Internationaler Malwettbewerb in der Internen Kommunikation

Zum langfristigen Erhalt des Unternehmens und der hochqualifizierten Arbeitskräfte muss eine interne Kommunikation geschaffen werden, die ökonomische, ökologische sowie soziale Gesichtspunkte berücksichtigt. Egal ob das Image eines Unternehmens aufpoliert, verbessert, internationaler oder bekannter gemacht werden soll, eine interne Kommunikationsstrategie ist so gut wie immer dabei. Hierbei stellt der Ruf, welches ein Unternehmen nach außen verkörpert, wohl eines der kostbarsten Güter dar.

Aus früheren bevorzugt rein ökonomischen Interessen, sind in Zeiten des „Green Image“ interne Kommunikationskampagnen ein beliebtes Tool zur Verbindung von ökonomischer sowie ökologischer Interessen geworden.

Beispiele hierfür gibt es genügend. So verwendet die Dresdner Bank ein Stromsparmobil als mobile Roadshow, zur Reduzierung des Energieverbrauches setzt IKEA auf Initiativen wie „Kill-a-watt“, TUI veranstaltet „Green days“, die Deutsche Telekom AG bringt eine „Green-Car-Policy“ heraus und Siemens verwendet zur Visualisierung des hausinternen Stromverbrauchs ein „Green Building Monitor“ um die eigenen Mitarbeiter sowie externe Kundschaft für die Thematik Energie zu sensibilisieren.  Doch reicht dies aus?

Ein neuer Trend zeichnet sich in den letzten Jahren ab. Zum nachhaltigen Erhalt des Unternehmens muss eine soziale Situation für den Mitarbeiter geschaffen werden, in dem sich der Mitarbeiter im privaten sowie im geschäftlichen Umfeld  ausgeglichen fühlt. Stichwort corporate sustainability, das ökonomische, ökologische sowie soziale Aspekte berücksichtigt und somit eine ausgeglichene work life balance schafft, ist das Ziel der Stunde. Dies zeigt auch das best practice Beispiel der ZF Friedrichshafen AG, durch das Aktionsjahr „Jahr der Energie“.

Zf_flyer

Quelle: ZF Friedrichshafen AG, Das „Jahr der Energie“ in Bildern

Im Zuge dieser weltweiten Konzernkampagne wurde 2012 ein internationaler Malwettbewerb durchgeführt, in dem den Kindern von Mitarbeitern und Bekannten auf spielerische Weise der bewusste Umgang mit der Ressource Energie nahe gebracht wurde.

Weltweit wurden die unterschiedlichen Länder durch repräsentative Tiere verkörpert, die auf den Flyern des Malwettbewerbes abgedruckt waren. So wurde für Deutschland das Eichhörnchen, für China der Panda, für die USA der Adler und für Indien der Tiger ausgewählt.
Die Idee ist, dass Eltern und Kinder sich mit der Thematik „Energie“ zusammen beschäftigen und auseinandersetzen. Dies soll den Kindern Anregungen und Ideen für das zu malende Bild geben. Als Preise winkt den Gewinnern ein Malkasten und zusätzlich werden Kinderbücher der ZF Friedrichshafen AG in Landessprache ausgegeben, welche die besten Bilder beinhalten. Alle eingereichten Bilder werden veröffentlicht.

Dieses Fallbeispiel von weltweitem Konzernmarketing zeigt zwei sehr aktuelle und interessante Aspekte. Zum Einen die Sensibilisierung der gesamten Familie auf den nachhaltigen Umgang mit Energie, bei dem gleichzeitig das neu geschaffene Bewusstsein auf das Unternehmen übertragen werden kann und somit einen positiven Effekt hat. Zusätzlich wird dem Mitarbeiter weltweit ein Gefühl gegeben, dass er und seine Familie ein Teil der ZF Familie darstellt. Allen Mitarbeitern wird somit Anerkennung und Berücksichtigung im Konzern vermittelt und symbolisiert. Unternehmerische Ziele mit privaten zu kombinieren und so eine weltweite Unternehmenskultur zu erzielen, die sich über die Grenzen des Unternehmens hinaus bis in die Familien erstreckt, ist ein sehr gelungener Ansatz von Marketing.

 

Sandra Laur

Studiengang Industrie, 3. Semester, Duale Hochschule Baden Württemberg, Campus Ravensburg

 

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