Von Papier zu Pixel – Die Broschüre wandert auf den Bildschirm

Werbemittel sind im Wandel. Wo sonst massenhaft Anschreiben mit neuesten Produktinformationen an einen festen Kundenbestand oder regionale Zielgruppe verschickt wurden gehen heute e-Mails in die Welt. Ein Beispiel ist die klassische Broschüre. Was unterscheidet die Online-Version von der traditionellen? Was muss man beachten und vor allem: Wo liegen die Vorteile?

Solange sie nicht ausgedruckt wird bleibt die Online-Broschüre überaus umweltfreundlich, da Farbe wie Papier eingespart wird. Der Ersteller sollte aber bedenken: Auch PDF-Broschüren werden oftmals ausgedruckt. Letztendlich gilt es die gleichen Regeln einzuhalten, wie in einer konventionellen Broschüre, was das Layout, die Präsentation von Unternehmen, Fakten und Inhalten betrifft. Man kann dabei zwischen Produkt- und Imagebroschüren unterscheiden. Wie auch auf dem Papier gilt: Kurz und knackig muss es sein.

 

Flyermakowi

Abb.: Auszug aus dem Flyer MA Kommunikationswissenschaft der Universität Bamberg

 

Weitere Herausforderungen: Um einen hochwertigen Eindruck zu erzeugen wurde sonst entsprechend teures Papier gewählt. Dieser Aspekt fällt auf dem Bildschirm weg – die Grafikabteilung muss diesen Eindruck entsprechend optisch generieren. Das heißt: Die Gestaltung ist bei der Broschüre als PDF das A und O.
Der wohl größte Vorzug von Online-Broschüren sind Verlinkungen. Ob Telefonnummer, e-Mail, Homepage, Blog oder Links zu einem Produktkatalog online, nur ein Klick reicht aus, um weitere Schritte einzuleiten. Entsprechend schneller kann Kontakt geknüpft werden, Informationen werden ebenfalls schneller und vor allem einfacher eingeholt. Das ist bequem und ein immenser Vorteil für den Kunden!

Trotzdem muss man nicht scheuen vom (potentiellen) Kunden ebenfalls Kontaktinformationen zu verlangen. Die PDF-Broschüre muss nicht unbedingt jedem frei zugänglich auf der Homepage zum Download zur Verfügung stehen. Sie kann auch exklusiv per Mail verschickt werden, an diejenigen, die so viel Interesse am Produkt zeigen, dass sie bereit sind dafür ihre Kontaktdaten anzugeben. Das macht es leichter, in der Folge direkten Kontakt mit den Interessenten aufzunehmen, etwa um an Feedback zu gelangen oder Probleme auszumerzen, die dem Kauf noch im Wege stehen. Diese Methode ist allerdings nur eine Möglichkeit und funktioniert nicht bei allen Produkten! Wo sie sich bei exklusiver Ware noch empfiehlt, die eine starke Auseinandersetzung mit Unternehmen oder Produkt voraussetzen, ist diese Variante bei Gütern des täglichen Bedarfs eher hinderlich und nicht zu empfehlen.

Der Zugriff kann, wenn gewünscht und sinnvoll, also begrenzt werden. Prinzipiell ist er aber unbeschränkt. Eine Broschüre kann – natürlich auch hier wieder mit Hilfe von Links – immer und überall angeboten werden. Ob auf der eigenen Homepage, dem Facebookprofil des Unternehmens, im Twitter-Status etc., im Internet stehen alle Wege zur Verknüpfung und Verbreitung offen. Dadurch lässt sich eine Broschüre online einfacher, schneller und vor allem kostengünstiger verteilen als per Post oder Display vor Ort. Broschüren bieten für Kunden wie Firmen natürlich noch viele weitere Vorteile.

Die „echte“ Broschüre – die aus Papier – wird sicher auch weiterhin noch Bestand haben. Als Give-away nach Beratungsgesprächen in Geschäften beispielsweise ist es von Vorteil dem Kunden etwas Materielles mit auf den Weg zu geben, als Ersatz für das eigentliche Produkt, zur Einstimmung darauf und als konkrete Erinnerung. Die PDFs werden jedoch immer weiter verbreitet werden, günstiger, einfacher zu verschicken. In der schnelllebigen Informationsgesellschaft des Internetzeitalters erwarten Kunden nach Telefongesprächen oder einem Besuch auf der Homepage sofort Daten und Fakten. Sind die nicht direkt zur Hand, suchen sie selbst danach und landen womöglich auf der Homepage der Konkurrenz. Eine Mail mit der übersichtlichen Broschüre ist da schnell verschickt und der Kunde bestens informiert.

Ähnlich wie bei Zeitungen können PDFs das Gefühl, eine echte Broschüre aus hochwertigem Papier in der Hand zu halten nicht ersetzen. Gedruckte Exemplare vermitteln ein Gefühl von Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit, ohne Hektik auszustrahlen. Aber PDFs bieten, wie erörtert, dafür andere durchaus schlagkräftige Vorteile, die in Zukunft sicherlich noch mehr Online-Broschüren auf den Bildschirm bringen werden. In der Informationsflut des Internets wird man von Produktinformationen überschüttet. Eine Broschüre kann alle relevanten Details auf den Punkt bringen und trotzdem gleichzeitig einen umfassenden Einblick geben. Der Kunde wird es danken.

Julia Kaiser
Studiengang Kommunikationswissenschaft, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

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