Auf dem Weg zu dem interaktiven Fernsehen. Social Media saugt das TV auf oder umgekehrt?

Während das „Social-TV“ daran arbeitet, die Umgangsmedien wie Facebook und Co auf Fernsehen zu bekommen, ist das Fernsehen schon längst Teil der World Wide Web. Über You Tube, Google TV oder Google+ sind Videos und TV-Sendungen jederzeit abrufbar. Soziale Netzwerke ermöglichen einen Live-Kontakt zu den einzelnen Sendungen und daran beteiligten Akteuren, und dadurch steigern nicht nur das Interesse, sondern auch die Einschaltquote der TV-Programme.

Doch bleibt auch das Fernsehen nicht inaktiv in dem interaktiven Prozess. Ein Großteil der heute verkauften Fernseher sind internetfähig und unterstützen den sogenannten HbbTV-Standard, der die Integration von TV-Bild und Internet ermöglicht. Allerdings es sei noch nicht die Rede über die Verschmelzung des Fernsehens mit Social-Media, so der Richard Bullwinkle, der bei dem globalen Technologie und Dienstleistungskonglomerat Rovi den wunderschönen Titel „Chief Evangelist“ trägt. Kids könnten die Epoche des verschmelzten „Social-TV’s“ erleben, da wachse eine ganz andere Prägung heran.

Tv

Quelle:Intage

Ein weiterer Beweis für die Tendenz zum dem interaktiven Fernsehen hat das globale amerikanische Beratungsunternehmen Accenture mit seiner Studie (NYSE: ACN) gebracht. Das Ziel der Studie war, die Wahrnehmung der Konsumenten auf die Symbole wie „Likes“ von Facebook beim Fernseheschauen und wie effektiv sie wirken, besser zu verstehen. Befragt wurden die Zuschauer nach der Altersgruppe. 

Symbole

Quelle: Social Media on TV Survey

Daraus har sich ergeben, dass das Großteil (63%)  der Teilnehmer im Alter von 18 bis 24  mit diesen Symbolen während des Fernsehschauens interagiert haben. Bei der älterer Gruppe (von 25 bis 34) war der Prozentanteil auf reduziert  46%, bei den 35-44-Jährigen auf 44%; bei den 45-54-Jährigen auf 19%, bei den 55-64-Jahrigen auf 24% und bei 65 und älteren auf 11%.
Die größte Motivierung (43%), die Soziale Netzwerke zu interagieren, basierte auf dem Wunsch mehr Informationen über Show zu erfahren. Unter anderen Gründen waren: Gutscheine und Rabatte (32%), Wettbewerbe, zusätzliche Videos (26%), interagieren über die Show oder Produkt auf Social Media (26%), Meinungsaustausch (21%), Programm-, Produktempfehlung auf sozialen Netzwerken(20%).

Social-Media bietet dadurch die Möglichkeit das Fernsehen, noch attraktiver und echter zu gestalten, damit die Interessenten sich ausreichend informieren und untereinander austauschen konnten. Robin Murdoch, der Accenture Geschäftsführer im Bereich des globalen Internets, betonnte gleichwohl das enorme Potenzial der Social-Media Anwendungen, die online laufen und verschiedenste Informationen und Aktivitätsmöglichkeiten anbieten.

Ein weiterer Aspekt, der nicht im „Social-TV“ nicht übersehen werden darf ist die Werbung in sozialen Plattformen. Es heißt etwa in einer Mitteilung zu einer Studie des Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. BVDW, die eine weitere klare Botschaft enthält: „Das Internet gilt in der ganzen Wirtschaft als unverzichtbarer Werbe- und Vertriebskanal.“ Auch die Mund-zu-Mund Werbung darf man nicht unterschätzen, die enorm in sozialen Netzwerken verbreitet wird.

So beobachten wir den Standpunkt der Fernsehentwicklung, wo sich viele neue Chancen anbieten. Es kann sich zu einem Multi-Medium entwickeln, das die höchste Qualität und aber auch vielseitige Unterhaltungs- und Informationsbefriedigung mit sich bringt.

Kateryna Papeta

Kommunikationswissenschaft,Otto-Friedrich Universität Bamberg.

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