Netzleben: genießen oder fürchten?

Das Netz ist heutzutage für viele nicht beherrschbar geworden. Alles, was hochgeladen wird, alles, was im Netz geschrieben wird, können Millionen Menschen beobachten und darauf reagieren. Einerseits ermöglicht das Internet und soziale Netzwerke, sich zu präsentieren, zu verwirklichen, öffentlich darzustellen. Anderseits aber auch kann es auch gegen die User selbst gerichtet werden werden.

So kann man Bilder, Posts in Facebook, LinkedIn, Twitter usw. hochladen; Kommentare und Bewertungen bei verschiedenen Bewertungsportalen schreiben; auch Gerüchte oder Halbwahrheiten ausbringen. Öffentliche Personen, die von solchen Seiten profitieren möchten, müssen vor allem darauf achten. Wer Fehler macht, wird sofort von den Usern bloßgestellt.

Ein Beispiel stellt eine Geschichte eines Gerüchts dar, die erzählt wie das Netz ein Pranger sein kann. Es ging um einen US-amerikanischen Modedesigner, Tommy Hilfiger, der in der Show von Oprah Winfrey gesagt habe, dass er sich weniger Mühe gegeben hätte, wenn er gewusst hätte, dass Afro-Amerikaner, Hispanics und Asiaten seine Kleider kaufen würden. Als Resultat, musste er elf Jahre lang mit diesen Gerüchten kämpfen.

Bei dem anderen Beispiel scheint es der Polizistin, Ariane Friedrich, über die Persönlichkeitsrechte und Datenschutz zu vergessen. Als die Antwort auf anzügliche Mail nutzte sie Facebook als Pranger, indem sie die persönlichen Daten vom Absender  veröffentlichte.

Vor allem kann es sehr verhängnisvoll für Jugendliche werden. Sie können von Cyber-Mobbing, Internet-Mobbing oder Cyber-Bullying getroffen werden. Mit diesen drei Begriffen sind verschiedene Formen von Beleidigungen gemeint. (Video Cyber-Mobbing: Was tun gegen die Schikane im Netz?) Potenziell kann jeder an den virtuellen Pranger gestellt werden.

Um nicht ein Netzopfer zu werden, muss man vorbeugen. Das Internet soll schließlich nützlich und nicht schädlich sein. Wenn man weiß, was man veröffentlichen darf, wie man mit Beleidigungen umgeht und was strafbar ist, kann man mit gutem Gewissen die Vorteile des Netzlebens genießen.

Kateryna Papeta

Studiengang: Kommunikationswissenschaft, Otto-Friedrich Universität Bamberg

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