiederrum gibt dann die Informationen an den Endkunden, also an Zahnärzte, Zahntechniker und Universitäten weiter. Diese Schulungen fanden alle offline und in einem KaVo Präsentationszentrum, also ortsgebunden, statt. Einen direkten Kontakt zwischen KaVo und dem Endkunden in Form von Schulungen gab es bisher auch, allerdings nur in vergleichsweise geringem Maße. Somit wurde ein neues Marketinginstrument erkannt, implementiert und den Schulungskatalog der KaVo Dental um ein Kapitel erweitert.

Unter dem Branding „KaVo eAcademy – von Zahnarzt zu Zahnarzt“ referiert am Beispiel ein Experte eines bestimmten zahnmedizinischen Bereiches über ein aktuelles Thema, ein neues Produkt oder ähnliches. Die Zielgruppe ist hierbei eindeutig der Endkunde – von Zahnarzt zu Zahnarzt. Hierbei sollen nicht ausschließlich KaVo-Produkte im Vordergrund des Webinars stehen, sondern hauptsächlich die Bedürfnisse der Zahnmediziner befriedigt werden. Das wird dadurch erreicht, dass aktuelle zahnmedizinische Themen aufgegriffen und behandelt werden. Ein weiteres Bonbon dieser Webinare ist die Möglichkeit zur Interaktion zwischen Referent und Teilnehmer. Sie können während der Präsentation über eine Chatfunktion Fragen an den Referenten stellen, die dieser dann am Ende seiner Präsentation beantwortet.

Neben den bereits genannten Vorteilen für den Veranstalter, wie die Erreichbarkeit einer größeren Masse bei geringerem Aufwand gibt es natürlich auch einige Benefits für KaVo’s Endkunden. Schulungen, denen der Zahnmediziner bequem von zu Hause oder seinem Arbeitsplatz aus folgen kann, erleichtern seit Zeitmanagement enorm, da keine Reise zum Veranstaltungsort notwendig ist. Außerdem fordert die deutsche Ätztekammer Fortbildungspunkte von Zahnmedizinern. Für jedes absolvierte Webinar gibt es einen Fortbildungspunkt.

Kavo_eacademy

Branding: KaVo eAcademy

Und was hat das alles mit Wandel zu tun?

Bei der KaVo Dental GmbH zeichnet sich eine starke Ausweitung der Aktivitäten in den Online – Bereich ab. Das geht vom Webinar über die Sales Areas bis zum Recruiting via Social Media, welches in diesem Blog bereits als Best Practice Beispiel analysiert wurde. Dieser Wandel ist absolut sinnvoll und nachvollziehbar.

Die Kunden und Zielgruppen bewegen sich immer mehr online. Zudem wird der Konkurrenzkampf auf den Märkten immer härter. Konkurrenten gehen mit immer aggressiveren Preisen und Maßnahmen in den Markt. Gerade der Dentalmarkt zeichnet sich dadurch aus, dass kein Unternehmen wirkliche Marktmacht besitzt. Es gibt zwar einige Größen, doch Marktbeherrschung durch einzelne ist kaum vorhanden. Wer in diesem Markt seine Absätze steigern will, der muss auf die Wünsche des Kunden eingehen. Doch die Frage, was der einzelne Kunde genau will, ist sehr schwer zu beantworten.

Wenn man die Sache aber genauer betrachtet ist es nicht schwer zu beantworten, was der Kunde möchte. Diese Informationen sind vorhanden. Die Schwierigkeit liegt darin, diese Informationen für jeden Kunden individuell herauszufiltern. Bei Offline Maßnahmen ist das kaum möglich. Wenn ein Kunde einen Flyer liest kann kein Hersteller herausfinden, für welches Produkt ein konkretes Kaufinteresse besteht. Anders bei den Online Maßnahmen. Wenn sich ein Kunde zum Beispiel für ein Webinar anmeldet, zeigt er ein klares Interesse an diesem Produkt. So können weitere Maßnahmen wie Newsletter oder Außendienstbesuche individuell für den Kunden aufbereitet werden.

Zudem werden alle Webinare aufgezeichnet und dann auf dem YouTube Channel von KaVo veröffentlicht. Die Teilnehmer des Webinars bekommen den Link per Mail zugeschickt. Durch den YouTube Chanel kann jeder das Webinar anschauen. Hier ein Beispiel. Daran sehen wir, dass die Online Maßnahmen nachhaltiger sind als die Offline Maßnahmen. Denn wer ein offline Seminar nicht besucht hat, hat kaum die Chance sich dieses Wissen nachträglich bequem am Computer anzueignen.

Da auch KaVo einen Nutzen aus den Webinaren ziehen will, gibt es einen Follow Up Prozess. Jeder Teilnehmer bekommt einen Feedbackbogen angezeigt, sobald das Webinar beendet ist. So tritt spezifisches Kundeninteresse zu Tage. Anschließend wird jedes Interesse eines Kunden (=Lead) durch einen internen Leadqualifizerungsprozess in verschiedene Kategorien eingeteilt und nachverfolgt.

Dank der Webinare steht nun ein neues Tool zur Verfügung, welches die Durchführung und die Teilnahme an Schulungen und Seminaren für den Veranstalter und den Teilnehmer erleichtern soll. So kann mit Hilfe der Webinare eine große Masse ortsunabhängig erreicht werden. Der Follow Up Prozess der KaVo Dental garantiert, dass die vom Kunden angegebenen Informationen nicht verloren gehen, sondern in Kaufinteresse umgewandelt werden.

Webinar: Zahnmedizinische Mikroskopanwendung

*Alle Erklärungen zum Thema Webinare beziehen sich auf die Durchführung mit dem Cisco WebEx Programm.

 

Theresa Rehm | Jens Hartwich

Studiengang Industrie, 3. Semester, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

YouTube als Recruitinginstrument

„Broadcast Yourself“ – mit diesem Slogan wirbt YouTube für seine Plattform. Das ist nicht die Aufforderung, einen Brotkasten herzustellen, sondern bedeutet soviel wie „Bringe dich selbst groß raus“. Auch für Unternehmen wird das Videoportal immer wichtiger, gerade wenn es darum geht, qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Mit YouTube haben Unternehmen die Chance, auch für die junge Generation attraktiv zu sein. Mit Hilfe von Recruiting-Videos können Unternehmen die dringend gesuchten Fachkräfte erreichen und diese anhand überzeugender Bilder und Statements zu einer Bewerbung bewegen.

Allerdings müssen die Unternehmen einiges beachten, damit ihr Video nicht zum absoluten Flop wird. In der folgenden Grafik zeige ich, wie in etwa ein erfolgreiches Video entstehen kann.

Youtube-video

 

Recruiting mit YouTube – Chancen und Risiken

Wie bereits erwähnt, bringen die Recruiting-Videos sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Anhand dieses erfolgreichen Videos können die Chancen für die Unternehmen aufgezeigt werden.

 

Mit diesem Video sollen vor allem Unternehmertalente angesprochen werden, die ihr Talent, Kreativität und Know-how in die Axel Springer AG einbringen. Das Video ist viral höchst erfolgreich und überzeugt die Zuschauer mit Witz. Das Unternehmen kann so ein innovatives Image pflegen, da solche Videos vor allem bei der jüngeren Zielgruppe ankommen, die sich für spannende und innovative Inhalte interessieren. Empfehlen die Zuschauer das Video an Freunde weiter, wird die Reichweite extrem gesteigert.

Unabhängig von diesem Video hat ein Unternehmen mit der Aktivität auf YouTube die Möglichkeit, schnell auf Kritik zu reagieren. Mit einem Video kann relativ schnell ein Statement abgegeben werden.

Sind die Videos aber nicht gut durchdacht, können sie für Unternehmen eher zum Problem werden. Das Video von Edeka zum Beispiel wird von den Zuschauern eher belächelt als ernst genommen.

 

Die Auzubildenden rappen über ihre Ausbildung bei Edeka. Für ein Einzelhandelsunternehmen ist dieser Sprachstil nicht passend, daher wirkt das auf Zuschauer mehr abschreckend als dass sie sich dort bewerben möchten. Das Unternehmen verliert seine Glaubwürdigkeit und wirkt nicht authentisch.

Abgesehen von diesem Beispiel treten noch weitere Risiken bzw. Nachteile für ein Unternehmen auf. Das Anzeigen von Fremdwerbung im eigenen Video, beispielsweise durch einen direkten Wettbewerber stellt ein Risiko dar. Der Zuschauer kann so direkt auf die Website vom Wettbewerber weitergeleitet werden. Durch die starke Nutzung des Videoportals kommt es außerdem zu Unterbrechungen beim Abruf des laufenden Videos. Diese werden dann meist von den Nutzern abgebrochen.

In Zukunft werden Unternehmen auf eine Aktivität bei YouTube immer weniger verzichten können. Gerade Videos machen die Firmen erlebbar. Sie geben ihnen die Möglichkeit, ihre Stärken authentisch zu präsentieren. Betrachtet man abschließend die Chancen und Risiken, wird deutlich, dass Recruiting-Videos eine Chance für Unternehmen sind, aber der Erfolg nicht garantiert werden kann. Denn selbst eine hohe Zahl an Aufrufe bedeutet nicht zwingend einen Erfolg hinsichtlich der Mitarbeitergewinnung. Wird ein Spot beispielsweise in erster Linie nur als Unterhaltung konsumiert und nicht als ein Aufruf zur Bewerbung wahrgenommen, ist das Ziel schon verfehlt.

Carina Boy

Studiengang Industrie, 3. Semester, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

Für #PRimWandel zum Dank ein Buch

Es ist Zeit, Danke zu sagen für drei Jahre kontinuierliches Interesse an diesem Blog!

Nachdem ich mir auf Twitter die Hinweise auf „PR im Wandel“ angesehen habe, kam mir die Idee, unter allen, die den Hashtag  #PRimWandel nutzen, ein kleines Dankeschön zu verlosen.  

Primwandel

Ganz gleich ob es sich um eine Diskussion oder ein Statement handelt oder auch um den Hinweis auf eine interessante Webseite,Studie oder ein Fallbeispiel: Wer auf Twitter den Hashtag #PRimWandel verwendet, nimmt automatisch an der Verlosung des Buches „Medienarbeit 2.0. Cross-Media-Lösungen. Das Praxisbuch für PR und Journalismus von morgen“ von zwei ausgewiesenen Experten teil: Norbert Schulz-Bruhdoel und Michael Bechtel.

Medienarbeit2_0

Das Buch lohnt sich – ähnlich wie dieser Blog – für alle, die sich mit den Grundlagen professioneller Öffentlichkeitsarbeit und mit zeitgemäßem Kommunikationsmanagement in der digitalen Öffentlichkeit befassen. Was Schulz-Bruhdoel und Bechtel in ihrem Buch beschreiben, lässt uns den ungeheuren Wandel besonders gut nachvollziehen, der uns seit einigen Jahren herausfordert.

Also, am 2. April 2013 wird unter allen Tweeps, die den Hashtag #PRimWandel genutzt haben, ein Exemplar von „Medienarbeit 2.0“ verlost. (Ich nutze den Hashtag natürlich auch, bin aber von der Verlosung ausgeschlossen. Außerdem habe ich schon ein Exemplar.) Wichtig ist auch, dass die Verwendung des Hashtags im Zusammenhang mit dem Wandel in Public Relations, Marketing und Kommunikation stehen muss.

Die Gewinnerin oder der Gewinner wird am 2. April in meinem Twitter-Account bekannt gegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Und zum guten Schluss noch ein Hoch auf den Hashtag!

 

Thomas Mavridis
Folget mir! https://twitter.com/Thomas_Mavridis

 

Social Media Relations im B2B-Bereich: Die Schuler AG

Die Bedeutung des Internets als Kommunikationskanal wächst und wächst. Die Internetnutzung in Deutschland nimmt zu, so nutzten laut einer Statistik des Statistischen Bundesamt 77 % der deutschen Bevölkerung (> 10 J.) im ersten Quartal 2012 das Internet. Im Jahr 2004 lag der Anteil noch bei 58 %.

Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter sind heutzutage aus der privaten Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Bedingt durch das Zeitalter Web 2.0 erleben auch Unternehmen eine zunehmende Veränderung ihrer Unternehmenskommunikation.

Laut einer Studie der Fachgruppe Social Media im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BDVW) e.V. setzen rund 85 % der deutschen Unternehmen auf Social Media.

Business-to-Customers Unternehmen (B2C-Bereich) setzen soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und XING mittlerweile ganz selbstverständlich ein. Viele B2B Unternehmen stehen im Gegensatz zu den B2C Unternehmen am Anfang ihres Social Media Auftritts und müssen das hierzu benötigte Know-how erst noch erlangen. Denn viele stellen sich immer noch die Frage, ob sich diese Kanäle für das Erreichen der Kommunikationsziele eignen.

Social Media bei Schuler

Die Schuler AG, Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik mit Sitz in Göppingen, hat am 1. Oktober 2012 ihr Engagement im Bereich Social Media (Facebook, Twitter, YouTube, Xing, LinkedIn) begonnen. Zurzeit befindet sich die Schuler AG noch in der Startphase ihres Social Media Einsatzes.

Zuerst einmal wurde ein Media-Präsenzcheck durchgeführt: Wer sind die Empfänger der Botschaften im Social Web? Welche Kommunikationsziele sollen erreicht werden und wie misst man deren Erfolg? Mit welchen Botschaften/Inhalten will Schuler die Zielgruppen ansprechen? Welche Instrumente sollen eingesetzt werden?

 

Screenshot_2013-01-29_at_02_20_38_nachm_

 

„Social Media ist bei der Schuler AG ein Kommunikationsinstrument. Das Themenspektrum ist sehr bunt. Schuler möchte explizit keine „harten“ News wie Pressemitteilungen über die Social Media Kanäle verbreiten. Die Beiträge sollen menschlich gehalten werden, man möchte hiermit die Mitarbeiter und die allgemeine Öffentlichkeit ansprechen, außerdem dient es als Recruting-Instrument.“ (Telefongespräch mit Simon Scherrenbacher, Unternehmenskommunikation, Schuler AG).

 

 

Schuler_facebook

Facebook-Auftritt der Schuler-Gruppe

 

 

Chancen und Risiken

Social Media bietet Unternehmen wie Schuler Chancen in vielen Bereichen. Mitarbeiter und die allgemeine Öffentlichkeit zu informieren sowie Recruting-Maßnahmen sind das primäre Ziel der Schuler AG. Durch die Anwesenheit in allen wichtigen sozialen Netzwerken wird das Unternehmen in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen, es wird transparenter.

Es wird dem Mitarbeiter und der allgemeinen Öffentlichkeit ermöglicht Fragen zu stellen, die entweder durch andere User oder durch das Unternehmen selbst auf schnellstem Wege beantwortet werden können. Risiko generell: Die Risiken eines Social Media Einsatzes dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Durch die rasante Verbreitung im Web können unangenehme Nachrichten – auch falsche – ans Licht kommen und das Image schädigen. Fakt ist aber, dass Diskussionen im Web so oder so stattfinden. Eine eigene Plattform dafür zu schaffen, bietet den Unternehmen die Möglichkeit, schnell und professionell darauf zu reagieren. Risiko bei der Umsetzung: Unzufriedenheit kann auf Mangel an Feedback zurückgeführt werden, wenn man sich nicht um die Kommunikation mit den Usern kümmert. Der schnelle Prozess des Internets fordert einen hohen Aufwand und Pflege der einzelnen Kanäle, Plattformen und Foren.

Abschließend kann man sagen, dass Social Media für Schuler stetig an Bedeutung gewinnt und einen vielversprechenden Weg darstellt mit Stakeholdern wie (zukünftigen) Mitarbeitern und der Fachöffentlichkeit zu kommunizieren. Es bleibt aber immer eine Ergänzung und wird – zumindest Stand heute – keine klassischen Kommunikations- und Marketinginstrumente (PR, Multimedia, Print, Webseite, Messen & Events etc.) ersetzen.

 

Katharina Rädler

Studiengang Industrie, 3. Semester, Duale Hochschule Baden Württemberg, Campus Ravensburg

Über das Zwitschern von Pressemitteilungen

Hashtag_mug

Quelle: IWOOT

Dass sich unsere Kommunikationskanäle in den letzten Jahren ständig verändert haben und dies neue Anforderungen mit sich bringt, ist nichts Neues. Vor wenigen Jahren bestand die Informationsbeschaffung für Pressemitteilungen noch darin, dass sich Journalisten Zeitungen durchgelesen haben und sich Nachrichtenagenturen angeschaut haben, wie es Martin Gropp, FAZ – Wirtschaftsredakteur, in einem Interview berichtet. Doch werden Journalisten weiterhin alle Informationen direkt von den PR-Verantwortlichen der Unternehmen oder aus Zeitungen entnehmen? Oder ist es nicht an der Zeit, die klassischen Kommunikationskanäle abzustoßen und sich den Neuen des Web 2.0 zu widmen? Werden Pressemitteilungen in Zukunft über Twitter den Journalisten zugezwitschert?

Pressemitteilungen als Tweets? – Geht gar nicht!

Gerade mal 140 Zeichen hat man in so einem Tweet zur Verfügung. Pressemitteilungen sind zwar kurz und knapp, allerdings wird der Platz eines Tweets hierfür nicht ausreichen. In den Tweets können lediglich Hinweise auf PR-News gegeben werden, die dann mit einem Link zu der vollständigen Pressemitteilung führen. Aber nicht nur das Platzproblem ist ein Hindernis für die PR. Auch für Journalisten haben Pressemitteilungen als Tweets bei Twitter zwei Seiten. Positiv ist einerseits die schnelle und einfache Informationsbeschaffung. Es müssen keine Mails für Anfragen mehr gestellt oder Zeitungen durchforstet  werden. Twitter ist für jeden zugänglich und somit können sich auch Journalisten einfach an den Tweets bedienen. Doch genau hier liegt auch schon die negative Seite. Twitter ist für jeden zugänglich. Das bedeutet, dass sich jeder Journalist an den gleichen Informationen bedienen kann.

Twitter – „Fluch und Segen“

Twitter hat neben vielen anderen Kommunikationskanälen des Web 2.0 zwei Seiten. Neben seiner Echtzeitgarantie und seiner großen Reichweite, hat man bei Twitter auch die Möglichkeit Emotionen zu zeigen, es „menscheln“ zu lassen, wie es Sonja Salmen und Helmut Beckmann in ihrem Buch schreiben. Verschiedene Accounts ermöglichen es den Mitarbeitern des Social-Media Teams, Nutzer von Twitter besser kennen zu lernen, auch Privates von sich preiszugeben und so letztendlich Schlüsse über Interessen und Meinungen der Kunden zu ziehen. Auch positiv ist die Nähe zur Konkurrenz und Leuten, wie bspw. kleinen Technologieblogs, die man normalerweise nicht auf dem Schirm hat, wie es Martin Gropp im Interview erwähnt. Twitter ist dynamisch, es entwickelt sich weiter und es findet ein direkter Austausch mit den Lesern statt, so Martin Gropp. Tweetet ein Unternehmen etwas, so kommen auch Reaktionen darauf zurück. Dieser Dialog ist einerseits ein Segen, da man so mehr über Kunden und Interessenten erfährt, andererseits auch Fluch, da schnell reagiert werden muss. Es sind nicht nur positive Themen die in einem solchen Blog aufkommen. Auch Feedback wie: „Da hast du aber einen Fehler gemacht“, wie es Martin Gropp sagt, kann auf ein Unternehmen zurückkommen. Trotzdem erwarten Kunden wie auch Journalisten eine Stellungnahme. Das heißt also die Ruhe zu bewahren und dem Leser eine Antwort wie: „Der Fehler wurde beseitigt“ zurückzugeben.

Schon gehört was gezwitschert wird?!

Twitter als neuen Kommunikationskanal zu nutzen, Journalisten sowie Interessenten auf diese Weise mit Informationen zu bedienen, reicht allein nicht aus. Der Kurznachrichtendienst war das schnellstwachsende soziale Netzwerk 2012 und hat im vergangenen Jahr seine aktiven Nutzer um vierzig Prozent auf fast 300 Millionen gesteigert. Alleiniges „darauf los-tweeten“ reicht nicht aus, um Twitter erfolgreich als neuen Kommunikationskanal zu nutzen. Einer der wichtigsten Punkte für den Erfolg mit Twitter ist das Monitoring. Dies hat auch ein Webscreening über den aktuellen Stand der Stadtwerke Konstanz im vergangenen Jahr gezeigt. Bei der Durchsuchung des Webs nach Berichten über die Stadtwerke Konstanz wurde ein Eintrag in Facebook entdeckt, in welchem ein Nutzer eine Hanfplanze gepostet hat, die auf dem Gelände der Stadtwerke Konstanz wuchs. Niemand wusste von diesem Eintrag, da die Stadtwerke dato nur in sehr geringem Maße Monitoring betrieben. Außerdem ist wichtig zu wissen, wo meine Zielgruppen sind, was sie interessiert und bewegt und vor allem wie ich als Unternehmen darauf reagieren kann.

Zwitschern wir also in Zukunft unsere Pressemitteilungen per Twitter den Journalisten zu? Wahrscheinlich eher weniger. Durch Twitter ist ein neuer Kommunikationskanal dazugekommen, allerdings ist es Stand heute, wie es Martin Gropp abschließend auch im Interview sagt, am besten anzurufen oder eine E-Mail beginnend mit: „Ich hätte da ein Thema“ zu schreiben.

 

Stefanie Grünbacher

Studiengang Industrie, 3. Semester, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg

 

 

 

Die Macht der Emotionen

„Jeder Konsument hat mindestens eine Bindung zu einer bestimmten Marke“. Zu diesem Schluss kommt die Wirtschaftswissenschaftlerin der Urbana-Champaign University im US-Bundesstaates Illinois, Tiffany Barnett White, in der Studie: „The effects of self-brand connections on responses to brand failure: A new look at the consumer–brand relationship“ deren Ergebnisse hier nachzulesen sind.

Aufgrund dieser Markenbindung zeigen beispielsweise die Nutzer von iPhone oder iPad bei der Äußerung von Kritik gegen eines diese Produkte dieselben Reaktionen, als seien sie persönlich angegriffen worden und verteidigen das Produkt und damit auch sich selbst. Als mögliche Gründe, weswegen eine solche Identifikation überhaupt entsteht, sind insbesondere das Bedürfnis nach Selbstidentifikation, das Verlangen nach Zugehörigkeit sowie gesellschaftliche Anerkennung und vor allem der daraus resultierende emotionale Nutzen für den Kunden zu nennen.

Durch die Bildung einer emotionalen Verbindung zwischen Marke und Konsumenten wird der Kunde langfristig an das Unternehmen gebunden. Dies ist insbesondere dann ein wichtiger Wettbewerbsfaktor wenn sogenannte me-too-Produkte einen vergleichbaren Standard erreicht haben und so der Absatz in Gefahr gerät.

Deswegen setzten Marketingstrategen seit geraumer Zeit auf die Macht der Emotionen auf Kundenseite und emotionalisieren Werbekampagnen. Dabei stellen sie vermehrt die Funktion und Qualität des Produkts in den Hintergrund. Dieser Wandel ist unter anderem beim Vergleich von Werbespots der Automobilhersteller Renault oder Mercedes zu erkennen: In der Renault Twingo-Werbung von 1996 und der Mercedes A-Klasse Werbung von 1997 werden ausschließlich Produkteigenschaften wie Benzinverbrauch, Sicherheit und Komfort beworben. Bei aktuellen Spots der Hersteller werden Produkteigenschaft nicht mehr erwähnt, sie setzt ausschließlich auf Emotionen (siehe: Renault Clio & Mercedes A-Klasse).

02_a_klasse_temp2

Quelle: Mercedes

Etliche Unternehmen gehen noch einen Schritt weiter: So hat beispielsweise der Spielehersteller Ravensburger nicht nur den Freizeitpark Ravensburger Spieleland erschaffen, sondern auch ein Museum eingerichtet und versucht so mit den jüngsten aller Konsumenten in spielerischer Atmosphäre eine persönliche Beziehung aufzubauen.

Spieleland

QuelleRavensburger Spieleland

 

Weitere Beispiele für diese realen Markenbegegnungen sind die BWM-Welt, das NIVEA-Haus, das PORSCHE Museum oder die Swarovski Kristallwelt.

Dieser Strategiewandel birgt auch Gefahren: Gerät das Unternehmen beispielsweise aufgrund von Produktproblemen, arbeitsrechtlichen Verstößen, Umweltvergehen oder anderen gesellschaftlich inakzeptablen Verhaltensweisen in die Kritik, löst sich die Bindung gegebenenfalls schneller auf, da sie auf Emotionen basiert und Qualität oder Funktion nur geringfügig beachtet werden.

 

Ines Möhrle

Studiengang Industrie, 3. Semester, Duale Hochschule Baden Württemberg, Campus Ravensburg