Investor-Relations-Kommunikation im Wandel – Aktiv statt passiv im Social Web

Der Einsatz von Social Media in der Investor-Relations-Kommunikation von Aktiengesellschaften ist mit überschaubarem Aufwand und Risiko möglich. In der Praxis können einzelne Zielgruppen sogar besonders effektiv angesprochen werden. Dies sind Haupterkenntnisse der Untersuchung „Social Media in den Investor Relations – Funktionen, Zielgruppen, Kosten-Nutzen-Betrachtungen„, die am 20. Februar im Verlag Dr. Köster veröffentlicht wird.

Social-Media- Anwendungen eignen sich eindeutig dazu, die Kommunikation in den Investor Relations zu optimieren. Richtig angewendet werden die Sozialen Medien dabei insbesondere dem vom Deutschen Investor Relations Verband (DIRK) geforderten Grundsatz der Gleichbehandlung aller Kapitalmarktteilnehmer gerecht. Einer Befragung des Verbandes zufolge besitzen die Social-Media-Aktivitäten als Bestandteil der Investor-Relations-Kommunikation heute für mehr als 45 Prozent der börsennotierten Unternehmen eine wichtige Bedeutung. Es besteht derzeit jedoch eine erhebliche Diskrepanz zwischen Anspruch und praktischer Umsetzung.

Längst überfälliger Handlungsbedarf in der IR2.0-Kommunikation

Wie aktuelle empirische Erhebungen zeigen, ist die Furcht vor dem Ressourcenaufwand, bedingt durch die notwendige Aktualität der Kanäle sowie vor Kontrollverlust und rechtlichen Unsicherheiten groß. Laut Autor besteht in diesem eher konservativen Kommunikationsbereich erheblicher Nachholbedarf: „Entwicklungen die Unternehmensbereiche wie Marketing, PR oder Customer Service bereits vor etwa zwei Jahren durchgemacht haben, beginnen in den meisten IR-Abteilungen erst jetzt„, erklärt Andreas Köster.

Praxis-Check: Social Media in den Investor Relations

Die häufig undifferenzierte Diskussion über Potenziale und Risiken sowie Kosten und Nutzen von Social Media in den Investor Relations wird durch sein Fachbuch auf eine fundierte Argumentationsbasis gestellt, indem es erstmalig auf Basis aktueller Studien den Eignungsgrad unterschiedlicher Plattformen für die Zielgruppen der Investor Relations darlegt. Demnach eignen sich Social-Media-Anwendungen gut für die Informationen und den Dialog mit privaten Investoren und Wirtschaftsjournalisten, weniger hingegen für die Kommunikation mit institutionellen Investoren.

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Risiken aktiv minimieren

Die Skepsis der Unternehmen, sich in diesen sensiblen Kommunikationskanälen zu engagieren, ist nicht unangebracht. Dennoch darf dies nicht zu einer Schockstarre unter IR-Managern führen. „Der kommunikative Kontrollverlust ist bereits Realität, unabhängig von einer aktiven Beteiligung der Unternehmen im Social Web. Risiken entstehen heute vielmehr durch einen mangelnden Überblick, welche Nutzer und Investoren in welchen Foren und Communities wie über das Unternehmen diskutieren„, so Köster. In der Tat kann mangelnde Medienkompetenz oder fehlende Erfahrung im Social Web schnell ein Risiko darstellen. Das Fachbuch zeigt nicht nur unterschiedliche Formen der Risiken auf, sondern gibt auch Hinweise darauf, wie diese durch eine strategische Integration von Social Media in die Unternehmenskommunikation minimiert werden können. Darüber hinaus werden Beispiele gegeben, wie erfolgreiche Unternehmen damit umzugehen wissen.

Bedeutung der Social-Media-Governance

Bevor Unternehmen in den Social Media erfolgreich sein können, müssen sie sich intern zeitgemäß formieren. Das Thema Social-Media-Governance ist dabei ein entscheidender Faktor“, weiß Thorsten Greiten, Geschäftsführer der Kölner Unternehmensberatung NetFederation und Herausgeber der Untersuchung. Er rät insbesondere zur Vorsicht, im Fall von Unternehmen, die noch mit stark voneinander separierten Kommunikationsbereichen agieren. „Unternehmen können extern nur so professionell und zeitnah kommunizieren, wie sie dies intern können. Zudem sind sie gut beraten, vor einem Social-Media-Engagement einen tadellosen Online-Investor-Relations- Auftritt aufzubauen. Die Corporate Website ist auch im Social Web das Leitmedium„, so der Online-Kommunikationsexperte.

Das Fachbuch von Andreas Köster gibt praktische Tipps und Entscheidungshilfen für den erfolgreichen Start in die IR2.0-Kommunikation.

Buch: Social Media in den Investor Relations – Funktionen, Zielgruppen, Kosten-Nutzen-Betrachtungen, Jahr: 2012, Seiten: 178, Übersichten und Farbgrafiken, 29,80 €, ISBN: 9783895747854

Über den Autor:
Andreas Köster (M.A.) hat nach der Ausbildung zum IT-Systemelektroniker Wirtschaftskommunikation an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin studiert und war Vorstandsvorsitzender des Vereins zur Förderung der Wirtschaftskommunikation. Heute arbeitet er für die Business Intelligence Group (BIG) im Bereich Social-Media-Monitoring.

Über die Herausgeber:
Dipl.-Betriebswirt (FH) Christian Berens (38) studierte BWL an der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg mit den Schwerpunkten Marketing, Personal und Wirtschaftsinformatik und ist seit 2004 Geschäftsführer von NetFederation. Dipl.- Kaufmann Thorsten Greiten (38) studierte BWL mit den Schwerpunkten Steuerlehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Mannheim. Er ist ebenfalls Geschäftsführer von NetFederation und fachlich verantwortlich für den Bereich der Online Finanzkommunikation.

Über den Verlag Dr. Köster:
Der Verlag Dr. Köster wurde 1994 von Dr. Hans-Joachim Köster in Berlin gegründet und veröffentlicht wissenschaftliche Schriften. Verlagsschwerpunkte sind unter anderem die renommierten Buchreihen zur Sicherheitspolitik, Zeitgeschichte und zu geheimen Nachrichtendiensten. Neben diesen Themen stehen Fragen der Wirtschaftswissenschaften im Mittelpunkt.

 

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