Meine digitale Visitenkarte

Im Zeitalter von Web 2.0 ist der digitale Fußabdruck wichtiger denn je zuvor. Es sollte allerdings darauf geachtet werden wie dieser für Dritte gestaltet ist.

Online-Sozialisation
Egal ob Broker oder Maurer wir zwitschern, posten und bloggen. Jeden Tag, den ganzen Tag und am liebsten überall. Es erscheint wichtig mit alten Schulfreunden in Kontakt zu bleiben, genauso wie die neusten Partyfotos für die Daheimgebliebenen zu posten. Bei einigen prominenten Usern entsteht der Eindruck sie scheinen genau zu wissen wie sie sich online präsentieren müssen. Sie setzen das Phänomen Social Media nicht nur gekonnt ein; sie gestalten es sogar mit.

Nutzen
Beispiele dafür sind Lady Gaga oder Barack Obama.
Lady Gaga, die unbestrittene Follower-Queen, die ihre Twitter Fans regelmäßig in ihr virtuelles Wohnzimmer einlädt und diese somit regelmäßig auch über Privates informiert.
US-Präsident Barack Obama führt vor wie trendy ein Politiker sein kann, indem er auf seiner Facebook-Seite Neuigkeiten in die ganze Welt versendet und die Politik für die junge Generation  attraktiv darstellt. Wer weiß, vielleicht hat er ja schon den einen oder anderen Neuwähler durch Facebook hinzugewonnen.

Allerdings sollte auch über die negativen Aspekte von Social Media nachdenken.
Machen wir uns bewusst welche Folgen ein nicht-durchdachter Post haben kann? Ob sich vielleicht ein „like“ auch negativ auswirken kann?

Negativ Beispiel
Einige scheinen sich nicht immer darüber im Klaren zu sein, wie ihre online-Persönlichkeit bei Dritten ankommt. Oder wie erklären sich Beispiele wie dieser?

Post1_viagrabild

Quelle: webfail.at

Wie macht man’s richtig?
Bei der Gestaltung des eigenen  Web-Auftritts gilt es das ein oder andere zu beachten, um ein negatives Außenbild zu vermeiden:

I. Es sollte niemals zu viel persönliche Information von einem zu finden sein. Jeder sollte sich  bewusste machen, was von sich online preisgegeben wird und was lieber nicht, denn das Internet vergisst nichts.
II. Regelmäßige Recherche der selbst publikgemachten Information; somit lässt sich rechtzeitig reagieren und ggf. gegensteuern.
III. Ein stimmiges Gesamtbild schaffen; bei der Nutzung mehrere Netzwerke sollte darauf geachtet werden, dass das Außenbild keine Fragen aufwirft und Verwirrung stiftet.
IV. Eine strickte Trennung zwischen Business und privaten Netzwerken kann von Vorteil sein, um vom Chef nicht zum neusten Partybild angesprochen zu werden.
V. Aktive Mitarbeit bei der Gestaltung des Online-Auftritts durch eigene Homepage.

Quelle: horizontjobs.de

Lösungsvorschlag der Bundesregierung
Die Bundesregierung hat bereits ein Projekt in den Startlöchern, welches ermöglichen soll online-gestellte Fotos mit einer Löschfunktion zu versehen.
Damaliger Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) setzen sich für ein Ablaufdatum für Beiträge in sozialen Netzwerken ein.
Dies funktioniert indem, Bilder verschlüsselt hochgeladen werden. So können nur diejenigen die Bilder ansehen, deren Browser ein Plug-in installiert hat. Um das Bild sichtbar zu machen benötigt das Plug-in von einem anderen Server ein Passwort. Somit wird das Bild sichtbar, allerdings nur solange das Ablaufdatum nicht erreicht ist.

Mit diesem Modell können zumindest nicht-durchdachte Bilder von dem Bildschirm verschwinden, doch Kommentare und Tweets werden dadurch auch nicht verhindert. Solch ein Lösungsmodell muss sich wohl jeder selbst bauen. Sich ein eigenes klares Internetregelwerk aufstellen und es am besten auch durchführen.

Scheinbar scheint es genau dieser Balance-Akt zwischen Online-Sozialisation und jugendlichem Leichtsinn zu sein, den man als User beherrschen muss, um die persönliche digitale Visitenkarte attraktiv für potentielle Arbeitgeber zu gestalten.

Von Lisa Oppermann
Studiengang Kommunikationswissenschaft, Otto-Friedrich Universität Bamberg

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