PR macht Marken

„Red Bull verleiht Flügel“-
Wer kennt diesen Werbeslogan und den damit beworbenen Energy Drink des österreichischen Getränkeherstellers Red Bull nicht?
Doch haben Sie sich auch schon einmal die Frage gestellt, warum dieser Hersteller so bekannt und erfolgreich ist, obwohl hinter der Marke lediglich ein einzelnes Produkt steckt?

Die Antwort darauf findet man im ganz speziellen Marketingkonzept des Getränkeherstellers: Im Gegensatz zu vielen anderen Marken hat Red Bull schon bei ihrem Markteintritt gänzlich auf herkömmliche Werbung verzichtet und stattdessen PR genutzt, um auf sich aufmerksam zu machen und die Vorzüge ihres Produktes nachhaltig beim Kunden zu etablieren.
PR ist, anders als oftmals fälschlicherweise angenommen, nicht mit Werbung gleichzusetzen. PR bedeutet strategische Kommunikation mit dem Kunden, Geschichten zu erzählen, um die gewünschten Ziele zu erreichen und nicht wie bei der Werbung Bilder zu zeigen, die den Kunden direkt und offensichtlich beeinflussen.

Die Kunst eines guten PR-Konzeptes ist es, die Geschichte hinter dem Produkt glaubwürdig und authentisch darzustellen, da auf diese Weise ein bleibender positiver Eindruck beim Kunden entsteht.
Diese Herausforderung hat Red Bull hervorragend gemeistert, indem sie ihre Zielgruppe der 18-30 Jährigen miteinbezogen haben und beispielsweise Studenten auf dem Campus gratis Proben des Energy Drinks verteilen ließen. Ein solches Buzz Marketing, sprich Mundpropaganda, ist sehr erfolgversprechend, wenn die richtigen Personen vom Produkt überzeugt werden und mit ihrer Meinung auch das Kaufverhalten vieler anderer beeinflussen.

Auch Kampagnen wie das „Red Bull Airdrop“, bei dem über 400 Universitäten in 55 Ländern Holzkisten mit Red Bull Dosen mit einem Fallschirm abgeworfen worden sind, sprechen die Zielgruppe des Getränkeherstellers an und werden ihrer Ungewöhnlichkeit wegen sogar über Social Networks verbreitet:

Weiterhin machen sich die PR-Aktionen von Red Bull das Phänomen zunutze, dass sich die Wahl der Marke beim Konsumenten immer häufiger auf einer emotional subjektiven Ebene abspielt.
Daher bewerben und sponsern sie zunehmend Extremsport-Veranstaltungen mit besonders hohem emotionalen Gehalt wie z.B. Basejumping, Kitesurfing oder die Formel1.

Am Beispiel von Red Bull kann man also erkennen, dass PR durchaus nötig ist, um im Gedächtnis der Kunden zu bleiben und auf dem großen Konkurrenzmarkt nicht unterzugehen. Es wird zunehmend wichtiger, darüber nachzudenken, wie man sich auch abseits von der Werbung positiv beim Kunden präsentieren kann.
Und ist erst ein „Hype“ um eine Marke entstanden, kümmert es auch kaum noch jemanden, dass der Energy Drink im Gegensatz zu anderen Soft Drinks eigentlich maßlos überteuert ist.

 

Hannah Reckhaus
Studienfach: Kommunikationswissenschaft, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

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