Von den zwitschernden Stars

Denkt man in der heutigen Zeit an soziale Netzwerke, so kommt einem sofort Facebook in den Sinn. Mit weltweit zirka 901 Millionen Nutzern hat es sich zur größten Plattform dieser Art entwickelt und ist aus unserer modernen Welt nicht mehr wegzudenken. Dieser Blogpost aber dreht sich um Facebooks kleine Schwester Twitter und deren bekannteste User.
 
Auch Twitter erfreut sich seit seiner Gründung 2006 zunehmender Beliebtheit und hat bald 600 Millionen Mitglieder. Besonders spektakulär ist die Tatsache, dass sich laut CEO Dick Costolo die Nutzeranzahl seit Einführung des neuen Apple-Betriebssystems iOS 5 verdreifacht habe. Somit ist dem „Apfelunternehmen“ wohl ein erheblicher Anteil an den aktuellen Nutzerzahlen nicht abzusprechen.

Während sich Lady Gaga mit fast 24 Millionen Followern weltweit getrost als „Twitterqueen“ bezeichnen kann, befindet sich dicht dahinter mit 21 Millionen Twitter-Anhängern Justin Bieber auf Platz 2. Katty Perry folgen 18,6 Millionen User, was ihr somit Platz 3 der international gefragtesten Twitter-Profile einbringt. Platz 4 und 5 belegen R&B-Künstlerin Rihanna und Skandal-Sängerin Britney Spears.

Doch was bringt einem Star wie Lady Gaga auf Twitter soviele „Verfolger“? Ruft man ihr Profil auf, so fällt einem zunächst das – in typischer Lady-Gaga-Manier – skurril, provokant gestaltete Hintergrundbild auf. Beim weiteren Betrachten der Seite stellt man fest, dass sie durchschnittlich zwei bis fünf Posts am Tag verfasst, die auch des Öfteren Bilder enthalten. Posts wie „Is it wrong that sometimes when people call me, I break out into ‚Telephone,‘ my mom always does Beyonce’s part.“ oder „Things that you say to your hair stylist when he’s pulling your coiffeur into alien banshee-tails before show: *not suitable for Twitter*“ unterstreichen ihre extravagante, kuriose Art und geben den Fans das, was sie wollen. Nämlich Lady Gaga wie sie leibt und lebt. Und zwar jeden Tag zwei- bis fünfmal.

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Soziale Netzwerke sind heute ein Kommunikationsmedium geworden, was nicht mehr wegzudenken ist. Dem Star verhelfen sie sowohl beim Erlangen eines größeren  Bekanntheitsgrades, als auch beim Gewinn neuer Fans und Sympathisanten. Außerdem ermöglichen Twitter & Co 24 Stunden am Tag Kontakt zu den Anhängern. Der Fan kann immer wieder aktuelle Informationen und Neuigkeiten zu seinen Lieblings-Promis abrufen und durch Kommentare oder (je nach Plattform) verschiedene „Like-Funktionen“ individuell seinen Standpunkt veröffentlichen.

Einige Stars, wie Kim Kardashian (Platz 8 der weltweit meistgefolgten Twitter-Stars) beispielsweise, glauben, dass die „Social Networks“ ihre Karriere erst möglich machten. “Ich denke ein Großteil unserer Fans und unseres Kontakts mit den Leuten basiert auf dem Internet. Es hat eine neue Form von Prominenten geschaffen”, so Kardashian. „Wir sind uns sehr bewusst, wer wir sind und wo wir stehen. Wir sind auf Twitter und Facebook sehr aktiv, wir treten in Kontakt mit den Fans und schreiben ihnen zurück“, merkte sie weiter an.
 
Viele Prominente haben erkannt, welche Bedeutung die Sozialen Netzwerke in der heutigen Zeit haben und nutzen diese auch. Ob in Zeiten von Social-Media-Agenturen und –Managern die Posts vom Star selbst kommen, kann man allerdings oft nicht sagen. Jedoch ist selbst das Twitter-Profil von Lady-Gaga, auf dem sie kunterbunt, richtungslos und unsystematisch irgendwelche Inhalte aus ihrem Leben veröffentlicht, auf sie angepasst und durchdacht. Denn wer in dieser Welt ist kunterbunter, richtungsloser und unsystematischer als Lady Gaga?
 

Niklas Volland
 
Studiengang Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich Universität Bamberg 

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